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Wednesday, 4 May 2011

EU/IWF Rettungsschirm für Portugal gespannt; EUR/USD rückläufig

Der Euro verzeichnete gestern geringfügige Kursrückgänge zu einigen seiner Währungsrivalen, nachdem die Europäische Union und der Internationale Währungsfond (IWF) bekannt gegeben hatten, dass man sich nunmehr über die Einzelheiten des Rettungsplans für Portugal geeinigt habe. Als Folge fiel die EUR/USD-Paarung von ihrem 17-Monate-Hoch von 1,4900 leicht ab und handelte heute bei der Eröffnung der asiatischen Märkte nahe dem Wert von 1,4820.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupup
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.48501.648581.040.86621.08430.9007
1.48221.647480.990.86501.08260.8996
1.48091.646880.970.86451.08180.8991
Support1.47811.645780.920.86331.08020.8980
1.47661.645280.890.86251.07920.8974
1.47381.644080.850.86131.07750.8963

Wirtschafts News

USD - Da Investoren nach Sicherheit suchen verzeichnen Safe-Hafen-Währungen Kursgewinne und der USD unterschiedliche Ergebnisse

In Erwartung von Vergeltungsmaßnahmen seitens Al-Kaida nach dem Tod Osama bin Ladens verzeichnete der US Dollar gestern unterschiedliche Ergebnisse. Der Kurs des USD sank zum Schweizer Franken und zum japanischen Yen, dieweil Aktienmärkte und Rohstoffe Schwäche zeigten.

Der USD verzeichnete jedoch geringfügige Kursgewinne zum EUR nachdem bekannt wurde, dass Portugal nunmehr endgültig unter den Rettungsschirm der Europäischen Union schlüpft. Da sich gestern in Großbritannien auch der UK Einkaufsmangerindex des verarbeitenden Gewerbes rückläufig zeigte kam es zu einer generellen Abwendung vom Euro. Aus der US Wirtschaft wurden gestern auch eine Reihe höchst zuversichtlicher Daten bekannt. So zeigt der neue Bericht über die US Industrie-Auftragseingänge einen monatlichen Anstieg um 3%, und auch der Indikator für Automobilverkäufe erwies sich besser als erwartet.

Das Thema des amerikanischen Leitzinssatzes ist in jüngster Zeit in Wirtschaftsanalysen allgegenwärtig. Viele Spekulanten sind der Ansicht, dass der Dollar von der neuerlichen Hinwendung zur Sicherheit nicht betroffen ist, obwohl das in unsicheren Zeiten für gewöhnlich der Fall ist. Die heutige Veröffentlichung des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) wird eine Vorschau auf den äußerst wichtigen Beschäftigungssektor der US Wirtschaft geben. Es besteht die Möglichkeit, dass positive Beschäftigungsdaten den Kurs des USD kurzfristig ansteigen lassen, jedoch bleibt abzuwarten, ob das die jüngste Rückläufigkeit ausgleichen kann, die durch das FOMC Leitzins-Statement ausgelöst wurde.

EUR - Nach Bekanntgabe des Rettungsschirms für Portugal ist der EUR rückläufig

Der Euro verzeichnete gestern geringfügige Kursrückgänge zu einigen seiner Währungsrivalen, nachdem die Europäische Union und der Internationale Währungsfond (IWF) bekannt gegeben hatten, dass man sich nunmehr über die Einzelheiten des Rettungsplans für Portugal geeinigt habe. Als Folge fiel die EUR/USD-Paarung von ihrem 17-Monate-Hoch von 1,4900 leicht ab und handelte heute bei der Eröffnung der asiatischen Märkte nahe dem Wert von 1,4820.

Dieser Abschwung dürfte sich jedoch als kurzlebig erweisen, da sich Investoren, in Erwartung von Vergeltungsmaßnahmen seitens Al-Kaida nach dem Tod Osama bin Ladens am Wochenende, vorübergehend wieder Safe-Hafen-Anlagen zuwenden. Der Rettungsschirm für Portugal ist wie geplant gespannt worden und dürfte keine dauerhafte Auswirkung auf den Euro haben. Die heutige Rückläufigkeit des EUR dürfte sich als ein nur leichtes Einknicken der lang anhaltenden Aufwärtsbewegung zu seinen Haupt-Währungsrivalen erweisen.

Heute sieht es jedoch noch so aus, als müsse der Euro weitere Verluste hinnehmen, da die Stimmung der Händler auf Sicherheit ausgerichtet zu sein scheint. Der 17-Nationen-Wirtschaftsblock wird heute wieder einmal zu einem großen Teil vom Wirtschaftskalender abwesend sein. Es wird lediglich ein Kurzzeit-Einkaufsmanagerindex um 9:00 MGZ und ein Bericht über Einzelhandelsumsätze um 10:00 MGZ erwartet. Aus Großbritannien werden jedoch eine ganze Reihe wichtiger Wirtschaftsdaten erwartet, die einen nicht unerheblichen Einfluss auf die schwächelnde britische Wirtschaft haben dürften.

JPY - Greenery Day setzt die Feierlichkeiten der Golden Week in Japan fort

Der JPY verzeichnete zuletzt unterschiedliche Ergebnisse, da Investoren unter den weltweiten Reaktionen auf den Tod Osama bin Ladens ihren Fokus auf andere Dinge richteten. Nachdem sie am Montag bis auf 82,75 angestiegen war, fiel die USD/JPY-Paarung bis Dienstagabend auf das Tages-Tief von 81,00 und könnte beim heutigen Börsengang sogar noch weiter absinken, da Investoren sich größtenteils weiter vom Dollar abwenden.

Da Japan heute den „Greenery Day“ innerhalb der Feierlichkeiten der „Golden Week“ begeht, dürfte es um die Liquidität der Region etwas schwach bestellt sein. Der JPY könnte von dieser Abwesenheit profitieren, da sich weltweite Händler Richtung Europa und auch Safe-Hafen orientieren. Da heute der JPY an den Märkten nicht vertreten sein wird, was heißt, dass Händler ihren Fokus auf andere Dinge richten, könnte das zu unterschiedlichen Ergebnissen beim Yen führen. Jedoch trägt die jüngste Hinwendung zu Safe-Hafen-Anlagen, in Erwartung von internationalen Vergeltungsmaßnahmen seitens Al-Kaida auf den Tod Osama bin Ladens, dazu bei den Kurs des JPY ansteigen zu lassen, was sich auch für den Rest der Woche fortsetzen dürfte.

Rohöl - Rohstoffe und Aktien im Abschwung, da Investoren Sicherheit suchen

Die Rohstoff- und Aktienpreise schlossen am Dienstag im Minus, da Händler anfingen auf bevorstehende Vergeltungsmaßnahmen seitens Al-Kaida auf den Tod Osama bin Ladens zu spekulieren. Folglich kam es zu einem geringfügigen Einbruch bei den Aktienpreisen, sowie bei Rohstoffen wie Öl, Silber, Gold und einer Reihe weiterer Edelmetalle. Am meisten profitierten von diesen Verlagerungen gestern der Schweizer Franken und der Japanische Yen.

Heute sollten Ölhändler bedenken, dass Rohstoffe, deren Preis an den Kurs des US Dollar gebunden ist, aufgrund des jüngsten geldpolitischen Statements aus den USA, in nächster Zeit sehr wahrscheinlich einen weiteren Anschub erhalten werden. Optimistische Äußerungen hinsichtlich des wirtschaftlichen Wachstums dürften ausreichen, um den Rohölpreis stabil zwischen $ 111 und $ 115 pro Barrel zu halten, Allerdings ist das Timing von großer Bedeutung. Weitere Preisanstiege bei den Rohstoffen wurden zwar durch jüngste Ereignisse gebremst, doch besteht die Aussicht darauf auch weiterhin.

Technische News

EUR/USD

Diese Paarung hat sich zwar in dem Bereich von 1,4750 und 1,4900 bewegt, doch lässt die Tatsache, dass der Wert von 1,4900 nicht überschritten werden konnte, auf ein nachlassendes Momentum des zinsbullischen Trends schließen. Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart bewegt sich die Paarung im überkauften Bereich. Sollte Rückläufigkeit bei dem Paar einsetzen, könnte der Kurs bis auf 1,4630 sinken und weitere Unterstützung bei 1,4520 finden, einem Wert, der mit der steigenden Trendlinie vom Januar-Tief übereinstimmt. Ein Durchbruch oberhalb 1,4900 würde das Hoch von 2009 bei 1,5140 zum Ziel haben.

GBP/USD

Nach dem gestrigen heftigen Einbruch dieser Paarung findet sie Unterstützung nahe dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt bei 1,6460. Der Stützwert von 1,6430 könnte für technische Analysten von Interesse sein. Dieser Kurs stimmt mit dem Tief vom vergangenen April und einer 38,2% Fibonacci Rückführung vom April überein. Unterhalb dieses Schlüsselwerts findet sich Unterstützung bei 1,6165, dem Tief von Mitte April, gefolgt von der steigenden Trendlinie von dem Tief im Mai 2010, das heute bei 1,5970 liegt.

USD/JPY

Diese Paarung sinkt weiter in Richtung des 80 Yen Werts, nachdem sie unter die 50% Fibonacci Rückführung vom Pre-Interventions-Tief gefallen war. Händler sollten bedenken, dass ein Absinken unter den Kurs von 80 ein weiteres Eingreifen des japanischen Finanzministeriums mit sich bringen könnte. Unterstützung findet sich bei 82,80.

USD/CHF

Gestern verzeichnete diese Paarung kurzzeitig ein neues Rekord-Tief unter dem Wert von 0,8600, bevor sie dann wieder bis 0,8640 anstieg. Händlern wird empfohlen, oberhalb des 20-Tage-Bewegungsdurchschnitts, der heute bei 0,8825 liegen wird, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen

Die Wild-Card

Silber

Der Silberpreis fiel gestern um mehr als 8% bis auf $ 40,53 pro Feinunze, bevor er wieder auf $ 41,00 anstieg. Der Preisrückgang wird gemeinhin als technische Korrektur betrachtet, und das Tages-Tief stimmt mit der steigenden Trendlinie vom Januar-Tief überein. Forex-Händlern bietet sich die Gelegenheit sich bei ansteigendem Trend einzukaufen. Es sollte jedoch ein Schutzstopp unterhalb der steigenden Trendlinie gesetzt werden, um sich gegen neuerliche Rückläufigkeit bei diesem Rohstoff zu schützen. forex

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