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Monday, 31 May 2010
EUR-Abwertung nach Kreditwürdigkeitsabstufung für Spanien
Gerade nachdem in der vergangenen Woche leichte Erholungsanzeichen für die europäische Gemeinschaftswährung deutlich wurden, stufte die Ratingagentur Fitch am Freitagabend die Kreditwürdigkeit Spaniens von der Bestnote „AAA“ auf „AA+“ herab. Als Grund nannte die Agentur unter anderem die hohe Verschuldung sowie die daraus resultierenden drastischen Sparbeschlüsse Madrids, die das Wirtschaftswachstum in Spanien vorerst bremsen würden. Infolgedessen wertete der Euro zunächst deutlich ab, erholte sich jedoch im Anschluss wieder leicht. Wie fällt der EUR-Trend in dieser Handelswoche aus? Wird der Kurs des Euro erneut fallen?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2453 | 1.4695 | 92.50 | 1.1730 | 0.8785 | 0.8610 |
| 1.2390 | 1.4610 | 92.00 | 1.1690 | 0.8685 | 0.8575 | |
| 1.2340 | 1.4540 | 91.75 | 1.1630 | 0.8590 | 0.8540 | |
| Support | 1.2202 | 1.4407 | 90.53 | 1.1505 | 0.8410 | 0.8480 |
| 1.2150 | 1.4365 | 90.25 | 1.1455 | 0.8360 | 0.8460 | |
| 1.2125 | 1.4330 | 90.00 | 1.1380 | 0.8325 | 0.8430 |
Wirtschafts News
USD - NFP-Arbeitsmarktdaten für Freitag erwartet
In der vergangenen Handelswoche wertete der USD gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen auf. Dabei kletterte die US-Währung um über 350 Punkte zum EUR in die Höhe und brachte das Währungspaar EUR/USD bis auf die Marke von 1,2300. Auch zum japanischen Yen wurde der Dollar fester gehandelt.
Positive US-Konjunkturdaten und die anhaltende Unsicherheit im Euroraum bringen der US-amerikanischen Währung weiterhin Auftrieb. Auch die letzte Woche lieferte wieder Optimismus versprechende Daten. Beispielsweise veröffentlichte die National Association of Realtors (NAR), dass sich die Zahl der US-Verkäufe bestehender Häuser im April um 7,6% auf 5,77 Mio. erhöht hat und damit über den Erwartungen der Experten von 5,65 Mio. lag. Abermals aufatmen ließ den US-Immobilienmarkt der Bericht zu den Neubauverkäufen, der mit 504.000 verkauften Einheiten gegenüber den Konsensschätzungen bei 420.000 ebenfalls deutlich besser als erwartet ausfiel. Darüber hinaus reflektierte das Ergebnis zu den Ausgaben der privaten Haushalte die fortschreitende Konjunkturerholung im Lande. Die US-Verbraucher gewinnen ihr Vertrauen in die US-Wirtschaft und ihr Erholungspotenzial wieder. Somit verbesserte sich die Stimmung der US-Verbraucher im Mai deutlich. Laut Universität Michigan lag der Gesamtindex bei 73,6 Punkten und markierte den höchsten Stand seit März 2008. Der wachsende Konjunkturoptimismus der Anleger stützt die US-Währung gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen.
In dieser Woche stehen wieder einige wichtige Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft auf der Agenda. Als wichtigster Indikator, der den größten Einfluss auf die Märkte nehmen könnte, gelten dabei die für Freitag erwarteten NFP-Arbeitsmarktdaten. Diese US-Arbeitsmarktdaten (exklusive Agrar), auch bekannt als die „Non-Farm Payrolls“ (NFP) oder der „Beschäftigungsbericht“, ist ein monatlicher Index, der den Wechsel der Anzahl neuer Arbeitsplätze, exklusive der Landwirtschaft, in den USA während des vorangegangenen Monats misst. Den NFP-Daten vorausgehend, steht am Mittwoch die Prognose für den NFP-Bericht des Arbeitsmarktdienstleisters ADP zur Veröffentlichung aus, die die Beschäftigungslage im privaten Sektor einschätzt.
EUR - EUR weiter unter Druck nach Abstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens
Der EUR verzeichnete in der vergangenen Handelswoche überwiegend Kursverluste gegenüber den Hauptwährungen, konnte jedoch einen Teil dieser im weiteren Wochenverlauf ausgleichen.
Die Unsicherheit innerhalb der Eurozone wächst, nachdem die Ratingagentur Fitch am Freitag die Kreditwürdigkeit Spaniens von der Bestnote „AAA“ um eine Stufe auf „AA+“ herabstufte. Als Grund nannte die Agentur unter anderem die hohe Verschuldung sowie die daraus resultierenden drastischen Sparbeschlüsse Madrids, die das Wirtschaftswachstum in Spanien vorerst bremsen würden. Die Aussichten seinen jedoch stabil, so die Agentur und die Kreditwürdigkeit des Landes bleibe hoch. Solange die Zweifel an einer Konjunkturerholung im Euroraum ihre Gültigkeit haben, bleibt die europäische Gemeinschaftswährung voraussichtlich auf Talfahrt. Die Unsicherheit der Anleger dämpft die Risikobereitschaft am Markt. Händler halten, wie bereits in der Vergangenheit, nach Safe-Havens wie USD und JPY Ausschau.
In dieser Woche sollten Händler in Bezug auf die nächsten Entwicklungen der europäischen Kreditkrise informiert bleiben. Diese ist und bleibt Hauptthema an den Märkten. Jedes Update zur Angelegenheit nimmt Einfluss auf den Kurs des Euro. Händler sollten außerdem wichtige Fundamentaldaten aus der Eurozone gut im Auge behalten, insbesondere Konjunkturindikatoren aus Deutschland.
JPY - Politische Unzufriedenheit schwächt Japans Yen
In der vergangenen Woche gab der japanische Yen gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach. Dabei wertete der JPY um ca. 200 Punkte gegen den US-Dollar und um nahezu 400 Punkte gegen das Pfund Sterling ab.
Die Hauptursache für den schwachen Yen scheint wiederholt politischer Natur zu sein. Einer jüngsten Umfrage zufolge, ist über die Hälfte der Japaner unzufrieden mit der bisherigen Arbeit des japanischen Premierministers Yukio Hatoyama. Dies belaste derzeit den Yen und setze seine Attraktivität als Safe-Haven-Währung am Markt ab, so Händler. Darüber hinaus verlassen die an der Regierung beteiligten Sozialdemokraten (SDP) im Streit über einen US-Luftwaffenstützpunkt im Land auf der Insel Okinawa die Koalition. Die politischen Spannungen nehmen ihren Einfluss auf den Kurs der japanischen Landeswährung.
Anleger sollten ihr Augenmerk in dieser Woche auf weitere Entwicklungen der aktuellen Regierungskrise in Japan richten. Ebenso wie der US-Dollar, gilt auch Japans Währung als sicherer Anlagehafen. Bleibt die politische Lage in Japan unklar, wird der JPY voraussichtlich insbesondere gegen USD und Pfund Sterling Kursverluste verbuchen.
Rohöl - Rohöl bleibt stabil um $74 pro Barrel
In der letzten Handelswoche erholte sich der Ölpreis von den schweren Kursverlusten der vorausgegangenen Wochen. Nach dem letzten Rekordtief um $67 pro Barrel, wertete der Rohstoff wieder auf und handelt aktuell um $74.
Die USA, größte Öl konsumierende Nation weltweit, stützten mit Optimismus versprechenden Konjunkturdaten in der vergangenen Woche die Rohstoffpreise. Das Interesse an Titeln, die mit wirtschaftlichem Wachstum korrelieren, wie beispielsweise Aktien und Währungen rohstoffreicher Länder, steigt. Ferner zählte auch die Euro-Erholung zu den positiven Einflussfaktoren für den Ölpreis. Da Dollar und Ölpreis eng miteinander verzahnt sind, wirken sich die Tendenzen des Euro ebenfalls auf den Ölhandel aus. Ein starker EUR drückt den USD und das in Dollar bepreiste Rohöl wird für Anleger von Fremdwährungen günstiger.
In den kommenden Handelstagen sollten Investoren ihr Augenmerk insbesondere auf Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone richten. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den für Freitag zur Veröffentlichung ausstehenden NFP-Arbeitsmarktdaten aus den USA. Diese gelten als führender Indikator für die US-Arbeitsmaktlage und nehmen oft ebenfalls Einfluss auf den Ölpreis.
Technische News
EUR/USD
Während ein Großteil der Indikatoren dieses Paares im neutralen Bereich schwankt, wird EUR/USD aktuell innerhalb einer Spanne zwischen 1,2284 und 1,2330 gehandelt. Auf der Stunden-Chart bewegt sich der RSI auf den „überverkauften“ Bereich zu - möglicherweise ein Zeichen dafür, dass sich hier im weiteren Tagesverlauf eine Kurskorrektur nach oben ergibt. Bei diesem Währungspaar könnte es eine gute Entscheidung sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
GBP/USD
Auf der Tages-Chart hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht. Auf der 2-Stunden-Chart verdeutlicht der MACD eine bevorstehende Aufwärtsbewegung im weiteren Tagesverlauf. Kaufen könnte sich auch hier als richtige Wahl für heute herausstellen.
USD/JPY
Die technischen Indikatoren dieses Paares lassen derzeit keine eindeutige Ausrichtung erkennen. Das Paar handelt innerhalb einer zinsbullischen Spanne und hat jüngst einen Höhepunkt erreicht, was bedeuten könnte, dass sich eine Kurskorrektur nach unten innerhalb der Spanne ergibt. Bei Niedrigständen zu kaufen und bei Höchstständen zu verkaufen und das innerhalb der Handelsspanne, könnte in dieser Woche eine gute Strategie sein.
USD/CHF
Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart hat mittlerweile abwärts gekreuzt. Schon bald könnten sich für USD/CHF Abwärtstendenzen ergeben. Der Tages-RSI bewegt sich bereits aus dem „überkauften“ Bereich heraus. Es besteht Abwärtsdruck. Bei diesem Paar auf fallende Kurse zu setzen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.
Die Wild-Card
Gold
Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart scheint aufwärts zu kreuzen. Eventuell ergibt sich hier für Gold schon bald eine Preisbewegung nach oben. Auch der MACD/OSMA der Tages-Chart lässt eine Aufwärtsbewegung erkennen und bestätigt den bestehenden Aufwärtsdruck für den Goldkurs auf technischer Ebene. Forex -Händler sollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, von den vorhersehbaren Preisbewegungen sowie schnellen Gewinnen, die sich bei diesem aufregenden Rohstoff bieten, zu profitieren.
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| 05/25 | ||||||||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||



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