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Wednesday, 24 Mar 2010

EUR/CHF auf Allzeit-Tief

Im Vorfeld der Einigung auf ein mögliches Hilfe-Programm für Griechenland tendierten die Märkte am gestrigen Dienstag uneinheitlich. Das für Donnerstag anberaumte EU-Gipfeltreffen könnte schlussendlich Aufklärung in Bezug auf die möglichen bilateralen Hilfsmittel für Athen bringen. In der Zwischenzeit ist der EUR zum Schweizer Franken bis auf ein Allzeit-Tief abgerutscht. Nach gestrigen Kursverlusten um mehr als 100 Punkte handelt das Währungspaar aktuell bei 1,4614. EUR/CHF hat in den vergangenen zwei Wochen deutlich an Boden verloren und seit gestern ein neues Rekordtief erreicht.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupdowndown
Wochentendenzdownnonononodown
Resistance1.35451.508591.751.07200.92650.9065
1.35051.504091.351.06850.92300.9030
1.34501.500091.001.06500.91900.9000
Support1.34001.494590.301.05900.91100.8925
1.33601.490590.051.05500.90750.8890
1.33151.487589.701.05150.90400.8855

Wirtschafts News

USD - US-Verkauf bestehender Häuser fällt im Februar und Aktienkurse steigen

Der USD schloss gestern gegen den EUR fester. Zwar konnte die europäische Gemeinschaftswährung noch am Montag leichte Kursverluste ausgleichen, mittlerweile handelt EUR/USD jedoch bei 1,3451.

Händler verwiesen auf die Erleichterung über die Verabschiedung der Gesundheitsreform durch das US-Repräsentantenhaus am Montag als Beweggrund für die verbesserte USD-Anlegerstimmung. Zum japanischen Yen wertete der USD ebenfalls leicht auf. Das entsprechende Währungspaar handelt aktuell um 90,54. Gegen den AUD blieb der USD-Kurs nahezu unverändert. Zu Handelsschluss notierte die US-Währung hier bei 0,9173.

Die Dollar-Stärke stand im Widerspruch zu den jüngsten US-Verkaufszahlen bestehender Häuser, die im Monat Februar zurückgegangen sind. Zum dritten Monat in Folge enttäuschte der Bericht die Marktteilnehmer, die auf Anzeichen einer Konjunkturerholung hoffen. Entsprechend richten Investoren ihre Aufmerksamkeit nun auf den für heute um 15:00 Uhr erwarteten Bericht zu den US-Neubauverkäufen (Februar), um weitere Hinweise auf die aktuelle Lage am US-Immobilienmarkt zu erhalten. Sollte das Ergebnis schlechter als seine Prognosen ausfallen, könnte der USD erneute Abwärtstendenzen gegen die Hauptwährungen erfahren.

EUR - EUR-Ungewissheit kommt zum Ende

Die anhaltenden Unsicherheiten um ein Hilfe-Pprogramm für das schuldengeplagte Griechenland beeinflusst nach wie vor die Bereitschaft der Händler, in den EUR zu investieren. Der Streit um Finanzhilfen für Griechenland, insbesondere zwischen Deutschland und den übrigen EU-Mitgliedsstaaten, brachte den EUR bereits zu früher Handelsstunde gegen den USD unter Druck. Neuesten Berichten zufolge sollen Deutschland und Frankreich mittlerweile an einem gemeinsamen Vorschlag für mögliche Hilfen arbeiten. Dabei soll sich Athen bei Bedarf an den Internationalen Währungsfonds (IWF) richten, kann aber darüber hinaus auf freiwillige bilaterale Hilfen von einem Teil der EU-Mitgliedstaaten zählen können. EUR/USD-Kursschwankungen werden sich bis zum EU-Gipfel am Donnerstag voraussichtlich fortsetzen.

EUR/CHF fiel gestern bis auf 1,4243 und markierte somit ein Allzeit-Rekordtief für das Währungspaar. Abzuwarten bleibt die Reaktion der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die zuvor im Rahmen ihrer letzten geldpolitischen Lagebeurteilung bereits bestätigt hatte, sie werde einer übermäßigen Aufwertung des Schweizer Franken gegen den Euro entschieden entgegenwirken und Kreditkosten sowie Leitzinsen anheben. Die CHF-Stärke schadet der Schweizer Konjunktur.

Wichtige Veröffentlichungen heute: Einkaufsmanagerindizes verarbeitendes/ nicht-verarbeitendes Gewerbe Deutschland und Frankreich zwischen 9:00 Uhd 9:30 Uhr. Sollten die Ergebnisse besser als ihre Prognosen ausfallen, könnte der EUR neue Unterstützung, insbesondere gegen den USD erfahren. Darüber hinaus wird Deutschlands ifo-Geschäftsklimaindex des Instituts für Wirtschaftsforschung für den Monat März veröffentlicht.

JPY - Yen fällt mit steigender Risikobereitschaft

Der japanische Yen blieb im gestrigen Handel nahezu unverändert gegen die Hauptwährungen. Deutlichere Kursverluste gegen den JPY erlitt lediglich der EUR, was Händler eher auf die jüngsten Kursschwankungen gegen der Einheitswährung gegen die Hauptwährungen zurückführten, als auf aktuelle Konjunkturdaten. EUR/JPY handelt momentan um 121,87, 60 Punkte unter dem Eröffnungskurs, jedoch über dem gestrigen Tagestief.

Heute Nacht um 00:50 Uhr veröffentlichte Japan die aktuellen Zahlen zur Handelsbilanz, die besser ausfielen als zunächst erwartet. Insgesamt erreichte das Wirtschaftswachstum das schnellste Tempo in über 30 Jahren, bei einer Expansion, die auf das Konto erhöhter Exportzahlen geht. Im Anschluss an die Veröffentlicht wertete der JPY gegen den USD auf. Der Bericht wies eine gesteigerte Ausfuhr nach Asien und in die USA aus. Anleger deuteten dies als Hinweis auf einen generellen Erholungstrend, zu dem die globale Nachfrage steigt.

Rohöl - Ölpreis steigen weiterhin

Der Ölpreis steht aktuell knapp über der Marke von $81 pro Barrel und leicht unter dem gestrigen Tageshoch. Der gestern veröffentlichte Bericht zu den US-Verkäufen bestehender Häuser stützte den Ölpreis letztendlich, so die Marktteilnehmer, die sich erleichtert zeigten, dass der Rückgang der Zahlen in diesem Monat deutlich geringer ausfiel als zuvor. Im Nachmittagshandel stellten sich jedoch Abwärtstendenzen ein.

Der Kurs schwankt momentan innerhalb eines begrenzten Preisniveaus zwischen $77-$83 pro Barrel. Händler sind nach wie vor verunsichert in Bezug auf eine globale Erholung der Energienachfrage. Ending the uncertainty about Greece may also lift oil prices. Heute sollten USD-Anleger den Bericht der US-Rohöllagerbestände gut im Auge behalten, der um 15:30 Uhr veröffentlicht wird. Prognosen zufolge sollen die Vorräte in der letzten Woche um 1,3 Mio. Barrel gestiegen sein. Ein Ergebnis unterhalb der Einschätzung könnte dem Ölpreis Unterstützung verleihen.

Technische News

EUR/USD

Für dieses Währungspaar ergeben sich seit 2 Handelstagen Kursverluste. EUR/USD handelt aktuell um 1,3410. Der Slow Stochastic der Tages-Chart bildet aktuell ein zinsbullisches Cross. Eine Preiskorrektur nach oben steht unmittelbar bevor. Auch der RSI der Stunden-Chart stützt diesen Trend. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

GBP/USD

Dieses Paar setzt seinen Abwärtstrend fort. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Kurspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.

USD/JPY

Die Stunden-Chart zeigt eine Preisbewegung, die im unteren Grenzbereich der Bollinger Bands begann und sich möglicherweise bis in den oberen Bereich vollzieht. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte eine beliebte Wahl heute sein.

USD/CHF

Der zinsbullische Trend dieses Paares gibt langsam nach. USD/CHF scheint sich mittlerweile um die 1,0615-Marke zu konsolidieren. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich im "überkauften" Bereich und verdeutlicht, dass sich eine Kurskorrektur nach unten bereits in naher Zukunft einstellen könnte. Bei diesem Währungspaar könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald eine Überwindung der unteren Handelsgrenze erfolgt.

Die Wild-Card

EUR/JPY

Nach einer anhaltend rückläufigen Preisbewegung, scheint dieses Paar nun die bedeutende Widerstandsmarke von 121,00 zu testen. Der Kurs scheint sich bereits im "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart zu bewegen. Darüber hinaus weist ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart darauf hin, dass sich bereits in naher Zukunft eine zinsbullische Kurskorrektur ergibt, die eine Trendwende auslösen könnte. Forex -Anleger könnten von diesem Trend profitieren, indem sie bei einem hervorragenden Einstiegspreis frühzeitig auf steigende Kurse setzen.

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