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Monday, 20 Jun 2011

EUR-Kurs unverändert während Händler auf Neuigkeiten über das griechische Rettungspaket warten

Der Kurs des EUR zum US Dollar blieb unverändert während regionale Investoren sich über die Richtung der 17-Nationen-Währung uneins waren. Das Hin und Her zwischen Bären und Bullen war bis heute Morgen ziemlich ausgeglichen, da aus der Gerüchteküche zu hören war, dass Griechenland sich angeblich längst ein neues finanzielles Rettungspaket hat sichern können. Mit dem heutigen Beginn des ECOFIN Treffens dürften nunmehr sehr bald die tatsächlichen Maßnahmen zur Rettung Griechenlands bekannt gegeben werden, was in dieser Woche zu erheblichen Kursschwankungen führen wird.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndownnono
Wochentendenzupupdowndownupno
Resistance1.43641.623380.530.85191.06470.8875
1.43211.619680.320.85031.06240.8853
1.42971.617780.220.84961.06110.8842
Support1.42551.614080.000.84801.05880.8819
1.42361.612279.900.84711.05780.8807
1.41931.608579.690.84551.05540.8785

Wirtschafts News

USD - US Dollar eröffnet die Woche leicht rückläufig zum Euro

Der US Dollar eröffnete die neue Woche leicht rückläufig zum Euro, während Händler sich nach dem verwirrenden Börsengang der vergangenen Woche scheinbar immer noch ihre Wunden verarzten. So näherte sich der Kurs der EUR/USD-Paarung bis heute Morgen dem Wert von 1,4300. Zum britischen Pfund Sterling hielt sich der Dollar nahe dem Wert von 1,6150, nachdem er beim frühen asiatischen Handel kurzzeitig einen leichten Aufschwung verzeichnen konnte, obwohl die positive wirtschaftliche Tendenz in Großbritannien Druck auf die Paarung ausübte und einen Aufwärtsknick erwarten ließ.

Die Marktdaten der vergangenen Woche ließen den EUR zu einer ganzen Reihe seiner Währungsrivalen kräftig sinken, wovon der USD am meisten profitierte. Die amerikanischen Wirtschaftsdaten waren jedoch nur unerheblich besser, da in Anbetracht der Verlagerungen die US Grundlagenwerte von den meisten Analysten als negativ erachtet wurden. Die US Inflationszahlen der vergangenen Woche zeigten zwar Aufwärtstendenz, ob das allerdings ausreicht um eine Angleichung des Leitzinssatzes zu erzwingen bleibt abzuwarten. Die US Notenbank machte recht deutlich, dass der Leitzinssatz derzeit bleibt wo er ist.

Heute sehen Devisenhändler einem eher schwachen Handel entgegen, da aus Europa, Großbritannien und Japan nur relativ unbedeutende Wirtschaftspublikationen erwartet werden. Die USA werden auf dem Wirtschaftskalender gar nicht vertreten sein, während in der Eurozone in Brüssel
eine neuerliche Gesprächsrunde des Economic and Financial Affairs Council (ECOFIN) beginnen. Die Sorgen über die griechische Schuldenlage stehen nach wie vor ganz oben auf der Agenda, und viele Investoren sehen den Finanzgesprächen gespannt entgegen, da sie dem EUR zum USD wieder Rückenstärkung verleihen dürften.

EUR - EUR-Kurs unverändert während Händler auf Neuigkeiten über das griechische Rettungspaket warten

Der Kurs des EUR zum US Dollar blieb heute Morgen unverändert und fand Unterstützung bei 1,4250. Die Finanzierungsgespräche für Griechenland werden zwar wohlwollend betrachtet, doch hat das Tempo mit dem man sich der Schuldenlage annehmen will den Kurs des Euro seit Anfang der vergangenen Woche kräftig fallen lassen. Der EUR hielt sich zu vielen anderen Währungen relativ stabil, doch zu seinem Haupt-Währungspartner musste die europäische Gemeinschaftswährung zum Wochenschluss einen heftigen Einbruch verzeichnen.

Der Kurs des EUR zum US Dollar blieb heute unverändert während regionale Investoren sich über die Richtung der 17-Nationen-Währung uneins waren. Das Hin und Her zwischen Bären und Bullen war bis heute Morgen ziemlich ausgeglichen, da aus der Gerüchteküche zu hören war, dass Griechenland sich angeblich längst ein neues finanzielles Rettungspaket hat sichern können. Mit dem heutigen Beginn des ECOFIN Treffens dürften nunmehr sehr bald die tatsächlichen Maßnahmen zur Rettung Griechenlands bekannt gegeben werden.

Heute wird die Leistungsbilanz der Eurozone veröffentlicht, und es wird angenommen, dass sich das regionale Defizit ausweiten wird. In Deutschland wird außerdem der Erzeugerpreisindex bekannt gegeben, von dem angenommen wird, dass er nur um sehr schwache 0,2% zulegen wird. Falls der inflationäre Druck nicht den Erwartungen entspricht, könnte es sein, dass die EZB ihr Versprechen den Leitzinssatz in den kommenden Monaten anzugleichen nicht einlösen kann. Die Wahrscheinlichkeit für einen rückläufigen Euro nimmt immer mehr zu, je länger eine Entscheidung zur finanziellen Hilfe für Griechenland hinausgezögert wird. Folgerichtig sehen Händler in dieser Woche den Nachrichten vom Markt äußerst gespannt entgegen.

JPY - JPY zinsbullisch da Handelsdefizit geringer als prognostiziert ansteigt

Der japanische Yen (JPY) verzeichnet seit Anfang vergangener Woche relativ unterschiedliche Ergebnisse, mit Kursgewinnen zu diversen Währungen einerseits und Kursverlusten andererseits. Nach einer Woche voller Auf und Nieder scheint der japanische Yen heute wieder Gewinne verzeichnen zu können, da viele Investoren nach der jüngsten Unruhe nach Sicherheit streben und die Bank of Japan (BOJ) heute morgen einen Bericht veröffentlichte, der sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes auswirken könnte. Die vorherrschende Grundhaltung der Risikovermeidung ließ viele Händler sich dem Yen zuwenden, entgegen den höhere Erträge erzielenden Währungen, wie dem Euro und dem britischen Pfund Sterling.

Die USD/JPY-Paarung handelte heute Morgen geringfügig im Minus, nachdem sie am Freitag nahe 80,60 Widerstand gefunden hatte und sich bei Öffnung der asiatischen Märkte heute in Richtung des Interventionswertes von 80,00 bewegt hatte. Heute Morgen wurde die japanische Handelsbilanz veröffentlicht, die einen leichten Aufwärtsknick aufzeigte, was der japanischen Währung beim heutigen Marktgeschehen zuträglich sein dürfte. Allerdings dürfte die Triebfeder hinter dem JPY-Kurs wohl die Markt-Nachrichten aus Europa sein, und Händler sind gut beraten auf Statements der ECOFIN Gesprächsrunde zu achten um zu bestimmen, ob beim Marktgeschehen in dieser Woche Risikovermeidung wieder die Oberhand gewinnen wird.

Rohöl - Rohölpreis gerät durch Aufwärtstendenz beim USD unter Druck

Der Rohölpreis fiel heute Morgen bis fast $ 92 pro Barrel. Die US Rohöllagerbestände sanken vergangene Woche um über 3 Mio. Barrel, was allerdings den Preis des schwarzen Goldes nicht stützen konnte. Spekulationen hinsichtlich einseitiger Anhebung der Förderquoten in Saudi Arabien sorgten dafür, dass viele Investoren beim Rohöl Verkaufspositionen bezogen. Schwindende Nachfrage auf dem Fertigungs- und industriellen Sektor verschiedener Volkswirtschaften könnte auch zum Druck beitragen, dem der Rohölpreis in dieser Woche ausgesetzt ist.

Sollte der Rohölpreis heute weiter rückläufig sein, könnte es sein, dass sich schon recht früh in dieser Woche ein Unterstützungswert findet. Ob sich Ölhändler allerdings dafür entscheiden den Preis steigen zu lassen indem sie Ölkäufe tätigen, oder ob sie sich wegen der wahrgenommenen Risikovermeidung vom schwarzen Gold zurückziehen werden, bleibt abzuwarten. Solch kräftige Preissenkungsaktionen treffen jedoch erfahrungsgemäß auf heftigen Widerstand. Man darf erwarten, dass Nachrichten der heutigen ECOFIN Gesprächsrunde für Spannung unter Risikosensiblen Händlern sorgen werden, was zu größeren Schwankungen bei den Rohstoffen führen könnte.

Technische News

EUR/USD

Die Tatsache, dass diese Paarung die vergangene Woche nicht unterhalb dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt beenden konnte, sollte Euro-Verkäufe nicht entmutigen. Der spät in der Woche einsetzende Aufschwung konnte allerdings nicht über den 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt ansteigen, was auch daran lag, dass einige Händler den Euro verkauften. Der Slow Stochastic sowohl auf dem Monats- als auch auf dem Wochen-Chart ist rückläufig und deutet auf mögliche weitere Abwärtsbewegung hin. Unterstützung findet sich bei 1,4075, gefolgt vom Mai-Tief von 1,3970. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt könnte ein wahrscheinliches Ziel sein, und darunter liegt die steigende Trendlinie vom Tief im Mai 2010, welches diese Woche bei 1,3610 liegt. Widerstand findet sich beim Freitags-Hoch von 1,4340, gefolgt von 1,4500 und dem Hoch von Anfang Juni bei 1,4690.

GBP/USD

Diese Paarung steht kurz davor den Kreuzwiderstand zu überwinden, der heute bei 1,6120 liegt. Ein Durchbruch dieses Werts und eine maßvolle Bewegung der Chart-Muster könnte die GBP/USD-Paarung bis auf 1,5370 sinken lassen. Das möglichste Ziel auf den Charts ist das Dezember-Tief von 1,5350. Auf dem Weg nach unten könnte die Paarung Unterstützung beim Mai-Tief von 1,6050 und dem März-Tief von 1,5940 finden. Andererseits könnte die Paarung Widerstand beim Hoch der vergangenen Woche von 1,6440 finden, wie auch dem Hoch vom Mai bei 1,6550.

USD/JPY

Diese Paarung konnte oberhalb 81 Yen keinen Brückenkopf bilden und sinkt weiter. Dieser Wert dient als ursprünglicher Widerstand gefolgt vom Hoch am 31. Mai bei 81,75, sowie von 82,20 und 82,57. Ein Absinken des Slow Stochastic auf dem Tages-Chart deutet auf weitere Rückläufigkeit hin. Unterstützung findet sich beim Mai-Tief von 79,50, gefolgt vom Rekordtief von 76,11.

USD/CHF

Die USD/CHF-Paarung stieg auf den Mai-Unterstützungswert, der sich in den Widerstandswert von 0,8550 gewandelt hat. Dieses Phänomen findet sich öfter bei technischen Analysen. Ein Durchbruch darüber könnte auf den 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt treffen, der mit der fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch bei 0,8640 übereinstimmt. Das dürfte Händlern einen guten Wert bieten, bei dem sie bei einem langfristigen Abwärtstrend eine Short-Position beziehen. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim Tief von Mitte Mai bei 0,8750 und dem Mai-Hoch von 0,8950. Andererseits könnte sich das Rekordtief von 0,8325 als unterstützend erweisen.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Rohölpreis hat den unteren Grenzbereich eines Dreiecks-Konsolidierungsmusters durchbrochen und versucht sich derzeit an der steigenden Trendlinie des August-Tiefs, das heute bei $ 92,80 pro Barrel liegt. Forex-Händler sollten bedenken, dass diesem Wert zusätzliche Bedeutung zukommt, da er mit der Unterstützung vom Januar-Hoch übereinstimmt. Ein solider Handelsschluss unterhalb dieses Werts könnte das Momentum abwärts wenden, wobei sich die nächste bedeutsame Unterstützung beim Tief von Mitte Februar bei $ 83,75 pro Barrel findet. forex

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