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Thursday, 15 Dec 2011

EUR/USD-Paarung handelt unter 1,30

Zum ersten Mal seit Anfang des Jahres handelte die EUR/USD-Paarung heute unter dem Wert von 1,30. Die Stimmung an den Märkten bewegt sich weiterhin abwärts, und die Bedrohung einer bevorstehenden Rezession in der EU könnte den EUR Kurs zum Jahresende hin noch weiter absinken lassen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupnodown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.35501.600080.201.11801.04500.8660
1.33301.578079.501.00601.03400.8620
1.32601.553078.500.97401.00500.8450
Support1.29201.542077.150.93400.97600.8400
1.28701.527076.550.90650.96600.8355
1.25901.510075.560.87600.93850.8300

Wirtschafts News

USD - Das Statement des US Offenmarktausschuss lässt die Märkte kalt

Das jüngste Statement des US Offenmarktausschuss zeigte keinerlei Wirkung, was normalerweise nicht der Fall ist, wenn es um Treffen der US Notenbank (Fed) geht. Die Fed hat weder den Leitzinssatz angeglichen, noch hat sie zusätzliche Anlagen-Käufe (QE3) in Aussicht gestellt. So blieb dem Offenmarktausschuss nichts anderes übrig als ein Standard-Statement abzugeben: „Der Ausschuss wird regelmäßig Umfang und Zusammensetzung der Wertpapierbestände überprüfen und diese, falls nötig, auch anpassen.“

Während die Fed leichte positive Anzeichen für die US Konjunktur sieht hat das weltweite Wirtschaftswachstum angefangen nachzulassen. Gleichwohl die Arbeitsbedingungen sich verbessern hinken die Arbeitslosendaten hinterher. Bei der Entscheidung des US Offenmarktausschuss gab es eine abweichende Meinung, und die kam von Charles Evans, der eine weitere Lockerung der Geldmarktpolitik befürwortet. Das nächste Treffen der Fed ist für Januar anberaumt. Dann wird es auch eine begleitende Pressekonferenz geben, die das richtige Umfeld für Bernanke sein dürfte, eine neue Kommunikations-Politik zu erklären, die die Fed in Angriff nehmen könnte.

EUR - EUR/USD-Paarung handelt unter 1,30

Zum ersten Mal seit Anfang des Jahres handelte die EUR/USD-Paarung heute unter dem Wert von 1,30. Die Stimmung an den Märkten bewegt sich weiterhin abwärts, und die Bedrohung einer bevorstehenden Rezession in der EU könnte den EUR Kurs zum Jahresende hin noch weiter absinken lassen.

Italien konnte zwar eine erfolgreiche Auktion von 5-Jahres-Staatsanleihen durchführen, allerdings muss die finanziell unter Druck geratene Nation dafür mit einer Rendite von 6,47% den höchsten Satz in der EWU zahlen. Die gestrigen Wirtschaftsdaten zeigten, dass die europäische Industrieproduktion einen Rückgang um 0,1% verzeichnete, gegenüber der Prognose eines Anstiegs um 0,1%. Im vergangenen Monat schrumpfte die Industrieproduktion bereits um 2,0%. Beides wirkte sich anhaltend auf die Stimmungslage aus, da auch die Bedrohung einer Rezession in der EU weiterhin anhält. Die heutigen Flash-Einkaufsmanagerindexe werden wahrscheinlich etwas Licht auf die auf die europäischen Wirtschaftswachstumsaussichten werfen, allerdings haben die Märkte bereits eine EU Rezession eingepreist. Folglich könnte sich der EUR zum Jahresende hin seinen Tiefs annähern, da die Kombination aus Schuldenkrise und nachlassendem Wirtschaftswachstum auf den Kurs des EUR drückt.

Die EUR/USD-Paarung findet Unterstützung bei 1,2870, dem Tief in 2011 und Widerstand bei 1,3260, dem Tief vom 30. November.

NOK - Die Norges Bank senkt den Leitzinssatz um 50 Basispunkte

Die NOK handelt auf dem niedrigsten Stand zum USD seit Anfang des Jahres, nachdem die Norges Bank den Leitzinssatz um 50 Basispunkte gesenkt hat. Die Erwartungen an den Märkten waren zwar unterschiedlich, jedoch liefen die übereinstimmenden Prognosen auf mindestens 25 Basispunkte hinaus. Damit liegt der norwegische Leitzinssatz nunmehr bei 1,75%. Bei dieser größer als erwarteter Leitzinssenkung dürfte es sich um eine präventive Maßnahme seitens der Norges Bank handeln, da die Kombination von europäischer Schuldenkrise und bevorstehender EU Rezession sich auf das norwegische Wirtschaftswachstum auswirken könnte. Die USD/NOK-Paarung stieg über den ursprünglichen Widerstandswert des November-Hochs von 5,9350. Das legt den Wert von 6,1465 frei, der 61% Fibonacci Rückführung von der Juni 2010 - Juli 2011 Bewegung. Das November-Hoch wird als Unterstützungswert dienen, gefolgt vom Tief der vergangenen Woche von 5,7110.

Gold - Stärke des USD lässt den Goldpreis sinken

Der Goldpreis verzeichnete den dritten Tag in Folge erhebliche Rückläufigkeit, da der USD erneut kräftig an Stärke zulegte. Es wird mehr und mehr offensichtlich, dass Gold nicht mehr die Safe-Hafen-Anlage sein dürfte, zu der sie zuvor hochstimuliert wurde. In Zeiten einer gedämpften Stimmungslage an den Märkten wenden sich Händler weiterhin den Safe-Hafen-Anlagen wie USD und JPY zu. Da wir erst Donnerstag haben und der Goldpreis diese Woche bereits um 6% gesunken ist, besteht noch Spielraum für weiteren Preisrückgang bei diesem Rohstoff. Der Goldpreis findet Unterstützung bei $ 1.583 pro Feinunze, dem Tief vom 29. September und dem September-Spitzenwert von $ 1.532.

Technische News

EUR/USD

Der 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt derzeit bei 1,3420 und diente als bedeutsamer Widerstandswert als die EUR/USD-Paarung zuletzt am 3. November über diesem Wert zum Abschluss kam. Während der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart sich im überverkauften Bereich bewegt hat er auf dem Monats-Chart noch Raum für Abwärtsbewegung. Da der Abwärtstrend fest verankert zu sein scheint liegen die Unterstützungswerte von 1,3280 des November-Tiefs und von 1,3145 des Oktober-Tiefs in greifbarer Nähe. Bei einer Aufwärtsbewegung dürften sich bereitwillige Verkäufer beim Dezember-Hoch von 1,3550 und bei 1,3610, dem Hoch vom 18. November, finden.


GBP/USD

Das Pfund Sterling handelt in einem Range-Trading Umfeld zwischen den Werten von 1,5780 und 1,5660, wo sich der 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt findet. Da der Slow Stochastic auf dem Tages- und dem Monats-Chart rückläufig ist scheinen die November- und Oktober-Tiefs von 1,5420 und 1,5270 in Reichweite zu sein. Widerstand für die GBP/USD-Paarung findet sich bei 1,5890, dem Hoch vom 18. November, gefolgt von der vom August-Hoch abfallenden Trendlinie bei 1,5925.

USD/JPY

Die Doji-Kerze vom 8. Dezember sticht hervor, während das Tages-Tief mit dem 55- und 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt übereinstimmt. Das dürfte der Beginn der Bildung einer neuen Basis sein, die die Trendlinie vom Juni 2007 bei 78,50 testen wird. Ein Durchbruch hier wird das Post-Interventions-Hoch von 79,50 freilegen. Andererseits bildet das Tief vom 18. November bei 76,55 die letzte Unterstützung vor dem Allzeit-Tief der Paarung bei 75,56.

USD/CHF

Trotz vielfacher Versuche einen Anstieg zu verzeichnen müht sich die Paarung weiterhin ab den Widerstandswert von 0,9330 zu überwinden. Eine konzertierte Aufwärtsbewegung dürfte Widerstand beim 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt von 0,9380 finden, gefolgt vom Jahres-Hoch von 0,9780. Andererseits findet sich Unterstützung beim Wert von 0,9065, welcher mit dem 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt der Paarung übereinstimmt. Zusätzliche Unterstützung findet sich beim November-Tief von 0,8760

Die Wild-Card

EUR/JPY

Ein Durchbruch des Tiefs vom 25. November bei 102,50 hat das Oktober-Tief von 100,75 freigelegt. Forex-Händler sollten beachten, dass bei einem Durchbruch hier sich die Tür zum Unterstützungswert von 88,90 dem Oktober-Tief in 2000 öffnen könnte. Widerstand findet sich beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 105.

forex

Aktuelle Zeit: 05/25 14:34 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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