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Monday, 17 May 2010

EUR/USD markiert 4-Jahrestief

Nach mehreren Wochen einer kräftigen Dollar-Aufwertung gegen den Euro, hat das Währungspaar EUR/USD schlussendlich jede Unterstützung durchbrochen und erreichte seinen tiefsten Stand in den letzten vier Jahren. Ein Großteil der Marktbeobachter sieht in der griechischen Schuldenkrise und ihren Auswirkungen auf die Eurozone den Auslöser für die heftigen Kursbewegungen, die das Cross innerhalb eines Monats um insgesamt 1.400 Punkte stürzen ließen. Kann der Euro noch weiter fallen?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdownupdown
Wochentendenzupupupdownupdown
Resistance1.23751.442092.901.15050.88400.8660
1.23401.438592.551.14750.88100.8625
1.23101.435592.251.14450.87900.8595
Support1.22451.429091.601.14700.87250.8530
1.22151.426091.301.14400.86900.8500
1.21801.423091.001.14100.86600.8470

Wirtschafts News

USD - Dollar beendet weitere zinsbullische Woche gegen Hauptwährungen

Zur vierten Woche in Folge setzte der US-Dollar seinen Aufwärtstrend gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen fort. Gegen den EUR wertete der USD um nahezu 700 Punkte, gegen das Pfund Sterling um 600 Punkte auf. Bereits zur Wochenmitte markierte die US-Währung ein 18-monatiges Rekordhoch gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung.

Die wachsende Zuversicht in die US-Konjunktur bringt dem US-Dollar starken Auftrieb, der bereits seit Wochen täglich fester schließt. Zu den positiven Konjunkturdaten aus den USA zählen unter anderem jüngste Zahlen zum Einzelhandelsumsatz, die in der letzten Handelswoche veröffentlicht wurden. Der entsprechende Bericht verdeutlichte, dass sich der Gesamtumsatz im Einzelhandel im Monat April zum siebten Monat in Folge gesteigert hat. Der anhaltende Aufschwung im Einzelhandel ist ein Zeichen dafür, dass die US-Bürger erneut Vertrauen in die staatliche Wirtschaftspolitik haben und mehr als noch vor einigen Monaten konsumieren. Weitere verbrauchsspezifische US-Daten lieferte in der vergangenen Woche der vorläufige Bericht zur Verbraucherstimmung der Universität von Michigan, der Preliminary University of Michigan Consumer Sentiment. Der Index für die Verbraucherstimmung in den USA bestätigte, dass sich die Stimmung unter den US-Verbrauchern im Mai aufgehellt hat. Ein weiteres Signal dafür, dass sich die Erholung der US-Wirtschaft in einem schnelleren Tempo vollzieht, als bislang erwartet. Solange die USA positive Konjunkturdaten veröffentlichen, wird der US-Dollar seinen Aufwärtstrend voraussichtlich fortsetzen.

In dieser Woche stehen wieder einige interessante Veröffentlichungen aus den USA auf der Wirtschafts-Agenda. Wichtigste Indikatoren darunter: US-Baugenehmigungen und Verbraucherpreisindex am Mittwoch sowie Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag. Sollten die Daten weiterhin viel versprechend bleiben, wird der Dollar voraussichtlich weitere Unterstützung finden.

EUR - Euro stürzt auf 4-Jahrestief gegen Dollar

In der vergangenen Handelswoche rutschte der EUR erneut kräftig gegen einen Großteil der Hauptwährungen ab. Dabei verlor der EUR über 700 Punkte gegen US-Dollar und drückte das Währungspaar EUR/USD bis auf ein 18-monatiges Wochentief. Auch zu Japans Yen gab die europäische Gemeinschaftswährung um ca. 800 Punkte nach.

Nach wie vor gilt die griechische Kreditkrise und die Befürchtung einer Ausweitung ihrer unter den Anlegern als Beweggrund Nummer eins für die drastischen Kursverluste. Ferner geriet die Einheitswährung unter Druck, nachdem der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, in einem Interview einen „Quantensprung“ in der finanzpolitischen Überwachung in den Eurostaaten forderte. Trichet beurteilt die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum als äußerst schwierig und dramatisch und sprach sich für „wirksame Sanktionen bei Verstößen gegen den Stabilitäts- und Wachstumspakt“ aus. Zudem forderte er finanzschwache Mitgliedstaaten wie Spanien und Portugal auf, die Konsolidierung ihrer Haushalte voranzutreiben, da im Markt die Gefahr einer Ansteckung bestehe. Stark beunruhigte Finanzmärkte waren die direkte Reaktion auf Trichets Worte und der Euro fiel auf den tiefsten Stand seit November 2008.

In der beginnenden Woche sollten Händler ihr Augenmerk auf weitere Entwicklungen rund um die Krise der Griechen und ihre Konsequenzen innerhalb der Eurozone richten. Die Notlage Athens nimmt nach wie vor den größten Einfluss auf die Märkte und die europäische Gemeinschaftswährung. Darüber hinaus sollten Händler ihre Aufmerksamkeit wichtigen Fundamentaldaten aus der Eurozone, insbesondere aus Deutschland schenken. Hier stehen einflussreiche Indikatoren auf der Agenda, die stets ihre Wirkung auf den EUR haben.

JPY - Risikoaversion gibt Yen wieder Auftrieb

In der letzten Handelswoche ergaben sich für den japanischen Yen überwiegend Aufwärtstendenzen gegenüber den Hauptwährungen. Dabei wertete der JPY um ca. 800 Punkte gegen den EUR und um nahezu 850 Punkte gegen den USD auf.

Der außerordentliche Aufwärtstrend des Yen ist immer noch die direkte Antwort auf Griechenlands Kreditkrise, so die Händler. Trotz der Einigung der Euro-Länder auf ein Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland, zweifeln viele Investoren mittlerweile am Erholungspotenzial der Konjunktur in der Eurozone. Als größte Befürchtung am Markt gilt eine Ausweitung der Krise im Euroraum. Möglicherweise benötigen Schuldensünder wie Portugal und Spanien schon bald ebenfalls Hilfspakete, um vor einem Staatsbankrott gerettet zu werden. Der zinsbullische Yen-Trend lässt sich gegenwärtig überwiegend auf die hohe Unsicherheit über die Entwicklung an den Märkten zurückführen, da die Anleger sich weniger risikofreudig zeigen. Entsprechend konzentrieren sie ihre Positionen auf Safe-Haven-Währungen wie USD und japanischer Yen. Die Flucht in die sichere Finanzierungswährung JPY war somit zu erwarten.

Anleger sollten die Entwicklung rund um die Rettung des hoch verschuldeten EU-Staates Griechenland weiterhin aufmerksam beobachten. Dieses Thema scheint aktuell auch den größten Einfluss auf die Bewegungen des JPY am Markt zu nehmen. Darüber hinaus sollten Händler Fundamentaldaten der japanischen Wirtschaft nicht aus den Augen verlieren, insbesondere die vorläufigen Quartalszahlen zum BIP, die am Mittwoch ausgegeben werden.

Rohöl - Rohöl fällt bis unter $70 pro Barrel

Der jüngste freie Fall dieses Rohstoffs setzte sich auch in der letzten Handelswoche fort. Zu Wochenbeginn kostete das Barrel Rohöl noch $78,00. im weiteren Wochenverlauf verbuchte der Ölpreis jedoch kontinuierliche Verluste und markierte schlussendlich mit $69,82 pro Barrel ein 3-monatgies Tief.

Als Ursache für den Preisrutsch bis unter die Marke von $70 gilt unter den Händlern die derzeit krisengeplagte Konjunktur im Euroraum, die die Energienachfrage deutlich dämpfen könnte. Marktbeobachter erwarten für die kommenden Monate einen nachlassenden Kraftstoffverbrauch in der Eurozone. Insgesamt drohen die anhaltenden Sorgen um die Kreditkrise die Energienachfrage weltweit zu bremsen. Fallende Rohölpreise bleiben solange ein Bestandteil der kommenden Handelstage, bis die Zeichen für eine Erholung im Euroraum deutlicher werden, so einige Anleger.

In dieser Woche sollten Händler in Bezug auf die nächsten Entwicklungen der europäischen Kreditkrise informiert bleiben. Schrittmacher für Rohöl- und generelle Rohstoff-Trends ist und bleibt in dieser Woche die Schuldenlast der Griechen.

Technische News

EUR/USD

Der anhaltende Abwärtstrend dieses Paares lässt bei vielen Indikatoren eine bevorstehende Preiskorrektur erkennen. Sowohl die Stunden-, die 4-Stunden-, als auch die Tages-Chart signalisieren dieselben Tendenzen. Der jeweilige RSI gibt das Paar im stark „überverkauften“ Bereich aus, während der Slow Stochastic der Charts, mit Ausnahme der Stunden-Chart, aufwärts kreuzt. Auf steigende Kurse zu setzen, um von der Kurskorrektur nach oben zu profitieren, könnte kurzfristig eine gute Option sein. Insgesamt hält der Abwärtstrend jedoch an - Händler Augen auf!

GBP/USD

Nach einem deutlichen Abwärtstrend sind langsam Anzeichen einer Kurskorrektur nach oben zu erkennen. Der RSI der Stunden-, 4-Stunden- und Tages-Chart hat mittlerweile in den „überverkauften“ Bereich gedreht und ist aufwärts gerichtet. Hier besteht bereits ordentlicher Aufwärtsdruck. Wie auch bei EUR/USD - kurzfristige Kurskorrekturen nach oben sind wahrscheinlich, der generelle Abwärtstrend ist jedoch nicht zu übersehen.

USD/JPY

Dieses Paar handelte in den letzten Tagen innerhalb einer eher flachen Spanne. Inzwischen gibt es jedoch einige Anzeichen für eine sich ankündigende Aufwärtsbewegung. Der RSI, der auf der 4-Stunden-Chart leicht oberhalb des „überverkauften“ Bereichs schwankt, deutet auf minimalen Aufwärtsdruck hin, der sich gegebenenfalls im weiteren Tagesverlauf in eine Aufwärtsbewegung wandeln könnte. Hier ist es heute möglicherweise richtig, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/CHF

Der anhaltende Aufwärtstrend dieses Paares hat auf viele Indikatoren seine Wirkung. Der RSI auf der Stunden-, 4-Stunden- und Tages-Chart zeigt das Paar im stark „überverkauften“ Bereich an, während der Slow Stochastic derselben Charts, jedoch wieder mit Ausnahme der Stunden-Chart, abwärts kreuzt. Auf fallende Kurse zu setzen, um von der Kurskorrektur nach unten zu profitieren, könnte kurzfristig eine gute Strategie sein. Die heftigen Aufwärtstendenzen haben dennoch weiterhin ihre Gültigkeit.

Die Wild-Card

Nasdaq 100

Für den Nasdaq 100 ging es in den letzten Tagen leicht abwärts. Ein Teil der Indikatoren signalisiert auf den Charts noch für den weiteren heutigen Tagesverlauf sich ankündigende Aufwärtsbewegungen. Der Stunden-Slow Stochastic kreuzt aufwärts und deutet darauf hin, dass eine Preisbewegung nach oben unmittelbar bevorsteht. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich wiederum im „überverkauften“ Bereich und zeigt somit Aufwärtsdruck an. Eine gute Entscheidung für
Forex -Händler könnte heute lauten: Setzen Sie auf steigende Kurse.

Aktuelle Zeit: 05/25 14:36 GMT
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05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
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07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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