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Thursday, 1 Jul 2010

EUR/USD steigt - Europas Banken geht es besser als erwartet

Das Währungspaar EUR/USD wertete am gestrigen Mittwoch deutlich auf. Die Ergebnisse des durchgeführten europäischen Stresstests verdeutlichten, dass die Geldnot der Banken im Euroraum geringer ist, als zunächst befürchtet. Entsprechend kletterten sowohl die Kurse an den europäischen Aktienmärkten, als auch der Kurs des Euro in die Höhe. Darüber hinaus enttäuschte gestern der veröffentlichte ADP-Arbeitsmarktbericht zur Beschäftigung im privaten Sektor in den USA und die Ratingagentur Moody´s erklärte, eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens in Betracht zu ziehen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndowndownup
Wochentendenzdowndowndowndowndowndown
Resistance1.23001.502089.101.08200.84500.8260
1.22801.500088.901.08000.84300.8240
1.22501.497088.601.07700.84000.8210
Support1.21901.491088.001.07100.83400.8150
1.21601.488087.701.06800.83100.8120
1.21401.486087.501.06600.82900.8100

Wirtschafts News

USD - ADP-Daten erheblich unter Erwartungen

Der US-Dollar verzeichnete am gestrigen Handelstag herbe Verluste. Insbesondere gegenüber dem EUR verlor der USD an Boden, nachdem sich aufgrund der besseren Lage der europäischen Banken Erleichterung am Markt verbreitete und sich die Sorgen um die Konjunktur in der Eurozone etwas legten. EUR/USD kletterte bis auf ein Hoch bei 1,2303 und korrigierte sich im Anschluss leicht nach unten. Laut Arbeitsagentur ADP wurden in der US-Privatwirtschaft im Juni weniger neue Stellen geschaffen als erwartet. Demnach stieg die Zahl der Stellen um 13.000, während Experten mit 59.000 zusätzlichen Jobs gerechnet hatten. Die enttäuschenden Daten entmutigten die Investoren. Entsprechend setzten die wichtigsten Indizes an der Wall Street ihre Talfahrt der letzten Tage fort. Zwischenzeitliches hellte die Anlegerstimmung kurzfristig auf, als der Index der Chicagoer Einkaufsmanager im Juni bei 59,1 Punkten ausgegeben wurde und damit leicht über den Erwartungen der Analysten von 59,0 Punkten lag. EUR/USD wertete auf, konnte die Marke von 1,2300 jedoch nicht überwinden.

EUR/USD handelt aktuell bei $1,2207. Zum CAD schnellte der US-Dollar um 88 Punkte in die Höhe. Händler verwiesen unter anderem auf die fallenden Ölpreise als Ursache. Zum JPY bewegte sich der Dollar nur wenig. Weiterhin lässt die Yen-Stärke nicht ab. Der US-Dollar könnte noch bis 87,95 absacken, erklären Anleger, die nächste Unterstützung liegt jedoch erst bei 86,40.

An den Finanzmärkten bleibt es auch heute wieder spannend. Anleger sollten die beiden folgenden US-Indizes gut im Auge behalten: ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe (Juni) sowie Ausstehende Hausverkäufe (Mai). Beide Indikatoren stehen um 16:00 Uhr zur Veröffentlichung aus. Welche Tendenzen werden sich heute für das beliebte Cross EUR/USD ergeben?

EUR - Spanien-Herabstufung stoppt EUR-Erholung

Das Cross EUR/USD startete gestern zunächst erfolgreich in den Handelstag. Investoren zeigten sich sichtlich erleichtert über die überraschend bessere Lage des angeschlagenen Finanzsystems der Eurozone. Die Ergebnisse des durchgeführten europäischen Stresstests verdeutlichten, dass die Geldnot der Banken im Euroraum geringer ist, als zunächst befürchtet. Entsprechend kletterten sowohl die Kurse an den europäischen Aktienmärkten, als auch der Kurs des Euro in die Höhe. Die positive Anlegerstimmung wurde im weiteren Handelsverlauf vom enttäuschenden ADP-Arbeitsmarktbericht zur Beschäftigung im privaten Sektor in den USA und der möglichen Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens durch die Ratingagentur Moody´s gedrückt.

Insgesamt machte die europäische Gemeinschaftswährung jedoch Boden gegen den US-Dollar gut. Positive Impulse lieferte der Bericht der deutschen Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie das Statistikamt in Irland. Die jüngsten Konjunkturdaten aus dem Euroraum verdeutlichten, dass in Deutschland die Zahl der Arbeitslosen im Mai im Vormonatsvergleich um 165.000 auf 3,242 Mio. zurückgegangen ist. In Irland ist die Wirtschaft erstmals nach acht Quartalen wieder gewachsen: Das BIP stieg im 1. Quartal 2010 um 2,7% an. Im Gegensatz zum EUR setzte das britische Pfund Sterling seine Talfahrt zum USD wieder fort und markierte hier das niedrigste Niveau seit vergangem Freitag.

Heute richten Anleger ihr Augenmerk insbesondere auf den UK-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (Juni) sowie die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der letzten Woche. Angesichts der angeschlagenen Zuversicht der Marktteilnehmer in die Konjunktur der Eurozone bleibt abzuwarten, welchen Einfluss beide Berichte auf den EUR nehmen werden. Ist die Anlegerstimmung gedrückt, geraten auch Pfund Sterling und Euro schnell unter Druck.

JPY - JPY/USD nähert sich Widerstand

Fast vier Wochen in Folge verzeichnet der japanische Yen mittlerweile tägliche Kursgewinne gegen den USD. Das entsprechende Cross handelt aktuell um die Marke von 88,30 nachdem gestern ein Großteil der ausgegebenen US-Konjunkturdaten die Marktteilnehmer enttäuschte. USD/JPY nähert sich inzwischen seinem nächsten Widerstand. Händler verweisen auf das bestehende Abwärtsrisiko für den USD bis 87,95, während die Unterstützung bei 86,40 liegt. Inzwischen ist ein attraktives Kaufniveau erreicht worden.

Laut Experten sehen Händler im Yen nach wie vor eine ausgezeichnete Safe-Haven-Anlage, die den US-Dollar bei der Performance schlägt. Auch JPY-Anleger verfolgen heute aufmerksam die im weiteren Handelsverlauf zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten aus den USA. Sollten auch diese Indizes enttäuschen, könnte der Dollar womöglich bis unter 88 absacken.

Rohöl - Abgeschwächte Konjunkturerholung belastet Ölpreise

Erneut sind die internationalen Ölpreise im asiatischen Handel von Mittwoch auf Donnerstag gesunken. Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im August fiel auf $74,87 und kostete damit $0,76 weniger als zu Handelsschluss am Vortag. Der Preis pro Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im August rutschte um $0,63 auf $74,38 ab.

Anzeichen einer abgeschwächten Konjunkturerholung in China drückten die Ölpreise erneut. Selbst der unerwartet kräftige Rückgang bei den Rohöllagerbeständen in den USA in der Woche zum 25. Juni brachte den Ölpreisen keinen Auftrieb. Im Vorwochenvergleich waren diese um 2,0 Mio. Barrel auf 363,1 Mio. Barrel gefallen, während Experten mit einem Rückgang um lediglich 1,0 Mio. Barrel gerechnet hatten. Die momentan negative Konjunkturstimmung könnte die Rohstoffpreise weiterhin drücken, so Händler.

Der Goldpreis wiederum blieb im gestrigen New Yorker Handel nahezu unverändert, nachdem sich in den vergangenen Handelstagen größere Schwankungen ergeben hatten. Das Edelmetall schloss am Mittwoch bei $1.242 pro Feinunze. Auf Eurobasis gab der Goldpreis leicht nach. Gold handelt aktuell bei €32.644 pro Kg von zuvor €32.709 pro Kg.

Technische News

EUR/USD

Für EUR/USD wurden in den vergangenen zwei Handelstagen überwiegend Abwärtstendenzen deutlich. Diese könnten sich jedoch mittelfristig bereits ändern. Beispielsweise deutet der Slow Stochastic der 2-Stunden-Chart auf einen sich ankündigenden Trendumschwung in Richtung Norden. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD

Diese Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im überverkauften Bereich, was bedeuten könnte, dass sich in Kürze eine Preiskorrektur nach oben vollzieht. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte sich auszahlen.

USD/JPY

Aktuell bewegt sich dieses Paar im überverkauften Bereich auf der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Die steigende Tendenz des Momentum-Oszillators auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

USD/CHF

Dieses Cross signalisierte in der vergangenen Woche abwärts gerichtete Tendenzen und wird momentan um die Marke von 1,0730 gehandelt. Die Oszillatoren der Charts deuten heute überwiegend auf eine Preiskorrektur nach oben. Auch der RSI der Tages-Chart bestätigt diesen Trend. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Paar solide Profite bringen.

Die Wild-Card

NZD/USD

Zum jüngsten deutlichen Kursabfall könnte sich noch im Laufe des heutigen Handelstages eine Korrektur einstellen. Hinweise dafür geben der RSI auf Stunden- und 8-Stunden-Chart, der sich in beiden Fällen im überverkauften Bereich eingefunden hat sowie das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart. Forex -Anleger könnten bei NZD/USD heute auf steigende Kurse setzen, um größtmögliche Gewinne zu erzielen.

Aktuelle Zeit: 05/25 14:40 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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