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Tuesday, 7 Dec 2010

EUR-Verkäufe vor EcoFin-Treffen

In Europa ist die größte Sorge nach wie vor eine Ausbreitung der Kreditkrise innerhalb der Eurozone. Das Rettungspaket für Irland konnte die Marktteilnehmer nur kurzzeitig beruhigen. Viele Händler haben damit begonnen, ihre EUR-Positionen zur Gewinnmitnahme zu schließen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownnodownupupdown
Wochentendenzdownupdowndownupdown
Resistance1.34201.583083.300.98800.99900.8550
1.34001.581083.100.98600.99700.8530
1.33701.578082.800.98300.99400.8500
Support1.33101.572082.200.97700.98800.8440
1.32801.569081.900.97400.98500.8410
1.32601.567081.700.97200.98300.8390

Wirtschafts News

USD - Bernanke-Aussagen stützen kurzfristig USD

US-Notenbank-Chef Ben Bernanke äußerte sich gestern eher verhalten über das Erholungstempo der Konjunktur in den USA. Darüber hinaus erklärte Bernanke, dass eine Ausdehnung des bisherigen Programms für Anleihenkäufe der Federal Reserve möglich sei, falls zusätzliche Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur nötig werden. EUR/USD gab im Anschluss einen Teil der Kursgewinne vom Freitag ab und handelt aktuell mit einem Verlust von 1% unter der Marke von 1,3300. Auch GBP/USD wertete leicht ab und notiert mittlerweile bei der Marke von 1,5720.

Bernankes Aussagen sorgten insgesamt für Verunsicherung am Markt, denn eine Ausweitung des QE-Programms könnte das Inflationsrisiko erhöhen und eine Exit-Strategie erneut in die Ferne rücken. Gestützt durch die Aussagen des US-Notenbank-Chefs stiegen am Montag die Kurse von US-Staatsanleihen.

Wichtige Konjunkturindikatoren werden heute aus Europa, Australien und Kanada erwartet. Um 10:30 Uhr veröffentlicht Großbritannien jüngste Zahlen zur Industrieproduktion im Oktober, während Kanadas und Australiens Zentralbanken im weiteren Tagesverlauf ihren Entscheid zum Leitzins veröffentlichen. Dabei bleiben die USA, mit Ausnahme einiger weniger Indikatoren zu Verbraucherkrediten und Wirtschaftsaussichten, der heutigen Agenda fern. Der USD wird am Dienstag voraussichtlich weiter aufwerten, so Händler.

EUR - Händler verkaufen EUR vor EcoFin-Treffen

Vor dem Treffen der europäischen Finanzminister (EcoFin) heute Nachmittag ist die Anspannung am Markt merklich zu spüren. Unter anderem wird der EcoFin-Rat über eine eventuelle Aufstockung des 750-Mrd.-Euro Rettungsschirms diskutieren, wofür sich der Internationale Währungsfonds ausgesprochen hat. Entsprechend stiegen die Risiko-Aufschläge für spanische und italienische Staatsanleihen im Laufe des gestrigen Handelstages.

Größte Sorge in Europa ist nach wie vor eine Ausbreitung der Kreditkrise innerhalb der Eurozone. Das Rettungspaket für Irland konnte die Marktteilnehmer nur kurzzeitig beruhigen. Viele Händler haben damit begonnen, ihre EUR-Positionen zur Gewinnmitnahme zu schließen. Der Euro gab heute Morgen bereits um 1% nach.

EUR/USD handelt aktuell bei 1,3296. EUR/JPY sackte gleich um 113 Punkte auf 109,63 ab. Der Eröffnungskurs lag bei 110,76.

Die Eurozone veröffentlicht heute einige Konjunkturdaten. Wichtigstes Ereignis ist jedoch das heutige EcoFin-Treffen der europäischen Finanzminister am Nachmittag. Außerdem veröffentlicht Großbritannien um 10:30 Uhr aktuelle Zahlen zur Industrieproduktion im Oktober. Händler sollten das Ergebnis des EcoFin-Treffen gut im Auge behalten und sich auf eine erhöhte Marktvolatilität einstellen. Welche Tendenzen sich für den EUR heute einstellen, bleibt abzuwarten.

JPY - JPY wertet auf und Nikkei 225 gibt leicht nach

Der Japanische Yen konnte in den letzten Tagen an Boden gewinnen. Das Währungspaar USD/JPY entfernt sich zunehmend von seinem in der vergangenen Woche markierten Monatshoch bei 82,46 trotz jüngster USD-Kursgewinne gegen übrige Hauptwährungen. Bei EUR/JPY ergaben sich ähnliche Entwicklungen. Dieses Paar gab gestern um mehr als 110 Punkte nach und notiert aktuell bei 109,63.

Die japanische Börse hat am Dienstagmorgen Verluste verzeichnet. Der starke Yen belastet die japanischen Indizes. Der Nikkei 225 verlor am Montagnachmittag 0,4% auf 10.126 Punkte. Händler verwiesen auf einen Bericht, wonach die chinesische Zentralbank am kommenden Wochenende ihren Zinssatz möglicherweise erhöht, als Beweggrund für die schlechte Anlegerstimmung.

Aktuell gelten als Safe-Haven-Investitionen weiterhin der Japanische Yen und Edelmetalle wie Gold und Silber, deren Kurs jüngst erneut aufwertet. Anleger gehen davon aus, dass der JPY seinen Aufwärtstrend in den kommenden Tagen fortsetzen wird, während sich der Nikkei 225 weiterhin auf Talfahrt befinden könnte. Gegenwärtig deuten die Zeichen auf einen Wechsel in der Anlegerstimmung.

Rohöl - Ölpreise überwinden $89,50-Marke - USD-Gewinne belasten dennoch

Die Ölpreise bewegten sich in den letzten Tagen bereits auf die Marke von $89,60 zu und konsolidieren sich seit gestern auf hohem Niveau. Aktuell kostet ein Fass US-WTI $89,25 und ein Fass Nordsee-Brent $91,30.

Während sich die Winterjahreszeit der nördlichen Halbkugel nähert, sagen Experten einen typischen Anstieg der Rohölpreise voraus, da die Industrienationen Europas und Nordamerikas damit beginnen, Heizöl für ihre Bevölkerung anzulagern, so dass Rohöl aus seiner Handelsspanne zwischen $80-$88 ausbricht. Die jüngste Aufwertung des US-Dollar würde dennoch die Ölpreise belasten, so Marktbeobachter.

Die USA bleiben der Wirtschaftsagenda heute so gut wie fern. Händler richten Ihren Fokus am Dienstag auf die Kursbewegungen des EUR und CAD sowie das heutige EcoFin-Treffen der europäischen Finanzminister am Nachmittag. Kanadas Notenbank veröffentlicht heute außerdem ihren Leitzinsentscheid. Dies wird seine Wirkung auf den USD haben, der wiederum seinen Einfluss auf die Ölpreise nimmt.

Technische News

EUR/USD

Für dieses Paar werden unterschiedliche Signale deutlich. Der Slow Stochastic der Tages-Chart steht kurz davor abwärts zu kreuzen, während das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Wochen-Chart nicht zu übersehen ist. Anleger sollten deutlichere Signale zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.

GBP/USD

Der Preis für GBP/USD scheint sich mittlerweile im oberen Bereich der rückläufigen Handelsspanne auf der Tages-Chart eingefunden zu haben. Hier sind Kurskorrekturen zu erwarten. Der nächste Zielkurs könnte in den kommenden Tagen bei 1,5600 liegen. Für heute könnte es von Vorteil sein, zu verkaufen.

USD/JPY

Die technischen Indikatoren befinden sich langfristig gesehen in einer abwärts ausgerichteten Position, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass die jüngsten Aufwärtstendenzen nur ein korrigierender Teil des längerfristigen Abwärtstrends waren. Der Slow Stochastic der Wochen-Chart bestätigt diese Annahme durch sein Abwärtskreuzen. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte in dieser Woche die zu bevorzugende Handelsstrategie bei USD/JPY sein.

USD/CHF

Dieses Paar scheint sich aktuell um die Marke von 0,9800 eingependelt zu haben. Die technischen Indikatoren der Tages- und Wochen-Chart haben eine neutrale Position eingenommen. Der Slow Stochastic der Tages-Chart könnte aufwärts kreuzen, was jedoch womöglich noch etwas Zeit in Anspruch nimmt. Daher ist es heute voraussichtlich richtig, auch bei diesem Paar deutlichere Zeichen abzuwarten.

Die Wild-Card

Platin

Bei Platin scheint es gen Süden zu gehen, da der Preis des Rohstoffs mittlerweile den überkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart verlassen hat. Außerdem kreuzt der Slow Stochastic der Tages-Chart abwärts, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass der bisherige Abwärtstrend weiteres Potenzial in sich trägt. Hier bietet sich Forex -Händlern womöglich eine großartige Handelsgelegenheit, heute kurzzeitige Kurskorrekturen für schnelle Profite zu nutzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 14:42 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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