Schwacher USD und Begeisterung über EU-Beitritt der Slowakei treiben EUR in die Höhe
Donnerstag, 8 Jan 2009
Im Vergleich zu den Hauptwährungen schloss der EUR den gestrigen Handel mit gemischten Ergebnissen. Fast den ganzen Tag über verzeichnete die 15-Nationen-Währung Gewinne im Vergleich zum Dollar und notierte zum Handelsschluss bei 1,3600. Im Vergleich zum JPY erlebte die Eurozone einen rein technisch getriebenen Markt (range-trading), da die Haupt-Marktbewegungen gestern auf den Dollar ausgerichtet waren. Zudem wurde gestern in Europa nur ein Haupt-Wirtschaftsindikator veröffentlicht.
Die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit verzeichneten im Dezember einen nicht unerheblichen Anstieg um 18.000 Arbeitslose gegenüber 4.000 im Vormonat. Dieser niedrigste Wert seit Februar 2006 signalisiert ein Ende des Arbeitsmarktbooms, da sich die weltweite Finanzkrise auch auf die Firmen von Europas größtem Wirtschaftsland auswirkt. Folglich warnte der Chef der Bundesagentur für Arbeit dass der Arbeitsmarkt sehr bald schon die Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs zu spüren bekommen werde.
Für heute ist der wichtigste Finanzindikator der in Europa veröffentlicht wird der German Factory Orders Indicator (Deutschlands Auftragseingänge der Industrie). Analysten gehen davon aus, dass dieser Wert höher ausfallen wird als der vorangegangene. Händler sollten der heutigen Bekanntgabe große Aufmerksamkeit zollen, da ein stärker als erwartetes Ergebnis den EUR noch weiter stärken könnte. Wichtig könnte auch sein was der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bei der Beitrittszeremonie der Slowakei in die EU zu sagen hat. Die Eurozone wird durch den Beitritt zu einer 16-Nationen-Währung.
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