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Wednesday, 7 Apr 2010
EUR fällt gegen USD erneut aufgrund Sorgen um Griechenland
Unstimmigkeiten über das griechische Rettungspaket haben neue Sorgen um das Erholungstempo der Konjunktur in der Eurozone entfacht und die Nachfrage nach der Einheitswährung gedämpft. Der USD erreichte zum Kanadischen Dollar gestern ein paritätisches Wechselkursverhältnis und handelte kurzfristig zum ersten Mal seit Juli 2008 unterhalb des CAD-Kurswerts.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3500 | 1.5475 | 95.30 | 1.0800 | 0.9370 | 0..8860 |
| 1.3460 | 1.5385 | 94.70 | 1.0755 | 0.9345 | 0.8837 | |
| 1.3425 | 1.5315 | 94.40 | 1.0725 | 0.9300 | 0.8805 | |
| Support | 1.3350 | 1.5180 | 93.60 | 1.0650 | 0.9220 | 0.8755 |
| 1.3320 | 1.5125 | 93.10 | 1.0615 | 0.9167 | 0.8725 | |
| 1.3280 | 1.5050 | 92.75 | 1.0580 | 0.9140 | 0.8690 |
Wirtschafts News
USD - USD wertet gegen einen Großteil der Gegenwährungen auf
Der US-Dollar wertete am Dienstag weiter auf, nachdem im Euroraum neue Zweifel an der finanziellen Situation Griechenlands und einer möglichen konjunkturellen Erholung des Mitgliedstaates aufkamen. Darüber hinaus wurde gestern das Ergebnis der Sitzung des FOMC-Gremiums vom 16. März veröffentlicht. Demnach halten sich die Mitglieder des geldpolitischen Gremiums hinsichtlich der Dauer der Nullzinspolitik weiter bedeckt. Weiterhin erwarten die Ausschussmitglieder eine Stärkung der US-Wirtschaft bei gleichzeitiger schwacher Entwicklung der Kerninflation.
Zusätzlich stützte den US-Dollar die Tatsache, dass die Märkte in der Eurozone und Großbritannien sowohl am Montag, als auch am Freitag, aufgrund des verlängerten Osterwochenendes geschlossen blieben. Am Dienstag wurden die Märkte wieder eröffnet, während Anleger auf Optimismus erweckende Konjunkturdaten aus den USA reagierten, die genau an diesen Tagen veröffentlicht wurden. Dazu zählt insbesondere der ISM-Index des nicht-verarbeitenden Gewerbes sowie das Ergebnis der ausstehenden Hausverkäufe.
Der USD erreichte am Dienstag zum Kanadischen Dollar ein paritätisches Wechselkursverhältnis und handelte kurzfristig zum ersten Mal seit Juli 2008 unterhalb des CAD-Kurswerts. Der Ölpreis wiederum bleibt seinem bisherigen Aufwärtstrend treu und klettert unaufhaltsam.
EUR - EUR wertet aufgrund Griechenland-Sorge wiederholt ab
Der wachstumsempfindliche EUR geriet auch gestern erneut unter Druck. Aktuellen Medienberichten zufolge sei Athen mit dem vor zwei Wochen verabschiedeten Rettungsplan der Euro-Länder unzufrieden. Die Griechen begrüßen zwar die zugesagte Sparzusage der Nachbarnländer, möchten jedoch nicht, dass sich der Internationale Währungsfonds einmische, da diese Art von Hilfe voraussichtlich strengen Auflagen unterliegt. Der EUR rutschte gestern bis auf $1,3379 von zuvor $1.3399 ab.
Das Pfund Sterling verzeichnete ebenfalls Kursverluste am Dienstag und rutschte in den frühen Morgenstunden bis auf $1,5239 ab, nachdem sich Premierminister Gordon Brown für den 6. Mai als Wahltermin für die Parlamentswahlen in Großbritannien entschied. Entsprechend fiel das Pfund Sterling in seinem Kurs gegen 10 der 16 meistgehandelten Hauptwährungen und stand somit unter Abwertungsdruck. Auslöser dafür war die Aussicht auf unklare Mehrheiten im Parlament und eine wenig handlungsfähige Regierung, die von Händlern als gravierender Risikofaktor empfunden wird. Die problematische finanzpolitische Lage in Großbritannien spielt eine wesentliche Rolle im jetzt anlaufenden Wahlkampf.
Am heutigen Handelstag sollten Händler die Veröffentlichung des GB-Einkaufsmanagerindexes (nicht-verarbeitendes Gewerbe) um 9:30 Uhr im Auge behalten. Ergebnisse über den Erwartungen der Experten könnten dem Pfund Sterling neuen Auftrieb verleihen.
JPY - Yen steigt aufgrund neuer Bedenken um globale Konjunkturerholung
Der japanische Yen setzte seinen Aufwärtstrend gegen den EUR am Dienstag fort, während die Unstimmigkeiten über das griechische Rettungspaket neue Sorgen um das Erholungstempo der Konjunktur in der Eurozone entfachten und die Nachfrage nach der Einheitswährung dämpften. Im Gegenzug konzentrierten Händler ihre Investitionen auf „sichere“ Währungen wie den JPY. Der Yen kletterte im frühen asiatischen Handel bis auf 125,36 pro EUR von zuvor 125,67 am Dienstag. Zum US-Dollar blieb die Inselstaatwährung überwiegend stabil um 93,70 pro Dollar von zuvor 93,79.
Der Australische Dollar wiederum kletterte um 0,8% auf 92,78 US-Cents am Dienstag, nachdem die australische Notenbank eine Straffung ihrer Geldpolitik fortsetzte und den Zins für kurzfristige Ausleihungen um einen viertel Prozentpunkt auf 4,25% erhöhte.
Heute erwartet die Marktteilnehmer eine Stellungnahme der japanischen Regierung zu Geld- und Währungspolitik, die Overnight Call Rate (Übernachtgeld) sowie eine Pressekonferenz der Bank of Japan. Japans Zinsrate wird voraussichtlich unverändert bleiben, Anleger sollten jedoch die dem Entscheid folgende Pressekonferenz der Bank of Japan aufmerksam verfolgen, um die JPY-Tendenzen bis zum Ende der Woche besser bestimmen zu können.
Rohöl - Ölpreis behauptet sich vor Lagerbestandsdaten
Im Vorfeld der heutigen Veröffentlichung der US-Rohöllagerbestände der Woche konnte sich der Ölpreis behaupten. Somit notierte US-Rohöl im Mai-Kontrakt im New Yorker Börsenhandel mit $86,84 pro Barrel.
Der Rohstoffpreis unterlag nur leichten Kursschwankungen am Dienstag, die sich aus instabilen Aktienmärkten und einem spürbar starken US-Dollar ergaben, der den Ölpreis wiederholt unter Druck setzt. Darüber hinaus stützte gestern das Ergebnis der Sitzung des FOMC-Gremiums vom 16. März den Preis für Rohöl. Demnach halten sich die Mitglieder des geldpolitischen Gremiums hinsichtlich der Dauer der Nullzinspolitik weiter bedeckt. Weiterhin erwarten die Ausschussmitglieder eine Stärkung der US-Wirtschaft bei gleichzeitiger schwacher Entwicklung der Kerninflation.
Heute erwarten Anleger mit Spannung den zur Veröffentlichung ausstehenden Bericht der US-Rohöllagerbestände, der Analysten zufolge einen Rückgang der Ölreserven verdeutlichen wird. Ergebnisse, die den Prognosen entsprechen oder diese übertreffen, könnten den Kurs der $90-Marke näher bringen.
Technische News
EUR/USD
Die EUR-Schwäche hält weiter an. Das Währungspaar hat das rückläufige Flag-Continuation-Muster mittlerweile durchbrochen, das auf der Tages-Chart nicht zu übersehen war. EUR/USD wird voraussichtlich weiter abrutschen, da auch der RSI der 7-Tages-Chart diese Tendenz bestätigt. Dieser hat in den „überverkauften“ Bereich gedreht. Händler könnten auf fallende Kurse setzen, bis sich der RSI wieder über dem 30-Level befindet.
GBP/USD
Die Tages-Chart gibt ein Double-Bottom-Muster aus. Dies könnte bedeuten, dass sich langfristig eine Kurswende einstellt. Vorgenanntes Muster begann mit einer ersten „Bottom-Linie“ am 1. März, eine zweite hat sich am 25. März geformt und die Widerstandsmarke liegt bei 1,5385. Ein Durchbruch dieser Widerstandslinie könnte einen Abschluss des Double-Bottom-Musters bedeuten und somit den Beginn eines zinsbullischen Trends. Ein möglicher Kursanstieg könnte dem Abstand zwischen der Widerstandsmarke und der „Bottom-Marke“ von ungefähr 600 Punkten entsprechen.
USD/JPY
Auf der Tages-Chart ist zu erkennen, dass der aktuelle Aufwärtstrend abschwächt. Das MACD-Histogramm hat bereits abwärts gedreht. Händler, die auf fallende Kurse setzen, sollten zwei Signale zunächst abwarten: 1. einen Durchbruch des 10-Tages-RSI bis unter die 70-Linie, 2. einen Preisabfall bis unter die Unterstützungsmarke von 93,75.
USD/CHF
Dieses Paar setzte seinen Aufwärtstrend unaufhaltsam fort. Die Indikatoren zeigen keinen Widerstand auf der Tages-Chart. Händler sollten die Widerstandsmarke von 1,0750 nicht außer Acht lassen. Ein Durchbruch dieser könnte den Preis bis zur nächsten wichtigen Widerstandsmarke bei 1,0820 drücken.
Die Wild-Card
Gold
Dem Aufwärtstrend für Spot-Gold, der Ende März einsetzte, könnte zukünftig Einhalt geboten werden. Der Preis nähert sich nach dem langfristigen Aufwärtstrend auf der Tages-Chart dem 23,6% Fibonacci-Retracement-Level. Für Forex - und Rohstoff-Händler könnte es sich auszahlen, einen Preisabfall abzuwarten, sobald die Schlüsselmarke bei $1139 erreicht ist.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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