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Thursday, 11 Feb 2010
EUR gegen Hauptwährungen vor EU-Sondergipfel seitwärts konsolidiert
Im Overnight-Geschäft verzeichnete der EUR einen leichten Kursanstieg gegen die Hauptwährungen. Händler halten sich jedoch nach wie vor in Bezug auf EUR-Anlagen zurück, insbesondere im Vorfeld des heutigen EU-Sondergipfels zur Schuldenkrise Griechenlands.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3865 | 1.5710 | 90.80 | 1.0720 | 0.8970 | 0.8895 |
| 1.3845 | 1.5690 | 90.60 | 1.0700 | 0.8940 | 0.8875 | |
| 1.3815 | 1.5660 | 90.30 | 1.0670 | 0.8910 | 0.8845 | |
| Support | 1.3755 | 1.5600 | 89.70 | 1.0610 | 0.8850 | 0.8785 |
| 1.3715 | 1.5570 | 89.40 | 1.0580 | 0.8820 | 0.8755 | |
| 1.3695 | 1.5550 | 89.20 | 1.0560 | 0.8800 | 0.8735 |
Wirtschafts News
USD - Bernanke-Ansprache stärkt USD
Am Mittwoch fand der USD Unterstützung in der von US-Notenbankchef Ben Bernanke gehaltenen Rede vor dem US-Repräsentantenhaus zu einer zukünftigen Rückzugsstrategie der Fed aus den laufenden Hilfsprogrammen. Nach Einschätzung der US-Notenbank hat sich die Lage an den Finanzmärkten deutlich stabilisiert. Im weiteren Handelsverlauf kletterte der Dollar-Index bis auf 80,80. Aktuell macht der Dollar Boden gegen EUR und Pfund Sterling gut und handelt hier bei 1,3779 bzw. 1,5631.
Der Dollar wird seine Aufwärtstendenzen -vorwiegend gegen den EUR- heute möglicherweise fortsetzen. Investoren halten im Vorfeld zum heutigen EU-Sondergipfel zur Schuldenkrise Griechenlands Abstand zur angeschlagenen Gemeinschaftswährung. Den unter wachsendem Druck stehenden EUR belastet die hohe Staatsverschuldung einiger Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion bereits seit Wochen. Entsprechend scheint Risikoaversion nach wie vor die vorherrschende Stimmung am Markt zu sein. Größter Nutznießer der Schuldenkrise ist bislang der US-amerikanische Dollar.
Einzige Veröffentlichung aus den USA heute ist der Bericht zu den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe der vergangenen Woche um 14:30 Uhr. Laut Prognose soll die Zahl der US-Bürger, die erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt haben zurückgehen. Entspricht das Ergebnis der Vorhersage könnte der USD weitere Aufwertung erfahren. Sollte das Ergebnis jedoch enttäuschen, könnten USD-Kursverluste beobachtet werden.
EUR - Risikoaversion drückt EUR-Kurs
Der EUR-Handel bleibt im Vorfeld des heutigen EU-Sondergipfels flach. In Brüssel kommen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union heute zusammen, um über eine Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott zu sprechen. Dabei ist das hoch verschuldete Mitgliedsland nur eines von mehreren EU-Sorgenkindern. Sowohl Spanien als auch Portugal gefährden mit ihrer hohen Staatsverschuldung die Stabilität der Währungsunion. Experten gehen davon aus, dass ein Rettungspaket für Griechenland den EUR kurzfristig aufwerten lassen kann.
Einen leichten Kursanstieg gegen die Hauptwährungen verzeichnete die Gemeinschaftswährung bereits im Overnight-Geschäft. EUR/USD handelt um 1,3780, EUR/GBP bei 0,8812. Trotz der Aufwärtstendenz erwarten Marktbeobachter nicht, dass der EUR langfristige Unterstützung erfahren wird. Angesichts des prognostizierten Rückgangs der US-Arbeitslosenzahlen und der zinsbullisch geprägten Ansprache Bernankes am Mittwoch, ist von einer USD-Aufwertung gegenüber dem EUR auszugehen.
JPY - Risikoaversion hebt JPY-Kurs
Der japanische Yen blieb gestern dem Wirtschaftskalender fern. Dennoch ergaben sich für die Inselstaatwährung Kursgewinne, als Händler risikoscheue Handelsstrategien verfolgten. Die Ungewissheit der konjunkturellen Eurozonen-Perspektive ließ Safe-Havens wie den Yen aufwerten. GBP/JPY schloss gestern bei 140,65. Der Eröffnungspreis wurde mit 141,00 ausgegeben.
Da Japan auch heute keine bedeutenden Indizes veröffentlicht, werden die kurzfristigen Tendenzen des Yen voraussichtlich unter dem Einfluss des EU-Sondergipfels stehen. Sollten die Marktteilnehmer ihr Vertrauen in die europäische Gemeinschaftswährung zurückerlangen, könnte der JPY im Ergebnis Kursverluste erleiden. Gleichzeitig kann ein Anhalten der Risikoaversion am Markt Unterstützung für den Safe-Haven-Status des Yen bedeuten.
Rohöl - Ölpreis steigt angesichts erhöhter Nachfrage
Der Rohölpreis stieg gestern zum 4. Tag in Folge an. Zuvor hatte das US-Energieministerium bekannt gegeben, dass für 2010 eine erhöhte Energienachfrage erwartet werde. Die gestern veröffentlichten Lagerbestandsdaten belasteten jedoch den Preis, da die US-Rohölvorräte in der letzten Woche um 7,2 Mio. Barrel gestiegen sind, obwohl die Rohölimporte im Vergleich zur Vorwoche zurückgegangen sind. Aktuell wird das Barrel Rohöl um 74,80 gehandelt.
Für heute gehen Experten von einem weiteren Anstieg für den Ölpreis aus. Möglicherweise stützt ein positives Ergebnis zur US-Arbeitsmarktlage den Rohstoff zusätzlich. Des Weiteren sorgt die starke winterliche Witterung in den USA, dem weltweit größten Ölverbraucher, für einen gesteigerten Energieverbrauch.
Technische News
EUR/USD
Innerhalb eines kurzen Zeitrahmens hat dieses Paar einige Indikatoren, wie den Stunden-RSI, in den „überkauften“ Bereich gedrückt. Dies kann als Zeichen für bevorstehenden Abwärtsdruck gedeutet werden. Dennoch verdeutlichen mittelfristige Indikatoren wie Slow Stochastic und RSI der 4-Stunden-Chart, dass weiteres Wachstumspotenzial besteht. Hier kann sich zur ersten Tageshälfte eine Kurskorrektur ergeben, jedoch bleibt der Gesamttrend heute zinsbullisch.
GBP/USD
Nachdem dieses Währungspaar den niedrigsten Stand seit vergangenem Mai erreicht hat, stabilisiert sich GBP/USD mittlerweile innerhalb einer flachen Handelsspanne zwischen 1,56 und 1,57. Im Anschluss an die Aufwärtstendenzen heute morgen, bildet der Stunden-Slow Stochastic aktuell ein rückläufiges Cross, was bedeuten könnte, dass sich ein Abwärtstrend bereits ankündigt. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart wiederum gibt ein zinsbullisches Cross aus und lässt vermuten, dass die Kursschwankungen für heute vorerst anhalten. Eine gute Wahl könnte es sein, bei Niedrigständen zu kaufen und bei Höchstständen zu verkaufen.
USD/JPY
Dieses Paar wird seit geraumer Zeit innerhalb einer zinsbullisch flachen Spanne gehandelt. Mittelfristiige Indikatoren wie der 4-Stunden-Slow Stochastic geben für heute Anzeichen einer Kurskorrektur nach unten aus. Das neue rückläufige Cross dieses Indikators deutet auf eine Trendwende kurz nach Eröffnung der europäischen Märkte. Hier könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/CHF
Auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart bewegt sich der RSI im „überkauftem“ Bereich und signalisiert somit eine mögliche Preiskorrektur nach oben im weiteren Handelsverlauf. Auch das jüngste zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart unterstützt diesen Trend. Kaufen könnte demnach eine gute Strategie für heute sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Die Oszillatoren dieses Rohstoffs geben kurz- und mittelfristig rückläufige Signale aus. Sowohl auf der Stunden- als auch auf der 4-Stunden-Chart zeigt der Slow Stochastic ein rückläufiges Cross an. Auf beiden Charts hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht. Die Indikatoren weisen Forex -Anleger darauf hin, bei diesem Rohstoff in den frühen Handelsstunden auf fallende Kurse zu setzen, um hohe Profite aus dem Trend zu schlagen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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