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Wednesday, 9 Jun 2010

EUR gibt gegen aufwertenden Schweizer Franken nach

Bereits in den ersten Handelsstunden heute Morgen verbuchte der EUR erneute, wenn auch moderate Kursverluste gegen den US-Dollar. Zuvor war die Gemeinschaftswährung am Dienstagnachmittag zum Dollar sprunghaft angestiegen, während der Schweizer Franken auf ein neues Allzeit-Hoch von 1,3746 CHF je Euro kletterte, jedoch im Anschluss wieder ruckartig nachgab. Die verzeichneten Kursgewinne gab der Euro dann rasch wieder ab, nachdem die europäischen Börsen-Indizes deutlich absackten. Börsianer verzeichneten auf die Angst vor weiteren Staatspleiten im Euroraum als Beweggrund.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznodownnodowndownno
Wochentendenzdowndownnodowndownno
Resistance1.20441.453292.401.16180.83180.8367
1.20141.450292.101.15880.82880.8337
1.19841.447291.801.15580.82580.8307
Support1.19221.440791.501.15000.81750.8247
1.18921.437791.201.14700.81450.8217
1.18621.434790.901.14400.81150.8187

Wirtschafts News

USD - Konjunkturausblick bringt USD auf 4-Jahres-Hoch

Am Dienstag bewegte sich der US-Dollar zum EUR erneut in Richtung 4-Jahres-Hoch. Optimistische Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke zur konjunkturellen Erholung in den USA stimmten die Anleger an den US-Märkten positiv. Aktuell handelt der Dollar bei $1,1946 pro Euro von zuvor $1,1973 am Dienstag. Am 7. Juni markierte die US-Währung mit $1,1877 pro Euro ihren höchsten Stand seit März 2006. Zum japanischen Yen notierte der USD nahezu unverändert bei 91,34.

Am Montag in Washington hatte sich Bernanke zuversichtlich über das Erholungstempo der US-amerikanischen Konjunktur geäußert. Dieses würde ausreichen, um nicht nach einer kurzzeitigen Erholung wieder in die Rezession zurückzufallen. Eine so genannte Double-Dip-Rezession, bei der auf eine Erholungsphase wieder ein Konjunktureinbruch folgt, hält Bernanke für unwahrscheinlich. Gegenwärtig hinkt die Eurozone den USA in Sachen Konjunkturerholung deutlich hinterher. An den Finanzmärkten geht man davon aus, dass der aktuelle Trend von USD und EUR kurz- bis mittelfristig anhält. Die Anlegerstimmung bleibt dem USD gegenüber positiv.

EUR - EUR/CHF deutlich erholt

Etwas erholt von seinem 4-Jahres-Tief (seit Anfang 2006) zum Dollar hielt sich der Euro am Dienstag nur knapp über der Marke von $1,19 und blieb somit weiterhin angeschlagen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf $1,1942 fest. Der Dollar kostete somit €0,8374.

Am Mittwochmorgen kostete die Einheitswährung wiederum $1,1925, nachdem sie sich im Nachtgeschäft der Marke von $1,20 näherte. Der Schweizer Franken kletterte im gestrigen Tagesverlauf überraschend auf ein neues Allzeit-Hoch von 1,3746 CHF je Euro, gab jedoch im Anschluss wieder ruckartig nach. Viele Händler sind der Ansicht, dass die Schweizer Nationalbank (SNB) wiederholt am Devisenmarkt interveniert, um einer zu starken Aufwertung des Franken Einhalt zu gebieten. Marktbeobachter halten eine weitere Aufwertung des Schweizer Franken am heutigen Handelstag für möglich, da sich EUR/CHF im asiatischen Handel kaum vom Allzeit-Tief erholen konnte. Dies könne jedoch nur eintreten, solange sich die SNB nicht erneut einschalte. Für das Währungspaar EUR/CHF gilt: Widerstände liegen im Bereich 1,39, eine Unterstützung entspricht dem aktuellen Allzeit-Tief bei 1,3744. Seit 2009 bereits interveniert die SNB wiederholt, so Analysten, indem sie Schweizer Franken gegen Euro verkauft, um eine Aufwertung des Franken gegenüber dem EUR zu hemmen.

Insgesamt bleibt die Marktstimmung in Bezug auf den Euro trüb. Charttechnisch liegen der nächste Widerstand bei 1,2011 und die nächste Unterstützung bei 1,1905.

JPY - Yen schwach und Tokios Börse schließt freundlicher

Sowohl Dollar als auch Euro haben sich gegenüber dem JPY leicht erholt, während die Börse in Tokio am Dienstag freundlicher schloss. Auch am gestrigen Handelstag gab der Yen erneut nach. Die von den jüngsten Querelen in der japanischen Regierung verunsicherten Anleger blieben zurückhaltend. Darüber hinaus wurden aus Japan gestern aktuelle Konjunkturdaten veröffentlicht: Erneut deutlich gestiegen ist der Überschuss der Leistungsbilanz im Monat April. In New York wurde der JPY zu Handelsschluss bei 109,61 je EUR von zuvor 108,95 gehandelt. Ein Tagestief wurde zwischenzeitlich bei 108,07 ausgegeben, dem niedrigsten Stand seit November 2001. Zum USD rutschte der Yen von 91,37 auf 91,74 ab.

Rohöl - Rohöl handelt vor US-Bestandsdaten über $72 pro Barrel

Im Laufe des gestrigen Handelstages konnte sich der Ölpreis von seinen jüngsten Rückschlägen etwas erholen. Zu Handelsschluss an der Nymex kostete ein Barrel Rohöl (WTI) $71,99 und damit 55 US-Cent mehr als am Montag. Den Rohstoff stützen einerseits die positiv gestimmten Äußerungen von US-Notenbankchef Bernanke zur aktuellen Konjunkturerholung in den USA sowie überraschend deutlich gesunkenen Lagerbestände. Laut Bericht des American Petrol Institute (API) am Dienstag, sind die US-Rohölbestände in der Woche zum 4. Juni um 4,5 Mio. Barrel zurückgegangen. Experten hatten bei den Vorräten einen Rückgang um weniger als 1 Mio. Barrel erwartet.

Technische News

EUR/USD

In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Indikatoren lassen jedoch mittlerweile darauf schließen, dass sich möglicherweise bereits in naher Zukunft eine Trendwende einstellt. Beispielsweise verdeutlicht der Slow Stochastic auf der Tages-Chart einen sich ankündigenden zinsbullischen Umschwung. Ein Aufwärtstrend wird ebenfalls vom RSI der Wochen-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar jetzt auszahlen.

GBP/USD

Die 4-Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Dennoch kreuzt der Slow Stochastic auf der der Tages-Chart aufwärts, was ein Zeichen dafür sein kann, dass sich bereits in unmittelbarer Zukunft eine Kurskorrektur nach oben einstellt. Auch hier könnte die richtige Strategie lauten, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald ein Durchbruch nach oben erfolgt.

USD/JPY

USD/JPY unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Deutlichere Signale auf den Stunden-Charts abzuwarten, könnte sich heute auszahlen.

USD/CHF

USD/CHF zeigte sich in den vergangenen 2 Tagen äußerst bärisch und wird aktuell um 1,1530 gehandelt. Die gegenwärtige Ausrichtung des RSI auf der Wochen-Chart stützt einen weiteren Abwärtstrend für dieses Währungspaar für heute. Jedoch signalisiert der Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart, dass sich bis Handelsschluss eine Trendwende einstellen könnte. Hier einzusteigen, sobald die Zeichen deutlicher werden, könnte eine gute Entscheidung sein.

Die Wild-Card

AUD/NZD

Der kontinuierliche Aufwärtstrend hat AUD/NZD schließlich in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart gedrückt. Darüber hinaus scheint das gegenwärtige Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf eine sich ankündigende Preiskorrektur nach unten zu deuten. Forex -Händler bietet sich hier möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, auf den Stunden-Charts den Durchbruch nach unten abzuwarten und anschließend zu verkaufen, um aus dem bevorstehenden Trend Profit zu schlagen.

Aktuelle Zeit: 05/25 14:48 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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