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Tuesday, 13 Apr 2010

EUR höher mithilfe griechischem Hilfspaket und US-Haushaltsdefizit gesunken

Konkrete Hilfszusagen der EU für den hoch verschuldeten Mitgliedsstaat Griechenland haben der europäischen Einheitswährung zu Wochenbeginn Auftrieb gegeben. Das versprochene Hilfspaket von bis zu 45 Mrd. Euro veranlasste Anleger gestern, in EUR zu investieren. Die Gemeinschaftswährung legte am Montag kräftig gegen einen Großteil der Hauptwährungen zu. Trotz geplanter Bekämpfung der griechischen Schuldenkrise bleiben Händler der Haushaltslage weiterer EU-Mitgliedstaaten misstrauisch gegenüber. Im weiteren Handelsverlauf wertete der EUR zum USD wieder leicht ab. Aktuell handelt das Währungspaar EUR/USD bei 1,3584. Das Tageshoch wurde gestern mit 1,3691 ausgegeben.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznoupupupdownup
Wochentendenzupnodowndowndownup
Resistance1.38621.547293.691.06640.93140.8924
1.37361.543993.371.06450.92920.8905
1.36551.540893.051.06130.92600.8874
Support1.35291.534192.441.05550.91990.8816
1.34841.530692.121.05230.91680.8785
1.33581.527491.801.05010.91470.8762

Wirtschafts News

USD - US-Haushaltsdefizit gesunken

An einem eher ruhigen US-Handelstag in Bezug auf die Veröffentlichung von Konjunkturdaten, wurde der Handel überwiegend von Nachrichten um die konkrete EU-Zusage zum griechische Hilfspaket beeinflusst. Im weiteren Handelsverlauf veröffentlichten die USA das Ergebnis zum US-Haushaltssaldo, das Zeitungsberichten zufolge in der ersten Jahreshälfte 2010 um 8% im Vorjahresvergleich gesunken ist. Dennoch lag das Defizit laut US-Finanzministerium mit $65,39 Mrd. etwas über der zuvor abgegebenen Schätzung des Congressional Budget Office (CBO).
EUR/USD unterlag am Montag hohen Kursschwankungen. Der EUR verbuchte seinen höchsten Tagesanstieg gegenüber dem US-Dollar seit Monaten. Im weiteren Handelsverlauf wertete der EUR zum USD wieder leicht ab. Händler bleiben der Haushaltslage weiterer EU-Mitgliedstaaten gegenüber misstrauisch. Die sich verändernde Anlegerstimmung, geprägt von Trendumschwüngen, beeinflusst in erster Linie Rohstoffe und Rohstoff gebundene Anlagen und Währungen wie AUD. Der Australische Dollar beispielsweise rutschte zu Handelsschluss gestern gegen den USD ab. Das entsprechende Cross handelt aktuell um 0,9257.
Für den USD sollen sich die üblichen zinsbullischen Tendenzen gegen die Hauptwährungen nach Einschätzung von Marktbeobachtern auch heute fortsetzen. USD-Händler könnten ihr Augenmerk heute entsprechend auf die für 14:30 Uhr erwartete US-Handelsbilanz (Februar) richten. Im Anschluss, um 16:45 Uhr, hält Fed-Gouverneur Tarullo vor dem US-Council of Institutional Investors in Washington eine Rede zum Thema: „Involving Markets and Public in Financial Regulation“.

EUR - Euro profitiert von Rettungspaket für Griechenland

Findet die Konjunkturkrise in Griechenland nun ein Ende? Das Hilfspaket der Euro-Länder veranlasste Investoren am Montag, in EUR, der als unter seinem Wert gehandelt gilt, anzulegen. Die Unsicherheit an den Märkten weicht langsam einer neuen Zuversicht der Marktteilnehmer. EUR-Anleger sollten jegliche Nachrichten zum Thema Griechenland-Hilfspaket gut im Auge behalten, bevor sie ihre Handelsstrategien bestimmen. Sämtliche Entwicklungen nehmen gegenwärtig Einfluss auf den Kurs des Euro gegenüber den Hauptwährungen.
Des Weiteren profitierte das Pfund Sterling vom neu entfachten Eifer für Risikoanlagen. Marktbeobachter halten diesen Preisanstieg jedoch eher für eine kurzfristige Kurskorrektur und im Gegensatz zu einem langfristigen Trend. Angesichts der Parlamentswahlen in Großbritannien im Mai, rechnen Analysten mit einer zunehmenden Volatilität für das Cross GBP/USD im kommenden Monat. Aktuell handelt das Paar um 1,5349.
Im weiteren Handelsverlauf veröffentlicht Großbritannien seine Handelsbilanz für den Monat Februar. Laut Prognose soll diese auf -7,3 Mrd. GBP von zuvor -8,0 Mrd. GBP sinken. Ein Ergebnis über den Erwartungen Marktbeobachter könnte dem Pfund stärkeren Auftrieb gegen die Hauptwährungen geben.

JPY - USD/JPY unter 93

Der japanische Yen unterlag am Montag Kursschwankungen gegenüber dem USD und handelt aktuell bei 92,63, unterhalb der bedeutenden Unterstützungsmarke von 93. Analysten hatten zunächst erwarten, dass sich das Cross wieder der 100-Marke annähert, nachdem BoJ-Gouverneur Masaaki Shirakawa erklärte, er bevorzuge eine Yen-Schwäche für die japanischen Wirtschaft, die von einer ernsthaften Deflation bedroht sei. Die gestern veröffentlichten Erzeugerpreise in Japan im Monat März fielen zwar weniger als erwartet, die Zahlen blieben dennoch negativ. Am Mittwoch wird sich Shirakawa voraussichtlich in einer weiteren Ansprache zum Thema Leitzins, Aufwertung der Landeswährung und Kreditfazilität für das japanische Finanzsystem äußern.
EUR/JPY unterlag gestern ebenfalls hohen Kursschwankungen. Händler verkauften die europäische Gemeinschaftswährung im weiteren Handelsverlauf und legten verstärkt in JYP an. Bis Handelsschluss rutschte das Cross um nahezu 150 Punkte ab.

Rohöl - Ölpreis steigt wieder

Rohöl handelt aktuell um die Marke von $84,00 pro Barrel. Zu Beginn der vergangenen Woche notierte der Rohstoff noch bei $87 pro Barrel. Der jüngste Kursabfall setzte in der letzten Handelswoche nach Veröffentlichung der US-Rohöllagerbestandsdaten ein, die die Marktteilnehmer in ihrer Erwartung stark enttäuschte. Am Montag jedoch war die jüngste EUR-Rallye für Rohöl durchaus einträglich. Der USD wertete gleichzeitig ab, was wiederum die Rohstoffpreise gleich zu Handelsbeginn stützte. Tatsächlich gab der Ölpreis bis zum Ende des Handelstages wieder leicht nach und schloss bei $84 pro Barrel.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar konnte die 1,3567-Unterstützungsmarke auf der 4-Stunden-Chart gestern nicht überwinden. Vorgenanntes Level könnte dem Paar heute weitere Unterstützung liefern, da der Slow Stochastic der Chart ein potenzielles rückläufiges Cross bereits bildet. Sollte sich dies tatsächlich ereignen, könnte der Kurs in kürzester Zeit steigen. Ein neuer Richtwert wird dann möglicherweise beim 50%Fibonacci -Retracement-Level bei 1,3800 festgelegt.

GBP/USD

Dieses Paar ist bis unter die Unterstützungsmarke von 1,5380 abgerutscht und hat anschließend neue Unterstützung bei 1,5350 gefunden. Diese entspricht wiederum dem 50%Fibonacci-Retracement-Level auf der Tages-Chart. Hier könnte sich Forex-Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten, sich einem äußerst gefragten Handelsumfeld anzuschließen. Der ADX 14 der Tages-Chart liegt um 39 steigend. Dies gibt einen Hinweis auf einen stark zinsbullischen Trend. Für Händler könnte es sich lohnen, bei diesem Währungspaar auf steigende Kurse zu setzen, da der Preis von seinem Retracement-Level aus wieder sprungartig ansteigen könnte.

USD/JPY

Die Stochastic Slow-Linien auf der Stunden-Chart scheinen kurz davor zu sein, ein Cross an der unteren Widerstandsmarke zu formen. Eine zinsbullische Kurskorrektur ist also möglich. Dieser Trend wird von den Bollinger Bands auf der Tages-Chart bestätigt. Die Erweiterung dieser deutet auf eine baldige Preisänderung bei unbekannter Ausrichtung. Anleger sollten weitere Entwicklungen zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.

USD/CHF

Ein Großteil der technischen Indikatoren zeigt, dass das Paar aktuell im neutralen Bereich handelt. Dieser Trend wird sich am heutigen Handelstag voraussichtlich fortsetzen. Einzige Ausnahme bildet dabei der Relative Strength Index (RSI), sowohl auf der 4- als auch auf der 8-Stunden-Chart, der das Paar im „überverkauften“ Bereich ausgibt. In der Regel ist dies ein Anzeichen dafür, dass hier eine Kurskorrektur nach unten unmittelbar bevorsteht. Händler sollten bei diesem Währungspaar heute bei eng gesetzten Stopps bevorzugt auf steigende Kurse setzen.

Die Wild-Card

Dow Jones Industrials

Seitdem der Dow Jones bis auf über 11000 geklettert ist, gibt ein Großteil der technischen Indikatoren den CFD-Handel nun im neutralen Bereich aus. Dennoch signalisiert der Relative Strength Index (RSI) auf der 1- und 2-Stunden-Chart, dass in den nächsten Handelsstunden eine zinsbullische Preisbewegung möglich ist. Forex -Händler könnten heute bei engen Stopps auf steigende Kurse setzten. Mit diesem CFD-Handel kann es zunächst weiter aufwärts gehen.

Aktuelle Zeit: 05/25 14:54 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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