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Tuesday, 27 Apr 2010

EUR konsolidiert nach Stellungnahme von EU-Oberhäuptern

Die vorherrschende Unsicherheit am Markt war auch am gestrigen Handelstag erneut zu spüren. Die Sorge um die Finanzstabilität im Euroraum und Griechenlands konjunkturelle Lage belastete auch am Montag die Märkte und bestimmte zeitgleich die Trends des Devisenhandels. Ein Mangel an Konjunkturdaten ermöglichte die Konsolidierung im Vorfeld des nachrichtenträchtigen Handelstages heute.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdownnoupupup
Wochentendenznononoupnono
Resistance1.34851.555094.851.08250.93600.8750
1.34501.552094.501.07900.93300.8720
1.34201.548594.201.07600.92950.8690
Support1.33501.542093.501.06900.92250.8625
1.33201.539093.151.06600.91900.8590
1.32901.536092.851.06250.91600.8560

Wirtschafts News

USD - USD fällt mit neuer Ausrichtung am Devisenmarkt

An den Finanzmärkten ist der sich aus der griechischen Schuldenkrise ergebende Druck deutlich zu spüren. Die Kurse an der Wall Street schlossen uneinheitlich. Zu Handelsbeginn legten die Aktienkurse zwar kurzzeitig zu, konnten dieses Niveau jedoch bis Handelsschluss nicht aufrechterhalten. Der USD wertete im Tagesverlauf auf, gab die verzeichneten Kursgewinne am Ende des gestrigen Börsengangs jedoch wieder ab. Ein Mangel an Konjunkturdaten ermöglichte eine eindeutige Ausrichtung am Markt nicht. Einfluss auf die Märkte nahm derweilen das Frühjahrstreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank am vergangenen Wochenende in Washington. Nach dem Hilferuf Griechenlands um Unterstützung durch die Europäische Union (EU) und den IWF bleiben Händler nach wie vor skeptisch und glauben nicht an eine Rettung des Mitgliedslandes vor dem Staatsbankrott, denn für die benötigten Kredite, muss Athen immer höhere Zinsen bezahlen. Griechenland zahlt am Kapitalmarkt mittlerweile rund das Dreifache der Zinsen, die andere Mitgliedsstaaten wie beispielsweise Deutschland anbieten müssen.

Das Währungspaar EUR/USD zog nach Börsenschluss in New York gestern spürbar an und handelte um ein neues Rekordhoch mit 1,3414, nachdem der Eröffnungskurs bei 1,3369 lag. GBP/USD blieb unverändert bei 1,5469. USD/CHF notierte bei 1,0730.

Der USD-Handel steht heute unter dem Einfluss bedeutender Konjunkturdaten und Ansprachen: Als bedeutendste Veröffentlichungen am heutigen Dienstag gelten die erzielten CBI-Umsatzzahlen aus Großbritannien um 12:00 Uhr sowie der Index des Verbrauchervertrauens des US-Conference Board um 16:00 Uhr. Sowohl US-Notenbankchef Ben Bernanke, als auch EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sind heute öffentlich zu Themen rund um die Konsequenzen der Finanzkrise zu hören. EUR/USD könnte weiter abwerten, da die Marktstimmung klar gegen den EUR gerichtet ist. Nächste bedeutende Unterstützungsmarke für EUR/USD liegt bei 1,3180.

EUR - EUR steigt nach Wall Street

Die europäische Gemeinschaftswährung wertete am Montag nach der Stellungnahme einiger EU-Oberhäupter zur Griechenland-Krise gegen den USD auf. Die Anspannung an den Finanzmärkten aufgrund des von den EU-Mitgliedsstaaten angebotenen Hilfspakets für die Griechen, ist deutlich zu spüren. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Finanzhilfe für Griechenland inzwischen zugestimmt. Als kritisches Datum gilt der 19. Mai, da Griechenland laut der Regierung in Athen bis zu diesem Zeitpunkt praktisch zahlungsunfähig werden könnte. Merkel betonte jedoch erneut, dass die Griechen zunächst bis Anfang Mai ein „nachhaltiges und gut ausgearbeitetes Programm“ für die nächsten Jahre vorlegen müssten, um die Milliardenunterstützung zu erhalten. Unterstützt wurde die europäische Einheitswährung durch die Aussage von Bundesbankpräsident Axel Weber in einem TV-Interview, der trotz der griechischen Schuldenkrise kein Risiko sieht, dass der Euro kollabieren könnte.

Nach Börsenschluss in New York wertete das Cross EUR/USD auf und handelte bei 1,3414, nachdem es mit 1,3369 eröffnete. EUR/GBP notierte unverändert bei 0,8664.

Neben der schlechten Finanzlage der Griechen, verschlechtert sich ebenfalls die Lage anderer finanzschwacher Euro-Mitglieder wie beispielsweise Portugal. Die portugiesische Staatsverschuldung steigt dramatisch schnell und das Leistungsbilanzdefizit entspricht nahezu dem der Griechen. Während die Kursschwankungen in den vergangenen Handelstagen extrem hoch waren, konnten institutionelle Investoren aufgrund von Risikosteuerung nicht in griechische Anleihen investieren. Die Lage spitzt sich zu. Griechenland befindet sich auf einem Pleitekurs. Die Staatspleite steht Griechenland so gut wie sicher bevor, so die Marktteilnehmer. Das Thema Schuldenkrise Griechenland lastet weiter auf der Stimmung für den Euro an den Finanzmärkten.

JPY - Yen uneinheitlich bei wechselhaftem Handel

Der JPY schloss gestern uneinheitlich mit Kursverlusten gegen den USD, jedoch unverändert gegen EUR und GBP. Ein Mangel an Konjunkturdaten war die Hauptursache für ein trendarmes Handelsumfeld, so Händler.

Das Cross USD/JPY schloss bei 93,90, nach einem Eröffnungskurs um 94,18. GBP/JPY notierte mit 145,06, während EUR/JPY bei 125,64 handelte. Beide Währungspaare schlossen nahe ihrer Eröffnungspreise.

JPY-Anleger sollten zu später Handelsstunde aufmerksam bleiben. Veröffentlicht werden heute Nacht um 01:50 Uhr die jüngsten Einzelhandelsumsätze aus Japan. Am Donnerstag steht der Kfz-Absatz für April auf der Agenda. Am Freitag gibt die Bank of Japan (BoJ) ihre Overnight Call Rate, Japans Leitzins, für Mai bekannt. Die maßgebliche Overnight Call Rate bleibt wahrscheinlich unverändert, JPY-Anleger sollten sich jedoch auf die im Anschluss an die Bekanntgabe anberaumte Pressekonferenz der BoJ konzentrieren, die in der Regel heftige Marktvolatilität auslöst. Eine bedeutende Widerstandsmarke für USD/JPY liegt bei 94,80. Eine Überwindung dieser könnte das Währungspaar bis 97,80 vorwärts treiben.

Rohöl - Rohöl mit zinsbullischem Chart-Muster

Die Ölpreise gerieten gestern deutlich unter Druck. Händler befürchten offensichtlich, dass die US-Notenbank Federal Reserve ihren Leitzins aufgrund der überaus positiven Konjunkturdaten, die jüngst veröffentlicht wurden, früher als erwartet anheben könnte. In der letzten Woche lagen die US-Verkäufe von Hausneubauten und der US-Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter weit über den Erwartungen der Experten. Doch eine Zinserhöhung könnte die Konjunkturerholung in den USA bremsen und somit die Nachfrage nach Rohöl reduzieren.

Spot-Rohöl notierte gestern zu Handelsschluss mit $84,15 pro Barrel und hatte zuvor mit $85,43 eröffnet. Eine Unterstützung für den Rohstoff gab es bei 83,90.

Am Dienstag und Mittwoch kommt der Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank zu seiner Sitzung zusammen. Der Entscheid zum Leitzins und eine entsprechende Stellungnahme werden für Mittwoch erwartet. Jegliche Änderungen der geldpolitischen Haltung der Fed können sich negativ auf den Ölpreis auswirken.

Der Kurs des Rohstoffs scheint sich jüngst innerhalb eines Konsolidierungsmusters zu befinden. Auf der Tages-Chart bildet sich ein zinsbullisches Flag-Pattern mit einem Höhepunkt um die Marke von $87. Eine Überwindung dieses Niveaus könnte Spot-Rohöl bis in den $94-Bereich drücken.


Technische News

EUR/USD

Die jüngste Aufwärtskorrektur für EUR/USD könnte mittlerweile ausgeschöpft sein. Der RSI bewegt sich bereits im „überkauften“ Bereich auf der 4-Stunden- und Stunden-Chart. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte die richtige Entscheidung für heute sein.

GBP/USD

Auf der 4-Stunden-Chart hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht. Der Slow Stochastic der 8-Stunden-Chart gibt ein rückläufiges Cross aus. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte auch bei GBP/USD eine gute Strategie sein.

USD/JPY

Auf der Stunden- und 2-Stunden-Chart schwankt der RSI im „überverkauften“ Bereich. Der Slow Stochastic zeigt auf der 2- und 4-Stunden-Chart ein zinsbullisches Cross an. Auf der Tages-Chart wiederum wird ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic deutlich. Der RSI der 7-Stunden-Chart hat sich im „überkauften“ Bereich eingefunden. Bei diesem Handelspaar deutlichere Signale abzuwarten, könnte heute eine gute Wahl sein.

USD/CHF

Dieses Währungspaar unterliegt aktuell Kursschwankungen zwischen 1,0700 und 1,0750. Ein Großteil der Indikatoren bewegt sich dabei im neutralen Bereich. Bei USD/CHF auf klare Signale zu warten, könnte heute von Vorteil sein.

Die Wild-Card

Dow Jones Industrials

Der Relative Strength Index (RSI) der 4-Stunden-Chart zeigt den Dow Jones aktuell im „überkauften“ Bereich an. Das ist ein typisches Zeichen für eine bevorstehende Kurskorrektur nach unten. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt ein Cross oberhalb der oberen Widerstandsmarke aus, was bestätigt, dass in Kürze ein rückläufiger Trend einsetzen kann. CFD- Forex -Händlern empfiehlt es sich, heute bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse zu setzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 14:56 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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