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Tuesday, 8 Jun 2010

EUR nach Rekordtief gegen Hauptwährungen leicht stabilisiert

Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich am gestrigen Montag nach ihrer jüngsten Talfahrt trotz anhaltender Kursverluste an den globalen Aktienmärkten wieder stabilisiert.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodownnonono
Wochentendenznoupdownnodowndown
Resistance1.21001.460092.651.17050.82900.8360
1.20401.456592.301.16750.82450.8325
1.20001.453092.001.16350.82150.8290
Support1.19301.446091.251.15750.81500.8225
1.19001.442590.951.15450.81200.8185
1.18501.439590.551.15100.80900.8140

Wirtschafts News

USD - US-Dollar verliert aufgrund schwacher Aktienmärkte

Nachdem die Wall Street am Freitag äußerst schwach tendierte, es am Montag keine positiven Impulse gab und auch über US-Konjunkturdaten wenig Anregungen kamen, gab der US-Dollar gestern nach. Der Handel begann am Montag auf nachbörslichem Freitagsniveau. Das am Freitag ausgegebene Ergebnis zum NFP-Bericht (US-Beschäftigung in der Privatwirtschaft, exklusive Agrarsektor) blieb zwar unter den Erwartungen der Experten, wurde von Händlern jedoch insgesamt als positiv gewertet.

Das Währungspaar EUR/USD konnte sich bis Handelsschluss von seinem zuvor wiederholt im Tagesverlauf gebildeten Tief erholen. Die Kurse an den globalen Aktienmarkt rutschten erneut ins Minus: DAX -0,57% und S&P 500 -1,35%. Die Erholung von EUR/USD ließ sich auf Gewinnmitnahmen zurückführen, die nach Erreichen eines neuen Tagestiefs bei 1,1876 einsetzten. Erst am Freitag war das Paar erstmalig unter die psychologisch wichtige Unterstützung bei 1,2000 gefallen.

Insgesamt handelten die Hauptwährungen am Montag fester gegen den USD. EUR/USD beendete den Tag bei 1,1945. Der Eröffnungspreis wurde mit 1,1895 ausgegeben. GBP/USD wertete von 1,4428 auf 1,4485 leicht auf, während USD/CHF von 1,1658 auf 1,1620 nachgab.

Aus amerikanischer Konjunkturdaten-Sicht bleibt es heute ruhiger als gewohnt. Starke Kursbewegungen sind für den USD nicht zu erwarten. Zuletzt kostete der Dollar im New Yorker Handel 0,8362 Euro. Auch am Montag gingen die US-amerikanischen Börsen also erneut mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel. Der Dow Jones Industrial Average markierte sogar den tiefsten Schlusskurs seit sieben Monaten. Als Grund für die Kursschwäche verweisen Händler nach wie vor auf die gedämpfte Risikobereitschaft der Anleger, die aus den anhaltenden Ängsten vor der europäischen Schuldenkrise resultieren. Darüber hinaus gäbe es neue Zweifel an der Nachhaltigkeit der Konjunkturerholung in den USA. Bernanke sieht jedoch den US-Konsum gegenwärtig weiterhin auf Erholungskurs. Das Währungspaar EUR/USD könnte sich heute wiederholt in Richtung nächste wichtige Unterstützung um 1,1830 bewegen.

EUR - EUR stabilisiert nach Rekordtief gegen USD

Der Euro konnte sich am Dienstagmorgen während des Übergangs aus dem asiatisch in das europäisch geprägte Geschäft vom Rekordtief unterhalb der psychologisch wichtigen Unterstützung bei 1,2000 erholen. In einem Handelsumfeld, dessen Marktstimmung von der europäischen Finanzkrise geprägt ist, bleibt es für den Euro jedoch schwer, sich zu behaupten, zumal der US-Dollar unverändert stark bleibt.

EUR/USD markierte ein Tageshoch bei 1,1990, bevor sich vor Handelsschluss erneut Kursverluste einstellten. EUR/GBP handelte nahezu unverändert bei 0,8240, während EUR/JPY von 108,44 bis auf 109,62 anzog.

Die europäische Finanzkrise bleibt in der Eurozone das beherrschende Thema an den Finanzmärkten. Neue Sparmaßnahmen veröffentlichte nun auch die deutsche Bundesregierung, durch die bis zu 80 Mrd. Euro eingespart werden sollen. Die Finanzmärkte reagierten unmittelbar mit Anspannung auf die Pläne von Bundeskanzlerin Merkel. Anleger befürchten eine Hemmung der sich abzeichnenden konjunkturellen Erholung durch die massiven Einsparungen. Einzige gute Nachricht aus dem Euroraum bescherten Konjunkturdaten aus Deutschland: Für die deutsche Industrie ging es im April überraschend aufwärts. Die Aufträge stiegen nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums um 2,8% im Vergleich zum Vormonat. Damit gilt die Industrie als derzeit treibende Kraft auf dem Weg aus dem Rezessionstief und setzt trotz europäischer Schuldenkrise ihren Aufwärtstrend fort.

Heute sollten EUR-Händler ihr Augenmerk auf die weiterhin unklare Haushaltslage in EU-Mitgliedsstaaten wie Griechenland, Spanien, Portugal und nun auch Ungarn richten.

JPY - Yen steigt zu später Handelsstunde

Am gestrigen Handelstag wertete der Yen gegen einen Großteil der Hauptwährungen auf. Händler verwiesen auf die vorherrschende Risikoscheu als wichtiger Beweggrund für die Tendenzen des JPY. USD/JPY konnten den Widerstand bei 92 nicht überwinden und rutschte zurück nahe der Marke von 91,57. Der Eröffnungskurs lag bei 91,16. GBP/JPY wiederum legte von 131,54 auf 132,63 zu, während EUR/JPY mit 109,23 ebenfalls Boden gutmachte. Hier wurde der Eröffnungskurs mit 108,44 ausgegeben. Ein Teil der Yen-Schwäche gegen Währungen aus Europa ergab sich womöglich aus Gewinnmitnahmen durch Anleger, die ihre Short-Positionen schlossen.

Der neue Finanzminister, Yoshihiko Noda, wird der neunte Finanzminister in nur vier Jahren und gilt als Verfechter einer strikten Haushaltspolitik. Er soll nun die Finanzen Japans sanieren. Ob Noda die Schuldenbekämpfung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft voranbringen kann, bleibt offen. Japan ist der am stärksten verschuldete Industriestaat. Die Staatsverschuldung der Japaner beläuft sich auf 9,7 Billionen Dollar. Yoshihiko Noda war bislang stellvertretender Finanzminister.

Die Marke bei 92 deckelte gestern Erholungen und diente somit als starker Widerstand. USD/JPY steht nach wie vor kurz vor seinem Widerstand bei 92,00. Händler erwarten eine Kursbewegung in Richtung 92,70, sobald dieser gebrochen werden kann. Der nächste wichtige charttechnische Widerstand befindet sich bei USD/JPY 91,00.

Rohöl - Langsames Wirtschaftswachstum und Europas Kreditkrise lastet auf Spot-Ölpreis

Rohöl tendierte gestern trotz Kursverluste an den globalen Aktienmärkten und schwachen Konjunkturdaten höher.

Zu Handelsschluss notierte Spot-Rohöl bei $71,72 pro Barrel, hatte zuvor noch bei $71,15 eröffnet. Der Ölminister von Saudi Arabien, Ali al-Naimi, erklärte gestern, dass er Preise zwischen $70 bis $80 Dollar für angemessen halte.

Die OPEC ist über den deutlichen Rückgang des Ölpreises auf unter $70 Dollar pro Barrel derzeit nicht beunruhigt. Seit seinem Jahreshoch im März von $87,15 Dollar ist der Rohölpreis auf aktuell $69,34 abgerutscht. Dennoch hat die OPEC ihre Prognose zur Weltölnachfrage in 2010 etwas angehoben. Trotz festerer Ölpreise zum Wochenstart bleibt die Stimmung am Ölmarkt gedrückt.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Montag auf $69,64 pro Barrel gefallen. Im heutigen Frühhandel sorgte der schwächere US-Dollar für Zugewinne bei den Ölnotierungen. Sollte eine Überwindung der Unterstützung unter $69,50 erfolgen, könnte es weiter abwärts in Richtung nächste Unterstützung bei $67,00 gehen.

Technische News

EUR/USD

Allem Anschein nach könnten sich hier noch heute Kurskorrekturen nach oben einstellen. Der RSI der 4-Stunden-Chart zeigt das Paar im „überverkauften“ Bereich an. Der Slow Stochastic der Tages-Chart hat mittlerweile aufwärts gekreuzt und deutet auf einen bevorstehenden Aufwärtstrend. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.

USD/JPY

Dieses Paar handelte in den letzten Tagen innerhalb einer eher flachen Spanne. Inzwischen sind nahezu alle Indikatoren abwärts geneigt. Der MACD der 4-Stunden-Chart wiederum tendiert knapp über der 0-Linie und kreuzt möglicherweise noch heute aufwärts, was das Währungspaar zurück in seinen vorherigen Aufwärtstrend befördern könnte. Zur insgesamt vorherrschenden Aufwärtsbewegung können sich vorübergehende Kurskorrekturen nach unten ergeben. Händler sollten sich diese eindeutige Handelsgelegenheit nicht entgehen lassen.

GBP/USD

Das Pfund Sterling testet derzeit, nachdem es aus seinem 2-Wochen-Aufwärtstrend ausgebrochen ist, seine neue Unterstützung. Das Paar handelt leicht unterhalb des vorausgegangenen Trends, jedoch bleibt die Ausrichtung gleich. Entsprechend einigen wenigen Hinweisen, wird der Aufwärtstrend voraussichtlich zunächst anhalten. Für heute könnte es von Vorteil sein, zu kaufen.

USD/CHF

Die Kurzzeit-Indikatoren geben aktuell keine eindeutige Ausrichtung an. Auf der Wochen-Chart wiederum sind deutlichere Signale zu erkennen. Der RSI der Wochen-Chart hat bereits stark in den „überkauften“ Bereich gedreht und gibt damit Abwärtsdruck aus. Der Slow Stochastic hat gerade abwärts gekreuzt. Auf der Chart ist nach wie vor eine Doji-Candlestick-Anordnung der letzten Woche zu erkennen, aus der sich ergibt, dass voraussichtlich eine Trendwende eintritt. Sollte ein Ausbruch aus dem aktuellen Trend abwärts erfolgen, könnte verkaufen die sicherste Strategie sein.

Die Wild-Card

Gold

Der jüngste Preissprung dieses Rohstoffs lässt viele Händler eine Kurskorrektur nach unten vermuten. Entsprechend der charttechnischen Vorgaben sollten Forex -Händler kurzfristig entweder auf fallende Kurse setzen oder längerfristig bei ihren Long-Positionen bleiben. Der RSI der 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass sich Gold weit im „überkauften“ Bereich befindet. Der Slow Stochastic derselben Chart hat gerade abwärts gekreuzt. Verpassen Sie diese Handelsgelegenheit nicht! Insgesamt behält der Aufwärtstrend innerhalb eines größeren Zeitrahmens seine Gültigkeit.

Aktuelle Zeit: 05/25 15:01 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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