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Wednesday, 21 Oct 2009

EUR nicht über $1,50-Marke

Die Veröffentlichung enttäuschender Konjunkturdaten aus der US-Wirtschaft, ein Kursabfall an den Aktienmärkten sowie ein trüber Ausblick seitens der Kanadischen Zentralbank führte gestern zu einer Erholung des USD gegenüber dem EUR. Die Sorge um US-Unternehmensgewinne und ein Nachlassen der globalen Konjunkturerholung dämpfte die Nachfrage nach risikoreichen Anlagen und belastete den EUR, der die Marke von $1,50 im Dienstaghandel nicht überwinden konnte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupdown
Wochentendenzupupnodownupup
Resistance1.50401.661591.601.02750.94750.9192
1.49951.652591.301.02300.94050.9170
1.49551.649091.101.01750.93150.9138
Support1.48751.632090.451.00800.91600.9075
1.48301.627090.201.00450.91140.9035
1.48001.621089.901.00000.90850.9010

Wirtschafts News

USD - Schlechte Konjunkturdaten bringen USD Kursanstieg

Der USD erholte sich gestern von seinem letzten Abwärtstendenzen. Starker Abwärtsdruck hatte die US-amerikanische Währung jüngst bis auf ein neues Rekordtief innerhalb der vergangenen 14 Monate gebracht. Diese Kursentwicklung war zu beobachten, nachdem am Dienstag die US-Aktienkurse absackten und Konjunkturdaten verdeutlichten, dass das US-Wohnungswesen nach wie vor angeschlagen ist. Heute früh um 09:53:00 Uhr wurde der USD in Tokio bei $1,4921 zum EUR gehandelt, von zuvor $1,4945 gestern in New York.
Der Kursanstieg des US-Dollars zum EUR wurde von zwei wichtigen Konjunkturberichten ausgelöst, deren Ergebnisse einen drastischen Rückgang der Großhandelspreise in den USA sowie einen weiterhin stark angegriffenen Immobiliensektor widerspiegelten. Des Weiteren stützen Anmerkungen der EU-Finanzminister, nach denen die Eurozone einen starken Dollar begrüßten, den Aufwärtstrend der US-Währung. Darüber hinaus trieb ein Einbruch der Aktienkurse den USD weiter an. Damit bleiben die Aktienmärkte auch künftig eine treibende Kraft im Devisenhandel.
Heute bleibt es aus den USA überwiegend ruhig. Dennoch sind die US-Rohöllagerbestände um 16:00 Uhr sowie der Konjunkturbericht Beige Book um 20:00 Uhr nicht aus den Augen zu verlieren. Beide Indikatoren können dem USD eine neue Kursausrichtung verleihen.

EUR - EUR-Stärke belastet Wirtschaftserholung der Eurozone - EUR fällt

Nachdem sich die Finanzminister der Eurozone gestern besorgt über die aktuelle Situation an den Devisenmärkten zeigten, verzeichnete der EUR sogleich einige Kursverluste gegenüber dem USD. Laut EU belaste der starke EUR im Vergleich zum US-Dollar den wirtschaftlichen Aufschwung in der Eurozone. Der EUR hatte noch am Montag ein neues Rekordhoch zum USD der letzten 14 Monate erreicht. Bereits nahe der Marke von $1,50 notierend, wirkt sich die Gemeinschaftswährung negativ auf die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität in Europa aus.
In den letzten 6 Monaten stieg der EUR-Kurs zum USD um 15% an, womit sich gleichzeitig die Exportpreise für Abnehmer in Übersee erhöhten. Zwar erreichte der EUR am Montag zwischenzeitlich ein Tageshoch bei $1,4994, konnte jedoch die wichtige Unterstützungsmarke von $1,50 nicht überwinden. Aktuell wird die europäische Währung bei $1,4931 von zuvor noch $1,4941 gehandelt. Zum Yen notierte der EUR gestern bei 135,68 von 135,66 am Montag.
Bedeutender Indikator der Eurozone in dieser Woche ist der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex, der am Freitag veröffentlicht wird. Experten erwarten ein verbessertes Vertrauen in die deutsche Wirtschaft, was den EUR wieder stützen sollte und als weiteres Anzeichen wirtschaftlicher Erholung angesehen werden kann. Händler sollten ihr Augenmerk heute zunächst auf das Protokoll der Sitzung (MPC Meeting Minutes) des geldpolitischen Rats der Bank of England richten, das mögliche neue Hinweise auf die nächsten Tendenzen des GBP geben könnte.

JPY - Yen bei gemischten Ergebnissen gegenüber den Hauptwährungen

Die Bank of Japan (BoJ) erklärte in ihrem letzten Protokoll der geldpolitischen Sitzung, dass sie die jüngsten Entwicklungen der japanischen Wirtschaft begrüße und eine Liquiditätssteuerung sowie die Ausweitung ihrer Geldpolitik der Quantitativen Lockerung für unwahrscheinlich halte. Dabei fielen die Aussagen der BoJ in Bezug auf den Yen recht zinsbullisch aus, die auf eine eher konservative Währungspolitik mit einer starker Währung deuteten. Japans Yen wird aktuell bei 135,35 zum EUR gehandelt und gibt dabei um 0,18% im Vergleich zum Vortag nach. Zum USD notiert der JPY bei 90,65. Ein gestriges Tageshoch wurde bei 91,00 ausgewiesen.

Rohöl - Rohöl fällt unter $79 pro Barrel

Die Ölpreise rutschten gestern angesichts der jüngsten Aufwärtstendenzen des USD leicht ab. Diesen Trend unterstütze darüber hinaus die Prognose zu den US-Rohöllagerbeständen dieser Woche, für die ein Anstieg der Vorräte erwartet wird. Die USA gelten als größte Energie verbrauchende Nation weltweit. Somit fiel US-Rohöl im Dezember-Kontrakt im gestrigen New Yorker Börsenhandel um 58 US-Cents, bzw. 0,7%, auf $78,54 pro Barrel.
Bereits seit zwei Tagen rutschen die Ölpreise weiter ab, angesichts fallender US-Aktienkurse sowie einem steigenden USD, der sich letztendlich von seinem 14-Rekordtief gegenüber dem EUR erholt. Das American Petroleum Institute (API) berichtet in dieser Woche über einen Anstieg der Vorräte um 3,85 Mio. Barrel.
Zur heutigen Veröffentlichung der US-Rohöllagerbestände der Woche um 16:30 Uhr erwarten Experten diesmal einen Anstieg um 1,5 Mio. Barrel, was den Ölpreis voraussichtlich weiter unter Druck setzten wird.

Technische News

EUR/USD

Die Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Dennoch befindet sich der RSI auf der Stunden-Chart bereits im „überkauften“ Bereich, was bedeuten könnte, dass hier eine Abwärtskorrektur unmittelbar bevorsteht. Es könnte von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald eine Überwindung der unteren Handelsspanne erfolgt.

GBP/USD

Der RSI der Tages-Chart signalisiert, dass dieses Paar sich bereits im „überkauften“ Bereich bewegt und voraussichtlich in den nächsten Tagen eine rückläufige Preiskorrektur zu beobachten sein wird. Auch das neue bärische Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart unterstützt diese Tendenz. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte die richtige Entscheidung für heute sein.

USD/JPY

Die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart verdichten sich. Darüber hinaus ist ebenfalls ein bärisches Cross auf dieser Chart zu erkennen, was wiederum bedeuten könnte, dass eine stark volatile Bewegung bevorsteht. Auf der anderen Seite signalisiert das zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der 30-Minuten-Chart, dass sich eine Aufwärtsbewegung einstellen könnte. Kurzfristig sollten Anleger also eine Aufwärtskorrektur erwarten. Langfristig könnte es von Vorteil sein auf fallende Kurse zu setzen.

USD/CHF

Die abwärts gerichtete Flag-Formation auf der 4-Stunden-Chart besteht nach wie vor, während ein Durchbruch bislang nicht erfolgt. Das Momentum ist äußerst rückläufig, was durch den RSI auf der Tages-Chart angezeigt wird. Forex-Anleger sollten einen erneuten Durchbruch der 1,0080-Marke abwarten, der den nächsten deutlichen Preisrutsch einleiten könnte.

Die Wild-Card

Silber

Dieser Rohstoff wird nach einer Kurskorrektur seines intensiven Abwärtstrends mittlerweile um die Marke von 17,50 gehandelt. Die deutlich zinsbullische Handelsspanne befindet sich aktuell auf ihrer Höhe. In Kombination mit einem zinsbullischen Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart, bietet Silber Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit für Long-Positionen.

Aktuelle Zeit: 05/25 15:01 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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