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Friday, 24 Sep 2010

EUR profitiert von währungspolitischen Schritten Japans und der USA

Händler spekulieren seit Tagen um weitere geldpolitische Maßnahmen seitens der US-Notenbank Federal Reserve. Entsprechend werden verstärkt USD-Positionen zugunsten gewinnträchtiger Investitionen abgestoßen. Die jüngsten Interventionen der Bank of Japan bringen Anleger wiederum davon ab, in Yen zu investieren. Darüber hinaus verunsichern die anhaltend schlechten Konjunkturdaten aus der Eurozone die Händler, während die Europäische Zentralbank EZB ihre Währungspolitik jedoch bislang nicht erneut lockert. Gewinner der gegenwärtigen Marktsituation scheint der EUR zu sein, während USD und JPY zunehmend an Boden verlieren.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznodownnodownnono
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.34551.579085.750.99750.96300.8625
1.34101.574585.300.99300.95850.8580
1.33751.570084.950.99000.95450.8545
Support1.33151.564084.250.98500.94750.8475
1.32851.561583.900.98200.94350.8435
1.32401.557583.500.97850.94000.8400

Wirtschafts News

USD - USD stabil trotz Spekulationen um geldpolitische Lockerungen

Der US-Dollar handelt trotz schlechter Fundamentaldaten aus den USA gegen einen Großteil der Hauptwährungen stabil. Nach Veröffentlichung aktueller Arbeitsmarktsdaten, nach denen sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 18. September wieder verschlechtert hat, handelt das Währungspaar USD/CAD um 1,0380, während sich EUR/USD um 1,3340 konsolidiert und sich GBP/USD unterhalb der Marke von 1,5700 bewegt.

Händler spekulieren seit einigen Tagen um weitere geldpolitische Maßnahmen seitens der US-Notenbank Federal Reserve und stoßen verstärkt USD-Positionen zugunsten gewinnträchtiger Investitionen ab. Die abnehmende Renditedifferenz zwischen US- und japanischen Anleihen bringt den US-Dollar unter Druck. Händler lösen vermehrt Carry Trades auf, so dass der Abwärtstrend des Dollar seine Gültigkeit zunächst behält.

Wichtigster Indikator aus den Vereinigten Staaten heute ist der um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehende Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im August. Hier erwarten Volkswirte im Vormonatsvergleich einen Rückgang von -1,0%, nachdem der Index im Juli um +0,4% zulegte.

EUR - EUR gewinnt inmitten geldpolitischem Wandel

Während sich der aktuelle Aufwärtstrend im frühen asiatischen Handel heute Morgen fortsetzt, sprechen Marktbeobachter bereits von bevorstehenden Kurskorrekturen des Euro in den kommenden Handelsstunden. Das Währungspaar EUR/USD bewegt sich dabei seit Markteröffnung in Asien um mehr als 60 Punkte in Richtung Norden und wird aktuell um 1,3350 gehandelt. EUR/GBP macht ebenfalls Boden gut und notiert knapp über 0,8505.

Die jüngsten Interventionen der Bank of Japan halten andere Anleger derzeit davon ab, in Yen zu investieren. Die anhaltend schlechten Konjunkturdaten aus der Eurozone wiederum verunsichern die EUR-Händler, jedoch lockert die Europäische Zentralbank EZB ihre Währungspolitik bislang nicht weiter. Auf der Agenda der Eurozone steht heute um 10:00 Uhr der ifo-Geschäftsklimaindex des Institut für Wirtschaftsforschung für den Monat September. Laut Prognosen soll dieser leicht auf 106,5 Zähler von zuvor 106,7 Punkten im August zurückgehen. Dieses Mal wird der sonst als besonders wichtig erachtete Indikator aus Deutschland, angesichts der anhaltenden Sorgen um die Konjunkturlage in den USA und Japan, möglicherweise weniger ins Gewicht fallen.

Gewinner der gegenwärtigen Marktsituation scheint der EUR zu sein, während USD und JPY zunehmend an Boden verlieren.

JPY - JPY unterliegt Kursschwankungen und Händler erwarten weitere Banken-Intervention

Nach einem Kursrutsch um 1% von 84,38 gestern in New York auf 85,22 heute Morgen stabilisiert sich der JPY zum USD um die Marke von $85. Auch zum EUR gab der Japanische wiederholt nach. Am Markt gibt es Spekulationen um mögliche weitere Interventionen seitens der Bank of Japan, so Händler.

Nicht eindeutig ist, ob Japans Notenbank eine Abschwächung des Yen anstreben oder nur eine weitere Befestigung verhindern will. Japans Handelsbilanzüberschuss, stützt den Yen im Grunde. Japanische Investoren investieren diesen Überschuss im Ausland. Die Marktunsicherheiten bringen den Yen seit Tagen unter Druck. Sollte die BoJ erneut eingreifen, können Forex-Händler voraussichtlich erneut deutliche Kursverluste des JPY, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, beobachten.

Da bis zum Ende der Handelswoche keine bedeutenden Indizes aus Japan veröffentlicht werden, ist es wahrscheinlich dass die Tagestendenzen des Yen von den Konjunkturdaten aus den USA und Europa beeinflusst werden. Anleger sollten dabei folgende Konjunkturindikatoren im Auge behalten: Deutschlands ifo-Geschäftsklimaindex sowie den Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter aus den USA.

Rohöl - Globale Ölnachfrage möglicherweise geringer als erwartet


Die internationalen Ölpreise schwanken gegenwärtig weiterhin innerhalb einer Preisspanne zwischen $73,50 und $76,50. Kurz vor dem Wochenende werden jedoch erneut leichte Verluste gemeldet. Im frühen asiatischen Handel heute Morgen gab der Preis für ein Barrel WTI-Öl zur Auslieferung im November um $0,27 nach. Ein Fass Nordsee-Brent kostete $77,89 und somit $0,22 weniger als zu Handelsschluss in New York gestern. Nach wie vor belasten Zweifel über eine nachhaltige Konjunkturbelebung in den Industriestaaten den Handel am Ölmarkt.

Eine potenzielle Gefahr für die Ölförderung im Golf von Mexiko birgt die Hurrikan-Saison in der Karibik. Ferner wirken sich die anhaltend enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA und dem Euroraum negativ auf die Ölnachfrage aus, so Markteilnehmer.

Dennoch hat der wieder schwächere Dollar eine günstige Wirkung auf die Ölpreise. Der starke Euro führt zum Wochenschluss zum leichten Preisrückgang bei Rohöl.

Technische News

EUR/USD

Der Preis dieses Paares scheint sich seit einer Weile im überkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart zu bewegen. Dies kann als Zeichen für starken Abwärtsdruck gedeutet werden. Das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt diese Annahme. Während derzeit die psychologisch wichtige Marke bei 1,3350 getestet wird, könnte Verkaufen die richtige Taktik für heute sein.

GBP/USD

Der jüngste Aufwärtstrend hat den Preis dieses Paar ebenfalls in den überkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart gedrückt. Demnach könnte sich der Abwärtsdruck heute verstärken. Der Preis dieses Paares sackt aktuell weiter ab und hat den überkauften Bereich des RSI der Wochen-Chart unterschritten. Der stufenweise Preisabfall könnte zu einem Langzeittrend werden. Bei diesem Paar auf fallende Kurse zu setzen, könnte heute die beste Strategie vor dem Wochenende sein.

USD/JPY

Für USD/JPY geht es jüngst aufwärts. Der RSI der Wochen-Chart hat inzwischen aus dem überverkauften Bereich herausgedreht und signalisiert weitere Aufwärtsbewegungen. Da der MACD Wochen- und Tages-Chart kurz davor zu sein scheint, aufwärts zu kreuzen, scheinen sich Aufwärtstendenzen tatsächlich anzukündigen. Anleger könnten sich dies zunutze machen, indem sie für heute auf steigende Kurse setzen.

USD/CHF

Aktuell setzt dieses Paar seinen Abwärtstrend fort. Der Preis hat mittlerweile in den überkauften Bereich des RSI sowohl auf der Tages- als auch auf der Wochen-Chart gedreht. Kurskorrekturen nach oben sind wahrscheinlich. Das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt diese Annahme. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

Die Wild-Card

CHF/JPY

Die jüngsten Kursbewegungen lassen erkennen, dass dieses Paar neue Höchststände erreicht. Charttechnisch besteht beim zuletzt markierten Hoch keine Unterstützung. Der RSI der 4-Stunden-, Tages- und Wochen-Chart gibt das Paar im überkauften Bereich aus. Auf der Tages-Chart kreuzen Slow Stochastic und MACD abwärts. Forex -Anleger könnten sich diese Chart-Informationen zunutze machen. Kurskorrekturen nach unten kündigen sich an. Bei CHF/JPY noch vor dem Ende der Woche auf fallende Kurse zu setzen, könnte jetzt schnelle Tages-Gewinne bringen.

Aktuelle Zeit: 05/25 15:02 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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