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Tuesday, 18 May 2010

EUR schlägt gegen USD zurück

Die Kurse an den Aktienmärkten schwankten am gestrigen Montag extrem stark. Das Währungspaar EUR/USD setzte seinen Abwärtstrend insgesamt fort. Das Barrel Rohöl wurde bei unter $70 gehandelt. Das Anlegervertrauen an der Wall Street wurde jedoch gestärkt, nachdem aktuelle US-Konjunkturdaten eine nachhaltige Erholung der Wirtschaftslage in den USA signalisierten. Der EUR konnte einen kleinen Teil der zuvor verbuchten Verluste ausgleichen und Rohöl schloss am Montag nahezu unverändert.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownnonodowndownno
Wochentendenznodowndowndowndownup
Resistance1.24251.453493.381.14490.87830.8609
1.23911.450293.061.14180.87610.8587
1.23601.447092.751.13870.87400.8565
Support1.22981.440992.141.13250.86980.8524
1.22691.437891.831.12940.86770.8501
1.22381.434491.511.12610.86540.8479

Wirtschafts News

USD - Leichte Dollar-Verluste gegen EUR


Der USD verbuchte gestern leichte Kursverluste gegen EUR und Pfund Sterling. Der Kurs übriger Hauptwährungen hat sich im Verlauf des Handelstages nahezu unverändert gezeigt. EUR/USD handelt aktuell nahe der Marke von 1,2330. Im Laufe des gestrigen Handelstages markierte das Cross ein Tageshoch oberhalb 1,2400 und handelte dabei um ungefähr 150 Punkte über dem jüngst erreichten 5-monatgien Rekordtief.

Das gestern veröffentlichte Ergebnis zum US-Saldo von Wertpapierkäufen und -verkäufen ausländischer Investoren lieferte am Montag neue Anzeichen für eine nachhaltige konjunkturelle Belebung der US-Wirtschaft. Darüber hinaus stieg der NAHB-Index für US-Bauunternehmen im Monat Mai laut National Association of Home Builders (NAHB) überraschend stark an. Trotz positiver US-Konjunkturdaten, verzeichnete auch der EUR Kursgewinne. Alle Anzeichen sprechen derzeit dafür, dass die US-Wirtschaft einen anhaltenden Erholungstrend eingeschlagen hat. Die viel versprechenden US-Daten heben die Stimmung am Markt im Allgemeinen. Dementsprechend stützen positive US-Indikatoren letztendlich auch Risikowährungen.

Am heutigen Dienstag sollten Händler ihre Augen bereits eine Stunde vor Markteröffnung in New York offen halten. Um 14:30 Uhr werden die folgenden beiden Indizes ausgegeben: US-Baubeginne/-genehmigungen, April und US-Erzeugerpreise, April.

EUR - EUR unterbricht bärische Strähne

Zum ersten Mal seit einer Woche wertete der EUR am Montagnachmittag leicht gegen den USD auf. Zuvor war die europäische Gemeinschaftswährung bis auf ein Rekordtief der letzten vier Jahre gestürzt. Möglicherweise ist damit dem extremen EUR-Abwärtstrend der letzten Tage ein Ende gesetzt.

Positive US-Konjunkturdaten stärkten das Vertrauen der Investoren in die konjunkturellen Entwicklungen weltweit. Auch die Stimmung der EUR-Anleger hellte sichtlich auf, dennoch sind die Sorgen um den deutlichen Konjunkturabschwung und das aktuell lahmende Wirtschaftswachstum in Europa deutlich zu spüren.

EUR-Anleger sollten weiterhin Nachrichten zum Thema „Europäische Kreditkrise“ gut im Auge behalten, bevor sie ihre Handelsstrategien bestimmen. Des Weiteren stehen heute einige wichtige Fundamentaldaten auf der Eurozonen-Agenda. Von größtem Einfluss für die Märkte sind: Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen für Mai, Verbraucherpreise der Eurozone für April sowie Großbritanniens Verbraucherpreise für April.

JPY - Investoren suchen sich Risiko-Anlagen

Der japanische Yen verlor einen Großteil seines Wertes der vergangenen Woche, nachdem Händler ihren Risikoappetit auf Risikowährungen wie Pfund Sterling und Euro wiederentdeckten. Zu Handelsschluss notierte der JPY mit Verlusten gegen die Hauptwährungen.

Die gestrige Yen-Schwäche werteten Marktbeobachter als direkte Reaktion auf die erhöhte Risikobereitschaft der Händler, da sich die Marktteilnehmer bereits wieder, angesichts einer wachsenden Zuversicht in die Märkte, nach ertragreicheren Anlagen umsehen. Da konnte auch der positiv ausgefallene Tertiary Industry Activity Index dem Yen keine Unterstützung bieten. Der Tertiary Industry Activity, der den monatlichen Gesamtwert der von japanischen Firmen erworbenen Dienstleistungen misst, hat sich im Monat März um 3% verschlechtert.

Laut Einschätzung der Marktbeobachter sollen sich die Abwärtstendenzen des JPY gegen die Hauptwährungen auch am heutigen Handelstag fortsetzen. Dabei könnten Fundamentaldaten aus dem Euroraum, deren Ergebnisse über den Erwartungen der Experten liegen, das Tempo des rückläufigen Yen-Trends sogar erhöhen. Auch der USD verzeichnete am Montag Kursgewinne gegen die Inselstaatwährung und handelt aktuell um 92,50. Das Währungspaar USD/JPY könnte in Kürze den Widerstand bei 93 überwinden, was den Yen voraussichtlich weiter unter Druck bringt.

Rohöl - Rohöl handelt nach deutlichen Verlusten zu früher Handelsstunde höher

Das Barrel Rohöl wurde am gestrigen Montag unter der Marke von $70 gehandelt. Zuletzt notierte der Rohstoff derart niedrig im Dezember vergangenen Jahres. Der Ölpreis handelt, wie auch andere Rohstoffe beeinflusst vom US-Dollar. Dementsprechend gilt: Je stärker der US-Dollar, desto tiefer liegt der Rohölpreis. Die leichten Aufwärtstendenzen für das Cross EUR/USD zu später Handelsstunde stützen auch den Ölpreis. Aktuell handelt Rohöl wieder um $74.

Auch heute könnte Rohöl erneut von einem positiven EUR-Trend profitieren. JPY-Anleger sollten Fundamentaldaten zunächst aus dem Euroraum und im weiteren Tagesverlauf aus den USA aufmerksam verfolgen, da diese zu den Einflussfaktoren für den Trend der Ölpreise zählen.

Technische News

EUR/USD

Trotz gestriger Kurskorrektur auf 1,2413, bleibt der USD die eindeutig stärkere Währung am Markt. Die 200, 100, 50, 20 und 10-Tages Simple Moving Average-Linien verbleiben in idealer Anordnung und sind abwärts ausgerichtet. Das stark tendierende Handelsumfeld behält seine Gültigkeit. Entsprechend sollten Händler bei diesem Paar auf fallende Kurse setzen. Die erste Unterstützung befindet sich auf der 4-Stunden-Chart bei 1,2233.

GBP/USD

GBP/USD setzt seinen aktuellen Abwärtstrend fort, während der ADX-Indikator bis auf 44 steigt. Der Abwärtsveränderung des 14-Tages-RSI folgt mittlerweile eine abwärts geneigte Trendlinie. Obwohl der Index im „überverkauften“ Bereich schwankt, sollten Händler zunächst weiterhin auf fallende Kurse setzen, bis ein Durchschreiten der Grenze bei 30 erfolgt. Die nächste Unterstützung für GBP/USD liegt bei 1,4250.

USD/JPY

Dieses Währungspaar handelte in den letzten 48 Stunden innerhalb einer weiten Spanne. Die Aufwärtsbewegung wurde jedoch durch die Mittellinie der Bollinger Bands bei 20 auf der 4-Stunden-Chart eingegrenzt. Der Slow Stochastic derselben Chart kreuzt außerdem abwärts, was als Hinweis auf eine mögliche nächste Abwärtsbewegung gedeutet werden kann. Für Händler ist es möglicherweise von Vorteil, bei diesem Währungspaar mit einem Richtpreis bei 91,75 auf fallende Kurse setzen.

USD/CHF

Trotz der gestrigen Abwärtstendenzen bleibt der generell starke Aufwärtstrend dieses Paares intakt. Die 200, 100, 50, 20 und 10-Tages Simple Moving Average-Linien befinden sich in idealer Anordnung und sind aufwärts ausgerichtet. Das stark tendierende Handelsumfeld bleibt bestehen. Entsprechend sollten Händler bei diesem Paar auf steigende Kurse setzen. Die erste Unterstützung befindet sich auf der 4-Stunden-Chart bei 1,1444.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Ölpreis am Spotmarkt hat sich aktuell um den Widerstand bei $74 eingefunden. Wird diese Marke nicht überwunden, sollten sich CFD- Forex -Händler auf zwei Richtpreise konzentrieren. Diese sind die Unterstützungslinien bei $69,50 und $65,00.

Aktuelle Zeit: 05/25 15:02 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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