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Thursday, 11 Jun 2009

EUR und USD kämpfen um die Vorherrschaft

Bei den aktuell hohen Kursschwankungen an den Devisenmärkten, sticht ein Währungspaar heraus: EUR/USD. Dieses Paar unterlag bereits in der vergangenen Handelswoche drastischen Kursschwankungen. Jetzt kämpfen EUR und USD um die Vorherrschaft. Zweifelsohne wird sich für EUR/USD verstärkt Marktvolatilität einstellen, nachdem die Finanzminister aus den acht wichtigsten Industrie- und Handelsnationen (G8) sich am Freitag und Samstag in Italien treffen werden.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupnodownupdown
Wochentendenzupupdowndownupdown
Resistance1.41801.657598.701.08500.82600.8660
1.41301.653098.451.08200.81850.8620
1.40701.647098.201.07850.81300.8575
Support1.39951.634597.501.07250.80600.8520
1.39301.630097.151.06950.80350.8495
1.38751.625096.751.06450.79800.8450

Wirtschafts News

USD - USD-Kurs steigt nach Auktion zehnjähriger Notes

Der Dollar verbuchte am Mittwoch Kursgewinne gegenüber EUR und JPY, nachdem bei der gestrigen Auktion zehnjähriger US-Notes durch das US-Schatzamt höhere Erträge erzielt wurden als erwartet. Bei der Versteigerung handelt es sich um eine Wiedereröffnung der Notes, die ursprünglich Anfang Mai auktioniert wurden. Zuvor verzeichnete der USD leichte Verluste, nachdem Russlands Zentralbank ankündigte, einen Anteil der US-Staatsanleihen zu Lasten des Dollar umzuschichten und dafür Verbindlichkeiten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeichnen zu wollen.

Darüber hinaus rutschte der USD um 6,6% gegen den EUR ab, nachdem für den Monat Mai ein neuer Rekordstand beim US-Haushaltsdefizit ausgewiesen wurde. Das Defizit belief sich im Mai auf 189,7 Mrd. US-Dollar, was die Marktteilnehmer in Sorge versetzte. Die US-Finanz- und Währungspolitik stellt neue Indikatoren bereit, mit deren Hilfe sich die Aussichten für den USD präzser einschätzen lassen. Aktuell gehen Anleger noch von einer Erholung der wirtschaftlichen Lage bei einer verschärften Geldmarktpolitik aus.

Der US-Konjunkturbericht "Beige Book", der am Mittwoch veröffentlicht wurde, verdeutlicht, dass die wirtschaftlichen Konditionen weiterhin schwach bleiben und sich in einigen Regionen des Landes sogar verschlechtert haben. Insbesondere der Immobilien- und Arbeitsmarkt tut sich nach wie vor schwer. Anleger sollten ihr Augenmerk heute auf die Kernrate der US-Einzelhandelsumsätze sowie die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) um 14:30 Uhr richten, um einen besseren Einblick in die aktuelle Wirtschaftslage der USA zu erhalten. Die Chancen stehen heute besser als gewöhnlich, dass der USD seinen derzeitigen Aufwärtstrend gegenüber seinen Gegenwährungen fortsetzt.

EUR - EUR schmälert Verluste gegen USD

Nach einigen Abwärtstendenzen gegenüber dem USD erholte sich der EUR von seinem gestrigen Tagestief bei $1,3914 wieder und konnte einige Verluste, aufgrund der steigenden Aktienmärkte, zurückgewinnen. Den Mittwoch beendete der EUR bei $1.3987, nachdem er im späten Dienstagshandel bei 1,4075 USD und 137,47 Yen notierte. Am Tag zuvor wurde der EUR bei 137,10 Yen gehandelt. Das Pfund Sterling kletterte von $1,6333 auf $1,6355 in die Höhe. Gegenüber dem EUR stieg das Pfund in seinem Kurs bis auf ein neues Rekordlevel seit Dezember. Diese Entwicklung ergab sich, nachdem laut Regierungsberichten deutlich wurde, dass sich die Produktion in Großbritannien zum zweiten Monat infolge erhöht hat und auch die Aktienmärkte einen Anstieg verzeichneten.

Das Währungspaar EUR/USD scheint sich derzeit innerhalb einer Handelsspanne einzupendeln, bei der der EUR zwischen $1,38 und $1,42 schwankt. Dieser Trend wird sich voraussichtlich bis zum Ende der Woche fortsetzen. Angesichts der hohen Ölpreise und der nachlassen Risikoaversion der Händler ist es wahrscheinlich, dass der EUR seinen zinsbullischen Trend wieder aufnehmen wird. Insgesamt bleibt die Stimmung in Bezug auf den USD weiterhin negativ.

Heute und am Freitag wird es in der Eurozone zunächst etwas ruhiger bleiben. Die Marktteilnehmer warten die Ergebnisse des für das kommende Wochenende angesetzten G8-Gipfeltreffens ab, nach denen sich die zukünftige Währungspolitik der teilnehmenden Nationen leichter einschätzen lassen wird. Die jüngsten Aufwärtstendenzen des EUR machen die Währung zum Vorreiter des heutigen Marktes. Regionale Unklarheiten hemmen die Anleger jedoch in letzter Zeit, was die Berechenbarkeit der Devisenmärkte wiederum erschwert.

JPY - JPY fällt gegenüber Gegenwährungen

Wieder einmal verlor der JYP gestern gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen. Die Mutmaßungen um eine schnelle globale Erholung der Wirtschaftslage veranlassen die Händler, in gewinnträchtigere Anlagen außerhalb Japans zu investieren und den japanischen Yen abzustoßen. Am Mittwoch wurde der Yen bei 137,21 pro EUR und 98,21 pro USD gehandelt, nachdem er insgesamt um 0,8% abgerutscht war. Während die Sorge um die Marktturbulenzen nachlässt, zeigen sich die Marktteilnehmer risikobereiter. Sie wenden sich größtenteils von Safe-Haven-Währungen wie JPY und USD ab.

Seinen Abwärtstrend wird der japanische Yen höchstwahrscheinlich fortsetzten, da die gesteigerte Risikobereitschaft der Händler, durch den Anstieg der asiatischen Aktienmärkte, diese dazu veranlassen wird, sich Anlagen zuzuwenden, die höhere Gewinne einfahren. Dies wiederum fördert den Kapitalabfluss in Japan. Dementsprechend niedrig wird der Richtpreis des Yen gegenüber seinen Gegenwährungen heute sein.

Rohöl - Rohöl über $72 pro Barrel

Die Ölpreise kletterten gestern auf einen neuen Rekordstand der letzten 7 Monate, nachdem Regierungsberichten zufolge, die US-Rohöllagerbestände überraschenderweise zurückgegangen waren. Diese fielen in der vergangenen Woche bis zum 5. Juni um 4,38 Mio. Barrel auf 361,6 Mio. Barrel, so das Energieministerium am Mittwoch. Rohöl zur Lieferung im Juli dieses Jahres stieg auf einen neuen Rekordpreis und kostete heute Morgen $72,04 pro Barrel.

Dennoch bleibt die Energienachfrage, trotz leichter Zunahme von US-Rohölanlagen und bei einem schwächelnden USD sowie steigenden Aktienmärkten, weiterhin schwach. Nach wie vor stützen die Fundamentaldaten die Ölpreise nicht ausreichend. Demnach könnte der Aufwärtstrend der Ölpreise eine vorübergehende Entwicklung sein, da die Marktteilnehmer sich bereits, angesichts einer wachsenden Zuversicht in die Märkte, nach ertragreicheren Anlagen umsehen. Die Sorge vor einer Ausbreitung der Inflation hilft den Ölpreisen wiederum, da die Händler gleichzeitig nach einer Absicherung gegen eine Inflationsbeschleunigung suchen.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar gibt seit einigen Tagen gemischte Signale aus und wird weiterhin innerhalb einer breiten Spanne gehandelt. Aktuell wird ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart deutlich. Der MACD der Stunden-Chart gibt wiederum ein frisch entstandenes zinsbullisches Cross aus. Angesichts zinsbullischer und bärischer MACD-Crosse, kann es für Händler heute schwierig sein, sich für eine Strategie zu entscheiden. Daher könnte es für Anleger von Vorteil sein, deutlichere Zeichen abzuwarten.

GBP/USD

Aktuell bewegt sich der Kurs dieses Paares im "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart. Dies kann als Zeichen für eine bevorstehende Abwärtsausrichtung gedeutet werden. Auch das neue rückläufige Cross des Slow Stochastic und MACD auf der Stunden-Chart bestätigen diese Neigung. Verkaufen könnte daher eine gute Strategie für heute sein.

USD/JPY

Die Oszillatoren dieses Paares haben in letzter Zeit eine Reihe bärischer Crosse ausgegeben. Mittlerweile haben sie den "überkauften" Bereich des jeweiligen RSI verlassen. Aktuell befindet sich der Preis auf einem Abwärtstrend. Dennoch verdeutlichen die Indikatoren der Stunden-Chart erste Anzeichen eines Trendumschwungs, der sich nach Beendigung der letzten Abwärtstendenzen einstellen könnte. Sollte jedoch die nächste Widerstandsmarke überwunden werden, könnte sich ein starker Abwärtstrend vollziehen. Wird das Level nicht durchbrochen, erwartet die Marktteilnehmer am heutigen Handelstag höchstwahrscheinlich eine zinsbullische Preiskorrektur.

USD/CHF

Der Kurs dieses Paares scheint sich bereits im "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart zu bewegen, was auf eine bevorstehende zinsbullische Preisausrichtung deutet. Auch das jüngste zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart unterstützt diese Neigung. Eine gute Entscheidung könnte heute lauten: Kaufen.

Die Wild-Card

EUR/NOK

Der Preis dieses Paares hat aktuell den "überkauften" Bereich des RSI der Stunden-Chart erreicht. Dies kann als Zeichen für Aufwärtsdruck gedeutet werden. Das neue zinsbullischen Cross des MACD auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart, unterstützt die bevorstehende Preiskorrektur nach oben. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, diesem Markt zu einem großartigen Einstiegspreis beizutreten.

Aktuelle Zeit: 05/25 15:09 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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