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Tuesday, 6 Sep 2011
EUR weiterhin unter Druck
Griechische und italienische Schulden sowie eine nachlassende Weltwirtschaft setzen den EUR weiterhin unter Druck. Unter den Wirtschaftsereignissen dieser Woche stechen zwei besonders heraus, darunter das Treffen von sechs G10 Zentralbanken und die geplante Rede Präsident Obamas zur wirtschaftlichen Lage.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4700 | 1.6615 | 81.50 | 0.8550 | 1.1080 | 0.9080 |
| 1.4550 | 1.6450 | 80.20 | 0.8330 | 1.0800 | 0.8915 | |
| 1.4300 | 1.6110 | 78.50 | 0.8240 | 1.0625 | 0.8815 | |
| Support | 1.4050 | 1.6000 | 75.94 | 0.7710 | 1.0315 | 0.8700 |
| 1.3975 | 1.5780 | 0.7650 | 0.9925 | 0.8600 | ||
| 1.3835 | 1.5650 | 0.7515 | 0.9700 | 0.8530 |
Wirtschafts News
USD - Unschöne Wiederaufnahme des Handels in den USA
Nach dem gestrigen gesetzlichen Feiertag in den USA finden US Händler an den Märkten heftige Turbulenzen vor. Die Kombination der Schuldenkrise der Eurozone mit der nachlassenden weltweiten Konjunktur setzen riskante Anlagewerte kräftig unter Druck. Obwohl die US Aktienmärkte geschlossen waren verzeichnete der S&P 500 einen erheblichen Rückgang. Wie bereits in der gestrigen Analyse festgestellt setzen US Investoren ihre Hoffnung auf Besserung auf die Rede des US Präsidenten und auf konjunkturpolitische Maßnahmen seitens der US Notenbank.
Präsident Obama wird in seiner Rede zur wirtschaftlichen Lage am Donnerstag verschiedene finanzpolitische Themen ansprechen, darunter sehr wahrscheinlich Lohnsteuererleichterungen, eine Erweiterung der US Arbeitslosenunterstützung sowie möglicherweise ein Arbeitsbeschaffungsprogramm. Als Wild Card dürfte sich dabei mögliche geldmarktpolitische Maßnahmen seitens der US Notenbank erweisen. Wirtschaftswissenschaftler debattieren weiterhin die Vorzüge der Möglichkeit, dass die Notenbank die Laufzeiten für Kredite in ihren Bilanzen verlängert. Abgesehen von erheblichen Rückschlägen an den Aktienmärkten ist QE3 nach wie vor relevant, und das nicht nur für die Notenbanksitzung im September.
Aus den USA wird heute um 14:00 MGZ die Veröffentlichung des nationalen ISM-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen erwartet. Es wird angenommen, dass der Bericht fortgesetzte Schwäche auf dem Dienstleistungssektor aufweisen wird, obwohl Prognosen die Daten oberhalb des 50 Boom-Bust-Wertes sehen. Dieser Bericht wird sehr genau unter die Lupe genommen, da er im Gegensatz zum Arbeitsmarktbericht (NFP) der vergangenen Woche als führender Indikator betrachtet wird.
Vor der Eröffnung der europäischen Märkte sank die EUR/USD-Paarung unter den Unterstützungswert von 1,4050. Gemäß der jüngsten CFTC-Daten scheint die Marktpositionierung richtungslos, und nächste Unterstützung für die EUR/USD-Paarung findet sich bei 1,4010, dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Allerdings findet sich der richtige Test bei der langfristigen Trendlinie vom Mai 2010, deren Wert bei 1,3975 liegt.
EUR - EUR weiterhin unter Druck
Europäische Aktien zeigten sich am Montag rückläufig, obwohl nicht außer Acht gelassen werden sollte, dass das Handelsvolumen aufgrund des gesetzlichen Feiertags in den USA relativ gering war. Ungeachtet dessen schloss der deutsche Aktienindex DAX den Handel mit einem riesigen Minus von 5,28%, und der London FTSE 100 fiel um 3,58%. Französische Banken waren schwer betroffen, da US Geldmärkte fortgesetzt Geldmittel abzogen.
Gerüchte über ein Herabsetzen des italienischen Kredit-Ratings machten die Runde, deren Quelle offenbar im Rates Strategy Team der Société Générale zu finden ist, die diese Möglichkeit in ihren Tagesnotizen vom Montagmorgen erwähnten. Mario Draghi, der Italiener der am 31. Oktober bei der EZB das Ruder übernehmen wird, äußerte sich dahingehend, dass Aufkäufe italienischer Staatsanleihen durch die EZB nur von vorübergehender Natur seien und in keinster Weise ein Ersatz für grundsätzliche Haushaltsdisziplin. Italienische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren liegen mit 5,58% im Plus und somit oberhalb der 5% die die EZB aufrecht zu erhalten versucht. Das italienische Parlament hat vor eine Haushaltsreform zu verabschieden, die den Haushaltsetat bis 2013 um 14 Mrd. EUR in Kürzungen und weiteren 6 Mrd. EUR aus neuen Steuern erleichtern sollen.
Griechische Staatsanleihen sind mit einem 2-Jahres-Anstieg auf den Rekordwert von 50,37% ebenfalls unter Druck. Griechische 5-Jahres-Kreditausfallversicherungen erreichen mit 2493 bp gleichfalls ein Rekordhoch. Eine mögliche Zahlungsunfähigkeit Griechenlands steht wieder einmal zur Debatte und könnte weiteren Druck auf den EUR und die europäischen Aktien ausüben.
Die EUR/CHF-Paarung handelt nahe dem Wert von 1,10, nachdem sie fast 1,20 erreicht hatte. Die SNB riskiert sowohl die hart erkämpften Kursgewinne in dieser Paarung als auch ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren, sollte sie keine Maßnahmen an den Märkten einleiten, um der Wertsteigerung des CHF Einhalt zu gebieten.
AUD - Die RBA hält sich aufgrund globaler Unsicherheit mit Maßnahmen zurück
Angesichts der zunehmenden Risiken bei den europäischen und US Wirtschaften beschloss die RBA den Leitzinssatz bei 4,75% zu belassen. Die Unsicherheit in der Weltwirtschaft dürfte vielleicht nur vorübergehend sein, und die RBA hält an ihrer kämpferischen Einstellung fest, während die Inflation hoch bleibt und das Wirtschaftswachstum aufgrund steigender Rohstoffpreise weiter zurückgeht.
Andererseits scheint die RBA die globale Wirtschaftslage gegen seine eigenen staatlichen Aspekte abzuwägen. Die RBA hält sich so eine zeitlang die Tür offen, sollten die Volkswirtschaften Europas und der USA weiterhin die Erwartungen nicht voll erfüllen.
Der Abschwung der Risikostimmungslage machte auch den AUD anfällig, und die AUD/USD-Paarung verzeichnete seit dem Hoch vom Donnerstag bei 1,0763 Rückläufigkeit. Unterstützung für die Paarung findet sich beim Mitte-August-Tief von 1,0315. Wie in der gestrigen Analyse erwähnt, sollten Händler ein Auge auf die AUD/NZD-Paarung haben, die sich der Halslinie einer aufwärtsweisenden Kopf-Schulter-Formation nähert.
Gold - Risikovermeidung sorgt für neues Allzeithoch
Der Goldpreis stieg heute Morgen auf ein neues Rekordhoch nachdem die Risikostimmungslage nach den gestrigen Verlusten an den europäischen Aktienmärkten an ihre Grenzen stieß. Riskante Anlagen wie höhere Erträge erzielende Währungen und Rohstoffe verzeichneten generell Einbußen. Händler waren begierig darauf sich dem Gold zuzuwenden, da ständige Bedrohungen fortgesetzt die Eurozone heimsuchen und eine neuerliche Runde geldmarktpolitischer Lockerungen Händler davon abhält in den USD zu investieren, was gemeinhin in Zeiten niedriger Risikobereitschaft der Fall ist.
Der Goldpreis hat all seine Verluste von Ende August wieder wettgemacht, als er an einer Reihe internationaler Börsen kräftig anstieg. Der Preisanstieg auf ein neues Allzeithoch setzt die glatte runde Zahl von $ 2.000 pro Feinunze als nächsten potentiellen Widerstand. Andererseits findet sich Unterstützung bei $ 1.702,50, dem Tief vom 25. August.
Technische News
EUR/USD
Die Kerze der vergangenen Woche verdeutlichte zwei wichtige Punkte: zum einen die Unfähigkeit des EUR Kaufgebote über dem Wert von 1,4500 zu erhalten und die Bildung einer außen liegenden Tages-Tief-Kerzen-Formation zum Handelsschluss. So findet sich der Haupt-Unterstützungswert bei 1,4100, dem Wert bei dem das Tief vom 11. August mit der 61% Fibonacci Rückführung der Juli-August-Bewegung übereinstimmt. Der andere Schlüsselwert ist die steigende Trendlinie vom Mai-Tief in 2010, die bei 1,3975 ins Spiel kommt. Andererseits findet sich Widerstand beim Eröffnungskurs dieser Woche von 1,4180, gefolgt von 1,4325 und dem Hoch der vergangenen Woche von 1,4550.
GBP/USD
Die GBP/USD-Paarung zeigt sich beim Slow Stochastic auf dem Monats-, Wochen- und Tages-Chart rückläufig, während sich der Kurs dem wichtigen Unterstützungswert von 1,6110 annähert, bei dem der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt mit dem Tief vom 11. August übereinstimmt. Ein Durchbruch hier könnte die Tür zum Wert von 1,6000 öffnen mit zusätzlicher Unterstützung nach unten bei 1,5780. Andererseits bildet das Hoch vom vergangenen Donnerstag/Freitag bei 1,6250 ersten Widerstand, gefolgt von 1,6450 und 1,6615.
USD/JPY
Der JPY fand eine Basis bei 76,40 und war nicht in der Lage sich unter das Rekordtief von 75,94 vom August zu bewegen. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und Tages-Chart weist zwar aufwärts, doch auf dem Monats-Chart zeigt er nach wie vor Abwärtstendenz. Erster Widerstand findet sich bei 77,70, gefolgt vom Post-Interventions-Hoch von 80,20 und letztlich bei 81,30, von der in 2007 abfallenden Trendlinie.
USD/CHF
Der Anstieg dieser Paarung erreichte nicht ganz den Widerstandswert von 0,8275, setzte den lang anhaltenden Abwärtstrend vehement fort und sank bis auf 0,7710, um sich dann wieder leicht zu erholen. Es gibt zwei Werte, die aus der Aufwärtsbewegung im August hervorstechen: 0,7650 bei der 50% Fibonacci Rückführung und 0,7510 bei der 61% Rückführung.
Die Wild-Card
EUR/JPY
Ganz allgemein steht der EUR weiterhin unter Druck. Am frühen heutigen Morgen fiel die EUR/JPY-Paarung unter den Unterstützungswert von 108. Dieser Durchbruch könnte Forex-Händlern, die auf eine zusätzliche Momentum Strategie setzen, Tür und Tor öffnen. Der nächste Unterstützungswert für diese Paarung findet sich bei 106,70, der von den Juli- und August-Hochs abfallenden Unterstützung, gefolgt vom Vor-Tsunami-Tief bei 106,25. forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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