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Wednesday, 11 May 2011

EUR zwischen Schuldensorgen und Leitzinsanhebungserwartungen

Der EUR war in der Lage seinen Kurs zum US Dollar zu halten, während sich regionale Investoren über die Richtung der 17-Nationen-Währung uneins waren. Die einen wollen, aufgrund der schwachen Grundlagen, ausgelöst durch das Herabsetzen der Kreditwürdigkeit Griechenlands und anderer Schuldensorgen, den EUR verkaufen, wohingegen andere am Euro festhalten wollen und auf eine Verschärfung der geldmarktpolitischen Maßnahmen durch die EZB noch im in diesem Monat setzen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznodowndowndownupup
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.44441.638981.060.88101.08820.8814
1.44191.637780.960.88031.08690.8805
1.44051.636880.910.88001.08620.8796
Support1.43801.635680.810.87931.08490.8790
1.43701.635180.760.87901.08420.8786
1.43461.633880.660.87831.08280.8777

Wirtschafts News

USD - USD am Dienstag leicht im Minus zu den Haupt-Währungen

Der US Dollar verzeichnete gestern leicht rückläufige Ergebnisse, da Händler sich nach höheren Erträgen für ihre Investments umsahen. So konsolidierten sich die EUR/USD- und GBP/USD-Paarungen nahe dem Schlusskurs vom Montag. Zum Euro schloss der Dollar nahe einem 3-Wochen-Tief bei 1,4350 und zum britischen Pfund Sterling bei 1,6360.

Das US Bundesamt für Arbeitsmarktstatistik veröffentlichte gestern seinen Bericht über Import-Preise, der positives Wachstum aufzeigte. Die Erwartungen für den Inflationsanstieg lagen bei 1,8%, doch wies das tatsächliche Ergebnis von 2,2% auf eine gesunde Nachfrage und inflationäres Wachstum hin. Investor's Business Daily (IBD) veröffentlichten ihren Konjunkturoptimismus-Bericht, der zwar eine grundsätzlich optimistische Grundhaltung aufwies, aber immer noch leicht unter dem Wert von 50,0 liegt, der notwenig wäre um dauerhaften Wirtschaftsoptimismus aufzuzeigen.

Heute wird die US Handelsbilanz veröffentlicht, wobei jegliche Verschlechterung des Defizits sich negativ auf den USD auswirken und seinen Kurs zu seinen Haupt-Währungsrivalen senken könnte. Die US Bundesregierung wird heute um 19:00 MGZ auch den Haushaltssaldo bekannt geben, und ähnlich zur Handelsbilanz wird sich eine Verschlechterung des Defizits später am heutigen Tag auf den Kurs des USD auswirken.

EUR - EUR stabil, deutscher Inflationsbericht wird veröffentlicht

Das Herabsetzen des Kredit-Ratings für Griechenland von B auf BB- durch die Rating-Agentur Standard & Poor's am Montag hat die Gemeinschaftswährung der Eurozone erheblich unter Druck gesetzt. Der Euro hielt sich gestern nahe einem Drei-Wochen-Tief zu seinem Haupt-Währungsgegner, dem USD und scheint sich heute nahe dem Wert von 1,4350 konsolidieren zu können.

Der EUR war in der Lage seinen Kurs zum US Dollar zu halten, während sich regionale Investoren über die Richtung der 17-Nationen-Währung uneins waren. Die einen wollen, aufgrund der schwachen Grundlagen, ausgelöst durch das Herabsetzen der Kreditwürdigkeit Griechenlands und anderer Schuldensorgen, den EUR verkaufen, wohingegen andere am Euro festhalten wollen und auf eine Verschärfung der geldmarktpolitischen Maßnahmen durch die EZB noch im in diesem Monat setzen.

Heute wird die Eurozone größtenteils vom Wirtschaftskalender abwesend sein. Lediglich aus Deutschland kommen um 7:00 MGZ zwei wichtige Inflationsdaten. Das deutsche Statistische Bundesamt wird sowohl den Verbraucherpreisindex wie auch den Großhandelspreisindex bekannt geben. Von beiden wird erwartet, dass sie stabiles Wachstum aufweisen werden. Die europäische Gemeinschaftswährung könnte heute ein wenig Unterstützung erhalten, allerdings werden Devisenhändler mehr Augenmerk auf den US Haushalt und die Handelsbilanz legen.

JPY - JPY knickt zum USD ein, steigt allerdings zum EUR

Der japanische Yen (JPY) verzeichnete seit Freitag einigermaßen unterschiedliche Ergebnisse, mit Kursgewinnen zu einigen Währungen einerseits und Verlusten andererseits. Nach eine Woche des Auf und Nieder der vergangenen Woche scheint der japanische Yen heute Kursverluste hinnehmen zu müssen, da Investoren sich offenbar höhere Erträge erzielenden Anlagen zuwenden. Die vorherrschende Grundstimmung der Risikovermeidung führte dazu, dass viele Händler sich dem Yen zuwandten gegenüber den höhere Erträge erzielenden Währungen, wie dem Euro, der gestern Nachmittag auf ein Sechs-Wochen-Tief absank.

Allerdings verzeichnete der Yen einen leichten Kursrückgang zum US Dollar und die Paarung stieg leicht über die Interventionsschwelle von 80,00. Die USD/JPY-Paarung hielt sich stabil beim gestrigen Tief, fand Unterstützung nahe 80,30 und bewegte sich bei der Öffnung der asiatischen Märkte heute Richtung 80,90. Japans führende Wirtschaftsindikatoren wurden heute um 6:00 MGZ veröffentlicht, allerdings gab es bei den Berichten keine großen Überraschungen. Allerdings werden sich Händler bei den vielen asiatischen Wirtschaftsnachrichten vorrangig auf die chinesischen konzentrieren und da insbesondere auf die Daten der Industrieproduktion.

Rohöl - Nach mittäglichem Einbruch steigt Rohölpreis wieder an

Der Rohölpreis verzeichnete gestern an der New Yorker Handelsbörse einen Anstieg und schloss knapp über $ 103 pro Barrel. Der Rohölpreis hatte in der vergangenen Woche einen heftigen Einbruch zu verzeichnen, als der US Dollar zu seinem Haupt-Währungsrivalen, dem Euro, kräftig anstieg. Dem Preis pro Barrel Rohöl wurde der Boden unter den Füßen weggezogen und er fiel zum Wochenschluss bis auf $ 94 pro Barrel. Der heutige Preisanstieg dürfte jedoch darauf hindeuten, dass der Preis wieder bis auf den Durchschnittswert der vergangenen Woche ansteigen könnte.

Der Kurs des US Dollar zum Euro war in den letzten Tagen bei um die 1,4350 relativ stabil geblieben, wohingegen der Rohölpreis einen kräftigen Anstieg verzeichnete. Händler waren von steigendem Ölverbrauch ausgegangen, da in der nördlichen Hemisphäre die Urlaubszeit mit steigendem Benzinverbrauch einsetzt. Sollte der Rohölpreis seine Aufwärtstendenz fortsetzen, dürften Händler auf korrigierenden Widerstand nahe dem psychologisch wichtigen Wert von $ 104 stoßen. Der stärker werdende USD könnte allerdings den Preis wieder unter $ 100 pro Barrel sinken lassen, falls sich aufgrund der heutigen wirtschaftlichen Ereignisse nicht eine andere Richtung ergibt.

Technische News

EUR/USD

Diese Paarung hatte einen 6 Cent Kursrückgang zu verzeichnen und fand Unterstützung nahe der kurzzeitigen Trendlinie von den Tiefs von Ende März. Beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart hat sich ein zinsbullischer Cross gebildet. Widerstand findet sich bei der Januar bis Mai Trendlinie von 1,4470, gefolgt von 1,4650. Andererseits könnte sich das Tief vom Montag bei 1,4250 als unterstützend erweisen, sowie der Wert von 1,4150, dem 38,2% Fibonacci Rückführungswert von der Januar bis Mai Bewegung.

GBP/USD

Die Kursbewegungen vom Montag brachten diese Paarung bis an den 61,8% Fibonacci Rückführungswert vom Tief von Ende März bis zum Hoch Anfang Mai. Sollte dieser Wert durchbrochen werden, könnte sich das Pfund Sterling am Unterstützungswert von 1,6170 versuchen, gefolgt von der steigenden Trendlinie der Tiefs vom Mai 2010, deren Wert heute bei 1,6005 liegt. Andererseits findet sich erster Widerstand bei 1,6430, gefolgt von 1,6600.

USD/JPY

Gestern verzeichnete der Dollar einen Kursanstieg und fand Widerstand nahe 81,10, einem Wert der mit der fallenden Trendlinie vom April-Hoch übereinstimmt. Händler dürften hier die Gelegenheit sehen bei eng gesetzten Stopps oberhalb der Trendlinie nahe 81,20 zu verkaufen, mit einer Zielsetzung von 78,20, dem unteren Grenzwert eines sinkenden Keilmusters auf dem Monats-Chart.

USD/CHF

Gestern schloss diese Paarung oberhalb des 20-Tage-Bewegungsdurchschnitts. Das letzte Mal das das Paar oberhalb dieses Wertes schloss war Anfang April. Händler dürften hier die Gelegenheit sehen nahe dem Widerstandswert von 0,8900 zu verkaufen, mit einer Zielsetzung nahe dem Tief von 0,8550.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Rohölpreis hat sich von seinem letztwöchigen Tief bei $ 94,67 überraschend gut erholt. Die Tatsache, dass der Rohstoff nicht unter dem Stützwert von $ 96,20 zum Schluss kam, zusammen mit dem Anstieg beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart, deutet auf einen weiteren Preisanstieg hin. Forex -Händler dürften sich als erstes Ziel den Widerstandswert von $ 105,20 pro Barrel setzen, gefolgt vom Mai-Hoch von $ 114,80.

Aktuelle Zeit: 05/25 15:15 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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