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Thursday, 2 Dec 2010
Euro- und Rohstoff-Erholung signalisiert Wechsel bei Anlegerstimmung
Positive Zahlen aus dem privaten Wirtschaftssektor in den USA stützen die Aktienkurse und gewinnträchtige Währungen wie den Australischen Dollar. Dollar und Yen werden kräftig verkauft, während der Euro zum ersten Mal in sieben Tagen Kursgewinne gegen den US-Dollar verbucht.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3180 | 1.5685 | 84.90 | 1.0130 | 0.9715 | 0.8475 |
| 1.3160 | 1.5665 | 84.70 | 1.0110 | 0.9695 | 0.8455 | |
| 1.3130 | 1.5635 | 84.40 | 1.0080 | 0.9665 | 0.8425 | |
| Support | 1.3070 | 1.5575 | 83.80 | 1.0020 | 0.9605 | 0.8365 |
| 1.3040 | 1.5545 | 83.50 | 0.9990 | 0.9575 | 0.8335 | |
| 1.3020 | 1.5525 | 83.30 | 0.9970 | 0.9555 | 0.8315 |
Wirtschafts News
USD - Dollar-Erholung unterbrochen
Den ersten Handelstag in über einer Woche gab der US-Dollar gestern gegen die europäische Gemeinschaftswährung Euro nach. Am Markt ist ein Rückgang der Risikobereitschaft deutlich zu spüren. Der gestrige Handel stand unter dem Einfluss der Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft. Laut Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP), nahm die Anzahl der Arbeitsplätze gegenüber dem Vormonat um 93.000 Stellen zu. Damit lag das Ergebnis weit über den Erwartungen der Analysten, die für November einen Zuwachs um lediglich 70.000 Stellen erwartet hatten.
Des Weiteren hellte die Anlegerstimmung vorübergehend auf, als die Marktteilnehmer erneut über eine Mitbeteiligung der USA bei der Aufstockung des EU und IWF-Rettungsschirms spekulierten. Entsprechend wurden Euro und weitere risikoreiche Währungen wie Britisches Pfund Sterling und Australischer Dollar gegenüber dem US-Dollar gestützt. Dies wurde jedoch bislang von Sprechern der US-Regierung nicht bestätigt.
Das Währungspaar EUR/USD legte auf 1,3130 zu. Der Eröffnungskurs wurde mit 1,3009 ausgegeben. GBP/USD kletterte von 1,5580 auf 1,5615. AUD/USD verbuchte deutliche Kursgewinne und notierte bei 0,9670, nachdem das Paar bei 0,9569 in den Handel startete. Auch an den US-Aktienmärkten waren Kursgewinne zu beobachten. Der Dow-Jones-Index stieg um 2,3%.
Heute stehen um 14:30 Uhr die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) zur Veröffentlichung aus. Experten rechnen mit einem Anstieg um 425.000 Anträge. Bereits in der vergangenen Handelswoche wurden 407.000 neue Anträge gestellt. Außerdem auf der Agenda: 16:00 Uhr, Ausstehende Hausverkäufe, Oktober. Hier gehen Ökonomen von einem Rückgang um -1,5%, nachdem bereits im Vormonat rund 1,8% weniger Häuser verkauft wurden.
Die gestrigen Aufwärtstendenzen bei EUR/USD könnten ein vorübergehender Trend sein und sich als Kurskorrekturen nach unten herausstellen. Möglicherweise korrelieren die Kursbewegungen jedoch mit einem Anstieg der Ölpreise und Aktienkurse? Unterstützung und Widerstand für EUR/USD befinden sich bei 1,2960 respektive 1,3310.
EUR - Euro-Talfahrt unterbrochen
Die Euro-Talfahrt wurde am gestrigen Mittwoch vorübergehend unterbrochen. EUR/USD notiert aktuell zwischen $1,3180 und $1,3060. Händler sollten den Widerstand bei 1,3180 im Auge behalten.
Aufgrund der für heute erwarteten hohen Nachrichtendichte erwarten Händler für EUR/USD eine hohe Volatilität. Währenddessen erhielt Portugal eine Warnung vor einer Abstufung seiner Bonität von S&P.
Aus aktuellem Anlass zur europäischen Schuldenkrise werden heute um 14:30 Uhr die Kommentare europäischen Notenbanker zur künftigen Geldpolitik erwartet. An erster Stellte auf der heutigen Eurozonen-Agenda steht jedoch zunächst der EZB-Entscheid zum Zinssatz um 13:45 Uhr. Experten rechnen mit einem unveränderten Zinssatz von 1,0%. Die jüngste EUR/USD-Rallye sollte möglicherweise nicht unabhängig von den Kursbewegungen bei Rohöl und dem Anstieg der Aktienkurse betrachtet werden sowie den Aufwärtstendenzen bei Risikowährungen.
Im Anschluss an den Leitzinsentscheid wird EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet um 14:30 Uhr im Rahmen der Pressekonferenz nach der Ratssitzung in Frankfurt eine Rede halten. Am Markt wird außerdem über eine Ankündigung weiterer Staatsanleihenkäufe durch die EZB spekuliert. Hiervon könnten sowohl Euro als auch die Aktienkurse profitieren.
JPY - Yen fällt und Australischer Dollar steigt mit weichender Risikoaversion
Der Yen wertet aktuell vor dem Hintergrund der europäischen Kreditkrise weiterhin ab. Händler richten ihren Handel derzeit auf risikoreiche Anlagen aus, so dass Japans Yen am Mittwoch deutlich nachgab.
Das Währungspaar USD/JPY kletterte auf seinen höchsten Stand in drei Monaten bei 84,38. Das Paar beendete den Handelstag bei 84,15, nachdem der Eröffnungspreis bei 83,52 lag. EUR/JPY legte ebenfalls kräftig zu und notierte am Mittwoch bei 110,43, nach zuvor 108,67.
Während die Risikobereitschaft der Händler gegenwärtig am Steigen ist, konnte auch der Australische Dollar gestern von der Marksituation profitieren. AUD/USD kletterte in der Spitze bis 0,9700. Jedoch gab das Paar einen großen Teil der Kursgewinne im Laufe des Tages wieder ab und schloss letztendlich bei 0,9640, nachdem Einzelhandelsdaten enttäuschten.
Sowohl Japans Yen als auch der Australische Dollar werden unter dem Einfluss der heute zur Veröffentlichung ausstehenden US-Daten stehen. Ebenso wirkt sich die Lage in Europa auf die Kursbewegungen asiatischer Währungen aus. Große Bedeutung haben heute auch die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Aussagen des Präsidenten der Europäische Zentralbank Jean-Claude Trichet. USD/JPY Unterstützung und Widerstand befindet sich bei 83,35, bzw. 84,40.
Auf der Tages-Chart hat AUD/USD die Aufwärts-Trendlinie, die ihren Ursprung Anfang Juni hat, mittlerweile getestet, ist jedoch an dieser gescheitert. Dies könnte ein guter Zeitpunkt sein, um auf steigende Kurse mit einem Sicherheits-Stopp unterhalb der Trendlinie zu setzen.
Rohöl - Rohölpreise klettert um 2,5%
Bei Rohöl konnten am gestrigen Mittwoch deutliche Kursgewinne beobachtet werden. Am heutigen Donnerstag behaupteten die Ölpreise einen Großteil ihrer Vortagsgewinne. Heute Morgen wurde US-WTI Öl bei $86,67 pro Fass gehandelt. Ein Fass Nordesee-Brent verbilligte sich um $0,14 auf $88,73.
Händler sehen positive Konjunkturdaten aus den USA als eine Bestätigung für einen voraussichtlichen Anstieg der globalen Ölnachfrage. Somit konnten die positiven US-Arbeitsmarktdaten gestern auch die Rohstoffpreise stützen. Des Weiteren verwiesen die Marktteilnehmer auf die jüngste Schwäche des US-Dollar als Beweggrund für die Rallye bei Rohöl. Dementsprechend verlagern Händler ihre Anlagen in gewinnträchtigere Investitionen wie dem Australischer Dollar, Rohöl und Gold.
Dennoch sind die US-Rohölbestände zuletzt überraschend gestiegen. Laut US-Energiebehörde erhöhten sich die Vorräte in der vergangenen Woche um 1,066 Mio. Barrel. Experten hatten mit einem Abbau um 1,1 Mio. Barrel gerechnet. Dies nahm jedoch keinen Einfluss auf die steigenden Rohölpreise.
Ein Anhalten der steigenden Preise bei Rohöl würde ein Brechen des Widerstandes bei $87,10 bedeuten. Dann wäre Rohöl möglicherweise wieder auf dem Weg in Richtung Jahreshoch bei $88,34.
Technische News
EUR/USD
EUR/USD konnte gestern die Abwärtstendenzen der letzten 7 Tage erstmalig unterbrechen. Händler gehen jedoch davon aus, dass es sich hier lediglich um kurzfristige Kurskorrekturen handelt. Für Händler könnte es sich lohnen, die untere Handelslinie der Tiefstände von Mitte November als Unterstützung anzuvisieren, die sich bei 1,2890 befindet. Ein nächster möglicher Zielkurs könnte beim 61,8% Retracement Level der Juni-November Bewegung festgelegt werden.
GBP/USD
Der Abwärtstrend dieses Paares scheint bei 1,5500, dem 38,2% Retracement Level der Mai-November Bewegung zum Stillstand gekommen zu sein. Der nächste Widerstand befindet sich beim Oktober-Tief und dem gestrigen Hoch bei 1,5650. Sollte GBP/USD oberhalb dieses Widerstandes notieren, könnten sich weitere Aufwärtsbewegungen ergeben mit einem nächsten Zielpreis beim November-Tief bei 1,5840.
USD/JPY
Dieses Paar scheiterte zum zweiten Mal am Widerstand bei 84,40. Eine Notierung oberhalb dieser Linie, könnte angesichts eines Mangels an Widerständen, das Paar bis auf das Hoch vor der BoJ-Intervention bei 85,90 drücken.
USD/CHF
Bei USD/CHF halten die Abwärtstendenzen an. An der Marke von 1,0040, dem 50% Fibonacci-Retracement-Level des August-Oktober-Tiefs ist dieses Paar bereits viermal gescheitert. Eine Notierung oberhalb dieses Levels könnte den Preis bis zum Widerstand bei 1,0180 drücken, dem 61% Retracement Level desselben Zeitraums.
Die Wild-Card
Gold
Den Mittwochhandel beendete Gold mit einer "Shaved Top" Candlestick-Anordnung, die mögliche Aufwärtstendenzen signalisiert. Diese steht im Gegensatz zur "Head and Shoulders"-Formation auf der Tages-Chart. Dieses Chart-Muster deutet wiederum auf eine Trendwende hin. Forex -Händler könnten bei Gold weiterhin auf steigende Kurse setzen, bis eine Notierung unterhalb der Neck-Line die "Head and Shoulders"-Formation bestätigt.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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