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Monday, 15 Nov 2010
Euro-Schwäche hält an während Irland Hilferuf dementiert
Der Euro handelt aktuell nahe eines 6-Wochentiefs gegen den US-Dollar. Händler verweisen auf Irlands Rekordverschuldung, die die europäische Gemeinschaftswährung stark belaste. Die Europäische Union soll in dieser Woche konkret über ein Hilfspaket für Irland beraten. Die irische Regierung dementiert, um Hilfen aus Brüssel gebeten zu haben. In einem Versuch, die Märkte zu beruhigen, erhöht auch Deutschland den Druck auf die irische Regierung, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Marktunsicherheit bestimmt gegenwärtig die Märkte und schwächt den Euro auf ganzer Linie.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3785 | 1.6220 | 83.80 | 0.9915 | 0.9945 | 0.8590 |
| 1.3750 | 1.6185 | 83.45 | 0.9880 | 0.9910 | 0.8560 | |
| 1.3715 | 1.6150 | 83.10 | 0.9845 | 0.9880 | 0.8525 | |
| Support | 1.3640 | 1.6080 | 82.35 | 0.9770 | 0.9810 | 0.8450 |
| 1.3600 | 1.6050 | 82.00 | 0.9735 | 0.9775 | 0.8415 | |
| 1.3565 | 1.6015 | 81.70 | 0.9700 | 0.9740 | 0.8380 |
Wirtschafts News
USD - Dollar beendet zinsbullische Woche nach positiven US-Konjunktursignalen
In der letzten Handelswoche verbuchte der US-Dollar überwiegend Kursgewinne gegenüber den Hauptwährungen. Dabei wertete der Dollar am deutlichsten gegen den Euro auf. EUR/USD fiel bis auf 1,3573 und markierte ein neues 6-Wochentief. Auch zum japanischen Yen und britischen Pfund Sterling machte der USD an Boden gut.
Die jüngste Dollar-Aufwertung resultiert aus positiven US-Konjunkturdaten, die eine Erholung der Wirtschaft in den USA signalisieren. Besonders erfreulich waren die Optimismus versprechenden Daten vom US-Arbeitsmarkt. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums in Washington ist die Beschäftigung in den USA im Oktober mehr als doppelt so stark wie erwartet gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten kletterte um 151.000, während Experten mit einem deutlich geringeren Stellenaufbau um 63.000, nach dem Rückgang von 41.000 Jobs im Vormonat, gerechnet hatten. Darüber hinaus lag das Handelsbilanzdefizit im September bei $44 Mrd. Hier erwarteten Analysten ein Defizit von $45 Mrd. Die Exporte wiesen einen Anstieg um 0,3% auf, womit der höchste Stand in zwei Jahren registriert wurde. Die Importe fielen hingegen erneut. Besonders deutlich legte im September den Angaben zufolge die Ausfuhr von Flugzeugen zu. Solange die Konjunkturdaten aus den USA positiv bleiben, scheinen Investoren ihr Vertrauen in die Erholung der US-Wirtschaft wieder zu erlangen, was zu einer weiteren zinsbullisch geprägten Handelswoche für den USD führen könnte.
In dieser Woche stehen einige interessante Veröffentlichungen aus den USA auf der Agenda. Wichtigste Indikatoren darunter: Einzelhandelsumsatz, Erzeugerpreisindex, TIC-Bericht, US-Baugenehmigungen, Verbraucherpreisindex sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Die vorgenannten Indikatoren werden voraussichtlich größeren Einfluss auf den Dollar in den kommenden Tagen haben.
EUR - Euro fällt inmitten Irland-Schuldenkrise
In der letzten Woche verzeichnete der Euro gegen einen Großteil der übrigen Hauptwährungen deutliche Kursverluste. Um nahezu 400 Punkte gab die Einheitswährung gegen den US-Dollar nach und markierte damit ein 6-Wochentief. Gegen das Britische Pfund Sterling und den Japanischen Yen wertete der EUR jeweils um rund 200 Punkte ab.
Die Kursverluste führen Marktbeobachter auf die Sorgen um das Staatsdefizit Irlands zurück. Die Finanzkrise hat Irland hart getroffen. Milliardenschwere Rettungspakete führten letztendlich zu einer Rekordverschuldung des Staates. Zeitungsberichten zufolge erhöht auch Deutschland in einem Versuch, die Märkte zu beruhigen, den Druck auf die irische Regierung, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus forderte Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel beim letzten Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel eine Beteiligung privater Gläubiger bei Staatsinsolvenzen. Sofort reagierten die Finanzmärkte mit starken Kursverlusten irischer und portugiesischer Staatsanleihen und steigenden Risikoaufschlägen. Der Chef der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, hatte im Vorfeld bereits gewarnt. Die Märkte reagieren gegenwärtig hypernervös, so auch Experten. Während Irland bislang dementiert, EU-Hilfen in Anspruch nehmen zu müssen, wollen sich die Finanzminister der Eurozone am Dienstag über Irland beraten. Experten bezweifeln, dass Irland es aus eigener Kraft aus der Krise schaffen wird. Vielmehr rechnen Fachleute damit, dass der Inselstaat schlussendlich EU-Hilfen in Höhe von 60 bis 80 Mrd. Euro beanspruchen muss.
Der Marktfokus liegt also auch in dieser Woche auf Irlands Rekordverschuldung und mögliche Rettungsaktionen seitens der EU. Den Rettungsschirm sehen viele Experten als wirkungsvolles Instrument, der den Euro trotz aller Besorgnis zu einer sicheren und stabilen Währung macht. Einzelne krisengebeutelte Mitgliedsstaaten werden nicht das Ende des Euro bedeuten, so Marktbeobachter.
Des Weiteren sollten Händler ihr Augenmerk auf die am Dienstag zur Veröffentlichung ausstehenden ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland richten. Deutschlands Konjunkturlage spielt wie immer eine bedeutende Rolle für den gesamten Euroraum. Am auf den im Juni geeinigten Rettungsschirm für in die Krise geratene EU-Mitgliedsstaaten in Höhe von 750 Mrd. Euro durch die Finanzminister der Euro-Staaten, beteiligt sich Deutschland mit bis zu 148 Mrd. Euro.
JPY - USD/JPY handelt nahe 1-Monatshoch
In der letzten Handelswoche ergaben sich für den japanischen Yen überwiegend Kursverluste gegenüber die Hauptwährungen. Der Yen gab um rund 150 Punkte gegen den US-Dollar nach, so dass USD/JPY inzwischen nahe eines neuen 1-Monatshochs notiert. Zum Pfund Sterling wertete der JPY um nahezu 200 Punkte ab.
Mit einer erfolgreichen Auktion von Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 1 Jahr in den USA, die die Attraktivität Dollar-denominierter Assets für ausländische Investoren erhöht, setzte sich die JPY-Talfahrt gegen den USD fort. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren legten zu und stiegen um einen ganzen Punkt auf 99 19/32 Punkte. Bis zum Wochenende markierte der US-Dollar ein neues 1-Monatshoch gegen die japanische Währung.
In den kommenden Handelstagen sollten Händler auf die Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten aus Japan achten. Von besonderer Bedeutung sind dabei der Tertiary Industry Activity und der All Industries Activity Bericht, die den monatlichen Gesamtwert der von japanischen Firmen erworbenen Waren und Dienstleistungen messen. Darüber hinaus sollten Händler jegliche Nachrichten in Bezug auf ein mögliches Hilfspaket für Irland nicht aus den Augen verlieren, da dieses Thema auch in der anstehenden Woche die Bewegungen am Markt bestimmen wird.
Rohöl - Rohöl gibt Gewinne ab und schließt nahe $84,60 pro Barrel
In die letzte Handelswoche starteten die internationalen Ölpreise bei Aufwärtstendenzen und Notierungen um $88,60 pro Barrel. Eine deutliche Trendwende setzte jedoch am Donnerstag ein. Rohöl sackte um nahezu 400 Punkte ab und wurde folglich bei $84,60 pro Barrel gehandelt.
Händler verweisen auf die jüngste USD-Stärke und Gerüchte über eine bevorstehende Zinserhöhung in China als Beweggrund für die Kursverluste bei Rohöl. Am Montagmorgen sind die Ölpreise weiter gesunken. Ein Fass US-WTI zur Lieferung im Dezember kostete in Asien $84,76 und damit $0,12 weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass Nordsee-Brent legte am Montag wiederum leicht um $0,17 auf $86,51 zu. Die Sorge um eine aus einer Zinserhöhung in China resultierenden gedämpften Ölnachfrage führt weiterhin zu einem hohen Maß an Unsicherheit am Markt, so Analysten. Darüber hinaus berichten Investoren wiederholt, dass die Schuldenprobleme der Eurozone die Märkte belasten.
In der anstehenden Woche sollten Händler ihre Aufmerksamkeit Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone schenken. Diese scheinen nach wie vor den größten Einfluss auf die Ölpreise zu nehmen. Des Weiteren ist der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch wie immer von großer Bedeutung, der sich stets unmittelbar auf den Rohölhandel auswirkt.
Technische News
EUR/USD
Nach leichten Kurskorrekturen zum vorausgegangenen Abwärtstrend scheint sich dieses Währungspaar erneut auf Talfahrt zu begeben. Die nächste Unterstützung liegt für EUR/USD bei 1,3600. Eine Notierung unterhalb dieser Unterstützungsmarke könnte den Beginn eines weiteren Abwärtstrends bedeuten.
GBP/USD
Für dieses Paar setzten sich die bisherigen Kursschwankungen fort. GBP/USD handelt in einer Spanne zwischen 1,5950 und 1,6180. Dennoch verdeutlicht das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass Abwärtsbewegungen bevorstehen, mit einem nächsten möglichen Zielkurs um 1,5950.
USD/JPY
Dieses Paar befindet sich inmitten einer Kurskorrektur aufwärts und testet derzeit die Marke von 83,00. Sollte USD/JPY diesmal nicht am Widerstand scheitern, könnte es schon bald bis auf 84,00 klettern. Im umgekehrten Fall ist eine Abwertung bis auf 81,75 möglich.
USD/CHF
Auf der 1-Stunden-Chart bildet sich eine sehr deutliche zinsbullische Handelsspanne heraus, in deren oberen Bereich das Paar mittlerweile schwankt. Da inzwischen sowohl Slow Stochastic als auch MACD der Tages-Chart zinsbullische Signale ausgeben, könnten sich noch heute Aufwärtstendenzen ergeben. Kaufen könnte hier die zu bevorzugende Strategie sein.
Die Wild-Card
Gold
Seitdem Gold die $1.424-Marke pro Feinunze erreicht hat, wurde ein Teil der Kursgewinne wieder abgegeben. Der Rohstoff wird mittlerweile um die Marke von $1.370 gehandelt. Darüber hinaus sind alle Oszillatoren auf der Tages-Chart anhaltend abwärts gerichtet, was bedeuten könnte, dass der Abwärtstrend weiteres Potential in sich trägt. Hier bietet sich Forex -Anlegern möglicherweise eine gute Gelegenheit, die Kurskorrektur für sich zu nutzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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