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Wednesday, 28 Dec 2011

Euro bewegt sich um ein 11-Monats-Tief zum USD

Geringe Liquidität an den Märkten hielt den Euro beim gestrigen Handel relativ unverändert. Da die Währung sich derzeit nahe einem 11-Monats-Tief zum USD bewegt warten Händler ab, ob die anhaltende Schuldenkrise der Eurozone den Euro noch weiter absinken lässt.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupdowndown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.35501.6165 81.501.00651.05500.8510
1.3430 1.589079.500.97801.04500.8450
1.3200 1.577078.300.95501.03400.8400
Support1.30301.541077.150.90650.98600.8350
1.28701.527076.500.87600.98000.8280
1.26651.511075.560.85700.96600.8140

Wirtschafts News

USD - Bei schwachem Handel verzeichnet der Dollar leichte Verluste

Der US Dollar verzeichnete beim gestrigen Handel leichte Verluste zu den meisten seiner Haupt-Währungsrivalen, da ein Mangel an bedeutsamen Wirtschaftsnachrichten in Verbindung mit niedriger Liquidität an den Märkten zu einem wenig bewegten Börsengang führten. Davon abgesehen setzen Gerüchte, die US Notenbank (Fed) würde eine neuerliche Runde quantitativer Lockerung im kommenden Jahr in Erwägung ziehen, den Dollar unter Druck. Während der Dollar zu Währungen wie dem Yen und dem britischen Pfund Sterling Verluste verzeichnete, konnte er seine jüngsten Gewinne zum Euro beibehalten. Investoren flüchten sich in den Safe-Hafen-Dollar, da die anhaltende Schuldenkrise der Eurozone droht den Euro noch weiter absinken zu lassen.

Heute erwartet Händler voraussichtlich ein weiterer recht schleppender Handel. Mangelnde wichtige Wirtschaftsdaten werden sehr wahrscheinlich zu geringer Liquidität an den Märkten führen, da viele Investoren sich noch im Weihnachtsurlaub befinden. Abgesehen davon sollten Händler nach irregulären Kursbewegungen Ausschau halten. Die geringe Liquidität könnte bewirken, dass Kurse, ohne erkennbaren Grund, steigen oder fallen.

EUR - Die Krise der Eurozone bewirkt weiterhin einen Abschwung beim EUR

Der Euro bewegte sich am Donnerstag nahe einem 11-Monats-Tief zum USD, da niedrige Liquidität an den Märkten einen relativ schwachen Handel bewirkte. Dieser schwache Handel war zusätzlich darauf zurückzuführen, dass sich viele Investoren derzeit bis zum Jahresende im Urlaub befinden.

Trotz des ereignisarmen Handelsumfeldes der letzten Tage, zeichnen sich doch einige wichtige Euro-Nachrichten am Horizont ab. So dürfte insbesondere die für Donnerstag festgesetzte Anleihe-Auktion in Italien für heftige Volatilität an den Märkten sorgen. Sollte die italienische Regierung Schwierigkeiten haben ihre Staatsanleihen zu verkaufen, werden Marktanalysten das wahrscheinlich als ein Zeichen sehen, dass sich die Schuldenkrise der Eurozone in 2012 noch verschlimmern dürfte,

JPY - Trotz geringer Liquidität behält der Yen seine Stärke

Der Yen bewies am Dienstag einmal mehr, dass er die ideale Safe-Hafen-Währung ist, als er trotz des schwachen Handels Kursgewinne zu den meisten seiner Haupt-Währungsrivalen verzeichnete. Gerüchte über ein neuerliches quantitatives Lockerungsprogramm der USA im kommenden Jahr, sowie die anhaltende Schuldenkrise der Eurozone sorgten dafür, dass sich Händler den ganzen Tag über der japanischen Währung zuwandten.

Heute wird der Mangel an bedeutsamen Wirtschaftsnachrichten sehr wahrscheinlich bedeuten, dass sich der gestrige positive Trend für den Yen fortsetzen wird. Abgesehen davon bedeutet die geringe Liquidität an den Märkten, dass jederzeit unerwartete Kursbewegungen an den Märkten eintreten können. Händler sollten den USD/JPY- und GBP/JPY-Paarungen besondere Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, da es bei diesen Paarungen in den letzten Tagen zu dramatischen Verschiebungen gekommen ist.

Rohöl - Rohöl verzeichnete am Dienstag gemischten Handel

Rohöl verzeichnete gestern einen außerordentlich gemischten Handel, da schwache europäische Wirtschaftsdaten in Verbindung mit Befürchtungen für den Rohölnachschub aus dem Mittleren Osten sich negativ auf den Rohstoff auswirkten. Dennoch war der Rohölpreis in der Lage über den psychologisch wichtigen Wert von $ 100 pro Barrel hinaus anzusteigen. Analysten schreiben das der gestiegenen Rohölnachfrage in China zu. Währenddessen ist die Nachfrage nach Rohöl in den USA in jüngster Zeit gestiegen, da das kalte Wetter landesweit zu größerem Energieverbrauch geführt hatte.

Heute könnte der Rohölpreis seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Händler sollten jedoch die Entwicklungen an den Märkten genau beobachten, da aufgrund der geringen Liquidität es ohne erkennbaren Grund zu unerwarteten Kursbewegungen kommen kann.

Technische News

EUR/USD

Das Wochen-Chart zeigt sich recht aufschlussreich. Nachdem die Unterstützungslinie der Januar- und Oktober-Tiefs durchbrochen wurde stieg die Paarung wieder auf diesen Wert an und wandelte sich in den Widerstandswert von 1,3200, was bei zuvor durchbrochenen Trendlinien öfter vorkommt. Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart bewegt sich die Paarung im überverkauften Bereich, wobei auf dem Monats-Chart noch Bewegungsspielraum besteht. 1,2670 erweist sich als wichtiger Unterstützungswert, da sich auf dem Monats-Chart eine Dreiecks-Formation der Tiefs in 2008 und 2010 findet. Unterhalb dieser Unterstützung liegt mit 1,2520 das Tief von 2008. Widerstand findet sich wieder beim 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3215 und bei 1,3430, dem Hoch vom 9. Dezember, welches mit der 38% Fibonacci Rückführung vom Oktober-Hoch zum Dezember-Tief übereinstimmt.

GBP/USD

Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart bewegt sich die Paarung im überverkauften Bereich, wobei auf dem Monats-Chart weiterhin ein Abschwung zu verzeichnen ist. Im verlauf des Dezembers ist es dem Pfund Sterling mehrere Male nicht gelungen einen Brückenkopf oberhalb des Widerstandswerts von 1,5770 zu etablieren. Beim Oktober-Tief von 1,5270 findet sich erste Unterstützung, obwohl Marktteilnehmer sehr wahrscheinlich die von 2009 ansteigende Trendlinie von 1,5110 ins Auge fassen werden. Ein Durchbruch des Widerstandswerts von 1,5770 könnte eine Eindeckung von Leerverkäufen zur Folge haben, wobei Marktpessimisten sich eher beim Hoch vom 18. November von 1,5890 finden dürften. Dieser Wert stimmt mit der 61% Rückführung der Oktober- bis Dezember-Bewegung überein. Nur ein Durchbruch des Oktober-Hochs von 1,6165 dürfte die technische Stimmung von pessimistisch in optimistisch wandeln.

USD/JPY

Die USD/JPY-Paarung versucht sich an der abfallenden Trendlinie vom Hoch in 2007, welches diese Woche bei 78,30 liegt. Bei einem Durchbruch hier könnte die USD/JPY-Paarung beim Oktober-Hoch von 79,50 und beim Juli-Hoch von 81,50 unter Verkaufsdruck geraten. Der 100-Wochen-Bewegungsdurchschnitt von 83,30 ist ein weiterer Wert, den Langzeit-Anleger zur Bestätigung technischer Aufwärtsbewegungen im Auge behalten sollten. Davon abgesehen weist der langfristige Trend weiterhin abwärts, und die Paarung findet Unterstützung beim Dezember-Tief von 77,15 und dem November-Tief von 76,50 vor dem Allzeit-Tief der Paarung.

USD/CHF

Ein Monats-Börsenschluss oberhalb des 20-Monats-Bewegungsdurchschnitts von 0,9385 würde die Stärke des USD bestätigen. Das würde das Jahres-Hoch in 2011 von 0,9780 und das Dezember-Hoch in 2010 von 1,0065 ins Spiel bringen. Der auffälligste technische Wert liegt bei 1,1140, der vom Hoch in 2003 langfristig abfallenden Trendlinie. Erste Unterstützung findet sich wieder bei 0,9065, mit der Möglichkeit eines weiteren Abschwungs zum Wendepunkt im Oktober bei 0,8565.

Die Wild-Card

EUR/CAD

Die EUR/CAD-Paarung hat den wichtigen Unterstützungswert von 1,3400 durchbrochen, der in diesem Jahr bereits des Öfteren als Unterstützungswert gedient hat. Forex-Händler sollten beachten, dass nur das Februar-Tief von 1,3265 dem Januar-Tief von 1,2775 im Wege steht. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 15:16 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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