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Monday, 24 May 2010

Euro fällt mit Beginn neuer Handelswoche

In der vergangenen Woche erholte sich der EUR leicht gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Anhaltende Sorgen um die finanzielle Stabilität der Eurozone und die Konsequenzen der aktuellen Kreditkrise, die das Wachstum im Euroraum bremst, setzten der Einheitswährung zum Wochenstart jedoch erneut zu. Wird sich der Euro in der anstehenden Handelswoche erneut auf Talfahrt begeben?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupnoupupup
Wochentendenzupnononoupup
Resistance1.26001.457591.151.16200.83800.8750
1.25701.454090.801.15900.83500.8715
1.25401.451090.501.15600.83150.8680
Support1.24751.444089.801.14950.82450.8610
1.24401.441089.501.14600.82100.8580
1.24101.437589.201.14300.81800.8545

Wirtschafts News

USD - Enttäuschende Konjunkturdaten stoppen zinsbullischen USD

In der letzten Woche verzeichnete der USD gegen einige Hauptwährungen Kursverluste. Nach einem starken Aufwärtstrend, der sich über etliche Wochen erstreckte, ergaben sich für die US-Währung leichte Kurskorrekturen gegen Euro und Yen.

Händler verweisen auf enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA als Auslöser für die Kursbewegungen. Zur Wochenmitte gab das US-Handelsministerium bekannt, dass die Baugenehmigungen in den USA im April einen saisonbereinigten Rückgang verzeichneten. Insgesamt wurden 0,61 Mio. Genehmigungen für Privathäuser erteilt und somit das Vormonatsniveau von 0,68 Mio. verfehlt. Darüber hinaus teilte das US-Arbeitsministerium am Dienstag mit, dass auch die Verbraucherpreise in den USA im April überraschend gefallen sind. Diese sind im Vormonatsvergleich um 0,1% gesunken. Ein ähnliches Ergebnis war für die US-Verbraucherpreise zu beobachten. Auch der Verbraucherpreisindex sank gegenüber dem Vormonat im April um 0,1%. Volkswirte hatten eine Preiserhöhung um 0,2% erwartet. Viele Händler reagierten auf die Ergebnisse, indem sie ihre Long-USD-Positionen schlossen. Der US-Dollar gab entsprechend leicht gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach.

In der anstehenden Handelswoche stehen einige wichtige Konjunkturdaten auf der US-Agenda. Heute erwarten Investoren mit Spannung den für 16:00 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden Bericht zum Verkauf bestehender Häuser im April. Der Indikator gibt die Anzahl der verkauften Einheiten am US-Häusermarkt aus. Stützen könnte den USD ein den Prognosen entsprechendes Ergebnis um +4,7% gegenüber dem Vormonat. Außerdem sollten Händler folgende US-Indizes in den kommenden Tagen nicht aus den Augen verlieren: Index zum Verbrauchervertrauen, Verkäufe von Neubauten, vorläufige BIP-Ergebnisse sowie Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Jeder dieser Indikatoren kann Einfluss auf den Kurs des USD nehmen.

EUR - Ist der EUR-Erholungstrend bereits beendet?

Die europäische Gemeinschaftswährung wertete in der vergangenen Handelswoche gegen die Mehrzahl der Hauptwährungen auf. Dabei erholte sich der Euro von seinem 4-Jahres-Tief gegen den US-Dollar. Das Währungspaar EUR/USD handelt aktuell um $1,2500. Auch zum Pfund Sterling wurde der EUR fester gehandelt.

Die leichte EUR-Erholung entspricht im Grunde einer Marktkorrektur zur extremen Abwertung der Einheitswährung über mehrere Wochen. Dabei wurde die zunächst in Griechenland ausgelöste Kreditkrise zu einer allgemeinen Eurozonen-Krise, die den EUR bis auf ein 4-Jahres-Tief gegen den US-Dollar drückte. Das Ausbleiben ausgesprochen negativer Fundamentaldaten aus dem Euroraum unterstützte die Marktkorrektur nach dem freien Fall des EUR. Dennoch, mit Beginn der neuen Handelswoche wertet die Währung der 16 Nationen erneut ab. Zu ersten Beratungen am Freitag kam die EU-Taskforce, die sich aus den Finanzministern der EU-Staaten sowie Vertretern der EZB und der EU-Kommission zusammensetzt, in Brüssel zusammen, um über eine Euro-Reform und neue Regeln für den Euro-Stabilitätspakt zu konferieren. Die anhaltenden Sorgen um die Auswirkungen der jüngsten Schuldenkrise in Griechenland und weiterer Defizitsünder drückten den Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung abermals heute Morgen.

In dieser Woche sollten Händler zunächst die kommenden Entwicklungen zum Thema europäische Kreditkrise aufmerksam beobachten. Insbesondere die schwache Konjunkturlage im Mitgliedsland Spanien sei besorgniserregend und äußerst instabil, so Marktbeobachter. Solange die aktuellen Konjunkturdaten aus dem Euroraum nicht äußerst positiv ausfallen, könnte der EUR seine Talfahrt fortsetzen.

JPY - Yen gewinnt auf breiter Front bei anhaltender Risikoscheu

Der japanische Yen wertete in der letzten Handelswoche gegen die Hauptwährungen insgesamt auf. Eine deutliche Kurssteigerung verzeichnete die Inselstaatwährung gegenüber dem US-Dollar. Das Währungspaar USD/JPY fiel bis auf 89,00. Auch zum Pfund Sterling und EUR wurde der japanische Yen fester gehandelt.

Nach wie vor gilt die europäische Kreditkrise und die derzeit lahmende globale Konjunkturerholung als Beweggrund Nummer Eins für die starke Aufwertung des JPY. Die Entwicklung rund um finanzschwache EU-Staaten wie Griechenland und Spanien nehmen nach wie vor den größten Einfluss auf die Kursbewegungen der japanischen Währung am Markt. Entsprechend ist die Risikobereitschaft der Investoren gedämpft. Händler sind auf der Suche nach Safe-Havens wie den Yen, der momentan als „sichere“ Anlage gilt. Der Yen-Aufwärtstrend wird sich voraussichtlich fortsetzen, solange die europäische Kreditkrise die Anleger beunruhigt.

Händler sollten in der bevorstehenden Woche Nachrichten aus der Euro-Region gut im Auge behalten, da diese, wie bereits erwähnt, ihren Einfluss auf Japans Yen nehmen werden. Darüber hinaus sollten Händler auf wichtige japanische Fundamentaldaten Acht geben, insbesondere auf den am Mittwoch zur Veröffentlichung ausstehenden Bericht zur Handelsbilanz sowie die Kernrate des Tokio CPI (Verbraucherpreisindex).

Rohöl - Ölpreis stabilisiert sich um $70 pro Barrel

Der Rohölhandel verlief in der vergangenen Woche verhältnismäßig ruhig. Dabei wurde das Barrel Rohöl im Wochenverlauf überwiegend um $70,00 gehandelt. Rohöl startet in die neue Handelswoche ebenfalls bei demselben Preis-Niveau.

Der jüngste freie Fall des Rohstoffs fand bereits zu Beginn der letzten Woche ein Ende. Hauptauslöser für diese Entwicklung war die leichte Erholung des EUR gegen den US-Dollar. Zuvor drückte der starke US-Dollar über Wochen den Ölpreis. Rohöl war innerhalb von drei Wochen um über 1.500 Punkte gefallen. Aktuell beunruhigt die europäische Kreditkrise die Anleger, die das Erholungstempo im Euroraum bremst. Aufgrund der strauchelnden Wirtschaft, lässt auch die Energienachfrage nach. Der Ölpreis könnte wieder unter die Marke von $70 pro Barrel abrutschen, so die Händler.

Anleger sollten in der bevorstehenden Woche jeglichen Nachrichten aus der Eurozone ihre Aufmerksamkeit schenken, da diese gegenwärtig direkten Einfluss auf den Ölhandel nehmen. Am Mittwoch erwartet die Marktteilnehmer darüber hinaus wie in jeder Woche der Bericht zu den US-Rohöllagerbeständen.

Technische News

EUR/USD

Ein Großteil der technischen Indikatoren gibt dieses Währungspaar im neutralen Bereich aus. Entsprechend könnte ein Handelstag mit geringer Volatilität heute zu neuen Preisbewegungen führen. Anleger sollten weitere Entwicklungen zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.

GBP/USD

Aktuell kreuzt der Slow Stochastic auf der 4- und 8-Stunden-Chart abwärts und deutet somit auf eine bevorstehende Kurskorrektur nach unten. Anleger könnten bei diesem Paar heute auf fallende Kurse setzen.

USD/JPY

Dieses Währungspaar unterliegt aktuell Kursschwankungen zwischen 89,80 und 90,35. Ein Großteil der Indikatoren bewegt sich dabei im neutralen Bereich. Der RSI der 8-Stunden-Chart schwankt im „überverkauften“ Bereich, ein Hinweis auf eine mögliche Preisbewegung nach oben. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, ist möglicherweise die richtige Wahl für heute.

USD/CHF

Auf der Stunden-, 8-Stunden- und Tages-Chart hat der RSI mittlerweile in den „überkauften“ Bereich gedreht. Darüber hinaus kreuzt der Slow Stochastic der Stunden-, 2-Stunden- und Tages-Chart deutlich abwärts. Verkaufen könnte sich bei USD/CHF heute auszahlen.

Die Wild-Card

Platin

Der RSI der 8-Stunden-Chart verdeutlicht, dass dieser Rohstoff im stark „überverkauften“ Bereich handelt. Im weiteren Tagesverlauf ist eine Kurskorrektur nach oben möglich. Auch die Bollinger Bands der Tages-Chart bestätigen diese Tendenz. Sobald Platin am oder unterhalb des unteren Bereichs handelt, können CFD- Forex -Händler heute einen Preissprung erwarten. Bei eng gesetzten Stopps auf steigende Kurse zu setzen, könnte die beste Wahl sein.

Aktuelle Zeit: 05/25 15:17 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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