| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Wednesday, 16 Jun 2010
Euro gewinnt mit wachsendem Risikoappetit
Nach der letzten USD-Rallye der vergangenen Handelswochen, werden langsam erste Erholungszeichen für den EUR deutlich. Dabei scheint die steigende Risikobereitschaft am Markt als Haupttriebfeder für die Aufwärtstendenzen der Gemeinschaftswährung zu dienen. Wird sich dieser Trend fortsetzen?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2425 | 1.4925 | 92.30 | 1.1420 | 0.8735 | 0.8415 |
| 1.2385 | 1.4880 | 92.00 | 1.1380 | 0.8700 | 0.8380 | |
| 1.2355 | 1.4840 | 91.75 | 1.1345 | 0.8675 | 0.8350 | |
| Support | 1.2300 | 1.4775 | 91.10 | 1.1275 | 0.8600 | 0.8295 |
| 1.2270 | 1.4730 | 90.75 | 1.1245 | 0.8575 | 0.8265 | |
| 1.2230 | 1.4695 | 90.40 | 1.1210 | 0.8515 | 0.8210 |
Wirtschafts News
USD - USD verliert aufgrund steigender Risikobereitschaft
Am gestrigen Handelstag gab der USD gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach. Dabei fiel die US-Währung innerhalb eines Tages um nahezu 200 Punkte gegen den EUR. Auch das Pfund Sterling wurde zum Dollar fester gehandelt.
Ferner brachten die steigenden Kurse an den globalen Aktienmärkten den USD unter Druck. Die spürbar erhöhte Risikobereitschaft am Markt veranlasst Investoren, sich an risikoreichen Anlagen wie Euro und Pfund Sterling zu orientieren. Händler berichten von einem neu auflebenden Optimismus der Anleger, die der Meinung sind, dass sich nicht nur die Weltwirtschaft, sondern auch die Konjunkturlage im Euroraum weiter erholen dürfte.
Am gestrigen Dienstag veröffentlichten die USA neueste Zahlen zu Wertpapierkäufen und -verkäufen ausländischer Investoren. Demnach verzeichnete die internationale Netto-Nachfrage nach lang laufenden US-Wertpapieren im April einen positiven Saldo. Insgesamt ließ der Kapitalzufluss im Vormonatsvergleich jedoch deutlich nach. Laut US-Finanzministerium kauften internationale Investoren Wertpapiere mit Laufzeiten von mehr als einen Jahr für netto $62,6 Mrd. Die Nettokäufe von länger laufenden US-Wertpapieren durch ausländische Investoren beliefen sich auf $83,0 Mrd. Die Daten wirkten sich positiv auf die Risikobereitschaft am Markt aus, so Händler.
Für heute stehen mehrere interessante Indikatoren auf der US-Tagesagenda. Zu den wichtigsten Veröffentlichungen zählen: Baubeginne und Baugenehmigungen, (14:30 Uhr) sowie Erzeugerpreise (14:30 Uhr). Darüber hinaus gibt das Department of Energie 16:30 Uhr das Ergebnis zu den Rohöllagerbeständen der letzten Woche aus. Optimismus versprechende Konjunkturdaten könnten den USD stützen. Positive Konjunktur-Impulse könnten auch wieder an den Börsen Resonanz finden. Zu Wochenbeginn hatten bereits gute Vorgaben der asiatischen Börsen und die Stabilisierung des Euro für positive Auswirkungen an den US-Märkten gesorgt.
EUR - EUR und Aktienkurse steigen
Der EUR wertete am Dienstag wiederholt gegen einen Großteil der Hauptwährungen auf. Zum USD kletterte die Einheitswährung auf ein 2-Wochen-Hoch. EUR/USD handelt aktuell über der Marke von 1,2300. Auch zum Pfund Sterling und japanischen Yen machte die europäische Gemeinschaftswährung Boden gut.
Die jüngste Euro-Rallye geht mit steigenden Aktienkursen weltweit und einer erhöhten Nachfrage nach Risikoanlagen einher. Die Zweifel an der Konjunkturerholung im Euroraum lassen nach und die europäische Einheitswährung scheint sich von ihrer letzten Talfahrt zu erholen. Der Euro kann seine herben Verluste der vergangenen Woche möglicherweise wieder wettgemacht. Auch an den Aktienmärkten wird der Optimismus wieder entdeckt. Eine freundlichere Stimmung ist dank eines stabileren Euro-Kurses zu spüren, so Marktbeobachter. Der als wichtiger Stimmungsindikator der deutschen Wirtschaft geltende ZEW-Konjunkturindikator nahm gestern wenig Einfluss auf die Marktstimmung. Dieser notiert im Juni bei einem Indexstand von 28,7. Experten hatten einen Index von 42 erwartet, während das Ergebnis im Vormonat noch bei 45,8 gelegen hatte. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone haben sich im Vormonatsvergleich ebenfalls verschlechtert. Hier wurde ein Indexstand von 18,8 ausgegeben. Die Konjunkturerwartung im Euroraum fiel somit um 18,8 Punkte auf 18,8 Zähler.
Auch aus der Eurozone werden heute Indizes mit Spannung erwartet. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei den Verbraucherpreisen in der Eurozone (Mai) geschenkt werden, die von Eurostat um 11:00 Uhr veröffentlicht werden. Die Prognosen belaufen sich auf +0,1% im Vormonatsvergleich und +1,6% im Vergleich zum Vorjahr. Ob der Euro seinen jüngsten Aufwärtstrend aufrecht erhalten kann, bleibt zunächst abzuwarten. Die deutschen Aktienmärkte sind zumindest auch am heutigen Mittwoch erneut dank positiver Vorgaben aus Übersee mit Gewinnen in den Handel gestartet.
JPY - Yen verliert gegen Hauptwährungen und BoJ belässt Leitzins bei 0,10%
Am Mittwoch verbuchte der japanische Yen erneut Kursverluste gegen einen Großteil seiner Hauptgegenwährungen. Dabei sackte der JPY um nahezu 200 Punkte gegen den Euro und 150 Punkte zum Pfund Sterling ab. Auch der USD schloss zum Yen fester.
Als Hauptursache für den schwachen Yen gilt die erhöhte Nachfrage nach risikoreichen Anlagen am Markt. Durch freundlich aufgenommene Konjunkturdaten legten wichtige Aktien-Indizes weltweit insbesondere in den letzten zwei Handelstagen zu und der Risikoappetit scheint tendenziell zu steigen. Insgesamt behält der Safe-Haven-Status des Yen weiterhin seine Gültigkeit am internationalen Markt. Entsprechend beginnen Investoren, ihre Yen-Long-Positionen zu schließen.
Die Bank of Japan beließ gestern einmal mehr den Leitzins beim historisch niedrigen Stand von 0,1%, was die niedrigste Rate in der Gruppe der Industrienationen darstellt. Bislang bevorzugt Japans Regierung einen schwachen Yen, um die Erholung der japanischen Wirtschaft durch einen gesteigerten Export voranzutreiben.
Wie die neue Regierung um Ministerpräsident Naoto Kan gegen die zunehmende Staatsverschuldung vorgehen will, bleibt abzuwarten. Von allen Industrienationen hat Japan die höchste öffentliche Verschuldung.
Rohöl - Rohöl notiert über $77 pro Barrel
Am Spotmarkt kletterten die Ölpreise gestern zum dritten Tag in Folge aufwärts. Zur Eröffnung der Märkte kostete das Barrel Rohöl $74,60. Im Tagesverlauf verbuchte der Rohstoff einen Kursgewinn von nahezu 250 Punkten. Aktuell handelt das Barrel Rohöl bei über $77.
Analysten zufolge ist diese Kurserholung sowohl auf einen schwachen USD, als auch auf einen steigenden Bedarf zurückzuführen. In den vergangenen Wochen ließ die Kreditkrise im Euroraum Investoren auf eine Inflationserhöhung der EU sowie auf einen Rückgang der Energienachfrage spekulieren. Zunehmend positive Konjunkturdaten weltweit scheinen jedoch den Boden für steigende Ölpreise zu bereiten. Derzeit gilt: Solange die Kurserholung an den Aktienmärkten anhält, kann sich auch eine Erholung der Rohölpreise fortsetzen.
Wichtige Veröffentlichung für Rohöl-Händler heute: Der um 16:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehende Bericht des Department of Energy zum US-Rohöllagerbestand der vergangenen Woche. Im diesem Bericht werden unter anderem die aktuellen Lagerbestände für Rohöl und Benzin sowie die Veränderungen der Lagerbestände im Verhältnis zu den Markterwartungen dargestellt. Eine rückläufige Entwicklung bei den Vorräten könnte die Preise stützen.
Technische News
EUR/USD
Dieses Währungspaar scheint den langfristigen Abwärtstrend, der im November 2009 begann, mittlerweile zu korrigieren. Entsprechend verdeutlicht ein Großteil der Technischen Indikatoren, dass EUR/USD stark überkauft ist. Deutlich zu sehen ist diese Entwicklung beim Momentum (10-Tage), das oberhalb der Nulllinie nach oben läuft. Darüber hinaus ist das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic nicht zu übersehen. Trotz der technischen Signale, testet das Paar den Widerstand bei 1,2350. Ein Durchbruch dieser Marke könnte den Preis bis zum nächsten wichtigen Widerstand bei 1,2520 befördern.
GBP/USD
Dieses Paar hat gestern die bedeutende Widerstandsmarke bei 1,4780 überwinden können, scheiterte jedoch am 1,4840-Widerstand. Dennoch notierte der Kurs des Paares oberhalb der 50-Stunden-Linie des Simple-Moving-Average (SMA). Hält der Aufwärtstrend für GBP/USD an, könnte der nächste Richtpreis um den Widerstand bei 1,5040 liegen.
USD/JPY
Dieses Paar konsolidiert sich weiterhin zwischen der Unterstützung bei 90,80 und dem Widerstand bei 93,00. Auf der 4-Stunden-Chart werden leichte Abwärtstendenzen deutlich, denn USD/JPY scheiterte daran, oberhalb des Durchschnittskurses der Bollinger Band der letzten 20 Tage zu schließen. Der RSI bewegt sich ebenfalls abwärts und signalisiert einen rückläufigen Trend. Für Händler könnte es sich auszahlen, bei einem Richtpreis um die 90,80-Unterstützungsmarke auf fallende Kurse zu setzen.
USD/CHF
Der Aufwärtstrend der Tages-Chart wird nun bei der Marke von 1,1300 getestet. Durchbricht USD/CHF diese Marke, kann sich das Währungspaar durchaus in Richtung 10-Tage-Linie des Simple-Moving-Average (SMA) bewegen, die seit dem 9. Juni als Widerstand fungiert.
Die Wild-Card
Gold
Seit dem jüngsten Allzeit-Hoch für Spot-Gold, das mit $1.251,76 ausgegeben wurde, ist der Goldkurs am Fallen. Die 20-Tage-Linie des Simple-Moving-Average (SMA) wurde dabei jedoch nicht unterschritten. Für CFD- Forex -Händler bietet sich ein guter Zeitpunkt, diesem Markt jetzt beizutreten. Viele Anleger gehen von einer Wiederaufnahme der Aufwärtstendenzen bei Gold mit einem Richtpreis um den Widerstand bei $1.251 aus.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Household Spending







