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Monday, 7 Jun 2010
Euro stürzt auf 9-Jahrestief gegen Yen
Mit Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten NFP am vergangenen Freitag nahmen USD und JPY ihren zinsbullischen Trend wieder auf. Infolgedessen stürzte der Euro bis auf ein 9-Jahrestief gegen den japanischen Yen. Das Währungspaar EUR/JPY rutschte bis auf die Marke von 108,06 ab. Das Marktgeschehen steht auch in dieser Woche erneut unter dem Einfluss der europäischen Kreditkrise, die sich bislang nicht zu lösen scheint. Und wieder stellt sich die Frage: Wird der Euro noch weiter fallen?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2000 | 1.4530 | 92.35 | 1.1760 | 0.8250 | 0.8350 |
| 1.1970 | 1.4495 | 92.00 | 1.1730 | 0.8220 | 0.8320 | |
| 1.1940 | 1.4465 | 91.70 | 1.1695 | 0.8185 | 0.8285 | |
| Support | 1.1870 | 1.4400 | 91.00 | 1.1625 | 0.8120 | 0.8220 |
| 1.1840 | 1.4370 | 89.70 | 1.1590 | 0.8090 | 0.8190 | |
| 1.1810 | 1.4340 | 89.35 | 1.1560 | 0.8060 | 0.8160 |
Wirtschafts News
USD - Gute Beschäftigungszahlen stärken US-Dollar
In der letzten Handelswoche ergaben sich für den US-Dollar überwiegend Aufwärtstendenzen gegenüber den Hauptwährungen. Zum EUR wertete der Dollar erneut auf. Das Paar EUR/USD rutschte zur Wochenmitte bis unter die Marke von 1,900. Auch zum japanischen Yen und Pfund Sterling wurde der Dollar fester gehandelt.
Die kursbewegendste Veröffentlichung aus den USA der letzten Woche entstammte dem Arbeitsmarkt. Das am Freitag ausgegebene Ergebnis zum NFP-Bericht (US-Beschäftigung in der Privatwirtschaft, exklusive Agrarsektor) blieb zwar unter den Erwartungen von 521.000 geschaffenen Stellen, wurde von Händlern dennoch als positiv gewertet. Die Daten indizierten mit 431.000 Jobs eine solide Entwicklung bei der Stellenschaffung in den USA im Monat Mai sowie einen Rückgang der Arbeitslosenquote im Land um 9,7%. Die positiven Indexstände verstärken den Eindruck, dass die Wirtschaft in den USA, im Gegensatz zur Eurozone, deutliche Erholungstendenzen erfährt. Darüber hinaus gab es positive Daten aus dem US-Immobiliensektor, der sich ebenfalls zu erholen scheint. Ferner sind die US-Eigenheimverkäufe aus dem Bestand, die 75% am US-Häusermarkt ausmachen, laut National Association of Realtors (NAR) im April um 6,0% und damit deutlich gestiegen. Solange positive Konjunkturdaten aus den USA, insbesondere aus den Bereichen Immobilien und Beschäftigung veröffentlicht werden, sollte der US-Dollar seinen Aufwärtstrend voraussichtlich fortsetzen.
In der anstehenden Handelswoche stehen viele interessante Veröffentlichungen aus den USA auf der Agenda. Indizes, die den größten Einfluss auf die Kursbewegungen haben, werden zur zweiten Wochenhälfte veröffentlicht, darunter: US-Handelsbilanz, wöchentliche Arbeitslosenzahlen, Einzelhandelsumsätze sowie Berichte zur Verbraucherstimmung im Land. Sollten die Daten weiterhin viel versprechend bleiben, ist davon auszugehen, dass der USD gegen übrige Hauptwährungen wiederholt aufwertet.
EUR - Euro zu Yen auf niedrigstem Wert in 9 Jahren
Der freie Fall des EUR setzte sich auch in der letzten Handelswoche fort. Dabei rutschte die Gemeinschaftswährung um nahezu 400 Punkte zum USD und um 300 Punkte zum Pfund Sterling ab. Am deutlichsten waren die Kursverluste jedoch gegenüber dem japanischen Yen. Das Währungspaar EUR/JPY rutschte bis auf die Marke von 108,17 ab und markierte ein neues 9-Jahrestief.
Als Hauptursache für den anhaltenden EUR-Abwärtstrend gilt nach wie vor die vorherrschende Kreditkrise im Euroraum, die das EUR-Sentiment gegenwärtig eintrübt. Dieses Mal waren es die Wirtschaftsprobleme und eine mögliche Zahlungsunfähigkeit Ungarns, die die Anleger in der letzten Woche verunsicherten. Das EU-Mitgliedsland hat jedoch den Euro nicht als Zahlungsmittel. Sorgen um eine Ausbreitung der Kreditkrise innerhalb der Eurozone dämpfen dennoch jeglichen Konjunkturoptimismus in Europa. Ob und wann die Währungshüter und EU-Staatschefs die finanzielle Stabilität der Eurozone sichern können und wie abträglich die Konsequenzen der aktuellen Kreditkrise, die das Wachstum im Euroraum bremst, ausfallen werden, bleibt bislang offen. Zusätzlich belasten schwache Konjunkturzahlen aus der Eurozone die Euro-Währung. Die Kernrate der Einzelhandelsumsätze im Euroraum war im April um 1,2% gefallen und lag somit weit unter den Erwartungen, die sich auf einen 0,1%-igen Anstieg beliefen. Die Kombination aus ungewissen Marktaussichten in der Eurozone und enttäuschenden Konjunkturdaten setzen der Einheitswährung zu und könnten diese in den kommenden Tagen zusätzlich schwächen.
Wichtigste Veröffentlichung aus der Eurozone in der anstehenden Woche ist der Mindestbietungssatz, der bei der EZB die Leitzinsfunktion übernommen hat. Experten gehen davon aus, dass die EZB ihren Leitzins im Juni unverändert bei 1,00% belassen wird. Sollte die Notenbank jedoch mit einer Anhebung der Zinsen überraschen, würde dies großen Einfluss auf die Märkte nehmen. Händler sollten die nächsten Entwicklungen zum Thema europäische Kreditkrise weiterhin aufmerksam beobachten, die am Markt nach wie vor als Haupttriebfeder für die dramatische Euro-Schwäche der letzten Woche gilt.
JPY - EUR/JPY fällt auf 9-Jahrestief
In der letzten Handelswoche ergab sich für den japanische Yen ein uneinheitlicher Handel. In die Woche startete der JPY mit deutlichen Kursverlusten gegen US-Dollar, EUR und Pfund Sterling. Im weiteren Wochenverlauf konnte der Yen jedoch einen Teil der verzeichneten Verluste wieder ausgleichen. Letzten Endes kletterte die Inselstaatwährung bis auf ein 9-Jahreshoch zum EUR.
Ursache für die Abwärtstendenzen des Yen waren erneut Regierungsprobleme in Japan, die letztendlich zum Rücktritt des japanischen Regierungschefs Yukio Hatoyama zur Wochenmitte führten. Als seinen Nachfolger und neuen Ministerpräsidenten wählte das japanische Parlament am Freitag den bisherigen Finanzminister Naoto Kan. Ebenso wie der US-Dollar, gilt auch die japanische Währung als sicherer Anlagehafen. Ist die politische Lage in Japan unklar, verbucht der JPY schnell Kursverluste. Seit Freitag zeichneten sich schließlich für den Yen Erholungstendenzen ab. Insgesamt wertet der Yen momentan, angesichts der anhaltenden Unsicherheit an den Märkten, tendenziell auf. Die Kreditkrise in Europa dämpft die Risikobereitschaft am Markt. Händler sind auf der Suche nach Safe-Havens wie den Yen, der als „sichere“ Anlage gilt. Nutznießer aus dieser Stimmung bleiben derzeit Händler, die bei JPY Kauf-Positionen eröffnen und ein geringes Risiko eingehen.
Auch aus Japan werden in dieser Woche einige wichtige Indizes veröffentlicht. Händler sollten vor allem die Kernrate der Maschinenbestellungen sowie den finalen Bericht zum Bruttoinlandsprodukt des letzten Quartals nicht aus den Augen verlieren. Analysten prognostizieren Optimismus versprechende Daten, die dem JPY Auftrieb bringen können.
Rohöl - Rohöl notiert unter $70 pro Barrel
Der Abwärtstrend der Ölpreise setzte sich auch in der vergangenen Handelswoche fort. Dabei rutschte der Rohstoff im Wochenverlauf von $74 pro Barrel um 400 Punkte auf weniger als $70 pro Barrel zu Beginn der neuen Handelswoche ab.
Als Hauptsorge am Ölmarkt galt auch in der letzten Woche die Befürchtung, dass sich die anhaltende Kreditkrise in der Eurozone nachteilig auf die globale Energienachfrage auswirken wird. Darüber hinaus orientieren sich Anleger angesichts der Unsicherheiten in Bezug auf Konjunkturaussichten und Wachstum in der Eurozone derzeit an „sicheren“ Investitionen. Des Weiteren bleibt der amerikanische US-Dollar außerdem treibende Kraft für die momentane Talfahrt der Ölkurse. Da Rohöl in USD bepreist wird, fällt der Preis des Rohstoffs in der Regel angesichts eines starken Dollar-Kurses. Solange es im Euroraum krisenhaft bleibt und europäische Schuldenberge die Markttendenzen bestimmen, sieht es womöglich auch in dieser Woche nach einem bärischen Öl-Handel am Sportmarkt aus.
Rohstoff-Händler sollten in der anstehenden Woche Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen, die gegenwärtig den größten Einfluss auf den Ölkurs zu nehmen scheinen. Darüber hinaus ist der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch wie immer von großer Bedeutung, der sich bereits zuvor unmittelbar auf den Rohölhandel auswirkte.
Technische News
EUR/USD
Für EUR/USD könnten sich heute längst überfällige Erholungstendenzen ergeben. Auf der 2-, 4-, 8-Stunden- und Tages-Chart hat der RSI in den „überverkauften“ Bereich gedreht. Darüber hinaus kreuzt der Slow Stochastic auf der 2-, 4- und 8-Stunden-Chart aufwärts. Außerdem ist die Überwindung der unteren Bollinger Bands auf der Stunden-Chart nicht zu übersehen. Bei diesem Währungspaar könnte es heute eine gute Strategie sein, auf steigende Kurse zu setzen.
GBP/USD
Auf der 2- und 4-Stunden-Chart bewegt der RSI mittlerweile im „überverkauften“ Bereich. Auf der 8-Stunden- und 4-Stunden-Chart ist das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic ganz deutlich. Gleiches gilt für den MACD auf der Stunden-Chart. Auf steigende Kurse zu setzen, könnte sich auch bei diesem Währungspaar auszahlen.
USD/JPY
Hier hat sich der RSI ebenfalls im „überverkauften“ Bereich eingefunden. Der Slow Stochastic kreuzt auf der 4-Stunden-Chart aufwärts. Bei USD/JPY könnte es sich heute lohnen, zu kaufen.
USD/CHF
Auf der 2- und 4-Stunden-Chart schwankt der RSI im „überkauften“ Bereich. Darüber hinaus kreuzt der Slow Stochastic auf der 2-, 4- und 8-Stunden-Chart abwärts. Verkaufen könnte bei USD/CHF eine gute Entscheidung sein.
Die Wild-Card
NZD/USD
Für dieses Paar könnten sich heute Kurskorrekturen nach oben ergeben. Auf der 2- und 4-Stunden-Chart scheint der RSI bereits in den „überverkauften“ Bereich gedreht zu haben. Ein Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic wird auf der 2-, 4- und 8-Stunden-Chart deutlich. Außerdem zeichnet sich eine Überwindung der unteren Bollinger Bands auf der 2-, 4- und 8-Stunden-Chart ab. Forex -Anleger könnten bei NZD/USD heute auf steigende Kurse setzen, um größtmögliche Profite zu erzielen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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