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Monday, 17 Jan 2011

Euro verzeichnet größten wöchentlichen Kursgewinn zum Dollar seit Mai 2009

Nach den Schuldverkäufen in Spanien, Italien und Portugal verzeichnete der Euro in der vergangenen Woche einen Kursgewinn zum US-Dollar um etwa 580 Pips. Das fachte die Risikofreudigkeit am Markt an, was den japanischen Yen schwächte und den Rohölpreis ansteigen ließ. Zur Schwäche des Dollar trugen auch die enttäuschenden Wirtschaftsnachrichten aus den USA bei.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupdowndown
Wochentendenzdownupdownupdowndown
Resistance1.34101.594583.710.97290.99450.8482
1.33821.591483.500.97100.99240.8461
1.33501.588583.220.96790.98950.8432
Support1.32901.582582.610.96200.98350.8370
1.32611.579682.300.95810.98030.8341
1.32391.577582.080.95590.97800.8320

Wirtschafts News

USD - Enttäuschende US Wirtschaftsdaten lassen Dollarkurs sinken

Der US-Dollar verzeichnete in der vergangenen Woche einen kräftigen rückläufigen Trend im Vergleich zu seinen Haupt-Währungsrivalen. Der Dollar fiel um mehr als 550 Pips zum Euro, und die EUR/USD-Paarung stieg auf den Wert von 1,3400. Auch zum britischen Pfund Sterling ging der Dollar stark zurück, und die GBP/USD-Paarung legte um etwa 400 Pips zu.

Der Rückgang des Dollar in der letzten Woche erfolgte nachdem Berichte belegten, dass sich die US-amerikanische Konjunktur langsamer belebt als ursprünglich prognostiziert. Die Erstansprüche auf Arbeitslosenunterstützung in den USA stieg vergangene Woche zum ersten Mal seit November wieder an. Die Erstansprüche erhöhten sich in der ersten Woche des neuen Jahres um 35.000 auf 445.000, weit über die erwartete Zahl von 405.000.

Der US Bericht über das Verbrauchervertrauen zeigte im Januar unerwarteterweise eine Rücknahme auf. Der Thomson Reuters Index der Universität Michigan über das Verbrauchervertrauen sank auf 72,7 gegenüber 74,5 im Vormonat. So gelang es dem Index nicht den prognostizierten Wert von 75,5 zu erreichen, was darauf hindeutet, dass es den US-Verbrauchern immer noch an Zuversicht hinsichtlich ihrer finanziellen Zukunft mangelt.

In der vor uns liegenden Woche werden viele interessante Wirtschaftspublikationen aus den USA erwartet. Besonders beachten sollten Händler den Bericht zu den TIC-Langzeit-Anschaffungen, den Baugenehmigungen, die wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen, die Eigenheimverkäufe aus Bestand und den Konjunkturbericht des Fed-Distriktes Philadelphia. Sollten diese Berichte ebenfalls enttäuschende Daten aufweisen könnten Investoren das als weiteres Zeichen für eine schleppende Konjunkturbelebung ansehen, was zu fortgesetzter Rückläufigkeit beim Dollar führen dürfte. Händler sollten bedenken, dass heute die US-Banken wegen des Martin Luther King Day Feiertags geschlossen sind.

EUR - Schuldverkäufe in Portugal ,Spanien, und Italien lassen Eurokurs steigen

Der Euro sah vergangene Woche Kursgewinne im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern. Er verzeichnete den kräftigsten Anstieg zum US Dollar seit Mai 2009 und legte innerhalb einer Woche um etwa 580 Pips zu. Zum japanischen Yen stieg der Euro um etwa 400 Pips und zum britischen Pfund Sterling etwa um 200 Pips.

Die portugiesischen, spanischen und italienischen Schuldverkäufe generierten größere Nachfrage nach dem Euro als erwartet. Es wird angenommen, dass diese Staaten aufgrund ihrer anhaltenden Staatsschuldenkrisen in Zukunft wahrscheinlich Zuflucht unter dem finanziellen Rettungsschirm suchen werden. Die kräftigen Schuldverkäufe haben die Nachfrage nach dem Euro angekurbelt, da sie das Vertrauen von Investoren in die Stabilität der 17-Nationen-Währung verstärken. Zusätzlich gab die deutsche Kanzlerin Angela Merkel dem Euro Rückenstärkung indem sie versprach alles Notwendige zu veranlassen um die Staatsschuldenkrise zu lindern.

Derzeit scheint es als würde der Markt erneutes Vertrauen in die Wirtschaften der Eurozone fassen und folglich auch in den Euro selbst. Angesichts dieser etwas überraschenden Wende der Ereignisse darf in naher Zukunft mit heftiger Volatilität beim Euro-Handel gerechnet werden, was Forex-Händlern die Gelegenheit für ungewöhnliche Gewinnmitnahmen bieten könnte.

In der vor uns liegenden Woche werden eine Reihe Wirtschaftspublikationen aus der Eurozone erwartet. Besonderes Augenmerk sollte auf die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen und den deutschen Geschäftsklimaindex gelegt werden, da diese sehr wahrscheinlich großen Einfluss auf den Kurs des Euro haben dürften. Sollten die Berichte nicht die prognostizierten Werte aufweisen müssen Händler gewärtig sein, dass der Euro seine Kursgewinne der vergangenen Woche verlieren könnte.

JPY - Yenkurs sinkt während Risikofreudigkeit zunimmt

Der japanische Yen verzeichnete in der vergangenen Woche Kursverluste im Vergleich zu den meisten der Haupt-Währungen. Der Yen fiel zum Euro um etwa 400 Pips, und die EUR/JPY-Paarung stieg bis zum Wert von 110,97. Zum britischen Pfund Sterling verzeichnete der Yen einen Anstieg um 250 Pips, und die GBP/JPY-Paarung handelt um den Wert von 131,50.

Der Kursrückgang des Yen zu seinen Haupt-Währungspartnern in der vergangenen Woche ist auf gestiegene Risikofreudigkeit zurückzuführen. Die höher als erwartete Nachfrage für europäische Schuldverkäufe kräftigte den Optimismus hinsichtlich der Stabilität der Eurozone. Das stärkte die Währungen die als relativ riskant erachtet werden, wie den Euro und das britische Pfund Sterling und stützte auch Rohstoffe wie das Rohöl. Gleichzeitig reduzierte sie aber auch die Nachfrage nach dem Yen als Safe-Hafen.

In dieser Woche dürften die wichtigsten Wirtschaftspublikationen aus Japan am Dienstag der Index der Tertiary Industry Activity, der die Entwicklung im Dienstleistungssektor beschreibt und am Freitag der Index der All Industry Activity sein. Positive Daten könnten belegen, dass die japanische Wirtschaft expandiert und somit den Yenkurs unterstützen.

Rohöl - Rohöl beendete eine mit Aufwärtstendenz versehene Woche bei $ 91,60 pro Barrel

Der Rohölpreis legte beim letztwöchigen Handel kräftig zu, und der Preis für Rohöl erzielte seinen höchsten Stand bei $ 92,37. Zu Wochenbeginn lag der Preis bei etwa $ 88,00 pro Barrel und stieg im Verlauf der Woche um über 400 Pips. Derzeit handelt Rohöl nahe $ 91,50 pro Barrel.

Nach einer geringfügigen technischen Korrektur am Donnerstag stieg der Rohölpreis am Freitag wieder an, nachdem die US Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion im Dezember Anstiege zu verzeichnen hatten, was darauf hindeutet, dass die Energienachfrage beim weltgrößten Energiekonsumenten sehe wahrscheinlich ansteigen dürfte. Weitere Unterstützung erfuhr der Rohölpreis von Schätzungen, dass der chinesische Energiebedarf in 2011 um 4,8% ansteigen wird, nachdem er in 2010 um 11% gestiegen war.

In der vor uns liegenden Woche sollten Händler auf die führenden Wirtschaftspublikationen aus den USA und der Eurozone achten, da diese für gewöhnlich großen Einfluss auf den Rohölpreis haben. Besonderes Augenmerk sollten Händler am Donnerstag auf die Bekanntgabe der US Rohöllagerbestände legen, da sich diese eigentlich immer sofort auf das Marktgeschehen auswirkt.

Technische News

EUR/USD

Die EUR/USD-Paarung legte in der vergangenen Woche um etwa 580 Pips zu und handelt derzeit um den Wert von 1,3350. Da es jedoch so scheint als würde der RSI auf dem 4-Stunden-Chart unter die 70-Linie abfallen, könnte die Paarung heute eine rückläufige Korrektur erfahren. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte heute die richtige Vorgehensweise sein.

GBP/USD

Die GBP/USD-Paarung verzeichnete jüngst drei fehlgeschlagene Versuche den Wert von 1,5890 zu durchbrechen. Jetzt zeigt ein rückläufiger Cross beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart, dass eine Abwärtsumkehr unmittelbar bevorstehen könnte. Zu verkaufen scheint für heute die richtige Wahl zu sein.

USD/JPY

Die USD/JPY-Paarung handelt seit einigen Wochen innerhalb einer begrenzten Handelsspanne. Derzeit, da sowohl der RSI als auch der MACD auf dem Tages-Chart zinsbullische Signale vermitteln, scheint es als würde die Paarung sich am Wert von 83,60 versuchen. Falls das Paar diesen Widerstandswert durchbricht hat es das Potential den Wert von 84,50 zu erreichen.

USD/CHF

Nachdem diese Paarung vor etwa zwei Wochen bei 0.9780 seinen Höchstwert erzielt hatte setzen nun langsam leichte Korrekturen ein, und sie handelt derzeit nahe dem Wert von 0,9650. Ein rückläufiger Cross beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden- und dem Tages-Chart deutet darauf hin, dass das Paar heute seine rückläufige Korrektur fortsetzen dürfte.

Die Wild-Card

Gold

Der Goldpreis hatte in der vergangenen Woche hauptsächlich Rückgänge zu verzeichnen, und der Preis pro Feinunze Gold ging bis auf $ 1.353 zurück. Derzeit belegen ein rückläufiger Cross beim MACD und dem Slow Stochastic auf dem Tages-Chart, dass sich die rückläufige Bewegung heute fortsetzen könnte, mit dem Potential den Preis von $ 1.340 zu erreichen. Hier könnte sich Forex -Händlern eine großartige Gelegenheit bieten sich einem sehr populären Trend anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/25 15:22 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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