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Tuesday, 16 Nov 2010
Europäische Schuldensorgen setzen sich fort und Dollar steigt
Die USD-Stärke setzt sich auch in der neuen Handelswoche fort. Die Probleme um die EU-Mitgliedsstaaten Irland und Griechenland treiben Devisenhändler gegenwärtig in Safe-Haven-Positionen wie dem US-Dollar.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3740 | 1.6145 | 84.00 | 0.9965 | 0.9945 | 0.8555 |
| 1.3685 | 1.6105 | 83.55 | 0.9915 | 0.9905 | 0.8525 | |
| 1.3650 | 1.6075 | 83.25 | 0.9875 | 0.9875 | 0.8500 | |
| Support | 1.3570 | 1.6015 | 82.60 | 0.9810 | 0.9810 | 0.8450 |
| 1.3530 | 1.5975 | 82.15 | 0.9775 | 0.9770 | 0.8410 | |
| 1.3500 | 1.5935 | 81.85 | 0.9740 | 0.9725 | 0.8375 |
Wirtschafts News
USD - Solide Daten helfen Dollar
Der US-Dollar profitiert gegenwärtig nicht nur vom Wideraufflammen der europäischen Kreditkrise, die US-Währung wird ebenso von positiven Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten, wie den gestern veröffentlichten US-Einzelhandelsumsätzen gestützt. Im Anschluss an die Optimismus versprechenden Umsatzzahlen setzten sich die Aufwärtstendenzen des USD fort. Nach Angaben des US-Handelsministeriums am Montag, sind die Einzelhandelsumsätze im Oktober im Vormonatsvergleich um 1,2% auf $373,103 Mrd. gestiegen. Analysten hatten mit einem Anstieg um lediglich 0,7% gerechnet. Das war der vierte Zuwachs in Folge und der stärkste seit März 2010.
Die September-Daten wurden mit einem Anstieg von revidiert 0,7%, von zuvor 0,6%, angegeben. Besonders kräftig legten die Kfz-Umsätze zu. Darüber hinaus gaben die US-Verbraucher mehr für Baumaterialien aus.
Zu Handelsschluss am Montag notierte EUR/USD wieder leichter bei 1,3586. In den Handel startete das Paar mit 1,3690. Auch GBP/USD gab im Laufe des Tages nach und schloss mit 1,6050, nach einem Eröffnungspreis um 1,6112. USD/JPY wiederum legte zu und wurde am Ende des Tages bei 83,10, von zuvor 82,52 gehandelt.
Auch heute haben Händler erneut Konjunkturdaten aus den USA im Visier. Die wichtigsten Veröffentlichungen sind: US-Erzeugerpreise im Oktober sowie der TIC-Bericht, das US-Saldo von Wertpapierkäufen und -verkäufen in- und ausländischer Investoren im September. Diese Daten zeigen zwar noch nicht die Wirkung der zweiten Runde der Quantitativen Lockerung der US-Notenbank Federal Reserve auf die US-Konjunktur. Jedoch können Händler auf ihrer Grundlage zukünftige Entwicklung in der US-Wirtschaft besser einschätzen. Spannend bleibt, ob der Kapitalzufluss in die USA wieder über der Konsensschätzung der Experten ausfällt. Gerade der TIC-Bericht zu den langfristigen Nettokapitalzuflüsse spielt hier eine wichtige Rolle, da die USA einen hohen Zufluss an Kapital benötigen, um ihr Leistungsbilanzdefizit zu finanzieren.
Unterstützung und Widerstand für EUR/USD befinden sich bei 1,3500, der 50%Fibonacci Retracement Linie des September-November-Trends sowie beim gestrigen 1,3750-Hoch.
EUR - Europäische Kreditkrise kehrt zurück
Die Anspannung in der Europäischen Union (EU) steigt, während Griechenland und Irland mit ihrer Schuldenlast kämpfen. Am Montag machte Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou Deutschland mitverantwortlich, dass irische und portugiesische Staatsanleihen jüngst in die Höhe geschossen seien. Die Bundesregierung hatte beim letzten Gipfeltreffen in Brüssel daran festgehalten, dass zukünftig auch private Investoren bei einer Staatspleite zur Kasse gebeten werden sollen. Irland steht gegenwärtig besonders unter Druck. Die Finanzkrise hat das Mitgliedsland hart getroffen. Milliardenschwere Rettungspakete führten letztendlich zu einer Rekordverschuldung des Staates. Während Irland bislang dementiert, EU-Hilfen in Anspruch nehmen zu müssen, bezweifeln Experten, dass der Inselstaat es aus eigener Kraft aus der Krise schaffen wird.
Die EU will härtere Sanktionen gegen Defizitsünder verhängen. Indem bei künftigen Rettungsaktionen auch private Investoren stärker zur Kasse gebeten werden, würden die Steuerzahler entlastet, die im Beispiel Griechenland einen Großteil der Hilfen tragen.
Vor dem Hintergrund der Schuldensorgen im Euroraum begibt sich der Euro weiterhin auf Talfahrt und wertet deutlich gegen den Dollar sowie weitere Hauptwährungen ab. EUR/GBP notiert leichter bei 0,8460 nach zuvor 0,8489 zu Markteröffnung. Auch EUR/CHF gab im gestrigen Handel nach und handelt bei 1,3370, nachdem es in der Spitze bis auf die Marke von 1,3468 kletterte. EUR/JPY schließt sich den Abwärtstendenzen an. EUR/JPY schloss am Montag mit 112,89, nach dem das Währungspaar bei 112,97 in den Handelstag startete.
Wichtige Konjunkturdaten liefert heute die Eurozone mit Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen. Die Prognosen der Experten belaufen sich auf einen Indexstand von -5,9, nach -7,2 Punkten einen Monat zuvor. Sollte das Ergebnis unter den Erwartungen liegen, könnte der EUR zusätzlich unter Druck geraten.
JPY - BIP-Daten 3. Quartal überraschen positiv
Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach Angaben der Regierung in Tokio am Montag im 3. Quartal um 0,9% im Vergleich zum Vorquartal und lag damit über den Erwartungen der Experten, die sich auf einen Anstieg um 0,7% beliefen. Ein besonders deutlicher Zuwachs wurde bei den Konsumausgaben verzeichnet, die in Japan rund 60% der Wirtschaftsleistung ausmachen. Die Exporte hingegen erhöhten sich nur um 2,4% nach einem Anstieg von 5,6% im Vorquartal. Für das vierte Quartal gehen Analysten davon aus, dass die Wirtschaftsleistung zunächst leicht schrumpfen wird.
In der vergangenen Woche legte der JPY gegenüber dem USD eine leichte Verschnaufpause ein, nachdem der Dollar gegen einen Großteil der Hauptwährungen Boden gutmachte. Entsprechend konnte sich USD/JPY erstmalig seit den Oktober-Höchstständen etwas erholen.
USD/JPY beendete den gestrigen Handel um die Marke von 83,00, nach zuvor 82,52.
JPY-Anleger sollten heutige Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone nicht aus den Augen verlieren, da diese voraussichtlich die Yen-Tendenzen bestimmen werden. Der nächste Zielpreis für das Paar USD/JPY ist beim Hoch vor der letzten BoJ-Intervention um 85,90 anzuvisieren.
Rohöl - Rohöl entfernt sich von 2-Jahreshoch
Der Ölhandel verlief am gestrigen Montag recht ruhig innerhalb einer engen Spanne. Rohöl konnte sich nach dem Preisrutsch vor dem Wochenende zu Wochenbeginn stabilisieren. Händler erklärten, dass der Markt nach der kräftigen Aufwertung in der Vorwoche reif für eine Kurskorrektur sei.
Heute Morgen gaben die Ölpreise weiter nach. Ein Fass US-WTI zur Lieferung im Dezember kostete am Dienstag $84,29 und damit $0,57 weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass Nordsee-Brent verbilligte sich um $0,42 auf $86,34. Noch in der vergangenen Handelswoche hatten die Ölpreise ein neues 2-Jahreshoch markiert.
Die derzeitige Dollar-Stärke dämpfe die Nachfrage, so Händler. Des Weiteren belastet die Prognose eines weiteren Aufbaus der Öllagervorräte in den USA die Märkte. Zusätzlich bleiben die Preise aufgrund der Spekulationen auf eine weitere Straffung der Geldpolitik in China unter Druck. Hinweise auf eine Nachfrageschwäche in der Volksrepublik gibt es jedoch bis dato nicht.
Heute richten auch Rohstoff-Händler ihr Augenmerk auf den TIC-Bericht aus den Staaten, dem Saldo von Wertpapierkäufen und -verkäufen in- und ausländischer Investoren im September sowie auf die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen. Am Mittwoch erwarten die Märkte dann die wöchentlichen Rohöllagerbestände aus den USA.
Unterstützung und Widerstand für Rohöl sind bei $80,40 und dem Hoch vom 11. November bei $88,62 zu finden.
Technische News
EUR/USD
Die fallende Tendenz des Momentum-Oszillators der Wochen-Chart signalisiert, dass es für dieses Paar weiter abwärts geht. Die steigende Trend-Linie des Juni-September-Tiefs könnte Händlern heute als nächster Zielpreis dienen. Kurzfristig ist Unterstützung bei 1,3500, der 50%Fibonacci Retracement Linie des September-November-Trends, zu finden.
GBP/USD
Für GBP/USD befindet sich Unterstützung bei der Aufwärtstrendlinie vom 8. Juni und dem September-Tief sowie der 20-Tage-Linie des Simple Moving Average. Für Händler könnte es heute richtig sein, bei einem nächsten Zielpreis um das 1,6300-Hoch auf steigende Kurse zu setzen.
USD/JPY
Auf der Tages-Chart zeichnen sich zinsbullische Tendenzen ab. Das Momentum steigt, nachdem USD/JPY oberhalb der Pivot-Marke zu Mitte September geschlossen hat. Aktuell findet das Währungspaar bei der 100-Tage-Linie des Simple Moving Average bei 83,85 Unterstützung. Die nächste Unterstützungsmarke liegt beim 85,90-Hoch, das vor der letzten BoJ-Intervention markiert wurde.
USD/CHF
In den vergangenen 8 Handelstagen waren bei USD/CHF kontinuierlich Aufwärtstendenzen zu beobachten. USD/CHF hat mittlerweile oberhalb der 50-Tage-Linie des Simple Moving Average notiert. Die steigende Tendenz des Momentum-Oszillatoren deutet darauf hin, dass es zunächst weiter aufwärts geht. Der nächste Zielpreis für USD/CHF befindet sich beim November-Hoch bei der Marke 0,9970.
Die Wild-Card
Rohöl
Gegenwärtig scheint die 20-Tage-Linie des Simple Moving Average Rohöl als Unterstützung zu dienen. Forex -Händler könnten sich den aktuellen Rohöl-Trend jetzt zunutze machen, indem Sie bei einem nächsten Zielpreis beim $88,60-Hochpunkt auf steigende Kurse setzen und einen Stopp unterhalb der Moving Average Linie platzieren.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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