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Monday, 8 Dec 2008
Europäische und japanische Wirtschaftsdaten bestimmen Dollar-Trend
Mit Blick auf den Forex-Handel scheint dem USD eine verhältnismäßig ruhige Nachrichtenwoche bevorzustehen. Die Hauptwährungen, GBP, CHF, JPY und EUR werden demnach die Marktentwicklungen dieser Handelswoche bestimmen. Anleger sollten die Veröffentlichung der Wirtschaftsindikatoren aus den entsprechenden Nationen aufmerksam beobachten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2850 | 1.4895 | 93.70 | 1.2290 | 0.6615 | 0.9753 |
| 1.2820 | 1.4785 | 93.35 | 1.2255 | 0.6585 | 0.8723 | |
| 1.2790 | 1.4765 | 93.00 | 1.2220 | 0.6555 | 0.8693 | |
| Support | 1.2730 | 1.4705 | 92.60 | 1.2150 | 0.6495 | 0.8633 |
| 1.2700 | 1.4685 | 92.25 | 1.2115 | 0.6465 | 0.8603 | |
| 1.2670 | 1.4665 | 91.85 | 1.2080 | 0.6445 | 0.8573 |
Wirtschafts News
USD - Wird der USD-Abwärtstrend von Freitag wieder aufgenommen?
Die Wirtschaftsdaten am Ende der vergangenen Handelswoche trafen den USD schwer. Die Arbeitsmarktdaten (exklusive Agrar) des ADP-Arbeitsmarktdienstleisters enttäuschten alle Erwartungen. Als Antwort auf die negativen Zahlen hatte sich der USD auf den Abwärtstrend begeben. Am Freitag schloss der USD zum EUR bei 1,2600. Während des frühen Handels am heutigen Morgen erholte er sich leicht und wurde er bei 1,2800 gehandelt.
Trotz enttäuschender Wirtschaftsdaten bewies der USD bislang, dass er angesichts der aktuellen Finanzkrise stabil bleiben kann. Zum einen könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass die US-Wirtschaft sogar in Zeiten einer Rezession leistungsstark bleibt. Auf der anderen Seite werden die Schwachstellen übriger Wirtschaftssysteme deutlich, da viele Investoren weltweit US-Bundesanleihen aufkaufen und den Dollar als “sichere Anlage” betrachten.
Die Expertenmeinungen gehen auseinander. Einige behaupten, dass die jüngste zinsbullische Entwicklung nur von kurzer Dauer sein kann, da die Wirtschaftsindikatoren aus den USA bereits seit geraumer Zeit negativ ausfallen und es demnach nur eine Frage der Zeit ist, bis eine Trendwende einsetzt. Andere Analysten sind wiederum davon überzeugt, dass der USD bis Mitte 2009 zinsbullisch bleibt, da die übrigen Industrieländer stärker von der Finanzkrise betroffen sind, als die Vereinigten Staaten. Demanch soll die US-Wirtschaft sogar gestärkt aus der momentanen Situation hervorgehen, während andere Wirtschaftssysteme empfindlich von einer Rezession getroffen werden. Um sich ein Bild vom aktuellen Trend des USD zu machen, sollten Anleger ebenso Wirtschaftsdaten aus Kanada, Europa, China und Japan im Auge behalten, um die relative Stärke dieser Wirtschaftssysteme mit dem der USA vergleichen zu können.
Die kommende Woche wird für den USD verhältnismäßig ruhig ausfallen. Nach einigen bedeutenden Indikatoren der vergangenen Woche werden in den kommenden Tagen wenige Daten von geringerer Bedeutung veröffentlicht werden. Am Donnerstag stehen die US-Handelsbilanz sowie die Arbeitslosenzahlen auf der Agenda. Für Freitag werden Daten aus dem Einzelhandel erwartet. Die Hauptwährungen, GBP, CHF, JPY und EUR werden demnach die Marktentwicklungen dieser Handelswoche bestimmen. Anleger sollten die Veröffentlichung der Wirtschaftsindikatoren aus den entsprechenden Nationen aufmerksam beobachten.
EUR - Neue Anschlüsse an den EUR?
Trotz anhaltend negativer Wirtschaftszahlen, hat der EUR an Interesse für neue Investoren gewonnen. Die meisten Anleger richten ihre Aufmerksamkeit vermehrt auf Ergebnisse, die sich auf wichtige Wirtschaftsnationen wie die Eurozone, Großbritannien, Japan und China beziehen. Jedoch gibt es mittlerweile Marktteilnehmer, die ihr Augenmerk auf europäische Länder gerichtet haben, die nicht zu den Mitgliedern der Europäischen Währungsunion (EWU) zählen.
Die Eurozone mit ihren 15 Nationen repräsentiert einige der fortgeschrittendsten Industrienationen der westlichen Welt, die wiederum vielseitig in Beziehung mit ihren Nichtmitglieds-Nachbarn stehen. Nachdem Islands Wirtschafts bereits im bisherigen Jahresverlauf zusammengebrochen war und weitere osteuropäische Nationen kurz davor stehen, dieses Schicksal zu teilen, verbreitet sich die Annahme, dass die Eurozone in den kommenden Jahren neue Mitglieder begrüßen könnte.
Bislang wurde die Eurozone von einigen europäischen Staaten oft als von Deutschland dominierte Region verspottet. Dieses Blatt hat sich allerdings gewendet und mittlerweile wird der EUR als Auffangbecken betrachtet, das von so manch schwächerem Wirtschaftssystem, das zu den Nachbarn des Währungsblocks zählt, angestrebt wird.
Staaten wie Bulgarien, Island und sogar Großbritannien haben mit ihren Vorgesprächen zu einem potentiellen Anschluss an die Europäische Währungsunion begonnen. Was diese Entscheidungen für die gesamtwirtschaftliche Lage bedeuten könnten, ist derzeit nicht abzusehen. Dennoch ist eine weitere Schwächung der Region nicht auszuschließen, durch die die Eurozone tiefer in die Rezession geraten könnte. Momentan bleibt diese Entwicklung jedoch reine Spekulation.
In dieser Woche könnten Europas Wirtschaftsindikatoren den Ton verstärkt angeben. Viele Veröffentlichungen sind allerdings nicht zu erwarten. Wichtigste Entscheidung der kommenden Tage ist die der Schweizerischen Nationalbank (SNB), bei der es am Donnerstag um eine Senkung ihrer Zinsrate von 1,00% auf 0,50% geht. Dies würde bedeuten, dass der CHF den niedrigsten Leitzins innerhalb Europas haben wird und demnach an Wert gegenüber seinen Währungskontrahenten verlieren könnte. Anleger sollten diesen Entscheid unbedingt im Auge behalten, da sich dieser deutlich auf den Kurswert der übrigen europäischen Währungen auswirken könnte.
JPY - JPY trotz Rückgang mit Aufwärtstendenzen erwartet
Trotz Verluste in einer Größenordnung um die 100 Punkte, sowohl gegenüber USD als auch dem EUR, gehen Experten von einem deutlichen Aufwärtstrend des JPY für die kommende Woche aus. Nach wie vor rücken Risikoaversion sowie weltweite Leitzinssenkungen Japans Währung in ein äußerst attraktives Licht.
Viele Anleger sind jedoch überrascht. Ebenso wie andere Wirtschaftsnationen, scheint auch Japan, angesichts anhaltend enttäuschender Zahlen, finanziell nicht besser gestellt zu sein, als Europa oder die USA. Dabei sei jedoch zu beachten, dass der JPY als antizyklische Währung gilt und demnach in Zeiten globaler Wirtschaftskrisen in der Regel einen Wertzuwachs verzeichnet. Diese Wertbestimmungsstrategie der Bank of Japan hilft japanischen Unternehmen, unter vorteilhaften Bedingungen zu exportieren und ihre Kaufkraft in Zeiten wirtschaftlicher Krisen beizubehalten. Im Ergebnis könnte der JPY in den kommenden Wochen an Momentum dazugewinnen, nachdem deutlich wird, dass der globale Wirtschaftsabschwung vorerst kein Ende nimmt.
Rohöl - Angekündigte OPEC-Drosselung stützt Ölpreis
Der Ölpreis starteten in die neue Handelswoche bei einem ausdauernd zinsbullisch geprägten Trend. Dies war die Antwort auf die neue Bekanntgabe der OPEC, der Organisation erdölexportierender Länder. Demnach habe sich die OPEC bereits im Vorfeld ihres nächsten Treffens auf die Drosselung ihrer Fördermengen geeinigt. Marktteilnehmer konnten daraufhin zum frühen Morgenhandel einen Anstieg der Ölpreise beobachten.
Einige Experten sind der Meinung, dass diese Trendwende nur von kurzer Dauer sein wird, da die OPEC bereits seit September eine Kürzung ihrer Produktionsmenge angekündigt und dennoch nicht umgesetzt hat. Manche Anleger wiederum erzielen zu Beginn dieses Trends frühe Gewinne, andere bevorzugen es, diesem Markt nicht beizutreten, bis die Produktionsdrosselung tatsächlich stattfindet.
Die Ankündigung der OPEC ist mit Vorsicht zu genießen. Unter Umständen könnte die Herabsetzung der Fördermenge den Ölpreis retten oder sich als wiederholt leeres Versprechen des Kartells entpuppen. Anleger sollten das nächste OPEC-Treffen am 19. Dezember abwarten.
Technische News
EUR/USD
Nach einigen gescheiterten Versuchen, die Widerstandsmarke von 1,3000 auf der 4-Stunden-Chart zu durchbrechen, hat sich dieses Paar mittlerweile um 1,2800 konsolidiert. Die Tages-Chart gibt gemischte Signale aus, während sich ihr Slow Stochastic im neutralen Bereich bewegt. Der Slow Stochastic der Tages-Chart wiederum zeigt ein rückläufiges Cross und deutet darauf hin, dass eine Abwärtskorrigierung innerhalb des nächsten Zeitrahmens stattfinden könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte die beste Strategie für heute sein.
GBP/USD
Dieses Paar wird derzeit innerhalb einer engen Spanne um 1,4740 gehandelt. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt ein rückläufiges Cross aus. Auch hier könnte sich schon bald eine Korrigierung nach unten ergeben. Für Anleger könnte es von Vorteil sein, auch bei diesem Paar bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/JPY
Auf der Stunden-Chart ist zu erkennen, dass sich dieses Paar nach wie vor in einer zinsbullischen Anordnung befindet, obwohl der RSI bereits im “überkauften” Bereich schwankt. Im Gegensatz dazu kann ein neu entstandenes zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart beobachtet werden. Demnach könnte sich schon bald eine zinsbullische Korrigierung ergeben. Sobald diese eintritt, sollten Anleger diesem Markt beitreten, nachdem der Druchbruch stattgefunden hat.
USD/CHF
Auf der Tages-Chart ist zu erkennen, dass sich USD/CHF nach wie vor innerhalb einer zinsbullischen Handelsspanne bewegt. Auf der 4-Stunden-Chart gibt der Slow Stochastic ein rückläufiges Cross aus, was bedeuten könnte, dass sich noch innerhalb des nächsten Zeitfensters eine abwärts gerichtete Korrigierung einstellt. Bei eng gesetztenn Stopps zu verkaufen könnte auch hier die beste Entscheidung für heute lauten.
Die Wild-Card
Gold
In den letzten zwei Tagen ist der Goldpreis deutlich angestiegen und erreicht mittlerweile $768 pro Feinunze. Dennoch deutet ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart darauf hin, dass eine Abwärtskorrigierung unmittelbar bevorsteht. Hier bietet sich Forex -Anlegern eventuell eine großartige Handelsgelegenheit, bei diesem neuen Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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