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Wednesday, 19 Aug 2009
Europäische Währung und Risikobereitschaft im Aufwärtstrend
Der plötzliche Anstieg an den globalen Aktienmärkten verhalf gestern vielen Risikowährungen wie EUR und GBP zu neuen Höhen. Gleichzeitig verzeichneten Safe-Haven-Währungen wie Dollar und Yen Kursverluste. Da die Marktteilnehmer von einer Erholung der Konjunktur in Europa überzeugt sind, ist ein Kursanstieg der europäischen Währungen mittlerweile überfällig. Dies könnte wiederum den Rohstoff-Anlagen kurzfristig neuen Aufschwung bringen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4230 | 1.6640 | 95.50 | 1.0850 | 0.8375 | 0.8625 |
| 1.4200 | 1.6615 | 95.25 | 1.0825 | 0.8350 | 0.8600 | |
| 1.4175 | 1.6580 | 95.00 | 1.0800 | 0.8325 | 0.8575 | |
| Support | 1.4125 | 1.6525 | 94.35 | 1.0745 | 0.8270 | 0.8525 |
| 1.4100 | 1.6500 | 94.05 | 1.0720 | 0.8245 | 0.8500 | |
| 1.4075 | 1.6470 | 93.75 | 1.0695 | 0.8215 | 0.8475 |
Wirtschafts News
USD - US-Dollar fällt aufgrund steigender US-Aktienmärkte
Während des gestrigen Handelstages verlor der Dollar gegenüber einigen Hauptgegenwährungen an Boden, nachdem sowohl die US-, Europas als auch die japanischen Aktienkurse anzogen. Ursache hierfür war zum Teil der stark gestiegene Index der Konjunkturerwartungen in Deutschland sowie unerwartete Umsatzsteigerungen von US-Top-Unternehmen wie Target und Home Depot. Bereits zum frühen Morgenhandel war zu beobachten, wie die Nachfrage nach dem US-Dollar gegenüber den Hauptwährungen deutlich abnahm. Investoren kehrten Safe-Haven-Währungen den Rücken zu.
Um massive 200 Punkte fiel der USD gegenüber dem Britischen Pfund auf die Marke von 1,6550. Diese Entwicklung ließ sich überwiegend auf eine positive Konjunkturentwicklung in England zurückführen. Auch zum EUR verhielt sich der USD äußerst bärisch. EUR/USD verzeichnete einen erheblichen Sturz. Diese USD-Tendenzen waren jedoch von kurzer Dauer: Daten aus dem US-Immobiliensektor brachten der amerikanischen Währung erneut gesteigertes Interesse. Trotz kurzfristiger Erholungsphase
beendete das Paar EUR/USD den Handel letztendlich bei 1,4128. USD/JPY schloss sogar bei 94,75 angesichts des nachlassenden Bedarfs an Währungen mit niedrigen Gewinnspannen.
Für heute sollten Anleger von einer hohen Marktvolatilität auf den Devisenmärkten ausgehen. US-Fundamentaldaten werden den USD-Kurs bestimmen. Wichtigster Indikator unter ihnen sind die US-Rohöllagerbestände der Woche um 16:30 Uhr. Sollten sich die Bestände verringert haben, könnte dies dem Ölpreis neuen Aufschwung bringen und den Abwärtsdruck auf den USD weiter erhöhen. Ein gegenteiliges Ergebnis könnte dementsprechend dem USD Stärke verleihen. Veröffentlichungen aus Übersee werden am heutigen Mittwoch ebenfalls ihren Einfluss auf den USD nehmen. Diese sind: Großbritannien - Confederation of British Industry (CBI), Umfrage zur Industrieproduktion des Monats August und Eurozone - Europäische Zentralbank (EZB), Leistungsbilanz der Eurozone im Juni, saisonbereinigt.
EUR - Pfund steigt aufgrund positiver Konjunkturdaten
Das Britische Pfund kletterte gestern aufgrund positiver Konjunkturdaten aus England in die Höhe. National Statistics gab am Dienstag einen erneuten Anstieg bei den britischen Verbraucherpreisen im Juli bekannt. Der Index der Jahresteuerungsrate wurde bei 1,8% ausgegeben. Die Prognose lag um 1,5%. Das Pfund scheint in dieser Wirtschaftskrise belastbarer als viele Analysten voraussagten. Das Inflationsziel der Bank of England (BoE) wurde mit dem Ergebnis dennoch weiterhin unterschritten. Analysten gehen jedoch von einer zukünftig rigorosen Geldpolitik seitens der Zentralbank aus.
Um 200 Punkte kletterte Englands Währung zum Dollar in die Höhe und erreichte die Marke von 1,6550. Auch GBP/JPY machte 200 Punkte gut und notierte bei 157,00. Hier hatte die nachlassende Nachfrage nach Safe-Haven-Währungen eine negative Wirkung auf den JPY. GBP verbuchte zum EUR 90 Punkte Gewinn. Dieses Paar schloss bei 0,8535. Ursache für die vorgenannten Kursentwicklungen waren überwiegend Konjunkturdaten aus Großbritannien. Selbst solide Wirtschaftsdaten aus Europa stützen den EUR gegenüber dem GBP am Dienstag nicht. EUR/USD beendete den Handel, trotz vorangegangener EUR-Kursgewinne gegenüber dem USD, mit einer unerheblichen Steigerung bei 1,4130.
Heute werden einige wichtige Indikatoren aus der Eurozone den GBP- und EUR-Crossen voraussichtlich Aufwärtstendenzen verleihen. Großbritannien: Bank of England (BoE), Protokoll der Sitzung des geldpolitischen Rats (vom 5./6. August) um 10:30 Uhr und CBI-Umfrage zur Industrieproduktion (Monat August) um 12:00 Uhr. Eurozone: 08:00 Uhr Erzeugerpreise Deutschland für Juli und 10:00 Uhr Europäische Zentralbank (EZB), Leistungsbilanz der Eurozone für Juni (saisonbereinigt). Die Ergebnisse dieser Indizes werden die Trends der britischen und europäischen Währung heute festlegen. Um als Anleger hohe Gewinne zu erzielen, eröffnen Sie ihre EUR- und GBP-Positionen jetzt.
JPY - Yen stürzt gegenüber Pfund
Am Dienstag verzeichnete der Yen dramatische Verluste gegenüber dem Pfund Sterling. Das Paar beendete den Handel um 200 Punkte höher bei 157,00. Der Anstieg des GBP und der gleichzeitige Kursabfall des JPY ließen sich auf unerwartet positive BIP-Zahlen aus Großbritannien zurückführen. Darüber hinaus verlor der JPY gestern aufgrund der steigenden Aktienkurse an den globalen Aktienmärkten, allen voran die Wall Street, an Boden. Führende US-Unternehmen hatten eine unerwartete Umsatzsteigerung erzielt und den schwindenden Bedarf an risikoarmen Anlagen wie JPY forciert.
Zum USD blieb der JPY-Kurs nahezu unverändert. Gegenüber dem EUR ergaben sich leichte Kursverluste. Experten mutmaßten jüngst über einen steilen ökonomischen Niedergang der japanischen Wirtschaft, sollte der Inselstaat seine Exportrate auch in Zukunft nicht steigern können. Mittlerweile gilt Japan als dritte führende Wirtschaftsnation, die wieder Wachstum verzeichnet. Die Marktteilnehmer bleiben jedoch skeptisch. Der JPY wird sich heute hauptsächlich nach Konjunkturdaten aus Großbritannien, den USA und der Eurozone richten.
Rohöl - Rohöl übersteigt die $72-Barrel-Marke
Der Ölpreis kletterte gestern um über $3,25, bzw. 4% auf über $72 pro Barrel und kehrte den Trend der Kursverluste an den letzten drei Tagen wieder um. Der Dollar war gestern bärisch und förderte somit die Nachfrage nach Rohstoff-Anlagen. Ein Anstieg der globalen Aktienmärkte galt als Auslöser für die gestrige USD-Schwäche. Ferner stützen positive Konjunkturdaten aus Deutschland, der größten Wirtschaftnation innerhalb der Eurozone, diese Entwicklung. Insgesamt führte der schwächelnde USD zu verstärkten Investitionen in risikoreiche Anlagen.
Auch heute könnte der Ölpreis seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Der Rohstoff gilt an den letzten Handelstagen als überkauft. Darüber hinaus bestärken positive Wirtschaftsdaten der führenden Wirtschaftsnationen die Investoren darin, an einen sprunghaften Anstieg für Rohöl in naher Zukunft zu glauben. Letztendlich gilt: Bleibt der Marktoptimismus hoch, hat dies eine positive Wirkung auf die Nachfrage nach Rohöl.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar wurde in den letzten zwei Tagen innerhalb einer zinsbullischen Handelsspanne gehandelt und scheint diesen Trend auch heute fortzusetzen. Die Kurzzeit-Oszillatoren geben neutrale Signale aus, während der MACD auf der 4-Stunden-Chart ein zinsbullisches Cross erkennen lässt. Die Langzeit-Indikatoren dieses Paares deuten wiederum auf Abwärtstendenzen hin. Anleger sollten innerhalb der aktuellen Handelsspanne bleiben. Bei diesem Paar könnte es von Vorteil sein, bei Niedrigständen zu kaufen und bei Höchstständen zu verkaufen.
GBP/USD
Aktuell verdeutlicht ein rückläufiges Cross des MACD auf der Stunden-Chart sowie des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass ein Abwärtstrend unmittelbar bevorstehen könnte. Das Wochen-Momentum verbleibt flach und lässt erkennen, dass derzeit kein realer Druck in eine der beiden Richtungen besteht. Dementsprechend mehr Bedeutung wird den übrigen technischen Indikatoren beigemessen. Hier könnte es heute richtig sein, zu verkaufen.
USD/JPY
Die Indikatoren dieses Paares geben Anzeichen auf eine bevorstehende zinsbullische Bewegung aus. Der Slow Stochastic der Tages-Chart formt aktuell ein zinsbullisches Cross. Gleiches gilt für den MACD der 4-Stunden-Chart. Während weitere Indikatoren bereits aufwärts gerichtet sind, ist es eindeutig, dass Verkaufen heute die beste Strategie sein könnte.
USD/CHF
Die leicht bärische Handelsspanne dieses Paares setzt sich heute unvermindert fort. Alle Indikatoren sind neutral. Der MACD bewegt sich auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart nahe 0,0. Das Wochen-Momentum ist seit dem Aufwärtstrend am vergangenen Freitag mittlerweile abwärts gerichtet. Innerhalb der Handelsspanne zu handeln, könnte eine gute Wahl für heute sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Die rückläufigen Crosse des MACD auf der Stunden-Chart sowie des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart deuten jeweils darauf hin, dass eine Abwärtskorrektur unmittelbar bevorstehen könnte. Der Preis bewegt sich im „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart, was die sich ankündigende Abwärtsbewegung bestätigt. Forex -Anleger sollten die bevorstehende Gelegenheit des Umschwungs nicht verpassen und bei den letzten Aufwärtstendenzen noch Profite erzielen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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