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Tuesday, 27 Jan 2009

Europäische Währungen im Aufwind da Aktienmärkte sich erholen

Es scheint, als wäre das größte Marktereignis am gestrigen Tag die Bekanntgabe gewesen, dass Großbritanniens viertgrößte Bank, Barclays, keine zusätzlichen Geldmittel von der Bank of England benötigt. Die daraus resultierende Stabilität auf dem Devisenmarkt verleitete einige Investoren dazu ihre Anlagen von den Währungen abzuziehen und in Aktien anzulegen, was wiederum zu einer weltweiten Erholung auf den Aktienmärkten führte. Das schob den Kurs einiger Währungen, wie beispielsweise den USD, zu realistischeren Werten, eingedenk der jüngsten negativen Wirtschaftsdaten aus den USA.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupnodownupup
Wochentendenzupupupdownupno
Resistance1.32661.411390.001.14350.66860.9422
1.32411.409089.841.14170.66740.9408
1.32151.407689.621.13990.66550.9391
Support1.31731.404289.301.13740.66280.9369
1.31501.402889.171.13500.66120.9340
1.31371.401289.061.13360.66000.9325

Wirtschafts News

USD - Aufgrund von Riskaversion rutscht Dollar im Vergleich zu EUR und GBP ab

Der Kurs des Dollar rutschte gestern aufgrund von Risikovermeidung im Vergleich zum GBP um über 250 Pips auf 1,4044 und zum EUR auf 1,3211. Dieses wurde durch die guten Nachrichten vom britischen Bankensektor ausgelöst, als die Barclays Bank bekannt gab, dass sie die 4 Mrd. Pfund Sterling Hilfe der Regierung nicht benötigen würden. Der Grund, weshalb das zu einem Abschwung des Dollar im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern wie dem GBP und dem EUR führte, ist darin zu finden, dass wenn Investoren glauben es sei weniger Risiko auf den Märkten, sie in riskantere Anlagegüter investieren. Folglich steigen Investoren bei weniger riskanten Vermögenswerten und Währungen, wie dem Dollar, aus und legen ihr Geld in riskanteren Anlagegütern, wie Aktien, an.

Dieses Verhalten werden wir sehr wahrscheinlich in den kommenden Wochen des öfteren erleben. Wenn zum Beispiel es so aussähe, als würde sich die Weltwirtschaft erholen und die Rezession sich früher als erwartet ihrem Ende zuneigen, besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs des Safe-Hafen-Dollar sinkt. Das Verhalten steht im Gegensatz zur vergangenen Woche, als der Dollar im Vergleich zu einigen seiner Haupt-Währungspartner, wie dem britischen Pfund und dem Euro, erheblich zulegte.

Der Rückgang des Dollar ist auch den besser als erwarteten Wirtschaftsdaten zuzuschreiben, wonach in den USA die Eigenheimverkäufe aus Bestand bei 4,74 Mio. lagen und damit erheblich höher als die vorhergesagten 4,40 Mio. Die Kombination der positiven Nachrichten von beiden Seiten des Atlantiks führte gestern zur Erholung auf dem britischen und europäischen Aktienmarkt. Auch der amerikanische Aktienmarkt machte gestern bescheidene Gewinne.

Auch heute wird das Verhalten des Dollar dem gestrigen sehr ähnlich sein, da Händler weiterhin ihre Portfolio neu bewerten. Händlern wird empfohlen den US-Index des Verbrauchervertrauens, der um 15:00 MGZ veröffentlicht wird, auf genaueste zu betrachten. Fällt das Ergebnis besser aus als erwartet, ist mit einem weiteren Abschwung des Dollar im Vergleich zu Pfund, Euro und Yen zu rechnen. Auch sollte die Lage beobachtet werden, die entsteht, nachdem der US-Senat der Nominierung von Timothy Geithner als Finanzminister durch Präsident Obama zugestimmt hat. Es kann sein, dass der Devisenmarkt noch einen Tag braucht, um die positiven Nachrichten für Obama und die USA zu verdauen.

EUR - EUR und GBP steigen aufgrund positiver Nachrichten aus dem Bankensektor

Der EUR legte zu nachdem bekannt wurde, dass Barclays, Großbritanniens viertgrößte Bank, besser als erwartete Gewinne erzielen wird. Die Bedeutung dieser Tatsache liegt darin begründet, dass noch vergangene Woche die Aktien britischer und europäischer Banken, aufgrund negativer Bank-Daten aus Großbritannien, dramatisch gefallen waren. Das resultierte darin, dass diese beiden Währungen, im Vergleich zu ihren Haupt-Währungspartnern, erheblich verloren. Diese Woche jedoch hat sich scheinbar das Schicksal gewendet.

Der Kurs des EUR stieg im Vergleich zum GBP um etwa 40 Pips auf 0,9405 und nähert sich allmählich der Parität. EUR und GBP stiegen erheblich im Vergleich zum USD und schlossen bei 1,3211 und 1,4044 respektive. Dieses geschah, da britische und europäische Aktienmärkte sich erholten und aufgrund positiver Banken-Nachrichten Investoren sich vom Dollar abwandten. Ein anderer Grund weshalb diese Währungen sich gestern so volatil verhielten liegt darin, dass Investoren sie als überkauft betrachteten und wir in Bälde mit einer Kurs-Korrektur rechnen könnten. Die Zeit wird zeigen, ob das tatsächlich der Fall ist.

Für heute ist die Veröffentlichung verschiedener Wirtschaftsdaten aus Europa geplant. Aus Deutschland erwarten wir um 9:00 MGZ den IFO Geschäftsklimaindex. Besser als erwartete Zahlen werden den Kurs des EUR im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern wahrscheinlich steigen lassen. Aus Großbritannien kommt um 11:00 MGZ der CBI Bericht über getätigte Verkäufe. Gute Ergebnisse könnten dem Kurs des GBP im Vergleich zu USD und JPY erheblichen Aufschwung verleihen. Diese beiden Veröffentlichungen dürften bis zur Öffnung der US-Börse die Haupt-Beeinflusser der Stärke der europäischen Währungen sein.

JPY - Yen im Abschwung da Aktienmärkte sich erholen

Der Yen rutschte gestern im Vergleich zu EUR und GBP ab, als weltweit die Aktienmärkte beeindruckende Gewinne verzeichneten. Ausgelöst wurde das durch Berichte der britischen Barclays Bank, demzufolge die Bank kein zusätzliches Kapital aufnehmen muss, da die vierteljährlichen Gewinnzahlen um etliches besser ausfallen werden als erwartet. Das führte zu einer beachtlichen Erholung auf britischen, europäischen und asiatischen Aktienmärkten, und auch die US-Börse verzeichnete Gewinne. Dieses Vertrauen, welches Händler veranlasste sich vom Yen abzuwenden, lässt darauf schließen, dass Investoren wieder zuversichtlicher werden könnten. Die Frage ist nur, wie lange das andauert? Die Antwort hängt davon ab, wie schnell sich die Weltwirtschaft erholt.

Sollten die heutigen Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA besser als erwartet ausfallen, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der JPY im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern weiter an Boden verliert. Man sollte dabei beachten, dass ein schwächerer Yen für die japanische Wirtschaft gut ist, da er der Exportwirtschaft des Landes hilft. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass der Yen die Gewinne, die er vergangene Woche im Vergleich zu Pfund und Euro gemacht hat, in den kommenden Handelstagen wieder verlieren könnte. Das liegt zum Teil auch daran, dass diese beiden Währungen überkauft sind. Wenn Japan weitere Daten veröffentlicht, die zeigen wie stark seine Rezession wirklich ist, werden Investoren sich verstärkt von JPY abwenden und in USD, EUR und GBP investieren.

Rohöl - Rohölpreis fällt aufgrund Befürchtungen über abnehmende Nachfrage

Der Preis pro Barrel Rohöl fiel gestern um etwa einen halben Dollar oder 1,5%, da die Organisation Erdöl produzierender Länder (OPEC) Befürchtungen äußerte, dass ihre Produktionsdrosselungen nicht ausreichend genug seien, um den Preis zu stützen. Die International Energy Agency (IEA) bestätigte diese Annahme und konstatierte, dass die Nachfrage nach Rohöl im zweiten Jahr hintereinander rückläufig sein wird, je länger die weltweite Rezession anhält. Analysten sind der Meinung, dass die seitens der OPEC veranlasste 5%-ige Produktionsdrosselung für diesen Monat nicht ausreichend genug sei den Preis zu stützen. Dieses geschieht vor dem Hintergrund, dass die Rohölvorräte USA den höchsten Stand seit August 2007 erreicht haben.

So verbleibt als einziger Ausweg um den Rohölpreis zu stützen, oder ihn gar auf einen wünschenswerteren Wert zu bringen, eine weitere Produktionsdrosselung seitens der OPEC. Es wird erwartet, dass die OPEC wieder im März zusammenkommen wird, da der Rückgang der Einnahmen viele Länder des mittleren Osten in die roten Zahlen getrieben hat. Heute könnte der Rohölpreis weiter sinken, falls Europa und die USA positive Wirtschaftsdaten veröffentlichen. Zusätzlicher Druck auf den Rohölpreis konnte später am Tage durch Barack Obamas und Finanzminister Timothy Geithners scharfzüngige Rhetorik, mit der sie die Welt aus der Rezession herausreden wollen, ausgeübt werden.

Technische News

EUR/USD

Nachdem der Kurs bei 1,3250 seinen Höchststand erreicht hatte, verharrte das zinsbullische Momentum dieser Paarung und handelt derzeit um die 1,3216. Der RSI auf dem Stunden-Chart liegt um den 60er Wert, was zeigt, dass noch weiterer Spielraum für Aufwärtsbewegung gegeben ist. Zu kaufen könnte für heute die richtige Strategie sein.

GBP/USD

Seit es bei 1,3550 seinen Tiefststand erreicht hat, prescht dieses Paar mit Volldampf voran und handelt derzeit um die 1,4056. Das Stunden-Chart zeigt ausschließlich zinsbullische Signale, die andeuten, dass ein weiterer Anstieg bevorsteht, was auch von dem 4-Stunden-Chart bestätigt wird. Zu kaufen könnte für heute die richtige Strategie sein.

USD/JPY

Das 4-Stunden-Chart vermittelt gemischte Signale und sein RSI bewegt sich im neutralen Bereich. Jedoch zeigt der Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart ein recht starkes zinsbullisches Momentum, und der RSI bestätigt, dass die Richtung tatsächlich aufwärts deutet. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte für heute eine bevorzugte Strategie sein.

USD/CHF

Das rückläufige Momentum dieser Paarung zeigt sich seitdem sich der Durchbruch des Channel auf dem Tages-Chart fortsetzt. Der Slow Stochastic des 4-Stunden-Chart zeigt eine Fortsetzung dieses Trends, und die stündlichen Studien untermauern ebenfalls diese rückläufige Wahrnehmung. Zu verkaufen könnte für heute die richtige Strategie sein.

Die Wild-Card

Silber

Es sieht so aus, als wäre das zinsbullische Momentum nach wie vor relevant und dass noch viel Raum für weitere Bewegung gegeben ist. Die zinsbullische Korrektur, die vor 4 Tagen begann, scheint über größeres Potential zu verfügen, da alle Oszillatoren auf den Stunden- und Tages-Charts neuerliches Aufwärts-Momentum anzeigen. Forex -Händlern bietet sich hier eine großartige Gelegenheit sich dieser Aufwärtsbewegung zu einem frühen Zeitpunkt und zu günstigem Einstiegspreis anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/25 15:29 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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