close
| |

Tuesday, 9 Feb 2010

Eurozonen-Schuldenlast belasten EUR schwer

Nur einige wenige Konjunkturdaten stehen auf der Dienstags-Agenda. Entsprechend begegnen Händler heute schwachen Handelsbedingungen und einer geringen Liquidität. Insgesamt werden die in dieser Woche zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten voraussichtlich wenig Bewegung am Markt auslösen und zu einem gemäßigten Preisverhalten führen. Nach der leichten Höhernotierung des EUR am Montag, erwarten viele Anleger für die Gemeinschaftswährung eine anschließende Kurskorrektur nach unten. Insbesondere das Thema Staatsverschuldung und Staatsausgaben in Griechenland und Portugal schaffen eine sich rapide verschlechternde Stimmung in der Eurozone.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdownupup
Wochentendenzupupnodownupup
Resistance1.38001.572090.451.08000.88050.8870
1.37701.569090.101.07700.87750.8835
1.37401.566089.751.07400.87300.8805
Support1.36751.560089.101.06750.86650.8740
1.36351.557088.801.06400.86300.8710
1.36001.553588.451.06100.86000.8680

Wirtschafts News

USD - USD seitwärts gegen Hauptwährungen konsolidiert

In den letzten Handelstagen wertete der USD kontinuierlich auf und profitierte von der fortwährenden Schwäche anderer Währungen am Markt wie dem EUR. Die gestrigen Preisbewegungen ergaben nur wenige Hinweise auf die nächste Ausrichtung des Dollar. Im Laufe des gestrigen Handelstages schlug die US-Währung jedoch einen Konsolidierungstrend gegen einen Großteil der Hauptwährungen ein.

Zum EUR wertete der USD somit nur noch mäßig von 1,3677 auf 1,3620 auf. Eine ähnliche Kursentwicklung konnte gegenüber dem Pfund Sterling bei einem Niveau von 1,5600 beobachtet werden. Seit heute Morgen werden für den USD sogar leichte Abwärtstendenzen als Teil der Konsolidierung, die im Grunde bereits am vergangenen Freitag einsetzte, deutlich. Analysten gehen von ausgeprägten Preisbewegungen zur ersten Wochenhälfte aus.

Die wenigen Konjunkturdaten, die heute veröffentlicht werden, nehmen möglicherweise nicht genügend Einfluss auf den USD, um diesen aus seiner aktuellen Seitwärtsbewegung herauszulösen. Heute erwartet die Märkte der aktuelle Bericht des Investor's Business Daily und des TechnoMetrica Institute of Policy and Politics zum Verbrauchervertrauen und Wirtschaftsoptimismus. Trotz mittelmäßigem Stellenwert zählt der Report zur bedeutungsvollsten Veröffentlichung aus den USA am heutigen Handelstag und kann daher mehr Einfluss als gewöhnlich ausüben. Sollte das Ergebnis positiv ausfallen, könnte der USD seine Konsolidierung beenden und den bisherigen Aufwärtstrend wieder aufnehmen.

EUR - EUR rückläufig trotz jüngster Höhernotierung

Für den EUR scheint sich das rückläufige Momentum trotz flüchtiger Höhernotierung fortzusetzen. Mit einer überraschend starken Aufwertung gegen den Australischen und Kanadischen Dollar schloss der EUR am Montag bei 1,5795, bzw. 1,4680. Experten bleiben dennoch skeptisch in Anbetracht der Konjunktursorgen um einige Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion (EWU).

Das drohende Risiko einer Staatspleite Griechenlands drückt den Euro-Wert bereits seit Wochen und der Druck auf den Euro wächst. Darüber hinaus gefährdet auch Portugal wegen seiner hohen Staatsverschuldung die Stabilität der Währungsunion. Besonderen Anlass zur Sorge gibt hier ein millionenschweres Ausgabenprogramm. Vor dem vergangenen Wochenende stimmte das Parlament mit großer Mehrheit für ein Gesetz, nach dem autonome Regionen wie Madeira und die Azoren mit zusätzlichen Mitteln versorgen werden sollen. Dies könnte schwerwiegenden Folgen für den Haushalt des längst hoch verschuldeten Eurostaates haben. Des Weiteren fiel das Ergebnis zum gestrigen Sentix-Investorenvertrauen bedeutend schlechter aus, als von Experten erwartet und drückte die Marktstimmung für den Euroraum zusätzlich.

Daher misst ein Großteil der Marktbeobachter dem jüngsten Aufwärtstrend des EUR wenig Bedeutung bei. Die gestrige Höhernotierung gilt am Markt nicht als ernstzunehmende Aufwärtsbewegung mit Fortbestand. Obwohl sich der USD aktuell mehrheitlich konsolidiert, ist davon auszugehen, dass dieser Trend schell beendet sein wird. Entsprechend ergibt sich womöglich für den EUR eine Kurskorrektur nach unten gegen die Hauptwährungen. Viele Anleger stoßen ihre EUR-Positionen mittlerweile ab. Forex-Händler sollten diese Entwicklung nicht außer Acht lassen.

JPY - Gemäßigte Yen-Bewegungen durch widersprüchliche Veröffentlichungen

Der Yen-Handel schien am gestrigen Montag abgeflaut, während sich die Kursschwankungen in Grenzen hielten und die Risikobereitschaft deutlich abnahm. Dabei handelte Japans Yen innerhalb einer engen Spanne von 50 Punkten gegen viele Hauptwährungen. Zum USD schwankte der JPY gestern um die 89,30-Marke. Zum Pfund Sterling bewegte sich die Inselstaatwährung kontinuierlich um das Niveau bei 139,30.

Auslöser hierfür waren zwei widersprüchliche Konjunkturberichte aus Japan zur einerseits aufgehellten Marktstimmung sowie zur Abnahme der Geldmenge andererseits, die innerhalb der vergangenen zwei Tagen veröffentlicht wurden. Während aus Japan Konjunkturdaten mit eher geringem Markteinfluss auf der heutigen Agenda stehen, ist es unwahrscheinlich, dass sich für den Yen allzu schnell neue Tendenzen einstellen. Tageshändler könnten ihren Vorteil aus den leichten Kursschwankungen ziehen und kurzfristige Positionen innerhalb der aktuellen Handelsspanne eröffnen.

Rohöl - Erreicht Rohöl die $76-Barrel-Marke?

Der Spot-Ölpreis spiegelt augenscheinlich den seit letztem Freitag eingesetzten Konsolidierungstrend des USD wider. Mittlerweile handelt der Rohstoff konstant um $71,50. Analysten prognostizieren einen nächsten kurzfristigen Richtpreis nahe der $76-Marke bei längerfristigen Aussichten auf ein Niveau unter $70 pro Barrel.

Die Preisentwicklungen für Rohöl werden jüngst unberechenbarer als viele für 2010 erwarteten. Mit zurückkehrender USD-Stärke angesichts eines steigenden Marktoptimismus sowie einer verbesserten Lage am US-Arbeitsmarkt, ist davon auszugehen, dass der Ölpreis die Marktentwicklungen künftig genauer wiedergibt. Sollte der US-Dollar seinen Konsolidierungstrend tatsächlich beenden, könnte der Ölpreis, wie bereits in der Vergangenheit zu beobachten war, erneut verstärkt in Korrelation mit den Kurswerten des USD stehen.

Technische News

EUR/USD

Für dieses Paar sind heute unterschiedliche Signale zu erkennen. Auf der Stunden-Chart gibt der Slow Stochastic ein neues rückläufiges Cross aus, während der Slow Stochastic der Tages-Chart ein zinsbullisches Cross gebildet hat. Auf derselben Chart hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD

Nach den jüngsten Abwärtstendenzen kann sich im weiteren Tagesverlauf für GBP/USD eine Kurskorrektur einstellen. Hinweise dafür ergeben sich aus dem Tages- und 8-Stunden-RSI, der auf beiden Charts im „überkauften“ Bereich schwankt. Darüber hinaus ist das rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart nicht zu übersehen und lässt ebenfalls eine Kurskorrektur nach oben vermuten. Bei diesem Währungspaar könnte es heute von Vorteil sein, zu kaufen.

USD/JPY

USD/JPY unterliegt aktuell Kursschwankungen zwischen 89,10 und 89,60. Ein Großteil der Indikatoren bewegt sich im neutralen Bereich. Bei diesem Paar deutlichere Signale abzuwarten, könnte heute eine gute Strategie sein.

USD/CHF

Auf der Tages- und 8-Stunden-Chart schwankt der RSI im „überkauften“ Bereich. Der Slow Stochastic der Tages-Chart zeigt aktuell ein rückläufiges Cross an. Auf fallende Kurse zu setzten, könnte bei USD/CHF heute die richtige Entscheidung sein.

Die Wild-Card

USD/DKK

Auf der Tages-Chart ist ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic deutlich zu erkennen, während der RSI der 8-Stunden- und Tages-Chart in den „überkauften“ Bereich gedreht hat. Ein bevorstehender Abwärtstrend ist wahrscheinlich. Forex -Anleger könnten bei diesem Währungspaar heute auf fallende Kurse setzen und sich den aktuellen Trend zu Nutze machen.

Aktuelle Zeit: 05/25 15:31 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen