| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Thursday, 20 May 2010
EZB-Anleihenkäufe und ungewöhnliche Maßnahmen können EUR stützen
Der EUR wertete im gestrigen Tagesverlauf um 1% gegen den US-Dollar sowie den japanischen Yen auf und konnte deutliche Kursverluste des Vortages zum Teil ausgleichen. Auch am Mittwoch blieb es volatil an den Märkten. Investoren spekulierten über weitere künftige Maßnahmen der EZB, die Geldwertstabilität zu bewahren. In der vergangenen Woche hatten die EZB-Währungshüter aktiv in das Marktgeschehen an den europäischen Kreditmärkten eingegriffen und erstmalig Staatsanleihen gekauft.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2435 | 1.4480 | 92.50 | 1.1605 | 0.8495 | 0.8660 |
| 1.2415 | 1.4460 | 92.30 | 1.1585 | 0.8475 | 0.8640 | |
| 1.2385 | 1.4430 | 92.00 | 1.1555 | 0.8445 | 0.8610 | |
| Support | 1.2325 | 1.4370 | 91.40 | 1.1495 | 0.8385 | 0.8550 |
| 1.2295 | 1.4340 | 91.10 | 1.1465 | 0.8355 | 0.8520 | |
| 1.2275 | 1.4320 | 90.90 | 1.1445 | 0.8335 | 0.8500 |
Wirtschafts News
USD - FOMC-Sitzungsprotokoll bringt US-Dollar unter Druck
Ein leichter USD-Kursabfall gegen den EUR setzte am Mittwochnachmittag ein, nachdem die US-Notenbank Federal Reserve ihr Sitzungsprotokoll des letzten Treffens des Offenmarktausschusses (FOMC) vom 27. und 28. April veröffentlichte. Darin hebt die Fed ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr an, während es zunächst bei einer anhaltenden Nullzinspolitik bleibt. Angesichts des positiven Ausblicks, vermochte es zur Abwechslung einmal der EUR, leicht an Boden zu gewinnen.
Die US-Notenbank äußerte sich in ihrem Protokoll zuversichtlicher zu den US-Wirtschaftaussichten als noch zu Jahresbeginn und erwartet für das laufende Jahr ein Wachstum zwischen 3,2% und 3,7%.
Darüber hinaus wurden am Mittwochmittag die US-Verbraucherpreise veröffentlicht, die im April im Vergleich zum Vormonat überraschend um 0,1% gesunken sind. Dies zeigt, dass Inflation in den USA derzeit noch kein Problem darstellt. Trotz wirtschaftlicher Belebung setzt sich eine Preissteigerung der Unternehmen momentan nicht durch, so dass die konjunkturelle Erholung zunächst weiterhin im Rahmen einer Nullzinspolitik verlaufen kann.
EUR - EUR nach 4-Jahrestief erholt
Nach den dramatischen Kursverlusten an den letzten Handelstagen, erholte sich die europäischen Gemeinschaftswährung am Mittwoch leicht. Vorübergehend war eine gesteigerte Risikobereitschaft am Markt zu spüren, die aus jüngsten Spekulationen um künftige Maßnahmen der EZB zur Liquiditätsgarantie an den Märkten resultierte. Diese umfassen unter anderem den Kauf von Staatsanleihen, Anleihen hoch verschuldeter Staaten oder auch privater Schuldner.
Zu früher Handelsstunde heute Morgen notierte der EUR zum USD um +1,6% bei $1,2378. Das Tageshoch lag zwischenzeitlich bei $1,2399. Am Mittwochmittag legte die europäische Einheitswährung bereits nach der Veröffentlichung der jüngsten US-Verbraucherpreise zu. Diese sind im April im Vormonatsvergleich um 0,1% gesunken, während Analysten eine Zunahme von 0,1% prognostiziert hatten.
Seit Jahresbeginn wertete der Euro bislang um 15% zum US-Dollar ab. Als Hauptursache für diese Entwicklung nennen Marktbeobachter die besorgniserregende Schuldenkrise in Europa, die der fortschreitenden wirtschaftlichen Erholung in den USA gegenüber steht. Die nächste Unterstützung für den EUR liegt bei $1,2133. Eine Überwindung dieser Marke, würde die Gemeinschaftswährung zur nächsten Unterstützung beim psychologisch wichtigen Level von $1,2000 führen, so die Händler.
JPY - Yen gewinnt auf ganzer Linie an Wert
Auch in den vergangenen turbulenten Handelstagen war der japanische Yen eindeutig die stärkste Währung weltweit. Dabei sei die hohe Unsicherheit an den Finanzmärkten verantwortlich für die Aufwertung der japanischen Währung, erklären Marktbeobachter. Darüber hinaus ist die japanische Industrieproduktion im März im Vormonatsvergleich um 1,2% gestiegen. Im Vorjahresvergleich erhöhte sich die Produktion in der Industrie um 31,8%. Gegen den USD konnte sich die Inselstaatwährung am Mittwoch gut behaupten, während Aktienkurse, Rohstoffe und höher verzinste Währungen Verluste verzeichneten. Das derzeit fehlende Anlegervertrauen bringt der Safen-Hafen-Währung JPY nach wie vor Auftrieb.
Zum Australischen Dollar wertete der JPY sogar um 3,5% auf, was in der Regel ein deutliches Zeichen für vorherrschende Risikoaversion ist.
Rohöl - Rohöl verliert in wechselhaftem Handel
Wieder verzeichneten die Ölpreise am Mittwoch Kursverluste. Insgesamt bleiben die Investoren in Bezug auf die globale Konjunkturerholung sowie die weltweite Energienachfrage verunsichert. Die Ölpreise rutschen am Mittwoch um 0,3%, bzw. 22 US-Cent auf $72,48 pro Barrel ab. Das von der deutschen Finanzaufsicht BaFin verhängte Verbot ungedeckter Leerverkäufe von Staatsanleihen aus der Eurozone in Deutschland, brachte die Börsen weltweit auf Talfahrt. Im asiatischen Handel rutschte der Euro drastisch ab und an den internationalen Rohstoffmärkten fielen die Preise für Öl und Gold.
Etwas Unterstützung für Rohöl ergab sich jedoch in den frühen Handelsstunden heute Morgen aus den positiven Daten zu den US-Ölbeständen sowie der Anhebung der Prognose der US-Notenbank Federal Reserve zur Konjunkturentwicklung in den USA.
Technische News
EUR/USD
Das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart weist auf eine Kurskorrektur nach oben in unmittelbarer Zukunft hin. Die steigende Tendenz des Wochen-Chart-Momentums bestätigt diesen Trend. Eine gute Strategie könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die Überwindung aufwärts vollzogen ist.
GBP/USD
Die 4-Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Der Slow Stochastic der Tages-Chart wiederum scheint in Kürze aufwärts zu kreuzen, was eine künftige Kurskorrektur nach oben vermuten lässt. Auf steigende Kurse zu setzen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Währungspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.
USD/CHF
Der Aufwärtstrend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert USD/CHF um die 1,1525-Marke. Dennoch ist nicht zu übersehen, dass der Slow Stochastic auf der Tages-Chart abwärts kreuzt. Entsprechend ist eine Kurskorrektur nach unten innerhalb des nächsten Zeitfensters wahrscheinlich. Bei diesem Währungspaar könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald der abwärts gerichtete Durchbruch erfolgt.
Die Wild-Card
Platin
Platin rutschte gestern in seinem Wert deutlich ab und erreicht nun die Marke von $1618,50 pro Feinunze. Dennoch ist der im „überverkauften“ Bereich schwankende RSI der 8-Stunden-Chart ein Zeichen dafür, dass eine Preiskorrektur nach oben ansteht. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei diesem Trend jetzt, zu einem äußerst frühen Zeitpunkt, einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Household Spending







