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Friday, 3 Apr 2009
EZB überrascht den Markt und Händler erwarten US Bericht zur Beschäftigungslage
Der Devisenmarkt muss erst einmal verdauen, dass die Senkung des Leitzinssatzes durch die EZB nur um 25 Basispunkte erfolgte. Doch viel Zeit zum ausruhen bleibt Händlern nicht, da für später am Tag die enorm wichtigen Zahlen des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) erwartet werden.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3524 | 1.4794 | 100.52 | 1.1444 | 0.7206 | 0.9195 |
| 1.3493 | 1.4762 | 100.21 | 1.1412 | 0.7185 | 0.9172 | |
| 1.3461 | 1.4730 | 99.90 | 1.1381 | 0.7162 | 0.9151 | |
| Support | 1.3398 | 1.4671 | 99.29 | 1.1319 | 0.7140 | 0.9109 |
| 1.3365 | 1.4639 | 98.97 | 1.1288 | 0.7140 | 0.9088 | |
| 1.3329 | 1.4608 | 98.64 | 1.1255 | 0.7140 | 0.9065 |
Wirtschafts News
USD - USD schwächelt aufgrund negativer US-Daten und positiver EUR-Publikationen
Der USD hatte gestern einen ziemlich derben Handelstag und verzeichnete erhebliche Verluste zum EUR und GBP. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzinssatz doch nicht so sehr gesenkt hat wie ursprünglich angenommen ergab sich eine leichte Erholung beim Kurs des EUR im Vergleich zu seinem Haupt-Währungspartner, dem US-Dollar. Mit Schlusswerten am Donnerstag von 1,3456 zum EUR und 1,4731 zum GBP hat der Dollar auch schon bessere Tage gesehen.
In den zurückliegenden Wochen hat es zwei ziemlich wichtige, die Währungen betreffende Ereignisse gegeben. Da war zum einen die Bekanntgabe der Lockerung der Geldmarktpolitik seitens der US-Regierung, was den Kurs des Dollar zum EUR auf 1,3700 absinken ließ. Dieser Rückgang hielt sich jedoch noch in Grenzen, da die meisten Investoren eine ähnliche Maßnahme seitens der EZB erwarteten. Nachdem das bis dato nicht stattgefunden hat war das zweite Ereignis der erneute Ausverkauf des USD im Austausch für höhere Erträge abwerfende Anlagen an der Wall Street, sowie der Aufkauf spezifischer Währungen als Absicherung gegen vermeintliche zukünftige Schwächen von Safe-Hafen-Währungen.
Trotzdem sich die Woche dem Ende zuneigt bietet der Handel am Freitag noch jede Menge Spielraum für Überraschungen am Markt. In Erwartung einer ganzen Anzahl wichtiger Ereignisse sind Händler gut beraten sich rege am vor ihnen liegenden Handelstag voller Publikationen zu beteiligen. Die US-Regierung wird um 12:30 MGZ ihren monatlichen ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) zusammen mit der neuen US-Arbeitslosenquote veröffentlichen. Enttäuschende Zahlen könnten den EUR/USD-Kurs unter den Widerstandswert von 1,3500 sinken lassen, dem man sich in den frühen Stunden des japanischen Handels bereits genähert hatte.
Später am Tage wird der Vorstandschef der US-Notenbank, Ben Bernanke, beim „Richmond Federal Reserve Bank's Third Annual Credit Market Symposium“ eine Rede halten zum Thema „Die Bilanz der US-Notenbank“. Händler sehen in Bernankes Äußerungen und Reden oftmals Grund für Spekulationen über zukünftige währungspolitische Entscheidungen der US-Notenbank, was dann für große Volatilität am Markt sorgt.
EUR - EUR legt an Stärke zu da Risikofreudigkeit zunimmt
Da die Europäische Zentralbank (EZB) sich mit ihrer gestrigen Entscheidung, den Leitzinssatz nur um 25 Basispunkte von 1,50% auf 1,25% zu senken, noch Spielraum für zukünftige währungspolitische Angleichungen gelassen hat, gewann der EUR während des heutigen Handels an Momentum. Ursprünglich wurde angenommen, die EZB werde den Zinssatz um einen halben Prozentpunkt senken und ähnliche Maßnahmen zur Lockerung der Geldmarktpolitik einleiten wie die USA. Da das jedoch nicht der Fall war erholte sich der EUR leicht und erreichte den Wert von 1,34 zum Dollar.
Als die USA ihren Plan zur Lockerung der Geldmarktpolitik bekannt gaben verursachte das einen heftigen Ausverkauf des Dollar, doch die Verluste zum EUR hielten sich noch in Grenzen, aufgrund der Annahme, die EZB würde dem Beispiel der USA folgen und eine ähnliche Maßnahme ergreifen. Da die EZB, zumindest momentan, solche Aktionen nicht durchführen wird, haben der Ausverkauf des USD, der Kauf des EUR und die Zunahme der Risikofreudigkeit auf den Devisenmärkten in Form heftiger Volatilität ziemliches Chaos verursacht. Diejenigen welche in den zurückliegenden Monaten von Kauf des Dollar profitiert haben sollten, zumindest für eine kurze Zeit, eine Änderung ihrer Taktik in Erwägung ziehen.
Das britische Pfund Sterling verzeichnete ebenfalls moderate Kursgewinne, allerdings noch am wenigsten zum USD, da die gestrige Bekanntgabe der Immobiliendaten eine stärkere Hinwendung zu weniger flüssigem Kapital und ein kurzzeitiges Wiederaufleben des Marktvertrauens verursachten. Nach der Bekanntgabe der Inflationszahlen für die Eurozone und Großbritannien werden Händler schon eine Vorahnung auf das erhalten, was sie zu Beginn der kommenden Woche erwarten dürfte. Das Pfund Sterling könnte seinen jüngsten Aufwärtslauf zum EUR mit einem Kurs unterhalb von 0,9100 fortsetzen.
JPY - Der japanische Yen weiter auf Talfahrt
Der japanische Yen hat auch schon bessere Tage gesehen. Während der vergangenen Wochen hat die japanische Währung beständig im Vergleich zu den Haupt-Währungen an Wert verloren und zum USD und EUR sogar recht erheblich. Dem Grad dieses Wertverlusts hat sich offenbar nichts entgegengestellt. Japan vertritt weiterhin eine Haltung der Schwächung der eigenen Währung um das Exportgeschäft anzukurbeln, doch der zusätzliche Druck durch das Abwenden vom JPY als Safe-Hafen-Währung könnte dazu beigetragen haben, dass der Kurs des Yen tiefer gesunken ist als man ursprünglich erwartet hatte.
Der freie Fall des JPY-Kurses hat das Vertrauen vieler Anleger in die japanische Wirtschaft erschüttert, und die Erwartungen für eine wirtschaftliche Erholung rutschen jetzt immer mehr in den roten Bereich. Da in Japan heute nur sehr wenige Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht werden, dürfte der Handel zum Wochenende von einem weiteren Rückgang des JPY im Vergleich zu seinen Währungspartnern gekennzeichnet sein. Zum USD könnte der JPY heute sogar über dem Wert von 100,00 Yen schließen.
Rohöl - Der Rohölpreis stabilisiert sich da sich die Beziehung zum Dollar konsolidiert
Der Rohölpreis war in der zurückliegenden Woche sehr viel vorhersehbarer. Nach dem kräftigen Aufschwung, der der Bekanntgabe negativer US-Daten folgte, sank der Preis für Rohöl beständig bis unter $50 pro Barrel. Als sich der Dollar jedoch wiederum abschwächte, stieg der Rohölpreis seinerseits wieder in Richtung der Mitte der $50 Preisspanne. Der Rohölpreis hat angefangen sehr viel realistischer auf den Kurs des Dollar zu reagieren, was Stabilität in den Ölhandel an den Rohstoffmärkten bringt, von der Händler nur profitieren können.
Da die Rohöl-Lagerbestände im vergangen Monat leicht gefallen sind liegt die Vermutung nahe, dass kurzfristig der Bedarf leicht gestiegen ist, langfristig die Bedarfsvorhersagen jedoch negativ bleiben. Da sich der Dollar weiterhin abschwächt dürften Händler erwarten, dass der Rohölpreis im Verlauf der kommenden Woche wieder bis auf $55 pro Barrel ansteigen wird, es sei denn, der Dollar macht seine jüngsten Verluste wieder wett.
Technische News
EUR/USD
Der Paarung ist es früher am heutigen Tag nicht gelungen den Widerstandswert von 1,3500 zu durchbrechen, und es handelt derzeit um den Wert von 1,3410. Das 4-Stunden-Chart zeigt ein rückläufiges Cross beim Slow Stochastic Oszillator, und der RSI der Paarung bewegt sich momentan im überkauften Bereich. Das deutet darauf hin, dass später am Tage eine Abwärtsbewegung einsetzen könnte. Zu verkaufen könnte für heute eine gute Wahl sein.
GBP/USD
Das 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich beim RSI die Paarung im überkauften Bereich bewegt und sich bei Slow Stochastic ein rückläufiges Cross bildet, was einen möglichen Kursrückgang bei dieser Paarung signalisiert. Die Bollinger Bands auf dem Stunden-Chart verengen sich, was bedeuten kann, dass ein kräftiger Durchbruch möglich wäre. Eine Short-Position einzugehen könnte für heute eine gute Strategie sein.
USD/JPY
Die Paarung hat in den letzten 12 Tagen einen Aufwärtstrend zu verzeichnen gehabt und könnte jetzt einer Korrektur entgegensehen. Das Tages-Chart zeigt die Bildung eines rückläufigen Cross beim Slow Stochastic, und beim RSI bewegt sich die Paarung im überkauften Bereich. Es besteht also die Möglichkeit einer Abwärtsbewegung. Der RSI des 4-Stunden-Chart zeigt den Handel ebenfalls im überkauften Bereich, und die Bollinger Bands auf dem Stunden-Chart beginnen sich zu verengen, ein Indikator dafür, dass ein Durchbruch des unteren Grenzwertes möglich ist. Zu verkaufen könnte für heute die richtige Strategie sein.
USD/CHF
Das Range Trading auf dem 4-Stunden-Chart setzt sich fort, und die Paarung zeigt keine klar definierte Ausrichtung. Der RSI bewegt sich im neutralen Bereich und der Slow Stochastic im mittleren Bereich. Die Bollinger Bands auf dem Stunden-Chart verengen sich jedoch derzeit, was bedeuten kann, dass ein kräftiger Durchbruch bevorsteht. Händler wären gut beraten den Durchbruch abzuwarten und erst dann in den Handel einzusteigen.
Die Wild-Card
Rohöl
Der gestrige Preis-Spitzenwert könnte diesen Rohstoff im überkauften Bereich belassen haben. Beim 4-Stunden-Chart bewegt sich der RSI derzeit im überkauften Bereich, und beim Slow Stochastic Oszillator wird ein rückläufiges Cross sichtbar. Es könnte sich Forex -Händlern heute eine gute Gelegenheit bieten Rohöl zu verkaufen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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