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Monday, 21 Nov 2011

EZB bleibt ihren Prinzipien treu

Bemerkungen seitens des EZB Präsidenten Mario Draghi bekräftigen die Position der EZB hinsichtlich der europäischen Schuldenkrise. Seine Äußerungen können dahingehend gedeutet werden, dass die Europäische Zentralbank nicht bereit ist finanziell unter Druck geratenen Nationen unter die Arme zu greifen. Allerdings könnte eine kreative Lösungsfindung zwischen der EZB und dem IWF es der EZB ermöglichen die ihr durch die EU Verträge auferlegten Restriktionen zu umgehen.


EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupdowndown
Wochentendenzdowndowndownupnono
Resistance1.42501.616579.500.97701.07500.8830
1.38601.607579.100.94501.04500.8655
1.36101.585077.500.9310 1.03400.8600
Support1.34201.5630 76.550.90800.99250.8520
1.32701.527075.560.8760 0.98650.8485
1.31451.50200.85650.97000.8355

Wirtschafts News

CAD - Kanadische Inflationsdaten übertreffen Vorhersagen

Die kanadischen Inflationsdaten für den Monat Oktober lagen höher als erwartet, wobei die Kernrate des Verbraucherpreisindexes mit auf den Monat gerechnetem Anstieg um 0,3% die Prognosen von 0,2% übertraf. Der unbereinigte Verbraucherpreisindex lag mit 0,2% ebenfalls über den Erwartungen von 0,1%. Beim Jahresvergleich sollte man genauer hinschauen, da die Kernrate der Inflation tatsächlich um 2,1% gesunken ist, gegenüber 2,2%.

Trotz des Rückgangs der jährlichen Inflationsquote werden die monatlichen Inflationsdaten die kanadische Zentralbank (BoC) wahrscheinlich daran hindern den Leitzinssatz in nächster Zeit zu senken, aus Angst die Kontrolle über die Inflation zu verlieren. Die BoC würde den Leitzinssatz, angesichts des erwarteten konjunkturellen Abschwungs in Europa, zur Unterstützung der kanadischen Wirtschaft sehr gerne herabsetzen.

Nach Bekanntgabe der Inflationsdaten stieg die nachfrage nach dem CAD, was kurzfristig auch noch anhalten dürfte. Unterstützung für die USD/CAD-Paarung findet sich bei 1,0100, der steigenden Unterstützungslinie des Tiefs von Anfang November. Widerstand findet sich bei 1,0300, dem Hoch der vergangenen Woche, gefolgt vom Oktober-Hoch von 1,0650.

EUR - EZB bleibt ihren Prinzipien treu

Bemerkungen seitens des EZB Präsidenten Mario Draghi am Freitag bekräftigen den Standpunkt der EZB Italien, Griechenland und Spanien nicht zu unterstützen, wie es von Frankreich gern gesehen würde. Draghis Standpunkt schließt im wesentlichen aus, dass die EZB als „Kreditgeber letzter Instanz“ fungiert, eine Lösung, wonach die EZB unbegrenzt europäische Staatsanleihen aufkauft, um finanziell unter Druck stehenden Staaten weiterhin Zugang zu den Kapitalmärkten zu verschaffen. Solche Anleihekäufe dürften höchstwahrscheinlich dadurch finanziert werden, indem die EZB ihre Gelddruckmaschinen anwirft. Deutschland ist sehr besorgt darüber, dass ein solches Vorgehen zu einer Hyperinflation und zum Verlust der Glaubwürdigkeit der EZB führen würde.

Der EUR erholte sich ein wenig von seinen Verlusten, als am Freitag berichtet wurde, dass Dow Jones einen Vorschlag untersuche, wonach es der EZB erlaubt sein könnte dem IWF Geldmittel zur Verfügung zu stellen, der diese seinerseits an die entsprechenden Staaten weiterreicht. Diese kreative Lösung könnte es der EZB ermöglichen die EU Verträge zu umgehen, die den Zentralbanken untersagt ein Staatsdefizit zu finanzieren. Mit anderen Worten, die EZB könnte ihre Gelddruckmaschine gegebenenfalls doch anwerfen müssen. Eine Lösung, die es der EZB ermöglicht zusätzliche Anleihekäufe zu finanzieren, könnte sich positiv auf den Kurs des EUR auswirken.

Auf dem Tages-Chart hat sich bei der EUR/USD-Paarung eine zinsbullische Keil-Formation gebildet. Der Widerstandswert fällt vom Oktober-Hoch ab und der Unterstützungswert vom Tief vom 1. November. Widerstand findet sich bei 1,3615. Bei einem Durchbruch hier könnte die EUR/USD-Paarung sich am November-Hoch nahe 1,3850 versuchen.

JPY - Die USD/JPY-Paarung befindet sich in einer Einbahnstraße

Nach einer Periode der Schwäche des USD setzt die USD/JPY-Paarung ihren Abschwung fort. Da die USD/JPY-Paarung unter den Unterstützungswert von 76,80 abgesunken ist findet sich auf den Charts nur noch wenig Unterstützung die einem Allzeit-Tief der Paarung im Weg stehen könnte.

Seit Japan am 31. Oktober an den Devisenmärkten intervenierte hat sich die USD/JPY-Paarung ausschließlich in eine Richtung entwickelt. Das Paar hat seit der Intervention mehr als 61% seiner Gewinne zurückverfolgt. Es steht zu erwarten, dass die USD/JPY-Paarung seinen Abschwung bis zum Allzeit-Tief von 79,55 fortsetzen wird. Widerstand findet sich wieder bei 76,80, gefolgt vom langzeitigen Abwärtstrend aus 2007, dessen Wert heute bei 79,15 liegt.

Rohöl - Rohölpreis steigt kurzfristig über $ 100 pro Barrel

Der Rohölpreis überstieg kurzzeitig den psychologisch wichtigen Wert von $ 100 pro Barrel, bevor er wegen eines stärker werdenden USD und Zweifeln an einer fortgesetzten wirtschaftlichen Erholung wieder zurückging. Wenn auch der Rückgang des Rohölpreises besorgniserregend erscheint, insbesondere angesichts der rückläufigen technischen Signale vom Donnerstag, so muss ein gesunder Trend auch mal einen gelegentlichen Rückschritt verwinden können.

Wie sich die Leser der täglichen FOREXYARD Devisenanalyse sicherlich erinnern, gehen unsere Erwartungen dahin, dass eine neuerliche Runde von Anlageaufkäufen durch die US Notenbank (QE3) den Rohölpreis in Zukunft sehr wohl stützen könnte. Ungeachtet der rückläufigen Kerzenformation für Rohöl am Donnerstag ist ein Rückgang beim Rohstoffpreis nur allzu natürlich, wenn man bedenkt, dass der Preis seit Anfang Oktober um mehr als 33% zugelegt hat. Die Rückläufigkeit beim Preis bietet Händlern zusätzliche Kaufgelegenheit für diesen Rohstoff. Unterstützung für den Rohölpreis findet sich bei $ 98, dem Tief vom Donnerstag, gefolgt von $ 94,50, dem Hoch vom 25. Oktober. Widerstand findet sich bei $ 103,25, dem Hoch der vergangenen Woche, gefolgt von $ 104,50, dem Hoch von Mitte Mai.


Technische News

EUR/USD

Auf dem Tages-Chart hat sich bei der EUR/USD-Paarung eine zinsbullische Keil-Formation gebildet. Der Widerstandswert fällt vom Oktober-Hoch ab und der Unterstützungswert vom Tief vom 1. November. Widerstand findet sich bei 1,3615. Bei einem Durchbruch hier könnte die EUR/USD-Paarung sich am November-Hoch nahe 1,3850 versuchen. Sollte die Paarung ihren Abwärtstrend fortsetzen könnte sie bei 1,3270, der steigenden Trendlinie der Tiefs vom Januar 2010 und Oktober 2011 auf Unterstützung stoßen. Händler sollten ein Auge auf das Oktober-Tief von 1,3145 halten, gefolgt von der Abwärtsbewegung zum Tief in 2011 von 1,2875.

GBP/USD


Nachdem sie das Konsolidierungsmuster von Ende Oktober bis Mitte November nach unten durchbrochen hatte stieg die GBP/USD-Paarung wieder auf ihren vorherigen Unterstützungswert von 1,5850, nur um kurz darauf wieder abzusinken. Hier handelt es sich um eine lehrbuchmäßige Rückführung auf einen zuvor bekannten Unterstützungswert, der sich jetzt in einen Widerstandswert gewandelt hat. Unterstützung findet sich bei 1,5630, dem Tief vom 18. Oktober, gefolgt vom Oktober-Tief von 1,5270. Widerstand findet sich bei 1,6075, dem Spitzenwert des zurückliegenden Konsolidierungsmusters.

USD/JPY

Der langsame Rückgang der USD/JPY-Paarung zu ihrem Allzeit-Tief von 79,60 setzt sich fort, während sich auf den Charts nur sehr wenig Unterstützung zur Vermeidung dieser Bewegung findet. Jegliche Versuche höher Gebote zu erzielen dürften auf Verkaufsdruck des Hochs vom 15. November von 77,50 stoßen, gefolgt vom langzeitigen Abwärtstrend vom Hoch im Juni 2007, dessen Wert bei 79,10 liegt.

USD/CHF

Der Aufschwung nach dem Oktober-Tief verstärkt sich weiterhin, da die Paarung sich dem Oktober-Hoch von 0,9310 nähert. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Monats-Chart weist weiterhin aufwärts. Ein Durchbruch des Werts von 0,9310 wird den 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,9450 freilegen, gefolgt vom Februar-Hoch von 0,9770. Unterstützung findet sich bei 0,8760, dem Tief vom 3. November, welches mit dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt übereinstimmt. Obwohl es ein wenig extrem erscheinen mag, könnte die Paarung letztlich die sinkende Trendlinie aus 2003, 2008 und 2010 anvisieren, deren Wert bei 1,1200 liegt.

Die Wild-Card

NZD/USD


Die NZD/USD-Paarung drängt in Richtung der steigenden Trendlinie des Tiefs vom Mai 2005, dessen Wert bei 0,7540 liegt. Die Paarung hat sich heute schon mal an diesem Wert versucht und ist dann angestiegen, obwohl der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart darauf hindeutet, dass die Paarung noch über genügend Bewegungsspielraum verfügen dürfte. Forex-Händler sollten bedenken, dass bei einem Durchbruch nach unten die Paarung Unterstützung beim Oktober-Tief von 0,7465 finden dürfte, wie auch bei 0,7330, der 38% Fibonacci Rückführung vom Tief in 2009 zum Hoch in 2011. Der März-Wert von 0,7110 springt ebenfalls ins Auge. Widerstand findet sich bei 0,7800, dem Tief vom 3. November.

forex

Aktuelle Zeit: 05/25 15:36 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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