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Monday, 4 Apr 2011
EZB Leitzins und US Notenbank-Politik
Das Highlight dieser Woche dürfte am Donnerstag die Bekanntgabe des EZB Leitzinssatzes sein. Händler erwarten eine erste Anhebung um 0,25%-Punkte und eine Aussage seitens der EZB, dass es sich bei dieser Anhebung nicht um eine einmalige Aktion handelt, sondern um den Beginn einer Normalisierung der europäischen Geldmarktpolitik, was sich positiv auf den Euro auswirken dürfte. Zudem wird, insbesondere nach den positiven Arbeitsmarktdaten vom Freitag, der heutigen Rede des US Notenbankpräsidenten Ben Bernanke in Atlanta große Bedeutung beigemessen. Sollte Bernanke kämpferische Töne anschlagen, könnte das eine Umkehr für den Dollar einläuten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4249 | 1.6136 | 84.39 | 0.9575 | 1.0421 | 0.8840 |
| 1.4237 | 1.6123 | 84.25 | 0.9414 | 1.0407 | 0.8834 | |
| 1.4231 | 1.6116 | 84.20 | 0.9328 | 1.0400 | 0.8831 | |
| Support | 1.4219 | 1.6103 | 84.06 | 0.9166 | 1.0386 | 0.8825 |
| 1.4214 | 1.6097 | 83.97 | 0.9092 | 1.0379 | 0.8821 | |
| 1.4203 | 1.6084 | 83.83 | 0.8931 | 1.0366 | 0.8814 |
Wirtschafts News
USD - US Arbeitsmarktdaten unterstützen US Konjunkturaufschwung
Der Arbeitsmarktbericht für März wies auf, dass entgegen den Erwartungen von 191.000 in diesem Monat 216.000 neue Arbeitsplätze vergeben wurden. Zudem wurden die Daten für Februar von 192.000 auf 194.000 nach oben revidiert. Die Arbeitslosenquote fiel unerwarteterweise von 8,9% auf 8,8%. Auch lag der nationale ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe mit 61,2 über den Erwartungen von 61,1.
Es lässt sich kaum leugnen, dass sich eine Verbesserung der US Konjunkturlage abzeichnet. Arbeitsplatzzunahmen für 5 Monate in Folge unterstreichen die wirtschaftliche Erholung. Die Belebung des Arbeitsmarkts sollte sich nun auch langsam auf das Verhalten der US Notenbank auswirken. So könnte das nächste Statement der Notenbank einen sehr viel optimistischeren Ton anschlagen und die Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt hervorheben, statt die stur die Nachteile der Arbeitslosigkeit zu betonen.
Angesichts der Bemerkungen einiger Mitglieder der US Notenbank zugunsten einer Verschärfung der US Geldmarktpolitik und einer Schmälerung des $ 600 Mrd. Konjunkturprogramms, könnten die positiven Arbeitsmarktdaten vom Freitag für eine Normalisierung der Debatte über die US Geldmarktpolitik sorgen. Demzufolge dürfte der heutigen Rede des US Notenbankpräsidenten Ben Bernanke in Atlanta besondere Wichtigkeit an den Devisenmärkten zukommen. Sollte Bernanke kämpferische Töne anschlagen, könnte das eine Umkehr für den Dollar einläuten.
EUR - Entscheidung hinsichtlich des EZB Leitzinssatzes
Es sieht so aus, dass die EZB auf ihrem Treffen am kommenden Donnerstag die Erwartungen auf eine Leitzinsanhebung nicht enttäuschen wird. EZB Präsident Jean-Claude Trichet und andere EZB Mitglieder haben große Schritte unternommen die Märkte auf eine solche Anhebung vorzubereiten.
Am Donnerstag äußerte sich das EZB Ratsmitglied Nout Wellink dahingehend die Unterstützung der EZB und die Liquiditätsmaßnahmen herunterzuschrauben. Besonders betonte er die Risiken die mit fortgesetztem Gelddrucken und einer lockeren Geldmarktpolitik verbunden sind. Am vergangenen Montag fuhr auch Trichet mit seiner kämpferischen Rhetorik fort und hob dabei besonders die Inflationszahlen hervor, die fortgesetzt oberhalb der Zielvorgaben der EZB von unter 2% liegen.
Die Märkte erwarten derzeit, dass die EZB den Leitzinssatz am 7. April anheben wird. Es scheint, als würde die EZB das Thema Preisstabilität vor die Sorgen über die verschuldeten Staaten Griechenland, Irland und Portugal stellen.
Obwohl ein 0,25%-Punkte Anstieg des Leitzinssatzes bereits in den Euro eingerechnet zu sein scheint, könnte noch Raum für weiteren Kursanstieg beim Euro bestehen, sollte sich die EZB zu weiteren Leitzinsanhebungen bekennen. Sollte die EZB sich auf der Pressekonferenz am Donnerstag dahingehend äußern, dürfte sich das entsprechend auf den Eurokurs auswirken. Sollten sich jedoch die Erwartungen hinsichtlich des US Leitzinssatzes ändern, könnte sich das negativ auf den Kursanstieg der 17-Nationen-Währung auswirken.
Beim frühen vorbörslichen Handel bewegte sich die EUR/USD-Paarung über den Wert von 1,4280, zog sich dann jedoch schnell unter 1,4230 zurück. Ein Ziel für zukünftige Kursgewinne bei der EUR/USD-Paarung könnte sich bei 1,4580 finden, dem Januar-Hoch von 2010. Eine Bewegung über diesen Wert könnte eine erhebliche Verschiebung des Langzeit-Momentums zur Folge haben und möglicherweise Gewinne bei 1,4270, dem November-Hoch von 2009, auslösen. Gegenteilig findet sich Unterstützung bei 1,4020, dem Tief der vergangenen Woche, gefolgt von 1,3860.
JPY - Schwäche des Yen setzt sich fort
Der Ausverkauf des Yen zum Dollar und zum Euro setzte sich am Freitag fort und könnte sich auch auf den Handel in dieser Woche ausdehnen. Gerede über die Wiederaufnahme von Carry Trades verliehen den jüngsten Kursrückgang des Yen nach dem Eingreifen der G7-Staaten in die Devisenmärkte, zusätzliches Momentum. Eine Schwächung des Yen erfolgte auch nach der Erholung an den weltweiten Aktienmärkten, die nach den jüngsten geopolitischen Ereignissen in Libyen und der Naturkatastrophe in Japan erfolgte.
Ein Katalysator für weitere Kursrückgänge des Yen dürften höhere Erträge erzielende Anlagewerte sein. Es wird erwartet, dass die EZB diese Woche den Leitzinssatz für die Eurozone um 0,25%-Punkte anheben wird, und Marktbeobachter gehen sogar von weiteren Leitzinsanhebungen seitens der EZB aus. Nach den kämpferischen Äußerungen einiger US Notenbankmitglieder und einem positiven US Arbeitsmarktbericht dürfte eine Neubewertung der US Geldmarktpolitik den Yen weiterhin drücken.
Widerstand für die USD/JPY-Paarung findet sich bei 84,70, dem Hoch der vergangenen Woche, gefolgt von 85,40, der fallenden Trendlinie von Juni-Hoch von 2007. Das September-Hoch von 2009 mit 85,90 könnte auch ins Spiel kommen mit dem erheblichen Widerstandswert vom Mai-Tief von 2010 bei 88. Unterstützung findet sich beim 200-Tage-bewegungsdurchschnitt von 82,90, gefolgt von einem Rückführungswert von 81,50.
Rohöl - Verbesserte Wirtschaftsaussichten lassen Rohölpreis steigen
Die besser als erwarteten US Arbeitsmarktdaten für März und die Schwäche des Dollar ließen den Rohölpreis vergangene Woche mit $ 108,50 pro Barrel auf den höchsten Stand seit 2 ½ Jahren ansteigen.
Das US Arbeitsministerium gab bekannt, dass im März 216.000 neue Arbeitsplätze besetzt wurden, entgegen den Prognosen von Wirtschaftswissenschaftlern von 195.000. Die Februar-Zahlen wurden von 192.000 auf 194.000 nach oben revidiert, während die Arbeitslosenquote mit 8,8% auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren sank, gegenüber 8,9% im Vormonat.
Ein schwacher US Dollar treibt gemeinhin den Preis für Dollar-Gebundene Rohstoffe in die Höhe, da sie den Wert der Währung reduzieren, die Ölproduzenten für ihr Produkt erhalten.
Heute sollten Händler die Entwicklungen an den weltweiten Aktienmärkten, wie auch wichtige Wirtschaftspublikationen aus den USA im Auge behalten, um die Preisentwicklung beim Rohöl vorhersagen zu können.
Technische News
EUR/USD
Die Paarung verzeichnete in den vergangenen Tagen ein kräftiges zinsbullisches Verhalten. Die technischen Daten weisen jedoch darauf hin, dass sich dieser Trend jederzeit umkehren könnte. So zeigt beispielsweise der Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart, dass eine rückläufige Umkehr bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen dürfte sich als kluge Entscheidung erweisen.
GBP/USD
Das Tage-Chart vermittelt gemischte Signale und der RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI auf dem 8-Stunden-Chart bereits im überkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass sich bereits in unmittelbarer Zukunft eine Abwärtskorrektur einstellen könnte. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/JPY
Beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart hat sich ein neuerlicher rückläufiger Cross gebildet, was besagt, dass in naher Zukunft eine rückläufige Korrektur erfolgen dürfte. Die Abwärtsrichtung wird auch vom RSI auf dem 8-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte heute die richtige Strategie sein.
USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf dem Stunden-Chart.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Rohölpreis stieg im vergangenen Monat erheblich an und erreichte seinen höchsten Stand bei $ 108,70 pro Barrel. Der RSI auf dem 8-Stunden-Chart bewegt sich jedoch im überkauften Bereich, was darauf hinweist, dass der jüngste Aufwärtstrend an Kraft verliert und dass eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Hier könnte sich Forex Händlern eine gute Gelegenheit bieten, sich diesem Trend zu einem sehr frühen Zeitpunkt anzuschließen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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