| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Monday, 26 Dec 2011
EZB steht dem Gedanken eines QE offen gegenüber
Äußerungen seitens Lorenzo Bini Smaghi sind das erste Anzeichen dafür, dass die EZB Bereitschaft zeigt ein quantitatives Lockerungsprogramm (QE) in Erwägung zu ziehen, falls die Notwendigkeit sich stellt.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3550 | 1.6165 | 81.50 | 1.0065 | 1.0550 | 0.8510 |
| 1.3430 | 1.5890 | 79.50 | 0.9780 | 1.0450 | 0.8450 | |
| 1.3200 | 1.5770 | 78.30 | 0.9550 | 1.0340 | 0.8400 | |
| Support | 1.3030 | 1.5410 | 77.15 | 0.9065 | 0.9860 | 0.8350 |
| 1.2870 | 1.5270 | 76.50 | 0.8760 | 0.9800 | 0.8280 | |
| 1.2665 | 1.5110 | 75.56 | 0.8570 | 0.9660 | 0.8140 |
Wirtschafts News
EUR - EZB steht dem Gedanken eines QE offen gegenüber
In einem Interview mit der Financial Times gab EZB Vorstandsmitglied Lorenzo Bini Smaghi zu verstehen, dass hinter den verschlossenen Türen einer EZB Konferenz offensichtlich mehr passiert, als wir uns vorstellen. Smaghi sagte: „Ich verstehe die quasi-religiösen Diskussionen über ein quantitatives Lockerungsprogramm überhaupt nicht.“ Zum jetzigen Zeitpunkt prognostiziert die EZB keine Deflation. „Falls sich allerdings die Voraussetzungen ändern…..sehe ich keinen Grund, weshalb eine solche Maßnahme, speziell auf die Charakteristika des Euro-Raums zugeschnitten, nicht zum Einsatz kommen sollte.“
Auf einer früheren EZB Pressekonferenz äußerte sich Mario Draghi dahingehend, dass die EZB nicht vorhabe, über die durchgeführte Leitzinssenkung um 25 Basispunkte hinaus, weitere geldmarktpolitische Lockerungen durchzuführen. Allerdings deuteten Smaghis Bemerkungen darauf hin, dass die EZB eine ganze Reihe von Werkzeugen zur Unterstützung der Wirtschaft der Eurozone diskutiert hat, wobei sich die Zentralbank weitere Änderungen ihrer Politik vorbehält, sollte sich die Notwendigkeit ergeben.
Die längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (LRG) versorgten die europäischen Banken für die nächsten 3 Jahre mit ausreichendem Kapital. Das dürfte einer der Schritte gewesen sein den die EZB unternommen hat, um die europäischen Staaten finanziell wie auch wirtschaftlich zu unterstützen. Momentan sieht es für die Eurozone nach weiterem wirtschaftlichen Rückgang und geringerem Wachstum in 2012 aus. Das könnte zu weiteren geldmarktpolitischen Lockerungen seitens der EZB führen, was sich negativ auf den EUR auswirken wird.
Es ist interessant, dass während die EUR/USD-Paarung beim Wert von 1,30 Unterstützung findet, die Paarungen EUR/GBP, EUR/AUD und EUR/CAD allesamt neue Tiefs verzeichnen.
GBP - Renditen für 10-Jahres-Staatsanleihen verzeichnen neues Rekordtief
Die Rendite für britische 10-Jahres-Staatsanleihen verzeichnete am Freitag mit knapp unter 2% ein neues Rekordtief. Die Stärke der britischen Staatsanleihen ist kein Beweis für die Wachtumsaussichten Großbritanniens, sondern eher das attraktive AAA Kredit-Rating, während sich Frankreich einer möglicher Herabsetzung seines Ratings gegenübersieht. Zuletzt wurde das Bruttoinlandsprodukt für das 3. Quartal von 0,5% auf 0,6% nach oben revidiert. Die Renditen für britische Staatsanleihen könnten noch weiter sinken, sollte die BoE im kommenden Jahr eine neuerliche Runde von Anleihe-Aufkäufen (QE) durchführen. An den Märkten wird erwartet, dass die BoE eine solche Maßnahme im Februar bekannt geben wird. Das schwache Wirtschaftswachstum und die Möglichkeit für weiteres Absinken der Renditen für britische Staatsanleihen dürften sich negativ auf das Pfund Sterling auswirken.
JPY - Regierung senkt die Prognose für da Bruttoinlandsprodukt
Die japanische Regierung senkte ihre derzeitige Prognose für das Jahres- Bruttoinlandsprodukt von +0,5% auf -0,1%. Für 2012 sieht die Vorhersage zwar positiver aus, allerdings wurde auch hier die Vorhersage von +2,7-2,9% auf +2,2% reduziert. Die japanische Börse ist eine der wenigen Haupt-Finanzmärkte, die heute geöffnet haben, nichtsdestotrotz wird es um die Liquidität recht schwach gestellt sein.
Derzeit übt die USD/JPY-Paarung Druck auf die vom Juni-Hoch in 2007 abfallende Trendlinie aus, die diese Woche bei 78,30 liegt. Bei einem Börsenschluss oberhalb dieses Werts könnte sich Widerstand beim Post-Interventions-Hoch von 79,50 finden.
Gold - Haupt-Unterstützungs- und Widerstandswerte für Gold
Bei schwachem Feiertagshandel ist der Goldpreis von seinem Tief in der vergangenen Woche wieder etwas angestiegen. Zwischenzeitlich trifft der Goldpreis auf Haupt-Unterstützungs- und Widerstandswerte. Die von dem Allzeithoch abfallende Widerstandslinie findet sich bei $ 1.720 pro Feinunze. Andererseits findet sich die Trendlinie von 2008 bei $ 1.533, einem Wert der mit dem September-Tief übereinstimmt. Bei einem Durchbruch hier findet sich Unterstützung beim Juni-Tief von $ 1.476 pro Feinunze.
Technische News
EUR/USD
Das Wochen-Chart zeigt sich recht aufschlussreich. Nachdem die Unterstützungslinie der Januar- und Oktober-Tiefs durchbrochen wurde stieg die Paarung wieder auf diesen Wert an und wandelte sich in den Widerstandswert von 1,3200, was bei zuvor durchbrochenen Trendlinien öfter vorkommt. Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart bewegt sich die Paarung im überverkauften Bereich, wobei auf dem Monats-Chart noch Bewegungsspielraum besteht. 1,2670 erweist sich als wichtiger Unterstützungswert, da sich auf dem Monats-Chart eine Dreiecks-Formation der Tiefs in 2008 und 2010 findet. Unterhalb dieser Unterstützung liegt mit 1,2520 das Tief von 2008. Widerstand findet sich wieder beim 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3215 und bei 1,3430, dem Hoch vom 9. Dezember, welches mit der 38% Fibonacci Rückführung vom Oktober-Hoch zum Dezember-Tief übereinstimmt.
GBP/USD
Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart bewegt sich die Paarung im überverkauften Bereich, wobei auf dem Monats-Chart weiterhin ein Abschwung zu verzeichnen ist. Im verlauf des Dezembers ist es dem Pfund Sterling mehrere Male nicht gelungen einen Brückenkopf oberhalb des Widerstandswerts von 1,5770 zu etablieren. Beim Oktober-Tief von 1,5270 findet sich erste Unterstützung, obwohl Marktteilnehmer sehr wahrscheinlich die von 2009 ansteigende Trendlinie von 1,5110 ins Auge fassen werden. Ein Durchbruch des Widerstandswerts von 1,5770 könnte eine Eindeckung von Leerverkäufen zur Folge haben, wobei Marktpessimisten sich eher beim Hoch vom 18. November von 1,5890 finden dürften. Dieser Wert stimmt mit der 61% Rückführung der Oktober- bis Dezember-Bewegung überein. Nur ein Durchbruch des Oktober-Hochs von 1,6165 dürfte die technische Stimmung von pessimistisch in optimistisch wandeln.
USD/JPY
Die USD/JPY-Paarung versucht sich an der abfallenden Trendlinie vom Hoch in 2007, welches diese Woche bei 78,30 liegt. Bei einem Durchbruch hier könnte die USD/JPY-Paarung beim Oktober-Hoch von 79,50 und beim Juli-Hoch von 81,50 unter Verkaufsdruck geraten. Der 100-Wochen-Bewegungsdurchschnitt von 83,30 ist ein weiterer Wert, den Langzeit-Anleger zur Bestätigung technischer Aufwärtsbewegungen im Auge behalten sollten. Davon abgesehen weist der langfristige Trend weiterhin abwärts, und die Paarung findet Unterstützung beim Dezember-Tief von 77,15 und dem November-Tief von 76,50 vor dem Allzeit-Tief der Paarung.
USD/CHF
Ein Monats-Börsenschluss oberhalb des 20-Monats-Bewegungsdurchschnitts von 0,9385 würde die Stärke des USD bestätigen. Das würde das Jahres-Hoch in 2011 von 0,9780 und das Dezember-Hoch in 2010 von 1,0065 ins Spiel bringen. Der auffälligste technische Wert liegt bei 1,1140, der vom Hoch in 2003 langfristig abfallenden Trendlinie. Erste Unterstützung findet sich wieder bei 0,9065, mit der Möglichkeit eines weiteren Abschwungs zum Wendepunkt im Oktober bei 0,8565.
Die Wild-Card
EUR/CAD
Die EUR/CAD-Paarung hat den wichtigen Unterstützungswert von 1,3400 durchbrochen, der in diesem Jahr bereits des Öfteren als Unterstützungswert gedient hat. Forex-Händler sollten beachten, dass nur das Februar-Tief von 1,3265 dem Januar-Tief von 1,2775 im Wege steht.
forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Household Spending







