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Thursday, 21 Jan 2010

Fallende Aktienkurse lassen USD und JPY aufwerten

Kursverluste drückten am Mittwoch die US- und europäischen Börsen ins Minus, während der USD sich im Laufe des Handelstages gut behaupten konnte. Bei der Vielzahl der für heute erwarteten Konjunkturindikatoren aus der Eurozone wird die europäische Gemeinschaftswährung klar das Steuer an den Devisenmärkten übernehmen. Positive Ergebnisse könnten den EUR und entsprechende Hauptwährungspaare stützen. Sollten die europäischen Daten enttäuschen, können sich Händler auf ein Anhalten der USD-Aufwärtstendenzen einstellen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupdowndown
Wochentendenzdownnoupupdowndown
Resistance1.42101.639092.851.05550.92350.8765
1.41651.634592.401.05150.92000.8730
1.41351.630092.001.04850.91650.8700
Support1.40501.622591.201.04000.91000.8620
1.40101.618090.851.03650.90650.8575
1.39751.613590.351.03200.90300.8535

Wirtschafts News

USD - Große Abschläge für Finanzwerte - US-Dollar wiedererstarkt

Zur Wochenmitte setzte der USD seine jüngsten Aufwärtstendenzen gegen die Hauptwährungen fort. Händler berichteten gestern von einer deutlich zu spürenden Risikoaversion am Markt. In der Tat wertete der USD deutlich gegen die europäische Gemeinschaftswährung auf und notierte hier zum ersten Mal in über 20 Wochen knapp unter der Marke von 1,4100. Auch zum japanischen Yen erholte sich der Dollar vom letzten JPY-Aufwärtstrend und näherte sich erneut dem Niveau um 91,50 an.

Kursverluste drückten am Mittwoch die US- und europäischen Börsen ins Minus, während der USD sich im Laufe des Handelstages gut behaupten konnte. Anleger sahen in einigen Konjunkturdaten aus den USA die Ursache für die gestrigen Entwicklungen am Markt. Während sich Indikatoren wie der NAHB-Index zur Stimmung am US-Immobilienmarkt und die US-Baubeginne im Dezember verschlechterten, überraschten andere Wirtschaftszweige die Experten positiv.

Bereits am Dienstag hatte das US-Finanzministerium bekannt gegeben, dass sich das Interesse ausländischer Anleger an US-Wertpapieren im Monat November deutlich gesteigert hat. Fällt das für heute erwartete Ergebnis des Philadelphia-Fed-Index für den Monat Januar ebenfalls viel versprechend aus, könnte dies kräftigen Auftrieb für die US-amerikanische Währung bedeuten.

Bei der Vielzahl der für heute erwarteten Konjunkturindikatoren aus der Eurozone wird jedoch der EUR klar das Steuer an den Devisenmärkten übernehmen. Indizes, die Wachstum signalisieren, könnten den EUR und entsprechende Hauptwährungspaare stützen. Sollten die europäischen Daten enttäuschen, können sich Händler auf ein Anhalten der USD-Aufwärtstendenzen einstellen.

EUR - Negative Datenflut belastet EUR

Die entmutigenden Abwärtstendenzen des EUR schienen auch am gestrigen Handelstag kein Ende zu finden. Während die Aktienkurse am Mittwoch stark abrutschten, setzte sich unter den Anlegern wiederholt Risikoaversion durch. Safe-Havens wie US-Dollar und JPY wurden zu primären Nutznießern. Der EUR stürzte im Zuge seines freien Falls gegen den Dollar bis auf ein neues Rekordtief der vergangenen 20 Wochen, während sich Investoren in diesen schweren Zeiten auf die US-Währung besinnen. Möglicherweise findet die Währung der 16 Nationen Unterstützung in den zu veröffentlichen Konjunkturindizes, die heute auf der Eurozonen-Agenda stehen.

Der jüngste Abwärtstrend des EUR kommt jedoch nicht überraschend, so die Marktakteure. Zuletzt veröffentlichte Daten aus der Europäischen Währungsunion zeigen einen kontinuierlichen Rückgang von Konjunkturdaten in den vergangenen Wochen.
Die jüngsten Berichte zu den ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone verdeutlichen einen rückläufigen Konjunkturoptimismus in der Region. Italiens Handelsbilanz enttäuschte die Erwartungen vieler Analysten und die Lage des hoch verschuldeten Mitgliedstaats Griechenland scheint sich zu verschlechtern. Einige wichtige Indikatoren werden den weiteren Kurs des EUR heute bestimmen, darunter die Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden und nicht-verarbeitenden Gewerbes für Deutschland, Frankreich sowie der Gesamt-Eurozone. Marktbeobachter prognostizieren viel versprechende Ergebnisse, die der Gemeinschaftswährung Unterstützung verleihen könnten. Sollten diese Prognosen jedoch enttäuscht werden, könnte die sich die EUR-Stimmung an den Märkten erneut verschlechtern. Händler sollten die Augen offen halten. Fallende EUR-Kurse können die Gegenwährungen der Gemeinschaftswährung kräftig aufwerten lassen.

JPY - Yen profitiert von Risikoaversion

Japans Yen machte es dem USD nach und bewies sich gestern als eine der hochwertigeren Investitionen unter den Safe-Havens. EUR/JPY brachte angesichts heftigen EUR-Verkaufsdruck auch einen Großteil der übrigen Hauptwährungspaare runter, was den Yen gegen den EUR wiederum bis auf das höchste Preislevel seit dem 17. Dezember drückte.

Sollten die Abwärtstendenzen der globalen Aktienkurse innerhalb des aktuell risikoscheuen Umfelds weiter anhalten, kann der JPY genau wie der USD zusätzlich aufwerten. Die wenigen Konjunkturdaten aus Japan der vergangenen Wochen waren in ihrem Ergebnis weniger herausragend. In der Regel profitiert der JPY jedoch von den fallenden Aktienmärkten in Europa und den USA, unabhängig von der Wirtschaftsleistung im eigenen Land. Unterstützung kann Japans Yen somit heute erneut erhalten, sollten Eurozonen-Daten die Marktteilnehmer enttäuschen.

Rohöl - Können Lagerbestände Preise über $80 pro Barrel stützen?

Die jüngsten Abwärtstendenzen der Rohölpreise am Spotmarkt wurden in den vergangenen Tagen unterbrochen. Mittlerweile handelt der Rohstoff wieder unter $78 pro Barrel. Einen Großteil des Abwärtsdrucks führen die meisten Ökonomen auf die letzte Aufwertung des USD zurück. Einige Experten nennen jedoch den Mangel an Fundamentaldaten als Ursache.

Möglicherweise bringen die für heute erwarteten US-Rohöllagerbestände der letzten Woche Licht ins Ölpreis-Dickicht. Diese werden vom US-Energieministerium um 17:00 Uhr veröffentlicht. Ein Rückgang der Vorräte kann eine gesteigerte Energienachfrage bedeuten. Unter Umständen reicht dies aus, um die Preise kurzfristig um das Niveau von $80 pro Barrel zu stützen. Somit wird dem heutigen Bestandsbericht größere Bedeutung als in den vergangenen Wochen beigemessen. Anleger sollten den US-Rohöllagerbeständen heute besondere Aufmerksamkeit widmen.

Technische News

EUR/USD

Der langfristige Aufwärtstrend auf der Wochen-Chart scheint unterbrochen. Die Kursrückgänge nehmen zu. EUR/USD ist unter das 33%-Retracement des vorausgegangenen Aufwärtstrends bei der Marke von 1,4220 gefallen. Möglicherweise erweitert sich dieser Rückgang bis zum 50%-Retracement-Level. Händler, die hier auf langfristige Trends setzten, könnten jetzt verkaufen, bis der Preis die Marke von 1,3745 erreicht. Sollte EUR/USD diese nächste Hauptunterstützungsmarke tatsächlich erreichen, kann sich anschließend der aufwärts geneigte Langzeittrend wieder einstellen.

GBP/USD

Auf der Tages-Chart wird deutlich, dass GBP/USD den bisherigen Preisrückgang fortsetzen könnte. Der RSI auf der Wochen-Chart tendiert nach wie vor abwärts, konnte die letzte abwärts geneigte Trendlinie der jüngsten Abwärtsbewegung des Paares jedoch bislang nicht überwinden. Die Tages-Chart gibt außerdem ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic-Oszillators aus, was auf weitere rückläufige Bewegungen verweist. Händler sollten bei diesem Währungspaar bis zur nächsten Unterstützungsmarke bei 1,6195 bevorzugt auf fallende Kurse setzen.

USD/JPY

Aktuell bewegt sich dieses Paar auf der 4-Stunden-Chart im „überkauften“ Bereich des RSI, was eine bevorstehende Abwärtsausrichtung vermuten lässt. Der rückläufige Trend des Stunden-Chart-Momentums bestätigt diese Neigung. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/CHF

USD/CHF zeigte sich in der vergangenen Woche äußerst zinsbullisch. Dies könnte sich jedoch heute bereits ändern. Der RSI der 4-Stunden-Chart zeigt, dass das Währungspaar inzwischen in den „überkauften“ Bereich gedreht hat. Demnach ist hier eine rückläufige Kurskorrektur jederzeit möglich. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Wahl sein.

Die Wild-Card

GBP/CHF

Der kontinuierliche Aufwärtstrend hat das Paar GBP/CHF schlussendlich in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart gedrückt. Darüber hinaus scheint sich aktuell ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic herauszubilden, das auf eine sich ankündigende Preiskorrektur nach unten deutet. Forex -Anlegern bietet sich bei GBP/CHF möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, den Durchbruch der unteren Handelsspanne auf den Stunden-Charts abzuwarten und anschließend zu verkaufen, um aus dem bevorstehenden Trend Profit zu schlagen.

Aktuelle Zeit: 05/25 15:42 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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