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Tuesday, 22 Nov 2011

Fehlgeschlagene Einigung beim US Super Committee kommt nicht überraschend

Die dem so genannten Super Committee des US Kongress übertragene Aufgabe, die Probleme zu lösen mit denen sich die US Regierung den ganzen Sommer über abplagen musste, hat nicht zur Belebung der Stimmung an den Märkten beigetragen. Allerdings haben die jüngsten Verkäufe von US Anleihen und das Abschneiden des USD den Druck von den USA genommen, da sich Investoren derzeit auch hauptsächlich auf die Ereignisse in Europa konzentrieren.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupnodownup
Wochentendenzdowndowndownupdownup
Resistance1.42501.616579.500.97701.07500.8830
1.38601.607579.100.94501.04500.8655
1.36101.585077.500.93101.03400.8600
Support1.34201.563076.550.90800.99250.8520
1.32701.527075.560.87600.98650.8485
1.31451.50200.85650.097000.8355

Wirtschafts News

USD - Trotz des Scheiterns des Super Committee bleibt der USD gestützt

Trotz des jüngsten Misserfolgs der US Regierung sich des aufgeblähten Haushaltsdefizits anzunehmen zeigten sich USD und US Staatsanleihen weiterhin von ihrer starken Seite. Mangelnde Einigungen über Steueranhebungen oder Senkungen von Regierungs-Bezugsrechten wie Sozialversicherung und Gesundheitsfürsorge für Ältere beschäftigen nach wie vor den Kongress. Jedoch dürften die großen Entscheidungen bis nach den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr hinausgezögert werden.

Während also Washington die wichtigen Entscheidungen vor sich her schiebt, zeigen sich USD und US Staatsanleihen weiterhin von ihrer starken Seite. Der USD Index ist um 100 Pips gestiegen und die Rendite bei US 10-Jahres-Anleihen liegt bei knapp 2%, während Investoren sich nach Safe-Hafen-Anlagen umsehen. Trotz aller Schwächen des USD (hohes Schulden-BIP-Verhältnis und potentielles QE3) unterstützen Investoren nach wie vor den USD und werden das auch weiterhin tun bis sich eine Lösung der europäischen Schuldenkrise abzeichnet.

EUR - Sind Euro-Bonds die Antwort auf die Schuldenfrage?

Die Gewinnspannen deutscher Staatsanleihen und denen fast aller anderen Länder der Eurozone fangen an auseinanderzuklaffen. Das lässt auf zunehmende Spannungen aufgrund der europäischen Schuldenkrise schließen. Da das deutsch-französische 10-Jahres-Ertragsgefälle um über 200 Basispunkte gestiegen ist deutet sich eine Ausweitung der Schuldenkrise von den peripheren Staaten (Griechenland, Spanien, Portugal und Italien) zu den Kern-Staaten (Frankreich) an. In seiner gestrigen Nachricht an Investoren warnte Moody's vor einem möglichen negativen Rating für Frankreich angesichts der gestiegenen Kosten für Kreditaufnahmen und dem erwarteten Nachlassen der französischen Wirtschaft.

Eine mögliche Lösung, die zur Bewältigung der europäischen Schuldenkrise in Erwägung gezogen wird, sind Euro-Bonds. Die EU wird am Mittwoch drei Vorschläge für Euro-Bonds bekannt geben. Die Ausgabe europäischer Bonds würde sehr wahrscheinlich nur unter Einbeziehung regulierender Maßnahmen durch die EU erfolgen, die berechtigt wäre Haushaltsfinanzierungen zu untersuchen und Staaten zu bestrafen, die gegen Haushalts-Regularien verstoßen. Während die europäische Schuldenkrise in sein zweites Jahr tritt, könnte es schon bald zu einer Finanzunion kommen, um die Eurozone in seiner derzeitigen Konstellation zu retten.

Da sowohl Merkel wie auch Sarkozy öffentlich über ein Ausscheiden von Staaten aus der Eurozone reden Ist es keine Überraschung, dass die 17-Nationen-Währung unter Druck gerät. Das Tief von Ende September von 1,3360 ist der erste Unterstützungswert für die EUR/USD-Paarung, wenngleich ein Durchbruch dieses Werts die Tür zum Oktober-Tief von 1,3145 öffnen könnte. Widerstand findet sich bei 1,3610, dem Hoch vom Montag. Das Hoch von Mitte November von 1,3860 sollte jeglichen kurzzeitigen Aufschwung in Grenzen halten.

JPY - Japan veröffentlicht Handelsdefizit, doch der JPY ist immer noch stark

Japan veröffentlichte ein größer als erwartetes Handelsdefizit welches den siebten Monat in Folge eine Deckungslücke aufwies. Bei den Exporten kam es zu einem aufs Jahr gerechneten kräftigen Rückgang um 3,7% gegenüber den übereinstimmenden Prognosen von nur -0,4%. Auslöser für die schwachen Exportzahlen dürfte der starke JPY sein, wenngleich auch die nachlassende globale Nachfrage ihren Teil dazu beigetragen haben könnte.

Die USD/JPY-Paarung hält sich sowohl über dem Tief der vergangenen Woche wie auch den ersten Unterstützungswert von 76,80 und dem Freitags-Tief von 76,55. Jenseits dieses Werts findet sich auf dem Tages-Chart keine Unterstützung bis zum Allzeit-Tief, wohingegen Widerstand bei 77,50, dem Hoch vom vergangenen Dienstag zu finden ist. Die EUR/JPY-Paarung bewegt sich abwärts, da Anleger ihr Kapital statt in den EUR lieber in japanische Staatsanleihen als Safe-Hafen investieren. Der Rückgang auf 100,75 zeigt sich auf dem Tages-Chart als Unterstützungswert, wobei sich Widerstand bei 106,50, dem Hoch von Mitte November findet.

Gold - Die Wechselbeziehung zwischen Gold und Aktien steigt an

In der zweiten Jahreshälfte ist die Wechselbeziehung zwischen Gold und Aktien angestiegen. Laut Scott Barber von Reuters ist die Wechselbeziehung zwischen dem Goldpreis und dem MSCI AC World Index auf 0,5 angestiegen, was darauf hinweist, dass beide in dieselbe Richtung handeln. Bei einer negativen Wechselbeziehung würden beide Anlagewerte sich in entgegengesetzte Richtungen bewegen.

Eine Erklärung für diese Veränderung dürfte im erhöhten Kapitalbedarf zu finden sein. Fremdfinanzierte Aktienanleger, die auch Gold kauften, mussten sich offenbar von ihren profitablen Gold-Positionen verabschieden, um ihr Investment in Aktien aufrechterhalten zu können, als die Aktienpreise Mitte Juli in den Keller sanken.

Händler könnten sich diese Wechselbeziehung zunutze machen, da der Goldpreis analog zu den Aktien in einem risikofreudigen Umfeld steigt, beziehungsweise bei Risikovermeidung fällt. Angesichts der düstern Situation in Europa dürfte wahrscheinlich das Letztere vorherrschen. Unterstützung für den Goldpreis findet sich beim November-Tief von $ 1.681 pro Barrel, während der Widerstandswert bei $ 1.735 dem Tief vom 10. November liegt.

Technische News

EUR/USD

Auf dem Tages-Chart hat sich bei der EUR/USD-Paarung eine zinsbullische Keil-Formation gebildet. Der Widerstandswert fällt vom Oktober-Hoch ab und der Unterstützungswert vom Tief vom 1. November. Widerstand findet sich bei 1,3615. Bei einem Durchbruch hier könnte die EUR/USD-Paarung sich am November-Hoch nahe 1,3850 versuchen. Sollte die Paarung ihren Abwärtstrend fortsetzen könnte sie bei 1,3270, der steigenden Trendlinie der Tiefs vom Januar 2010 und Oktober 2011 auf Unterstützung stoßen. Händler sollten ein Auge auf das Oktober-Tief von 1,3145 halten, gefolgt von der Abwärtsbewegung zum Tief in 2011 von 1,2875.

GBP/USD

Nachdem sie das Konsolidierungsmuster von Ende Oktober bis Mitte November nach unten durchbrochen hatte stieg die GBP/USD-Paarung wieder auf ihren vorherigen Unterstützungswert von 1,5850, nur um kurz darauf wieder abzusinken. Hier handelt es sich um eine lehrbuchmäßige Rückführung auf einen zuvor bekannten Unterstützungswert, der sich jetzt in einen Widerstandswert gewandelt hat. Unterstützung findet sich bei 1,5630, dem Tief vom 18. Oktober, gefolgt vom Oktober-Tief von 1,5270. Widerstand findet sich bei 1,6075, dem Spitzenwert des zurückliegenden Konsolidierungsmusters.

USD/JPY

Der langsame Rückgang der USD/JPY-Paarung zu ihrem Allzeit-Tief von 79,60 setzt sich fort, während sich auf den Charts nur sehr wenig Unterstützung zur Vermeidung dieser Bewegung findet. Jegliche Versuche höher Gebote zu erzielen dürften auf Verkaufsdruck des Hochs vom 15. November von 77,50 stoßen, gefolgt vom langzeitigen Abwärtstrend vom Hoch im Juni 2007, dessen Wert bei 79,10 liegt.

USD/CHF

Der Aufschwung nach dem Oktober-Tief verstärkt sich weiterhin, da die Paarung sich dem Oktober-Hoch von 0,9310 nähert. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Monats-Chart weist weiterhin aufwärts. Ein Durchbruch des Werts von 0,9310 wird den 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,9450 freilegen, gefolgt vom Februar-Hoch von 0,9770. Unterstützung findet sich bei 0,8760, dem Tief vom 3. November, welches mit dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt übereinstimmt. Obwohl es ein wenig extrem erscheinen mag, könnte die Paarung letztlich die sinkende Trendlinie aus 2003, 2008 und 2010 anvisieren, deren Wert bei 1,1200 liegt.

Die Wild-Card

S&P 500

Eine abwärts gerichtete Überschreitung des Widerstandsniveaus wurde von einem Dreiecks-Konsolidierungsmuster auf dem Tages-Chart bestätigt. Das Chart-Muster misst 45 Punkte. Forex-Händler sollten beachten, dass das den Index auf 1.177 setzen dürfte, was der 50% Fibonacci Rückführung der Oktober-Bewegung entspricht. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 15:43 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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