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Friday, 12 Aug 2011

Findet eine Besserung des US Arbeitsmarktsektors statt?

Die in der vergangenen Woche für den Monat Juli veröffentlichten ADP und NFP Arbeitsmarktberichte zeigten drastische Anstiege bei neuen Arbeitsplätzen, wobei die ADP Zahlen für den Privatsektor sogar 14 Monate kontinuierliches Wachstum aufwiesen. Die gestrigen Zahlen für Erstansprüche auf Arbeitslosenunterstützung scheinen diesen Trend fortzusetzen, denn mit nur 395.000 lag man etwa 10.000 besser als ursprünglich prognostiziert.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownnono
Wochentendenzupnodowndownupup
Resistance1.47001.675081.500.82701.08000.9150
1.44601.655080.200.80801.05250.9080
1.44001.647578.500.78001.04000.8880
Support1.412076.250.70650.99250.8760
1.40500.97000.8650
1.38700.95300.8610

Wirtschafts News

USD - Negative Wirtschaftsdaten setzen US Dollar unter Druck

Der US Dollar handelte gestern leicht im Minus während Händler anfingen das jüngste Abflachen der USD Kurse neu zu bewerten. Die EUR/USD-Paarung fand gestern Unterstützung nahe 1,4150 und sprang beim späten Handel bis 1,4300. In anderen Währungspaarungen zeigte sich der Dollar in ähnlicher Weise.

Die gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten zeichneten ein ziemlich schwaches Bild des Wirtschaftswachstums in den USA. Die wöchentlichen Zahlen für Erstansprüche auf Arbeitslosenunterstützung erzielten mit 395.000 in der vergangenen Woche ein besser als erwartetes Ergebnis und waren vielleicht die einzig positive Nachricht der letzten sieben Tage. Der Bericht zur Handelsbilanz zeigte eine Ausweitung des Haushaltsdefizits die erheblich über den Erwartungen lag. Bislang trugen die Wirtschaftsnachrichten dazu bei den Kurs des USD zu senken, während Händler sich nach anderen Anlagewerten umsahen.

Da am heutigen Freitag wieder eine ganze Anzahl von Wirtschaftspublikationen erwartet wird können Dollar-Händler sich auf spannende Währungsbewegungen einstellen, die durch vermehrte Liquidität ausgelöst werden. Hauptsächlich dürfte man sich auf den US Markt mit den Berichten zu den Einzelhandelsumsätzen und dem Verbrauchervertrauen konzentrieren. Der Dollar wird wohl bei den Investoren stark im Fokus stehen während sich die von Hochs und Tiefs gezeichnete Handelswoche dem Ende neigt.

EUR - EUR verzeichnet ähnlichen Abschwung wie die Aktien

Angesichts der Daten, die auf eine Flaute beim deutschen Großhandelssektor schließen ließen, handelte der Euro gestern im Minus. Die glanzlose Vorstellung weltweiter Aktien führte dazu, dass sich viele Investoren vom EUR abwandten, trotz seines relativen Potentials für Kursgewinne, sollte noch mehr Kapital aus den USA abfließen. Allerdings verzeichnete der Euro beim späten gestrigen Handel bereits wieder einen Anstieg zu seinem amerikanischen Gegenstück.

Da die Wachstumsunterschiede zwischen den USA und Europa sich in dieser Woche wieder deutlich zeigten, scheinen höhere Erträge erzielende Anlagewerte wie das GBP und der EUR als Verlierer dazustehen, da viele Investoren das Risiko meiden. Während sich die Woche dem Ende neigt führt die zunehmende Risikovermeidung dazu, dass viele Investoren bevorzugt in niedrigere Erträge erzielende Währungen wie den USD und den JPY investieren, wenngleich Investitionen in US Staatsanleihen der jüngsten Herabsetzung der US Bonität durch S&P zu widersprechen scheinen.

Am heutigen Freitag dürfte der Euro wohl eine Bewertung seines jüngsten Abschwungs zu den anderen Haupt-Währungen erfahren, wobei eine leichte Tendenz zu weiterer Rückläufigkeit besteht. Auf dem heutigen Kalender steht die Bekanntgabe einer ganzen Reihe von Wirtschaftspublikationen aus dem Euro-Raum. Händler sollten diese und auch die Veröffentlichungen aus den USA aufmerksam zur Kenntnis nehmen.

JPY - JPY im Aufschwung da Händler nach Sicherheit streben

Der japanische Yen (JPY) handelte diese Woche zu den meisten anderen Währungen im Plus, während viele Händler sich wieder vermehrt Safe-Hafen-Anlagen zuwandten. Der Yen hat sich in den vergangenen Monaten als Top-Performer erwiesen, wenn man bedenkt, dass Händler in Zeiten intensiver Risikobereitschaft auf japanische Carry Trades und in Zeiten der Risikovermeidung auf den JPY setzen, was diese Währung, angesichts des verhängnisvollen Gerede über die Schuldenlage, äußerst reizvoll erscheinen lässt.

So verzeichnete der JPY gestern kräftige Kursgewinne, da sich nach den Verkäufen von Schuldverschreibungen in Italien viele Investoren von der Eurozone abwandten und Richtung sicherer Anlagen orientierten. Der Hinwendung zu riskanteren Währungen wurde durch um sich greifenden Pessimismus Einhalt geboten, was dazu führte, dass ein Großteil der gestrigen Handels-Liquidität in traditionelle Wertedepots floss. So dürften Händler noch vor Wochenschluss einen weiteren Aufwärtsknick beim JPY erwarten.

Rohöl - Rohölpreis bewegt sich nahe $ 86 pro Barrel

Der Rohölpreis ging gestern leicht zurück und fiel beim späten Handel bis auf $ 85,50 pro Barrel. Die Wachstumsunterschiede zwischen den USA und Europa sind in dieser Woche wieder in den Mittelpunkt des Interesses geraten, während die Produktions- und Dienstleistungsdaten für Europa leichte Schwächen aufwiesen. Das führte dazu, dass etliche Großinvestoren und Analysten eine Umschichtung vom EUR und anderen riskanten Anlagen hin zu der Sicherheit des USD und des JPY in Erwägung zogen, und das trotz der latent zunehmenden Schwäche der amerikanischen Wirtschaft aufgrund der kürzlich erfolgten Herabsetzung des US Kredit-Ratings.

Während Investoren also nach Sicherheit strebten, setzte der Rohölpreis, der schon fast die ganze Woche über gesunken war, seinen Rückgang bis auf $ 85,50 pro Barrel fort. Ein plötzlicher Einbruch bei den Dollarkursen aufgrund der risikosensiblen Stimmungslage führte dazu, dass sich viele Investoren zögerlich von Anlagen wie Gold und Silber abwandten. Offenbar war auch Rohöl von dieser Stimmung betroffen. Sollte sich der Rohölpreis heute halten können, besteht die Möglichkeit, dass er in den letzten Stunden dieser Woche sogar noch ansteigt, wenngleich die langfristigen Aussichten weiterhin eher rückläufig zu sein scheinen.

Technische News

EUR/USD

Eine sich nach oben öffnende Lücke hob das Paar am Montagmorgen über den derzeitigen abwärts weisenden Channel, in dem sich die EUR/USD-Paarung seit Ende Juli befindet. Verkäufe der EUR/USD-Paarung könnten sich als richtige Vorgehensweise herausstellen, da das Paar nicht in der Lage gewesen ist, sich über dem Wert von 1,45 zu halten. Erster Widerstand findet sich bei 1,4540, obwohl ein Durchbruch über dem Juni-Hoch von 1,4700 höchstwahrscheinlich den negativen technischen Ton umkehren dürfte. Andererseits findet sich erste Unterstützung beim Tief des vergangenen Freitag von 1,4050, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3940 und der steigenden Trendlinie vom Juni 2010, welches bei 1,3840 liegt.

GBP/USD

Nachdem sie gesunken war und dann einen Aufschwung bis 1,6220 erfuhr, sieht es so aus, als hätte diese Paarung Unterstützung gefunden. Der Wert hält sich beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt und einer 38% Rückführung vom Mitte-Juli-Tief bis zum Hoch vom Ende Juli. Widerstand findet sich bei 1,6475, gefolgt von 1,6550. Bei einem Durchbruch hier könnte das Pfund Sterling sich am April-Hoch 1,6750 versuchen. Erste Unterstützung findet sich bei 1,6220, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6085, 1,600 und dem Juli-Tief von 1,5780.

USD/JPY

Der Kursanstieg der USD/JPY-Paarung aufgrund der Intervention der japanischen Regierung war nur von kurzer Dauer, da beim Kurs von 80 Yen kräftig verkauft wurde. Die Paarung verzeichnete eine 68% Rückführung vom August-Tief zum Post-Interventions-Hoch und dürfte sich noch weiter abwärts bewegen. Eine zuvor durchbrochene Trendlinie von der Abwärtsbewegung von Ende Juli dürfte sich als unterstützend erweisen, wobei es eher wahrscheinlich ist, dass auf dem Weg zum Rekordtief von 76,25 nur ein kleiner Zwischenstopp eingelegt wird. Widerstand findet sich bei 79,50 und dem Post-Interventions-Hoch von 80,22. Weitere Interventionen an den Devisenmärkten könnten die Paarung zur langfristigen Trendlinie vom Hoch in 2007 führen, welches sich bei 82,00 findet.

USD/CHF

Gleichartige Maßnahmen die von der Schweizer Nationalbank eingeleitet worden waren um den Schweizer Franken zu schwächen führten nicht dazu, dass sich die Nachfrage nach USD/CHF verstärkt. Am Montagmorgen sank die Paarung auf ein neues Rekordtief. Das Momentum fällt beständig ab und Händler dürften auch weiterhin an ihren Short-Positionen festhalten. Erster Widerstand findet sich bei 0,7800, gefolgt von 0,8080 sowie der abwärts weisenden Trendlinie vom Februar-Tief von 0,8270.

Die Wild-Card

EUR/CHF

Nach Berichten über eine temporäre Kursstützung für den EUR stieg die EUR/CHF-Paarung gestern um bemerkenswerte 5,5%. Skeptikern, die die Entschlossenheit der Schweizer Nationalbank (SNB) für die Stärke des CHF einzutreten bezweifeln, könnten sich nun dem CHF Trend bei besseren Werten anzuschließen. Der gestrige Kursanstieg führte bis zum 38% Fibonacci Rückführungswert vom Hoch vom 4. Juli. Forex-Händler sollten einen Stopp oberhalb dieses Werts bei 1,0930 und nach unten eine Zielsetzung für die Paarung bei 1,0060 setzen

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Aktuelle Zeit: 05/25 15:44 GMT
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05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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