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Tuesday, 26 Oct 2010
G20-Finanzminister wollen Abwertungswettlauf zwischen Währungen verhindern
Am vergangenen Wochenende haben sich die Finanz- und Regierungschefs der 20 einflussreichsten Industrie- und Schwellenländer (G20) darauf geeinigt, einen Abwertungswettlauf zwischen Währungen zu verhindern. Darüber hinaus haben sich die G20-Finanzminister auf eine Reform des Internationalen Währungsfonds verständigen können. Der US-Dollar gerät im Vorfeld der für den 2. und 3. November anberaumten Sitzung des US-Offenmarktauschusses der Federal Reserve in Erwartung einer weiteren Lockerung der Geldpolitik zur Konjunkturbelebung stark unter Druck.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4060 | 1.5835 | 81.50 | 0.9790 | 1.0000 | 0.8955 |
| 1.4040 | 1.5805 | 81.30 | 0.9770 | 0.9980 | 0.8935 | |
| 1.4010 | 1.5775 | 81.00 | 0.9740 | 0.9950 | 0.8905 | |
| Support | 1.3950 | 1.5715 | 80.40 | 0.9680 | 0.9890 | 0.8845 |
| 1.3920 | 1.5685 | 80.10 | 0.9650 | 0.9960 | 0.8815 | |
| 1.3900 | 1.5665 | 79.90 | 0.9630 | 0.9940 | 0.8795 |
Wirtschafts News
USD - USD-Abwertung zwischen Positiv-Daten und Quantitative Lockerung erwartet
Die Aussicht auf eine lockere Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve hat den USD am Montag wieder unter Druck gesetzt. Da konnte auch das Ergebnis zu den Verkäufen bestehender Immobilien im August wenig stützen. Dies belief sich auf 4,53 Mio. verkaufte Einheiten, während Experten lediglich mit 4,29 Mio. Häusern gerechnet hatten. Das etwas gestärkte Anlegervertrauen wurde insgesamt von den Spekulationen um weitere konjunkturstützende Maßnahmen in den USA überschattet.
Im frühen Handel notierte EUR/USD zunächst bei 1,4075 von zuvor 1,3960 am Vorabend. Im asiatisch geprägten Handel ging es schließlich bergab. Das Währungspaar rutschte hier bis in den Bereich von 1,3946. Zum JPY fiel der Dollar abermals auf sein bereits wiederholt markiertes 15-Jahrestief.
Am vergangenen Wochenende haben sich die Finanz- und Regierungschefs der 20 einflussreichsten Industrie- und Schwellenländer (G20) darauf geeinigt, einen Abwertungswettlauf zwischen Währungen zu verhindern. Darüber hinaus haben sich die G20-Finanzminister auf eine Reform des Internationalen Währungsfonds verständigen können. Der US-Dollar gerät im Vorfeld der für den 2. und 3. November anberaumten Sitzung des US-Offenmarktauschusses der US-Notenbank Federal Reserve in Erwartung einer weiteren Lockerung der Geldpolitik zur Konjunkturbelebung stark unter Druck.
EUR - Euro profitiert von G20-Gipfel und Auftragseingang der Industrie
Der Beschluss der G20, einem weiteren Abwertungswettlauf zwischen den Währungen vorzubeugen, konnte einen Teil der Marktteilnehmer beruhigen und dem EUR Auftrieb geben. Die Erwartung einer zusätzlichen Konjunkturstützung durch die US-Notenbank Federal Reserve veranlasste einige Händler dazu, sich gestern auf gewinnträchtige Währungen wie EUR und AUD zu konzentrieren. Der wieder schwächere Dollar hatte eine günstige Wirkung auf die Ölpreise, die wiederum zu einer Aufwertung des Australischen Dollar führten.
EUR/USD handelte zu später Stunde gestern im Hoch bei 1,4075, bevor sich heute Morgen eine leichte Kurskorrektur einstellte. Bei 0,8869 notierte das Währungspaar EUR/GBP, während EUR/JPY mit 112,65 von zuvor 112,40 schloss.
Leichte Unterstützung fand die europäische Gemeinschaftswährung nach Veröffentlichung der europäischen Auftragseingänge der Industrie, die mit einem Anstieg von 5,3% die Erwartungen der Analysten deutlich übertrafen. Experten hatten ein Plus um lediglich 3,0% erwartet. Der Ordereingang für Juli lag bei minus 1,8%. Der sich deutlich stärker entwickelte Auftragseingang in der Industrie des Euroraums deutet auf die jüngst positiven Wachstumsentwicklungen der Konjunktur in der Eurozone. Wichtige Indikatoren zur Verbraucherstimmung in Europa, insbesondere der GfK-Konsumklimaindikator aus Deutschland, stehen heute zur Veröffentlichung aus. Bleiben die Ergebnisse Optimismus versprechend, könnte der Euro seinen Aufwärtstrend fortsetzen.
JPY - CB-Index zum Verbrauchervertrauen kann USD/JPY stützen
Erneut fiel der US-Dollar im gestrigen Montagshandel gegen den Japanischen Yen auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Nach dem G20-Gipfel am Wochenende nimmt der Druck auf den US-amerikanischen Dollar wieder zu. Von einer möglichen Ausweitung der Staatsanleihekäufe durch die US-Notenbank Federal Reserve geht mittlerweile ein Großteil der Anleger aus. Die starke JPY-Aufwertung gegenüber dem USD setzt sich also unvermindert fort. Der EUR/JPY- und CHF/JPY-Handel schien am gestrigen Montag abgeflaut.
Das Hauptaugenmerk der Investoren ist heute auf die zur Veröffentlichung ausstehenden Indizes aus den USA und dem Euroraum gerichtet, nach denen sich die Tagestendenzen des Yen für heute ebenfalls bestimmen lassen. Sowohl in der Eurozone als auch in den Amerika stehen wichtige Indikatoren zur Verbraucherstimmung auf der Agenda. Viele Anlegeraugen richten sich dabei auf den Index des Verbrauchervertrauens des Conference Board. Die Prognosen der Volkswirte belaufen sich auf einen Indexstand von 50,0 Punkten. Sollte das Ergebnis positiv ausfallen, könnte der USD etwas Unterstützung gegenüber dem Japanischen Yen finden.
Rohöl - Ölpreise fester aufgrund USD-Schwäche
Die internationalen Ölpreise legten innerhalb von 24 Stunden am Montag kräftig zu. Händler verwiesen wiederholt auf die anhaltende Dollar-Schwäche als Beweggrund für die Preisentwicklungen. Nach den deutlichen Vortagsgewinnen gestern, gaben die Ölpreise am Dienstagmorgen in Fernost leicht nach. US-Rohöl der Sorte WTI ging um $0,31 auf $82,21 pro Barrel zurück, während sich Nordsee-Brent zur Auslieferung im Dezember um $0,20 auf $83,34 verbilligt. Laut Prognosen sollen die US-Rohölbestände in der letzten Woche erneut gestiegen sein. Auch die nur langsame Erholung der Ölnachfrage in den USA, dem weltweit größten Energieverbraucher, bringt die Ölpreise vielfach unter Druck.
Gegenwärtig gilt folgende Faustregel im elektronischen Handel: Wertet der Dollar gegen den Euro ab, steigen die globalen Notierungen für Rohöl und umgekehrt. Insbesondere in den letzten Tagen hat sich die Abhängigkeit der Ölmärkte vom Devisenhandel deutlich gezeigt. Abzuwarten bleibt, ob der heute Abend zur Veröffentlichung ausstehende wöchentliche Ölbestandsbericht des API den von Marktteilnehmern erwarteten Anstieg der US-Rohölbestände bestätigen wird.
Technische News
EUR/USD
Der RSI der Wochen- und Tages-Chart zeigt, dass sich der Preis für EUR/USD innerhalb des überkauften Bereiches abwärts bewegt, was auf eine bevorstehende Trendwende deutet. Das jüngste Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Wochen-Chart und die anschließende Doji-Candlestick-Anordnung auf derselben Chart bestätigen diese Annahme. Eine gute Wahl für heute könnte lauten: Setzen Sie auf fallende Kurse, sobald die Abwärtsbewegung beginnen.
GBP/USD
In den letzten Tagen ist der USD/JPY-Handel deutlich abgeflacht. Die leichten Aufwärtstendenzen bestimmen nach wie vor den GBP/USD-Handel. Bislang sind keine Anzeichen einer Kursänderung zu erkennen. Das Paar scheint sich inzwischen um die Marke von 1,6000 zu konsolidieren. Dabei bleibt unklar, in welche Richtung die nachfolgenden Bewegungen ausfallen könnten. Bei diesem Paar auf steigende Kurse zu setzen, könnte heute eine gute Entscheidung sein. Dabei dient die vorgenannte Marke womöglich als nächster Zielkurs. Oberhalb dieser Marke ist Vorsicht geboten.
USD/JPY
Der kontinuierliche Aufwärtstrend dieses Währungspaares lässt mittlerweile nahezu jeden Indikator bei USD/JPY eine sich ankündigende Trendwende signalisieren. Im Gegensatz zu den technischen Daten bleibt der Preis jedoch rückläufig. Anleger sollten jegliche in Bezug zu USD/JPY stehende Fundamentaldaten gut im Auge behalten, da charttechnisch momentan kein eindeutiger Trend auszumachen ist.
USD/CHF
Der Momentum-Oszillator bei USD/CHF scheint aufwärts zu drehen. Auch der Slow Stochastic der Wochen-Chart bestätigt durch sein Aufwärtskreuzen einen solchen Trend gen Norden. Der plötzliche Anstieg beim RSI auf der Tages-Chart stützt diese Theorie ebenfalls. Kaufen könnte sich hier heute als gute Taktik herausstellen.
Die Wild-Card
AUD/JPY
Der AUD/JPY-Handel ist mittlerweile abgeflacht, der Kurs hat sich um die 80,00-Marke konsolidiert und das Paar scheint kurz vor einer Abwärtsbewegung zu stehen. Die Formation Triple-Doji-Candlestick auf der Wochen-Chart bestätigt einen sich erhöhenden Abwärtsdruck. Forex -Händler sollten den Wochen-Slow Stochastic nicht außer Acht lassen, der aktuell abwärts kreuzt. An der Spitze des möglichen Abwärtstrends auf fallende Kurse zu setzen, könnte die zu bevorzugende Strategie bei diesem Währungs-Duo sein.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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