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Montag, 10 Nov 2008
G20-Treffen signalisiert globale Leitzinssenkungen
An diesem Wochenende trafen sich die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, G-20, zu informellen Gesprächen und einigten sich darauf, dass weitgreifende Reformen des internationalen Finanzsystems nötig seien. Neue Mechanismen zur Stärkung und Regulierung der Märkte sind unter anderem weitere Leitzinssenkungen sowie eine Steigerung der Staatsausgaben.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Widerstandskraft | 1.2958 | 1.5900 | 100.00 | 1.1820 | 0.6958 | 0.8210 |
| 1.2931 | 1.5845 | 99.75 | 1.1791 | 0.6930 | 0.8188 | |
| 1.2903 | 1.5800 | 99.35 | 1.1755 | 0.6891 | 0.8155 | |
| Support | 1.2820 | 1.5685 | 98.20 | 1.1700 | 0.6822 | 0.8100 |
| 1.2770 | 1.5645 | 97.85 | 1.1675 | 0.6795 | 0.8070 | |
| 1.2730 | 1.5600 | 97.45 | 1.1650 | 0.6766 | 0.8044 |
Wirtschafts News
USD - Wechselt der USD seinen Kurs?
Der Dollar verzeichnete heute im frühen Morgenhandel einen eher schlechten Start in die neue Handelswoche. Dabei verlor der USD gegenüber den Hauptwährungen, den JPY ausgenommen, stark an Boden. Ursache für diese neueste Entwicklung sind die schlecht US-Arbeitsmarktdaten (exklusive Agrar) sowie der Arbeitslosenrate zum Ende der vergangenen Woche. Nicht einmal der historischer Wahlsieg Barack Obamas zum neuen Präsidenten der USA konnte den enttäuschenden Zahlen entgegenwirken.
Am Wochenende trafen sich die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, G-20, zu informellen Gesprächen und einigten sich darauf, dass weitgreifende Reformen des internationalen Finanzsystems nötig seien. Neue Mechanismen zur Stärkung und Regulierung der Märkte sind unter anderem weitere Leitzinssenkungen sowie eine Steigerung der Staatsausgaben.
Viele Länder bereiten als Folgereaktionen auf das Finanzministertreffen eigene Hilfspakete vor. Chinas Regierung kontert der globalen Wirtschaftkrise mit einem fast $586 Mrd. schweren Konjunkturpaket. Die wichtigsten Schwellenländer China, Indien, Südafrika, Brasilien und Mexiko einigten sich auf gemeinsame Maßnahmen. Sie wollen sich international mehr Gehör verschaffen und Auslandsinvestitionen unterstützen sowie Liquiditätsengpässe bekämpfen.
Für diese Woche scheint es schwierig zu werden, die Entwicklungen des USD einzuschätzen. Gerade die vergangenen Wochen haben bewiesen, dass die Märkte wahrhaft unberechenbar sind. Grundlegenden Marktdaten zum Trotz, nahm der USD einen zinsbullischen Kurs bei negativ ausgefallenen Wirtschaftsdaten auf. Mittlerweile hat sich diese Tendenz eingestellt. Für den USD könnte somit eine Trendwende erfolgen. In dieser Woche richtet sich das Augenmerk der Anleger auf die Eurozone und den asiatischen Raum. Aus den USA werden nur wenige Indikatoren von Bedeutung erwartet.
EUR - Leitzinssenkung könnte Wirtschaft der Eurozone wiederbeleben.
Mit einem verheißungsvollen Start in die neue Woche konnte der EUR gegenüber dem USD bereits zu früher Handelsstunde konsistent an Boden gewinnen. Es scheint, als hätte die von Panik ergriffene europäische Währung ihre Lebensgeister wiederbelebt und den heftigen Abwärtstrend der vergangenen Wochen für den Augenblick überwunden. Dafür zeichnen mehrere Faktoren verantwortlich:
Die bedeutendste Entwicklung in diesem Zusammenhang, war die selbstgefällige Tendenz des USD, die sich infolge der historischen Wahl Barack Obamas einstellte. Nachdem der Dollar sich zunächst stabilisierte, wurde er jedoch stark von landeseigenen Wirtschaftsindikatoren beeinflusst, die sich seit Eintreten der Finanzkrise weniger auswirkten. Inzwischen haben Arbeitsmarktberichte sowie Arbeitslosenraten wieder eine Bedeutung für den Trend des USD. Dieser Umschwung bereitet dem EUR den Boden für einen Gewinnzuwachs gegenüber seinem Hauptkonkurrenten.
Weitere Ursache für den zinsbullischen EUR-Trend sind rasche und verhältnismäßig deutliche Leitzinssenkungen, die in der vergangenen Woche in der Eurozone durchgeführt wurden. Auch diese brachten der 15-Nationen-Währung eine entscheidende Trendwende.
Letztendlich trug das Treffen der G20 am vergangenen Wochenende seinen Teil zum EUR-Anstieg bei. Die Finanzminister einigten sich auf weitere globale Leitzinssenkungen und ihre jeweiligen Bemühungen, die Wirtschaftsaktivität sowie den Kapitalfluss ihrer Länder zu steigern.
In der anstehenden Woche wird es in der Eurozone ruhig bleiben. Anleger erwarten lediglich einige wenige Veröffentlichungen von Wirtschaftsindikatoren. Verglichen mit der vergangenen Woche, in der ein neuer Präsident für die Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde und sich folglich intensive Marktentwicklungen einstellten, wird sich das Tempo an den Märkten in den kommenden Tagen verlangsamen.
JPY - JPY auf dem Abwärtstrend
Zum Ende der letzten Handelswoche, begab sich der japanische Yen auf einen heftigen Abwärtskurs. Heute Morgen wurde er bei 99,10 zum USD gehandelt. Japans Wirtschaftsdaten verdeutlichen einen erheblichen Rückgang der Produktionsaufträge infolge einer deutlichen Exportabnahme japanischer Güter. Die Konjunkturschwäche zeigt sich mittlerweile auch an Stellen, die, wie beispielsweise die Wirtschaftssysteme Asiens, schnell übersehen werden.
Die Ankündigung eines $586 Mrd. schweren Konjunkturpakets der chinesischen Regierung für das eigene Land könnte auch den japanischen Aktienmärkten einen dringend benötigten Schub geben und den regionalen Handel sowie den Kapitalfluss steigern. Dennoch wird die drohende Rezession nicht in Gänze abzuwenden sein. Sollten, wie von den G20 angekündigt, weitere internationale Leitzinssenkungen erfolgen, könnte dies den Wert des JPY als Bezugsgröße für Carry Trades mindern und gleichzeitig den Kurswert der asiatischen Währung steigern.
Rohöl - Gewinnzuwachs zu früher Handelsstunde
Nachdem der Ölpreis am vergangenen Freitag bis auf $60 gefallen war konnten Anleger heute Morgen einen Anstieg von nahezu $4 pro Barrel, Tendenz steigend, beobachten. Die Sorge um eine bevorstehende Rezession veranlasste die meisten Experten dazu, aufgrund der schwindenden Nachfrage, einen Ölpreisrutsch bis in das Jahr 2009 vorauszusagen. Jedoch könnte sich bei dem prognostizierten Rückgang des USD ein Anstieg der Ölpreise ergeben, der das Rohöl bis zum Wochenende auf die $70-Marke zurückführt.
Bekanntlich stehen die Rohölpreise und der USD in Korrelation: Je tiefer der Dollar, desto höher liegen die Ölpreise. Seitdem die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche stabil blieben, ist deutlich geworden, dass die Energieversorgung nicht in Zusammenhang mit den Preisentwicklungen steht. Demnach könnte der amerikanische US-Dollar tatsächlich die treibende Kraft für die momentanen Ölpreise sein. Für eine präzise Einschätzung der Ölpreisentwicklung sollten Anleger ihr Augenmerk auf den USD richten.
Technische News
EUR/USD
Nach ein paar Tagen gemischter Ergebnisse, hat sich dieses Paar allem Anschein nach inzwischen um die 1,2850-Marke konsolidiert. Trotzdem gibt die Stunden-Chart aktuell ausschließlich rückläufige Signale aus. Der Slow Stochastic ist bereits abwärts gerichtet. Innerhalb des nächsten Zeitrahmens, könnte es für Anleger lohnenswert sein, sich diesem Trend anzuschließen.
GBP/USD
Dieses Paar gibt weiterhin gemischte Signale aus und wird nun um die 1,58-Marke gehandelt. Auf der Stunden-Chart ist so gut wie keine Bewegung zu erkennen. Anleger sollten deutlichere Signale abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.
USD/JPY
USD/JPY schwankt nach wie vor innerhalb eines begrenzten Preisniveaus und konnte bislang keinen bedeutenden Durchbruch erzielen. Alle Oszillatoren der Stunden-Chart bestätigen diese Tendenz. Ein Durchbruch sollte zunächst abgewartet werden.
USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen, ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.
Die Wild-Card
Rohöl
Allem Anschein nach hat sich der äußerst starke Abwärtstrend des Rohöls vorerst gelegt. Die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart geben zinsbullische Signale aus, so dass eine zinsbullische Korrigierung unmittelbar bevorstehen könnte. Hier bietet sich Forex -Anlegern eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich diesen Trend zu einer frühen Phase zu Nutze zu machen.
| Datum | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01/08 | 15:00 | CAD | Ivey PMI | 40.2 | 37.5 | 39.1 | ![]() | |
| 15:30 | USD | Natural Gas Storage | -143B | -78B | -47B | ![]() | ||
| 16:00 | USD | President-Elect Obama Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 17:50 | CAD | Gov Council Member Duguay Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 18:30 | USD | Assist Treasury Sec Kashkari Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 19:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 20:00 | USD | Consumer Credit | m/m | -3.5B | -0.5B | - | ![]() | |
| 01/09 | 05:00 | JPY | Leading Indicators | 85.2% | 81.4% | - | ![]() | |
| 07:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -2.2% | 0.4% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Trade Balance | -7.1B | -5.0B | - | ![]() | ||
| 09:30 | GBP | Manufacturing Production m/m | m/m | -1.4% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Input | m/m | -3.3% | -2.0% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Industrial Production | m/m | -1.7% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Output | m/m | -0.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | Retail Sales | m/m | -0.8% | 0.1% | - | ![]() | |
| 11:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | -2.1% | -2.0% | - | ![]() | |
| 12:00 | CAD | Employment Change | -70.6K | -21.0K | - | ![]() | ||
| 12:00 | CAD | Unemployment Rate | 6.3% | 6.5% | - | ![]() | ||
| 13:15 | CAD | Housing Starts | 172K | 175K | - | ![]() |



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