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Monday, 9 May 2011
Gerüchte über Griechenlands Austritt aus der Eurozone ziehen EUR nach unten
Das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ veröffentlichte ein am vergangenen Freitag kursierendes Gerücht, dass Griechenland bei einer jüngsten Strategiebesprechung den Austritt aus der 17-Nationen-Eurozone erörtert habe. Obwohl von deutschen und griechischen Regierungsstellen vehement dementiert, hat die Kraft dieses Gerüchts in spekulativen Kreisen den Kurs des EUR drastisch sinken lassen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4454 | 1.6438 | 80.92 | 0.8787 | 1.0826 | 1.0826 |
| 1.4419 | 1.6415 | 80.76 | 0.8771 | 1.0794 | 1.0794 | |
| 1.4401 | 1.6406 | 80.69 | 0.8764 | 1.0780 | 1.0780 | |
| Support | 1.4365 | 1.6383 | 80.52 | 0.8749 | 1.0749 | 1.0749 |
| 1.4348 | 1.6369 | 80.43 | 0.8740 | 1.0732 | 1.0732 | |
| 1.4312 | 1.6346 | 80.27 | 0.8724 | 1.0701 | 1.0701 |
Wirtschafts News
USD - USD im Aufwind, da Nachrichten über den Euro für Hinwendung zu Sicherheitswährungen sorgte
Der US Dollar verzeichnet seit vergangenem Freitag kräftige Aufwärtstendenz, da Händler, nach der Bekanntgabe der Europäischen Zentralbank (EZB) den Leitzinssatz nicht anzuheben und den Gerüchten, dass Griechenland die Eurozone verlassen könnte, anfingen sich vom Euro abzuwenden. Als Folge fiel der Kurs des Euro zu seinen Währungspartnern wie ein Stein, und es sieht so aus, als könne der US Dollar am meisten davon profitieren.
Der US Arbeitsmarktbericht (NFP) vom Freitag zeigte eine überraschende Zunahme auf dem Beschäftigungssektor, was es Händlern leichter machte sich dem Dollar zuzuwenden, um weitere Verluste von ihren Portfolios abzuwehren. Die US Wirtschaft hat bislang von dieser Verlagerung profitiert, da ein stärkerer Dollar den Amerikanern in den kommenden Tagen mehr Kaufkraft geben wird. Das Thema der unterschiedlichen Leitzinssätze hat in den letzten zwei Wochen für Spannungen an den Märkten gesorgt, und zudem machen Kursverschiebungen bei den Safe-Hafen-Währungen und dem Euro es immer schwieriger Kursentwicklungen vernünftig zu prognostizieren.
Heute werden Händler ihre Aufmerksamkeit mehr auf Europa und Kanada richten, da aus der US Wirtschaft keine Daten-Bekanntgaben vorgesehen sind. In Japan wurden heute Morgen die "Minutes" des Monetary Policy Meeting veröffentlicht und werden derzeit wohl gerade von Investoren aus Herz und Nieren abgeklopft. In Kanada werden die neuesten Daten auf dem Immobiliensektor bekannt gegeben. Angesichts der seit Freitag gestiegenen Risikovermeidung, scheinen sich Händler auf eine Fortsetzung der Aufwärtstendenz des USD einzurichten.
- Gerüchte über Griechenlands Austritt aus der Eurozone drücken kräftig auf den Euro-Kurs
Nach der Bekanntgabe der Europäischen Zentralbank (EZB) den Leitzinssatz nicht anzuheben und den Gerüchten, dass Griechenland die Eurozone verlassen könnte, hat der Euro seit Freitag erheblich zu seinen Haupt-Währungsrivalen verloren. Die in den letzten Tagen veröffentlichten Wirtschaftsdaten haben ebenfalls dazu beigetragen, dass sich viele Händler von riskanteren Anlagen abwenden. Bislang hat die Stimmungsverlagerung eindeutig den US Dollar gegenüber seinem europäischen Rivalen bevorzugt.
Das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ veröffentlichte ein am vergangenen Freitag kursierendes Gerücht, dass Griechenland bei einer jüngsten Strategiebesprechung den Austritt aus der 17-Nationen-Eurozone erörtert habe. Obwohl von deutschen und griechischen Regierungsstellen vehement dementiert, hat die Kraft dieses Gerüchts in spekulativen Kreisen den Kurs des EUR drastisch sinken lassen. Viele Experten sind sich einig darin, dass die Äußerungen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet vom vergangenen Donnerstag es sehr viel schwerer als noch beim letzten Mal machten, die nächste Leitzinsanhebung vorherzusagen. So sank der Kurs der EUR/USD-Paarung von seinem jüngsten Hoch nahe 1,49 auf seinen derzeitigen Wert um die 1,44.
Mit Ausnahme von ein paar wenigen Berichten, die keinen großen Einfluss auf das Wirtschaftgeschehen haben werden, wird der Euro heute vom Wirtschaftskalender abwesend sein. Deutschland wird seine Handelsbilanz veröffentlichen, die allerdings bereits in den Kurs des Euro eingepreist wurde. Für die Eurozone wird der Sentix Investor Confidence Bericht veröffentlicht, der jedoch erfahrungsgemäß nur sehr geringen Einfluss auf die 17-Nationen-Währung hat. So dürfte der seit Freitag vorherrschende Trend auch am heutigen Montag das Marktgeschehen bestimmen.
JPY - Japanischer Yen verzeichnet unterschiedliche Ergebnisse, während Investoren noch die Ergebnisse der Policy Minutes verarbeiten
Der JPY konnte seit Freitag größtenteils positive Ergebnisse verzeichnen, da Investoren ihren Fokus mehr auf die Nachrichten aus Europa richteten. Nach den Auf und Nieder der vergangenen Woche scheint der japanische Yen heute Kursgewinne verzeichnen zu können, da Investoren sich größtenteils von riskanteren Anlagen abwenden. Nach der Leitzinsbekanntgabe der EZB vom Donnerstag trugen auch die niedrigen Zinssätze der japanischen Wirtschaft dazu bei, dass sich Investoren von der Sicherheit des Yen angesprochen fühlten. Gerüchte, dass Griechenland die Eurozone verlassen könnte, veranlassten viele Händler ebenfalls dazu, sich nach sichereren Anlagewerten umzusehen.
Da die japanische Wirtschaft nach einer Woche der Feierlichkeiten wieder ins Geschehen eingreift, könnten die Märkte ein klein wenig mehr Liquidität von dem japanischen Wirtschaftsriesen erhalten. Die Wirkung dürfte hauptsächlich in den frühen Börsenstunden zu spüren sein, doch am meisten wird das Marktgeschehen heute wohl von den Nachrichten aus Europa beeinflusst werden. Händler sollten Äußerungen von europäischen Regierungs- und Wirtschaftsvertretern große Aufmerksamkeit schenken, da diese sich sehr wahrscheinlich auf Portfolio-Verlagerungen und -Angleichungen auswirken dürfte.
Rohöl - Rohölpreise sinken immer noch. Wird sich dieser Abschwung weiter fortsetzen?
Der Rohölpreis schloss am Freitag kräftig im Minus, da Händler sich von ihren Investments in Rohstoffe zurückzogen, während der US Dollar einen kräftigen Anstieg verzeichnete. So kam es zu einem kräftigen Einbruch beim Rohölpreis, der bis zum Börsenschluss am Freitag bis auf $ 96 pro Barrel zurückging. Wird sich dieser Preisverfall in dieser Woche fortsetzen?
Die jüngsten Ereignisse haben das Spekulieren über den Rohölpreis äußerst schwierig gestaltet. Der Einbruch des US Dollar-Kurses hätte eigentlich zu einem Anstieg des Rohölpreises führen müssen, doch blieb der Preis für den Rohstoff bis heute Morgen den vierten Tag in Folge im freien Fall. Die gestiegenen US Rohöllagerbestände, wie am Mittwoch berichtet, können dazu beigetragen haben, da steigende Lagerbestände für gewöhnlich den Ölpreis drücken. Auch heute dürfte sich der Rohölpreis abwärts bewegen, und ein technisches Unterstützungsziel nahe dem Wert von $ 88 pro Barrel ist bereits in Sicht.
Technische News
EUR/USD
Heute Morgen verlor die EUR/USD-Paarung weitere 60 Pips, nachdem vergangene Woche bereits ein Kursrückgang um 6 Cent erfolgte und die Paarung unterhalb der Januar-Trendlinie den Handel schloss. Der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart zeigt abwärts, nachdem er sich für geraume zeit im überverkauften Bereich bewegt hat. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart zeigt ebenfalls Zeichen von Abweichung, und Händler sollten nach möglichen rückläufigen Signalen Ausschau halten. Falls die EUR/USD-Paarung die Lücke schließt, könnte das Paar bei 1,4150 Unterstützung finden, einem Wert der mit der 38,2% Fibonacci Rückführung der Januar bis April Bewegung übereinstimmt. Der 100-Tage-Bewegunsdurchschnitt könnte beim Wert von 1,4020 ins Spiel kommen. Das Gute daran ist, dass die zuvorige Trendlinie sich in einen Widerstandswert wandelt, der heute bei 1,4450 liegen könnte. Das Hoch vom Freitag bei 1,4585 ist der zweite Widerstandswert.
GBP/USD
Das letztwöchige Tief dieser Paarung bei 1,6340 stimmt mit der 50% Rückführung vom März-Tief bis zum April-Hoch überein. Sollte dieser Stützwert gehalten werden können, dürfte auf den Wert von 1,6600 das April-Hoch von 1,6745 folgen. Demgegenüber findet sich Unterstützung beim Mitte-April-Tief von 1,6160, sowie bei der steigenden Trendlinie vom Mai-Tief von 2010, dass diese Woche nahe dem Wert von 1,6000 liegt.
USD/JPY
Der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart deutet abwärts, was besagt, dass das Momentum für diese Paarung rückläufig ist. Erste Unterstützung findet sich bei 79,50, dem Tief der vergangenen Woche, mit einer Zielsetzung beim Dezember-Tief von 2008, das diese Woche bei 78,40 liegt. Ein Durchbruch hier könnte das Pre-Interventions-Tief von 76,40 zum Ziel haben. Widerstand findet sich bei 81,20 von der Trendlinie vom April-Hoch.
USD/CHF
Nachdem sie vergangene Woche bei 0,8553 ein Rekord-Tief zu verzeichnen hatte fand sich Widerstand für diese Paarung bei 0,8800, dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Ein weiteres Ansteigen könnte bis in die Trendlinie vom April-Hoch reichen, deren Wert bei 0,8850 liegt. Ein Durchbruch hier dürfte als Ziel das Mitte-April-Tief von 0,8900 zum Ziel haben.
Die Wild-Card
Rohöl
Ein kräftiger Einbruch bei den Rohstoffpreisen ließ den Rohölpreis in einer Woche um 17% zurückgehen. Das Tief der vergangenen Woche stimmt mit der 61,8% Rückführung vom Februar-Tief überein. Sollte der Preis weiterhin rückläufig sein, dürften Forex Händler die steigende Trendlinie von den August-Tiefs bei $ 90,10 pro Barrel ins Auge fassen. Eine Bewegung darüber hinaus wird zunächst das Mitte-April-Tief von $ 105,25 zum Ziel haben, gefolgt vom Hoch der vergangenen Woche bei $ 114,81 pro Barrel.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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