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Monday, 25 Jul 2011

Gespräche über US Schuldenhöchstgrenze abgebrochen; Währungskurse verhalten sich unterschiedlich

Der Abbruch der Gespräche über die US Schuldenhöchstgrenze am Wochenende führte bis heute Morgen zu unregelmäßigem Verhalten an den Devisenmärkten. Obwohl die Tendenz in Richtung Risikovermeidung zu gehen scheint, was sich durch steigende Edelmetallpreise andeutet, verzeichnet der EUR einen Kursanstieg während der US Dollar (USD) einbricht. Je näher der Stichtag 2. August rückt, umso mehr scheint sich der Kurs des USD abzuschwächen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownnono
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.4940 1.674582.000.85500.9150
1.47001.6545 81.500.8385 1.10100.9075
1.44501.636079.600.82701.08900.8840
Support1.40151.619078.20 0.80801.05250.8700
1.38351.6000 77.501.04500.8660
1.3780 1.578076.111.03900.8640

Wirtschafts News

USD - USD rückläufig da Gespräche über US Schuldenhöchstgrenze kein Ergebnis zeitigen

Der US Dollar (USD) handelt zu Wochenbeginn rückläufig, da Händler die glanzlose Vorstellung der US Wirtschaft in den letzten Wochen offenbar dahingehend deuteten, dass es um das Wirtschaftswachstum der USA doch nicht so gut gestellt sei. Der Dollar konnte bislang von der Hinwendung zu sichereren Anlagewerten profitieren, doch scheint nunmehr die Unfähigkeit des US Kongresses, die bevorstehende Schuldenkrise abzuwenden, den Kurs des USD nach unten zu ziehen.

Obschon die Wirtschaftsnachrichten sowohl positiv als auch negativ ausfielen, schienen Händler doch eher geneigt gewesen zu sein sich von höhere Erträge erzielenden Anlagen zu trennen, da die Wirtschaft in den USA und Europa schwächelt. Während der Stichtag 2. August immer näher rückt, beobachten wir abgrenzendes Verhalten, wobei der Schweizer Franken (CHF) und der japanische Yen (JPY) als alternative Wertedepots dienen, sollten die USA bei ihren Krediten in Zahlungsverzug geraten. So ist die USD/JPY-Paarung unter den Interventionswert gesunken und handelt derzeit nahe 78.00.

Heute werden die USA auf dem Wirtschaftskalender nicht vertreten sein, und auch aus den meisten anderen Volkswirtschaften werden keine maßgeblichen Berichte erwartet. Risikobereitschaft und Marktvolatilität dürften sich heute auf ein Minimum beschränken, während Investoren sich auf ein heftiges Auf und Ab vorbereiten, da es nur noch eine Woche ist, bis die Frist zur Anhebung der US Schuldenhöchstgrenze verfällt.

EUR - EUR verzeichnet kräftigen Aufschwung; Kursgewinne scheinen wackelig

Nach pessimistischen Wachstumsberichten für die USA und europäische Volkswirtschaften handelte der Euro (EUR) heute Morgen im Plus. Zum US Dollar (USD) handelte der Euro bereits am späten Freitag mit Aufwärtstendenz als eine Umschichtung von Safe-Hafen-Anlagen Mittel aus Wertedepots in Richtung Euro abzogen. Die EUR/CHF-Paarung verzeichnete nach einer Woche mit Kursgewinnen am Freitag allerdings einen Abschwung und fiel auf 1,1715.

Inmitten fortgesetzter Unsicherheit an den Weltmärkten bemühen sich Händler um Wiederherstellung der Risikobereitschaft. Bedenken in den US Dollar zu investieren, während die Debatte über die Anhebung der Schuldenhöchstgrenze im US Kongress noch ungeklärt ist, beunruhigte viele Investoren, die eigentlich zu Wochenbeginn auf Kursgewinne gehofft hatten. Sollte die US Regierung nicht in der Lage sein die Schuldenhöchstgrenze anzuheben, wird das zu einer Herabsetzung des US Kredit-Ratings durch Rating-Agenturen führen, was sich sehr wahrscheinlich rückläufig auf die Weltwirtschaft auswirken dürfte.

Auch in der Eurozone ist die Stimmung ins Negative umgeschlagen, weshalb viele Analysten und Wirtschaftswissenschaftler davon ausgehen, dass sich Händler in dieser Woche in Richtung Sicherheit orientieren werden. Sollten uns aus den Haupt-Weltwirtschaften weitere negativ tendierende Nachrichten erreichen, wird das den EUR-Kurs weiter drücken, da Investoren , trotz leicht positiver Grundstimmung heute Morgen, das Risiko scheuen.

AUD - Nach positiven Daten des Erzeugerpreisindex verzeichnet AUD Abwärtsknick

Der australische Dollar (AUD) handelt heute Morgen leicht im Minus zu den meisten anderen Währungen, nachdem die Inflationsdaten an den pazifischen Märkten für Unruhe sorgten. In letzter Zeit verzeichnete der australische Dollar kräftige Schwankungen aufgrund des Hin und Her bei riskanteren Anlagen. Händler sahen nach den Wirtschaftsberichten vom Freitag zwar eine Hinwendung zur Sicherheit, allerdings scheint die Stimmung heute Morgen noch recht gespalten zu sein.

Die jüngsten Ereignisse trugen dazu bei den Kurs des AUD steigen zu lassen, da Händler sich höhere Erträge erzielenden Anlagen wie dem AUD, dem NZD und skandinavischen Währungen zuwandten. Der heute Morgen veröffentlichte Erzeugerpreisindex (PPI) übertraf zwar die Erwartungen, doch wirkte sich das nicht positiv auf den AUD aus, da Händler dieses positive Ergebnis bereits eingeplant hatten. Gewinnmitnahmen dürften den jüngsten Abwärtsknick zwar bis zu einem gewissen Punkt erklären, doch sieht es nicht so aus, als könne das den Tag über anhalten.

Gold - Zunehmende Risikovermeidung lässt Goldpreis ansteigen

Trotz der zunehmenden Stärke des US Dollar, der Währung in der es bewertet wird, stieg der Preis für Gold in der vergangenen Woche an. Edelmetalle werden in unsicheren Zeiten schon immer als Wertedepots gehandelt. Seit Juni handelt Gold bereits mit schwacher Aufwärtstendenz, allerdings erwarten Händler bereits seit einiger Zeit einen kräftigeren Preisaufschwung aufgrund zunehmender Risikovermeidung wegen der Spannungen in Griechenland und den bislang erfolglosen Gesprächen über eine Anhebung der Schuldenhöchstgrenze in den USA.

Während Investoren nach Sicherheit streben stieg der Goldpreis, der bislang unterschiedliche Ergebnisse verzeichnete, auf ein neues Rekordhoch von $ 1.623,95 pro Feinunze. Ein plötzlicher Anstieg der Dollarkurse aufgrund der risikovermeidenden Stimmungslage hat bislang wenig dazu beigetragen den Goldpreis zu drücken, da Gold traditionell als Wertedepot dient. Sollte die Risikostimmungslage die Woche über anhalten, könnte es zu einem weiteren Anstieg beim Preis dieses Edelmetalls kommen.

Technische News

EUR/USD

Der EUR/USD-Paarung gelang es nicht den Handel unterhalb des 200-Tage-Bewegungsdurchschnitts zu schließen, und der Kurs versucht sich nun an der fallenden Trendlinie von den Hochs in Mai und Juli, das bei 1,4450 liegt. Das Kurzzeit-Momentum steigt derzeit an, und ein Durchbruch oberhalb dieses Widerstandswerts könnte Widerstand bei den Spitzenwerten von Juli, Juni und Mai bei 1,4580, 1,4700 und 1,4940 finden. Jedoch hat sich nach den Hochs vom Donnerstag und Freitag der vergangenen Woche auf dem Tages-Chart ein rückläufiges Kerzen-Muster gebildet, was die Annahme unterstützt, dass der 3-Monats-Widerstandswert standhalten wird. Unterstützung findet sich bei 1,4015, 1,3835 und 1,3780 von der steigenden Trendlinie vom Juni-Tief in 2010.

GBP/USD

Nachdem er bis auf 1,5780, den 38% Rückführungswert der Bewegung von Mai 2010 bis April 2011, abgesunken war, hat die Paarung einen Durchbruch oberhalb der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation und der fallenden Widerstandslinie von den April- und Mai-Hochs erzielt. Die Paarung fand jetzt Widerstand bei der zuvor durchbrochenen Trendlinie vom Mai-Tief in 2010, was jetzt bei 1,6360 als Anfangswiderstand dient. Eine Bewegung oberhalb dieser Linie dürfte sich am Mai-Hoch bei 1,6545 versuchen, obwohl Rückläufigkeit beim Pfund Sterling Widerstand vor dem April-Hoch von 1,6745 leisten dürfte. Andererseits findet sich Unterstützung bei dem Kreuzungswert der Halslinie und des vorigen Widerstandswert der April- und Mai-Hochs von 1,6190. Zusätzliche Unterstützung findet sich bei 1,6000 und dem Juli-Tief von 1,5780.

USD/JPY

Das Wiedererstarken des Yen brachte die USD/JPY-Paarung einen Schritt näher an das Rekordtief von 76,11. Ein fallender Slow Stochastic auf dem Monats-, Wochen- und Tages-Chart deutet auf weitere Rückläufigkeit bei dieser Paarung hin. Anfängliche Unterstützung findet sich bei 78,20, gefolgt von der unteren Linie der fallenden Keil-Formation vom Dezember 2008, deren Wert bei 77,50 liegt. Eine Bewegung darüber hinaus dürfte Widerstand bei 79,60 und 81,50 finden.

USD/CHF


Ein Versuch die USD/CHF-Paarung nach oben zu drücken traf beim Wert von 0,8270 auf Widerstand. Da sie nicht in der Lage ist die Kursgewinne zu halten, sieht es so aus, als würde sich die Paarung am jüngsten Rekordtief von 0,8080 versuchen. Ein jeglicher Versuch die Paarung nach oben zu drücken dürfte sehr wahrscheinlich bei 0,8270 und 0,8385 von der fallenden Trendlinie von dem Februar-Hoch auf Widerstand stoßen. Entsprechend Wertverkäufe der Paarung dürften auch bei 0,8550 ins Spiel kommen.

Die Wild-Card

S&P 500

Nachdem er über den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt angestiegen ist versucht sich der S&P 500 am rechten Schenkel einer möglichen Kopf-Schulter-Formation von 1.353. Eine Bewegung über diesen Wert hinaus würde das Umkehr-Muster zunichte machen, und der Index könnte sich am Hoch dieses Jahres von 1.372 versuchen. Forex-Händler sollten vermerken, dass Unterstützung für den S&P 500 sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1.300 findet, sowie beim Tief dieses Monats von 1.291 und der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation von 1,260.

forex

Aktuelle Zeit: 05/25 16:02 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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