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Freitag, 26 Sep 2008

Gespräche über Zinsrate gleichen enttäuschende Verkäufe von Hausneubauten aus

Anleger konnten gestern ein kleines USD-Phänomen auf den Märkten beobachten. Trotz der Prognosen, dass ein enttäuschender Bericht über die Verkäufe der Hausneubauten den USD schwächten würde, stellte sich das Gegenteil ein. Mit der aktuellen Debatte über den finanziellen Rettungsplan für die US-amerikanische Wirtschaft und der jüngsten Bekanntgabe, dass der Leitzins höchstwahrscheinlich nicht herabgesetzt werden wird, achten die Anleger anscheinend weniger auf die veröffentlichten Daten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupdowndown
Wochentendenzupupdowndowndownup
Widerstandskraft1.47361.8440106.201.09120.83880.8045
1.47001.8428105.981.08930.83600.8022
1.46821.8399105.801.08750.83320.7994
Support1.46001.8360105.411.08200.82800.7931
1.45781.8342105.221.08000.82620.7900
1.45301.8320105.001.07890.82470.7882

Wirtschafts News

USD - Dollar verzeichnet Gewinnzuwachs, trotz schlechtester Immobiliendaten in 17 Jahren

Der USD-Handel war gestern wenig dynamisch, angesichts der gegebenen Marktsituation. Während des frühen Handels, verlor der USD gegenüber den Hauptwährungsgegnern an Boden, erholte sich jedoch im weiteren Tagesverlauf, wobei die US-amerikanische Währung keine bedeutenden Level durchbrechen konnte. Zu Handelsschluss notierte der USD gegen den EUR bei 1,4672, lediglich 30 Punkte unter der Vortagesmarke.

Anleger konnten gestern ein kleines USD-Phänomen auf den Märkten beobachten. Trotz der Prognosen, dass ein enttäuschender Bericht über die Verkäufe der Hausneubauten den USD schwächten würde, stellte sich das genaue Gegenteil ein. Als Hinweis auf einen geschwächten US-Immobiliensektor wurden die Zahlen zu den Verkäufen von Hausneubauten bei enttäuschenden 460.000 ausgegeben. Vorhersagen lagen bei 510.000. Der Indikator erreichte seinen niedrigsten Stand in 17 Jahren. Der Immobilienindex hätte die ohnehin geschwächte US-Wirtschaft empfindlich treffen können. Dennoch ergab sich für den USD ein Wertzuwachs gegenüber all seinen Währungskontrahenten. Obwohl Anlegern sich der allgemeinen Situation der US-amerikanischen Wirtschaft und ihrer vermeintlichen Langzeitschäden bewusst sind, waren sie nicht davon abzubringen, in den Stunden nach Veröffentlichung der Immobilienzahlen, in USD zu investieren. USD-Anleger sollten sich jedoch keine falschen Hoffnungen machen. Experten zufolge werden die Auswirkungen der jüngst veröffentlichten Zahlen in den nächsten Tagen, wenn nicht sogar Wochen, noch deutlich zu spüren sein, wenn das Ausmaß der Daten vollkommen erkannt wird. Denn mit der aktuellen Debatte über den finanziellen Rettungsplan für die US-amerikanische Wirtschaft und der jüngsten Bekanntgabe, dass der Leitzins höchstwahrscheinlich nicht herabgesetzt werden wird, achten die Anleger in diesen Tagen kaum auf Datenveröffentlichungen.

Für heute können Anleger wieder von einem langsamen Handelstempo des USD ausgehen. Nur einige wenige Wirtschaftsdaten werden erwartet: Der "Final Report" des Bruttoinlandsprodukts, zweites Quartal, das erwartungsgemäß unverändert bei 3,3%, annualisiert, liegen wird sowie die Kernrate des PCE Preisindexes (persönliche Konsumausgaben), als Inflationsindikator, der ebenfalls unverändert bei 1,2% ausgegeben werden soll. Die anstehenden Indikatoren werden die US-amerikanische Währung nur leicht beeinflussen. Mehr als jeder Wirtschaftsindikator bestimmen die Entwicklungen um das Rettungspaket der US-Regierung die Tendenzen des USD. USD-Anleger sollten diesbezüglich aufmerksam bleiben.



EUR - EUR baut unter Marktspannung ab



Gegenüber seinen Währungsgegnern ergaben sich für den EUR gestern gemischte Ergebnisse. Bereits während des frühen Handels verzeichnete die 15-Nationen-Währung ein leichtes Momentum gegen den USD bei einem Höchststand von 1,4767, fiel jedoch wieder, sobald die US-Regierung ihre Absicht zur Stabilisierung und Stärkung des US-Leitzinses bekanntgab. Am heutigen Morgen verlor der EUR leicht gegen den USD, und fiel bis auf die 1,47-Marke, wie auch gegen den JPY, hier bis auf 155,37, was das Ergebnis der Abnahme einer Risikobereitschaft der Anleger war.

Der GfK-Konsumklimaindex verbesserte sich überraschenderweise im Oktober und erhöhte sich auf 1,8 Punkte, nach revidiert 1,6 Punkten im Monat September. Dieses Ergebnis zeigt, dass sich eine Stabilisierung bei der Verbraucherstimmung -trotz Rezessionssorgen- eingestellt hat. Dennoch wurden die Konsumerwartungen für dieses Jahr mittlerweile auf 0% heruntergesetzt, die zuvor noch bei 0,5% lagen und die Zukunft der europäischen Wirtschaft in weitere Zweifel stürtzen.

Für heute stehen auf dem europäischen Wirtschaftskalender folgende Indikatoren: Deutschlands Importpreise sowie die vorläufige Inflationsrate. Diese Indizes werden jedoch wenig Einfluss auf die Tendenzen des EUR nehmen. Voraussichtlich wird der EUR heute weiterhin an Boden gegenüber seinen Währungsgegnern verlieren. EUR-Anleger sollten auch die Beratungen zum US-Rettungspaket aufmerksam verfolgen, die derzeit die Entwicklungen auf den Märkten stärker als jeder andere Faktor bestimmen.

JPY - Japanische Regierung geht nicht auf inflationäre Zahlen ein

Nachdem der JPY zu Beginn des gestrigen Börsengangs leichte Verluste hinnehmen musste, erlebte die japanische Währung im weiteren Tagesverlauf ausschließlich zinsbullische Tendenzen gegenüber den Währungsgegnern. Gegen den USD notierte der JPY zur frühen Stunde in New York um die 104,50 und schloss etwas später, nach Wertverlusten des Dollars bei 105,92. Auch gegen den EUR konnte der JPY den zuvor entstandenen Kursrückgang wieder aufheben und konsolidierte sich bei über 155,40.

Aus der japanischen Wirtschaft wurden gestern folgende Daten veröffentlicht: Die Nationale Kernrate des Verbraucherpreisindexes, die unverändert bei 2,4% ausgegeben wurde sowie die Tokio-Kernrate des Verbraucherpreisindexes, die neue Höhen erreichte und im Monat September bei 1,7% lag. Für diesen Index wurde, aufgrund der fallenden Rohölpreise, ein deutlicher Rückgang vorausgesagt. Wieder einmal spielten auch diese Daten für die Bank of Japan keine Rolle, bei der Entscheidung zu Japans Zinssatz. Nach wie vor scheint die BoJ die Konsequenzen einer Veränderung des Leitzinses für die japanische Wirtschaft zu fürchten. Folgerecht wird die BoJ ihren Zinssatz bis zum nächsten Jahr nicht erhöhen und vorerst den Ausgang der Finanzkrise und eine Erholung der globalen Märte abwartet.

Heute bleibt der JPY abwesent vom Wirtschaftskalender. Wieder einmal sollten Yen-Anleger ihr Augenmerk auf die Tendenzen der Währungsgegner sowie die Entwicklungen zum aktuellen Rettungspaket richten, bevor sie ihre Geschäfte abschließen. Bis Handelsende ist heute voraussichtlich mit hohen Kursschwankungen zu rechnen.

Rohöl - Was bestimmt den Preis des Rohöls?

Anleger konnten gestern einen leichten Anstieg der Rohölpreise beobachten. Dieser ergab sich ungefähr zurselben Zeit, als der USD seinen Wertzuwachs, infolge der Bekanntgabe einer beabsichtigten Stabilisierung des Leitzinses durch die US-Regierung, verzeichnete. Bislang verhielten sich die Rohölpreise in der Regel gegensätzlich zu den Tendenzen des USD, mit anderen Worten, der Preis des Rohöls fällt, sobald der USD steigt. Dies war gestern jedoch nicht der Fall. Experten erklären dieses Wandel damit, dass die globalen Märkte derzeit von keinem anderen Ereignis so stark beeinflusst werden, wie von der sich abspielenden Debatte um den US-Rettungsplan. Dementsprechen scheinen die üblichen Korrelationen derzeit weniger Einfluss zu nehmen. Missstimmung, Unberechenbarkeit und Volatilität der Märkte schaffen atypische Ergebnisse für den heutigen Handel.

Um die Tendenzen der Rohöpreise besser einschätzen zu können, sollten Anleger auf längerfristige USD-Aussichten achtgeben. Obwohl der USD gestern einen Wertzuwachs verbuchte, soll die US-Währung, laut Prognosen, in den nächsten Wochen an Boden verlieren, was Anleger wiederum dazu veranlasst hat, in Rohöl zu investieren und übrige Währungen zu verkaufen. Dieses Anlegerverhalten lässt den Kurswert der anderen Währungen sinken. Heute Morgen lag der Preis pro Barrel Rohöl knapp über $106. Ein wenig dynamischer Börsengang ist heute zu erwarten, da die Welt nach wie vor die Ergebnisse zum US-Rettungspaket erwartet.

Technische News

EUR/USD

Nachdem dieses Paar gestern seinen Höchststand bei 1,4765 erreichte, scheint es sich mittlerweile um die 1,46 zu konsolidieren. Prognosen zufolge soll der Kurs weiter fallen, so dass das Paar innerhalb einer Spanne zwischen 1,4600 und 1,4500 gehandelt werden wird. Allem Anschein nach kann sich dieser Abwärtstrend bis zum Ende des Tages fortsetzen. Eine gute Strategie für heute könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

GBP/USD

Der Slow Stochastic der Tages-Chart weist ein rückläufiges Kreuz aus, was bedeuten könnte, dass ein Abwärtstrend wieder eingesetzt hat. Slow Stochastic und RSI der Tages-Chart bestätigen diese Tendenz. Ein Antesten der 1,8300-Marke könnte sich schon bald ergeben. Sollte ein Durchbruch dieses Levels tatsächlich erfolgen, könnte es richtig sein, diesem Markt anschließend beizutreten.

USD/JPY

Laut den Anzeichen auf der 4-Stunden-Chart, unterliegt dieses Paar seit einer Weile hohen Kursschwankungen, ohne erkennbare Tendenz. Der Slow Stochastic der Tages-Chart bewegt sich im neutralen Bereich und deutet auf eine Fortsetzung dieser Kursschwankungen hin. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Richtung erkennen. Anleger sollten deutlichere Signale abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.

USD/CHF

Auf der 4-Stunden-Chart wird deutlich, dass dieses Paar mittlerweile richtunglsos innerhalb seiner Handelsspanne schwankt. Sollte ein Durchbruch der 1,0830-Unterstützungsmarke erfolgen, könnte sich ein Abwärtstrend einstellen. In diesem Fall könnte der nächste Richtpreis bei 1,0800 liegen.

Die Wild-Card

Gold

Seitdem ein Durchbruch der Widerstandsmarke 900 fehlgeschlagen ist, fiel der Goldpreis drastisch, scheint sich jedoch inzwischen um die $870-Marke konsolidiert zu haben. Dabei verdichten sich die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart, was auf eine bevorstehende Volatilität hinweist. Hier könnte sich Forex-Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten, bei diesem Abwärtstrend einzusteigen. forex

Aktuelle Zeit: 01/08 12:12 GMT
DatumZeit$€£¥EreignisZeitVorProAktWich
01/0812:00GBP+Official Bank Rate2.00%1.50%1.50% 5
13:30USD+Unemployment Claims 492K545K-5
15:00CAD+Ivey PMI40.237.5-4
15:30USD+Natural Gas Storage-143B-78B-2
16:00USD+President-Elect Obama Speaks***4
17:50CAD+Gov Council Member Duguay Speaks***3
18:30USD+Assist Treasury Sec Kashkari Speaks***3
19:00EUR+ECB President Trichet Speaks***4
20:00USD+Consumer Credit m/m-3.5B-0.5B-1
01/0905:00JPY+Leading Indicators 85.2%81.4%-1
07:00EUR+German Retail Salesm/m-2.2%0.4%-3
07:45EUR+French Industrial Productionm/m-2.7%-0.7%-3
07:45EUR+French Trade Balance-7.1B-5.0B-1
09:30GBP+Manufacturing Production m/mm/m-1.4%-0.5%-5
09:30GBP+PPI Input m/m-3.3%-2.0%-5
09:30GBP+Industrial Production m/m-1.7%-0.5%-1
09:30GBP+PPI Outputm/m-0.7%-0.7%-1
10:00EUR+Retail Sales m/m-0.8%0.1%-3
11:00EUR+German Industrial Productionm/m-2.1%-2.0%-3

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AustraliaAustraliaAUD4.25%
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