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Thursday, 31 Mar 2011

Gewinne an den Aktienmärkten lassen USD-Kurs sinken

Der Dollar verzeichnete gestern Kursrückgänge, als ein Aufschwung an den Aktienmärkten für größere Risikofreudigkeit an den Devisenmärkten sorgte. Folglich wurden geringere Erträge erzielende Währungen, wie der US Dollar und der Yen verkauft. Heute, am Tag vor der Bekanntgabe des Arbeitsmarktberichts am Freitag, sollten Händler die Veröffentlichung der wöchentlichen US Arbeitslosenzahlen beachten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupupupup
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.42981.625684.450.94101.04440.8916
1.42031.615183.630.93101.03760.8850
1.41641.611483.280.92471.03480.8817
Support1.40681.600982.460.91481.02790.8751
1.40121.594182.000.91121.02400.8719
1.39161.583681.180.90121.01720.8653

Wirtschafts News

USD - Gewinne an den Aktienmärkten lassen USD-Kurs sinken

Der Dollar verzeichnete gestern Kursrückgänge, als ein Aufschwung an den Aktienmärkten für größere Risikofreudigkeit sorgte. Der weltweite Aufschwung an den Aktienbörsen begann in Asien mit einem Anstieg des Nikkei um 2,6%. In Europa kletterte der DAX um 1,8%, während der Dow Jones um 0,6% stieg. Als das Momentum an den Aktienmärkten stieg verkauften Händler die traditionellen Carry Trades Währungen, wie den Dollar und den Yen, im Austausch für höhere Erträge erzielende Anlagen.

Händler ignorierten größtenteils den ADP-Bericht zur Beschäftigungslage im März, der aufwies, dass im Februar in der US Wirtschaft 201.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, gegenüber den Erwartungen von 208.000. Die Berichtigung für den Vormonat war mit einer Runtersetzung von 217.000 auf 208.000 nicht sonderlich erheblich. Die begleitenden Kommentare von ADP hinsichtlich der US Arbeitsmarktsituation waren recht optimistisch, denn der Bericht „beseitige jegliche noch verbleibende Zweifel, dass sich die Beschäftigungslage in 2011 erheblich verbessern werde“.

Der Handel der EUR/USD-Paarung war volatiler als gewöhnlich, und die Paarung sank bis auf 1,4051 bevor sie beim New Yorker Börsengang auf 1,4146 anstieg und den Handel letztlich bei 1,4131 schloss. Die GBP/USD-Paarung stieg von 1,5994 auf 1,6088. Der australische Dollar erreichte mit 1,0345 einen neuen Höchststand bevor er bei 1,0317 den Handel beschloss.

Händler sollten sich neben der Bekanntgabe des kanadischen Bruttoinlandsprodukts auf die für 12:30 MGZ vorgesehene Veröffentlichung der wöchentlichen US Beschäftigungszahlen konzentrieren. Interessant dürfte auch die für 13:45 MGZ vorgesehene Bekanntgabe des Einkaufsmanagerindexes des Fed-Distriktes Chicago sein.

Bemerkungen von Offiziellen der US Notenbank hinsichtlich einer Normalisierung der DU Geldmarktpolitik wurden nicht zu sehr bewertet, da Händler sich weiterhin auf ertragträchtige Anlagen konzentrierten. Solange Ben Bernanke, der Präsident der US Notenbank, sich nicht zu Änderungen beim Konjunktur-Stützungsprogramm äußert, werden Händler weiterhin den USD, auf der Suche nach höhere Erträge erzielenden Anlagen, als Finanzierungswährung verwenden.

Widerstand für die EUR/USD-Paarung findet sich bei 1,4220, 1,4250 und bei 1,4280. Unterstützung findet sich bei 1,4150 gefolgt von by 1,4115 und 1,4020.

EUR - Europäische Leitzinsanhebungen treten immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses

Während bei Händlern die Erwartungen auf europäische Leitzinsanhebungen immer mehr in den Mittelpunkt treten, verzeichnete der Euro einen Kursanstieg zum Dollar, fiel allerdings zum Schweizer Franken. Was die Gewinne beim Euro ankurbelte waren Äußerungen von Lorenzo Bini Smaghi, einem Vorstandsmitglied der EZB, die EZB werde den Leitzinssatz nach und nach anheben.

Der Schweizer Franken wurde von einem starken KOF Wirtschaftsbarometer unterstützt, das aufzeigte, dass sich die Wirtschaft der Schweiz schneller belebt als vorhergesagt.

Die EUR/CHF-Paarung stieg bis zum Widerstandswert von 1,3038 um dann zum Handelsschluss auf 1,2969 zurückzufallen. Der Wert von 1,3038 entspricht übrigens dem März-Hoch. Ein Durchbruch dieses Werts könnte den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt, der heute bei 1,3075 liegt zur Folge haben, gefolgt vom Februar-Hoch von 1,3200.

Die jüngsten Äußerungen James Bullards, dem Präsidenten der Zentralbank von St. Louis, hatten sich zwar unterstützend auf den Dollar ausgewirkt, doch hielt das beim europäischen Handel nicht lange vor. Bullard hatte sich dahingehend geäußert, dass die US Notenbank sich überlegen solle ihr $ 600 Mrd. Programm zur Lockerung der Geldmarktpolitik herunterzuschrauben.

Händler konzentrieren sich weiterhin auf die erwartete Leitzinsanhebung beim nächsten EZB-Treffen am 7. April. Die Erwartungen hierauf wurden so aufgebauscht, dass die Entscheidung der EZB die Händler möglicherweise enttäuschen könnte. Die Erwartungen liegen nicht nur bei einer einmaligen Anhebung, sondern auf einer peu-á-peu-Anhebung des Leitzinssatzes und einer Normalisierung der europäischen Geldmarktpolitik. Äußerungen von EZB-Mitgliedern, die dahingehen, dass der Leitzinssatz Schritt für Schritt angehoben werden solle, könnte die Währung weiter stützen. Eine Verzögerung bei der europäischen Leitzinsanhebung dürfte sich negativ auf die Währung auswirken.

JPY - Yen-Kurs fällt, da Carry Trades wieder aufgenommen werden

Händler, die sich nach ertragreicheren Anlagen umsehen, finanzieren ihre Handel mit dem geringe Erträge erzielenden Yen. Nach dem auf Erdbeben und Tsunami Mitte März erfolgtem kräftigen Kursanstieg des Yen, sorgten eine Rückkehr zu Carry Trades und das Eingreifen der G7-Staaten für einen Kursrückgang beim Yen.

Der Yen verlor zum Euro und die EUR/JPY-Paarung stieg beim frühen europäischen Handel auf ein neues Hoch. Die Paarung handelt derzeit bei 117,45 gegenüber dem Eröffnungskurs von 116,82. Zum Dollar stieg die USD/JPY-Paarung von 82,66 auf 82,80.

Die japanische Währung handelt somit auf dem niedrigsten Stand, seit die G7-Staaten auf den Devisenmärkten intervenierten. Es scheint, als hätten Händler von diesem unilateralen Eingreifen für ihren Yen-Handel profitieren können. Die gestiegene Risikofreudigkeit trug ebenfalls dazu bei, dass sich Händler von dem Risikobehafteten Handel der vergangenen zwei Wochen abwandten und in Carry Trades investierten, die einen schwächeren Yen unterstützen.

Widerstand für die USD/JPY-Paarung findet sich bei 83,30. Diesem Wert kommt besondere Wichtigkeit zu, da er mit der fallenden Trendlinie von dem September-Hoch von 2010 übereinstimmt. Ein Durchbruch dieses Werts hätte dann den Wert von 84,00 zum Ziel. Gegenteilig findet sich Unterstützung bei 82,00 und 81,60.

Rohöl - Rohölpreis verzeichnet leichten Anstieg beim Übernachthandel

Die fortgesetzten Kampfhandlungen in Libyen ließen den Rohölpreis während des asiatischen Handels leicht ansteigen, obwohl die US Rohöllagerbestände weit mehr angestiegen sind als ursprünglich erwartet. Normalerweise deutet ein hoher US Rohöllagerbestand auf einen Nachfragerückgang hin, was zu einem Preisabfall führt. Es scheint, als würden die Bedenken hinsichtlich des Ölnachschubs, aufgrund der Unruhen im Mittleren Osten, den Ölpreis nach wie vor hochhalten.

Derzeit handelt Rohöl um die $ 104,85 pro Barrel, fast $1 mehr als gestern Abend. Da eine Änderung der politischen Lage in Libyen momentan nicht absehbar ist, dürfte der Rohölpreis noch auf unbestimmte Zeit über dem Wert von $ 100 pro Barrel liegen. Nichtsdestotrotz dürfte morgen die Bekanntgabe des US Arbeitsmarktberichts für heftige Volatilität an den Märkten sorgen, wovon auch der Rohölpreis betroffen sein kann. Händler sollten auf mögliche Überraschungen gefasst sein, die Bewegungen beim Rohölpreis zur Folge haben könnten.

Technische News

EUR/USD

Die technischen Indikatoren zeigen Anzeichen, dass sich diese Paarung in den überkauften Bereich bewegt, was besagt, dass heute eine Abwärtskorrektur stattfinden dürfte. Beim MACD auf dem 8-Stunden-Chart hat sich ein rückläufiger Cross gebildet, während die Bollinger Bands auf dem gleichen Chart anfangen sich zu verengen. Zu verkaufen könnte heute eine kluge Entscheidung sein.

GBP/USD

Die Bollinger Bands auf dem 8-Stunden-Chart verengen sich, was darauf hindeutet, dass in naher Zukunft eine Kursbewegung stattfinden dürfte. Der Williams Percent Range auf dem 4-Stunden-Chart ist in den überkauften bereich eingetreten, was besagt, dass es sich bei der Kursbewegung um eine Aufwärtsbewegung handeln dürfte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte sich heute auszahlen.

USD/JPY

Der Relative Strength Index auf dem Tages-Chart ist in den überkauften Bereich eingetreten, was gemeinhin besagt, dass der Paarung eine Abwärtskorrektur bevorsteht. Der Slow Stochastic auf dem gleichen Chart, bei dem sich ein rückläufiger Cross gebildet hat, bestätigt diese Annahme. Zu verkaufen könnte sich heute als kluge Entscheidung erweisen.

USD/CHF

Die meisten technischen Indikatoren legen diese Paarung momentan in den neutralen Bereich, was bedeutet, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass in nächster Zeit eine erhebliche Änderung beim Kurs stattfinden wird. Nichtsdestotrotz scheint sich beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart ein zinsbullischer Cross zu bilden. So wäre es für Händler heute ratsam abzuwarten bis sich ein deutlicheres Bild abzeichnet.

Die Wild-Card

Silber

Die meisten technischen Indikatoren zeigen, dass der Preis für dieses Edelmetall seinen Höchststand erreicht haben könnte und dass in naher Zukunft eine Abwärtsbewegung bevorsteht. Der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart steht derzeit bei -5, tief im überkauften Bereich. Zusätzlich hat sich beim MACD auf dem Tages-Chart ein rückläufiger Cross gebildet. Forex -Händler könnten sich die bevorstehende Abwärtsbewegung zunutze machen und Verkaufspositionen für mögliche große Gewinnmitnahmen eröffnen.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:03 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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