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Thursday, 27 Nov 2008

Globale Wirtschaftsdaten verstärken Druck, USD-Anleger in hoffnungsvoller Erwartung der nächsten Wirtschaftswoche

Der US-Dollar verhielt sich in den vergangenen Tagen rückläufig zum EUR und JPY. Die Marktteilnehmer erwarten jedoch einen ruhigen Handelstag, da die Devisenmärkte heute aufgrund des US-amerikanischen Feiertags Thanksgiving geschlossen bleiben. Anleger sollten ihr Augenmerk heute auf die US-Notenbank richten, die weitere Leitzinssenkungen in Betracht zieht. Dementsprechend wird sich der Kurswert des Dollar heute bei einem geringen Handelsvolumen ergeben.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownnonoupupdown
Wochentendenzupupdowndownupdown
Resistance1.30071.548895.601.20550.65920.8424
1.29851.547095.441.20300.65700.8411
1.29601.545395.281.20150.65470.8399
Support1.29221.541594.861.19700.65210.8364
1.29081.539994.621.19530.65090.8342
1.28931.538694.501.19300.64890.8320

Wirtschafts News

USD - Leichte USD-Kursschwankungen zu Thanksgiving erwartet

Trotz Wertverlust in den letzten Tagen konnte der USD seinen Wert gegenüber den Hauptwährungen stabilisieren und bewies damit, dass die US-amerikanische Währung für den Augenblick stabil ist und Anleger sich hier auf konstante Gewinne verlassen können. Das Kurspaar EUR/USD stoppte inzwischen seinen Aufwärtstrend beim Widerstandslevel 1,3080. Seither verlor es über 150 Punkte und fiel zurück auf 1,29. Auch gegenüber GBP und CHF konnte der USD am Mittwoch Boden gutmachen.

Die gestern veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten übertrafen die Erwartungen. Analysten glauben, dass die Zahlen den USD in seinem insgesamt zinsbullischen Trend weiter stützen werden. Die Zahl der US-Bürger, die einen Arbeitslosenerstantrag stellten reduzierte sich um 14.000 Anträge. Die Erstanträge für Versicherungsleistungen wurden saisonbedingt von 543.000 Anträgen der Vorwoche auf 529.000 angepasst.
Davon abgesehen, bewies der Dollar bereits, dass er, unabhängig von negativen Indikatoren, einen Wertzuwachs verzeichnen kann. Experten sind der Meinung, dass sich der USD solange auf dem aufsteigenden Ast befinden wird, wie seine Währungskontrahenten in ihrer misslichen Lage verweilen. Die US-Verbraucher wiederum schränkten ihre Ausgaben im Monat Oktober deutlich ein. Die Verbraucherausgaben in den USA erreichten ein Rekordtief der letzten sieben Jahre. Dies ergab zum vierten Mal in Folge einen Rückgang der Zahlen und verdeutlichte ein weiteres Mal, wie die Kreditkrise, der Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes und eine wachsende Arbeitslosenrate die Verbraucher davon abhält, ihr Geld auszugeben.

Heute feiert Amerika das Thanksgiving-Fest. Demnach wird es voraussichtlich ruhig um den USD bleiben. Dennoch werden die US-Aktienmärkte und die ständig fallenden Energiepreise ihren Teil zur Marktvolatilität beitragen.

EUR - EUR-Kurs richtet sich derzeit nach deutscher Wirtschaft

Der EUR verzeichnete gestern gegenüber den meisten Hauptwährungen einen Wertverlust. Einziger Indikator, der gestern aus der europäischen Wirtschaft veröffentlicht wurde, waren die vorläufigen Zahlen zum deutschen Verbraucherpreisindex, der leicht unter den Erwartungen der Analysten lag und dazu beitrug, die Volatilität auf ein Minimum zu reduzieren.

Dennoch bieten die deutschen Zahlen erste Anzeichen eines Inflationstrends innerhalb der Eurozone. Deutschlands Verbraucherpreisindex macht nahezu 30% der gesamten Eurozone aus. Ein anhaltender Konjunkturabschwung könnte die Europäische Zentralbank (EZB) womöglich dazu veranlassen, ihren Leitzins erneut zu senken, um der Rezession entgegenzuwirken. Für Deutschlands Wirtschaft, die mit wichtigste innerhalb Europas, stellte sich ein Konjunkturrückgang bereits im dritten Quartal der Kreditkrise ein. Im Zuge dessen, dämpfte das Rekordniveau des EUR die Nachfrage ausländischer Investoren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte inzwischen bereits in zwei Quartalen in Folge. In den Monaten Juli bis September sank es um 0,5% gegenüber dem Vorquartal. Bereits im zweiten Quartal war die gesamtwirtschaftliche Leistung um 0,4% gesunken.
Europäische Wirtschaftswissenschaftler sind mittlerweile äußerst pessimistisch in Hinsicht auf die regionalen Konjunkturaussichten eingestellt. Viele sehen Gesamteuropa bereits in der Rezession, aus der die Eurozone voraussichtlich bis zum dritten Quartal 2009 nicht herausfinden wird.
Wichtigster Indikator heute sind die deutschen Arbeitsmarktdaten. Experten erwarten hier einen Rückgang der Zahlen im Vergleich zu ihrer Vormessung. EUR-Anleger sollten die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit unbedingt aufmerksam verfolgen. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen der Marktteilnehmer übertreffen, könnte sich das äußerst positiv auf den Kurswert des EUR auswirken.

JPY - Yen erzielt gemischte Ergebnisse gegenüber Hauptwährungen

Gegenüber seinen Währungsgegnern schloss der JPY gestern bei gemischten Ergebnissen. Zum GBP fiel der JPY stark und brachte das Kurspaar GBP/JPY dabei bis auf die 146,67-Marke. Auch gegenüber USD ergaben sich für den Yen ähnliche Entwicklungen. Das Paar notierte zu Handelsschluss bei 95,16. Lediglich gegen den EUR verzeichnete der JPY einen Kursgewinn. EUR/JPY wurde gestern bei 122,97 gehandelt.
Mit dem Wertzuwachs des Yen, nimmt die Attraktivität japanischer Güter im Ausland ab. Darüber hinaus hat der steigende Yen zur Wochenmitte für eine schwache Tendenz an der Börse in Tokio gesorgt. Zur Begründung der deutlichen Abgaben der Exportwerte verweisen Experten auf den starken Yen, die konjunkturelle Abkühlung und die weiter anhaltende Finanzkrise. Nutznießer der neuesten Marktentwicklungen ist derzeit erwiesenermaßen der Yen, der zu den Hauptwährungen zulegt. In Asien wird darauf verwiesen, dass japanische Exporteure sowohl Dollar wie auch Euro gegenüber der heimischen Währung verkauften.
Für heute werden einige bedeutende Wirtschaftsdaten aus Japan erwartet. Anleger sollten sich dabei auf den Bericht der Einzelhandelsumsätze um 23:50 Uhr MGZ konzentrieren. Dieser Indikator gilt als einer der einflussreichsten der japanischen Wirtschaft und soll laut Analysten voraussichtlich um -0,9% sinken. Im vergangenen Monat ergab sich bereits ein Rückgang von -0,4%. Auch hier können positive Ergebnisse den JPY-Kurs in die Höhe treiben.

Rohöl - Rohöl weiterhin mit Abwärtstendenzen?

Die Ölpreise fielen gestern an den New Yorker Aktienmärkten erneut, nachdem eine Reihe bedeutender US-Wirtschaftsdaten veröffentlicht wurde. Dies sei größtenteils auf die Sorge um weitere Drosselungen der Fördermenge weltweit zurückzuführen, erklären Experten. Dass sich der Abwärtstrend fortsetzt, ist derzeit, angesichts des deutlichen Konjunkturabschwungs in den USA und Europa, zu erwarten.
Die Organisation Erdöl exportierender Länder, OPEC, hat ihr nächstes Treffen für den 29. November in Kairo, Ägypten, angesetzt, um über weitere Maßnahmen zu sprechen. Die Ölminister wollen zukünftig eine endgültige Einigung über die künftigen Fördermengen erzielen, um gegen den kontinuierlichen Preisfall des Rohöls vorzugehen. Insbesondere die vorherrschende Rezession in den USA bringt die Ölpreise mittlerweile bis unter die $50-Marke pro Barrel. Im vergangenen Monat hatten sich die OPEC-Mitgliedsstaaten bereits darauf geeinigt, ihre Produktionsmengen um 1,5 Millionen Barrel pro Tag zu reduzieren.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar wird bereis seit einer Weile innerhalb der Spanne von 1,2880 bis 1,3000 gehandelt, während bislang keine Anzeichen einer jeglichen Ausrichtung auf der Stunden-Chart zu erkennen sind. Die 4-Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Bollinger Bands verdichten sich und verdeutlichen damit, dass ein Durchbruch näher rückt. Anleger sollten diesen abwarten und erst anschließend, dem Trend entsprechend, einsteigen.

GBP/USD

Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich sehr deutlich eine breite zinsbullische Handelsspanne heraus, in deren oberen Bereich das Paar mittlerweile schwankt. Seitdem GBP/USD gestern das Widerstandslevel bei 1,5370 durchbrechen konnte, deutet der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart darauf hin, dass das Momentum zinsbullisch ist. Ein Durchbruch der 1,5450-Marke könnte einen umso stärkeren Aufwärtstrend auslösen, der das Paar bis in den 1,5900-Bereich befördern könnte.

USD/JPY

Die 4-Stunden-Chart gibt aus, dass dieses Paar sich nach wie vor in einer rückläufigen Korrigierung befindet. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart bestätigt dieses Abwärtsmomentum. Der nächste Richtpreis könnte demnach bei 94,60 liegen. Sollte dieses Level durchbrochen werden, wird voraussichtlich ein starker Abwärtstrend zu beobachten sein.

USD/CHF

Entsprechend der Stunden-Chart befindet sich dieses Paar in einer rückläufigen Konfiguration. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass sich der Abwärtstrend fortsetzen könnte. Auf der Stunden-Chart deutet derselbe Indikator darauf hin, dass USD/JPY einen möglichen Aufwärtstrend aufnehmen könnte. Daher ist es kurzfristig womöglich richtig, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

Die Wild-Card

AUD/USD

Hier hat ein bedeutender Durchbruch des oberen Handelsbereichs auf der 4-Stunden-Chart stattgefunden. Auf der Tages-Chart bewegt sich der Slow Stochastic momentan über der 20-Marke. Dieser Trend könnte sich fortsetzen. Forex -Anlegern bietet sich hier möglicherweise eine großartige Handelsgelegenheit, sich diesen technischen Indikator zu Nutze zu machen, um aus dem zinsbullischen Momentum Profit zu schlagen.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:04 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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