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Friday, 5 Nov 2010

Gold auf Rekordhoch während USD nach Fed-Ankündigung absackt

Am Donnerstag markierten Rohstoffanlagen wie Rohöl und Gold neue Höchststände. Die Ankündigung der US-Notenbank Federal Reserve über weitere Maßnahmen zur Konjunkturstützung im Umfang von rund $600 Mrd. versetzt die Anleger in Unruhe. In ihrer Unsicherheit, welche Auswirkung die quantitative Lockerung auf den USD sowie die US-Wirtschaft haben wird, richten Händler ihre Investitionen auf Rohstoffe aus.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdownupno
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.45591.664782.100.99671.04250.8955
1.43791.643281.470.97971.02700.8856
1.42971.635181.080.96891.02090.8796
Support1.41171.613680.440.95201.00530.8696
1.40191.600280.190.94590.99580.8657
1.38391.578779.550.92900.98030.8558

Wirtschafts News

USD - Dollar stürzt gegen gewinnträchtige Währungen

Der US-Dollar verzeichnete gestern Kursverluste gegen risikoreiche Währungen wie Euro und Britisches Pfund Sterling. Darüber hinaus erreichte die US-Währung Tiefstände gegen den Australischen und Neuseeländischen Dollar, nachdem die US-Notenbank am Mittwochabend ihr geplantes Staatsanleihenprogramm in Höhe von rund $600 Mrd. ankündigte. Das Zusatzprogramm soll für die nächsten acht Monate laufen und wirft unter den Marktteilnehmern die Frage auf, welche Auswirkungen die quantitative Lockerung der Fed auf den Dollar und die US-Konjunktur tatsächlich haben wird. Somit bleibt der Dollar zunächst weiter unter Druck.

Mit dem Ankauf der Staatsanleihen will die US-Notenbank die Wirtschaft im Land ankurbeln und die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in den USA bekämpfen. Der US-Geldregen trieb Investoren aus dem US-Dollar in Alternativanlage wie Rohstoffe und Risiko-Währungen.

Der Euro näherte sich gestern bereits dem Jahreshoch von $1,4582. Wichtige US-Konjunkturdaten heute, die ebenfalls Einfluss auf den USD haben werden: Arbeitsmarktdaten, Beschäftigung exklusive Agrarsektor (Oktober) um 13:30 Uhr sowie Ausstehende Hausverkäufe (September) um 17:30 Uhr. Darüber hinaus sollten sich Anleger den um 19:00 Uhr erwarteten Vortrag von US-Notenbankchef Ben Bernanke an der Universität in Jacksonville nicht entgehen lassen.

EUR - EUR handelt über $1,42

Der EUR handelte am Donnerstag über der Marke von $1,4200 und nähert sich somit seinem höchsten Stand seit Januar. Das am Mittwoch angekündigte Hilfspaket der US-Notenbank im Umfang von rund $600 Mrd. verstärkt die Unsicherheit der USD-Anleger und treibt Investoren aus dem Dollar unter anderem in den Euro.

Aktuell handelt der EUR bei $1,4205, von zuvor $1,4132 am späten Mittwoch. Am Donnerstagmorgen kletterte die europäische Gemeinschaftswährung weiter bis auf $1,4282. Der EUR zeigte sich gegenüber dem USD stabil, nachdem die Europäische Zentralbank EZB ihren Leitzins gestern, wie erwartet, unverändert auf dem Rekordtief bei 1,0% beließ.

Das Britische Pfund Sterling verbuchte am Donnerstag ebenfalls Kursgewinne auf breiter Front. Nachdem auch die Bank of England BoE bei ihrem Leitzins von 0,5% blieb, legte das Pfund bis auf $1,62 zu. Des Weiteren stützten das Pfund Sterling positive Daten aus der UK-Immobilienbranche: Der Halifax-Hauspreisindex stieg um 1,8% gegenüber dem Vormonat und lag damit über den Erwartungen der Experten. Bereits am Mittwochabend zog das GBP bis auf $1,6294 von zuvor $1,6092 an und handelt aktuell bei $1,6265.

Wichtige Konjunkturdaten aus der Eurozone und Großbritannien heute: 10:30 Uhr Großbritanniens Erzeugerpreise, Output-Basis (Oktober) sowie 11:00 Uhr Einzelhandelsumsatz Eurozone (September).

JPY - JPY fällt mit schwindender Nachfrage nach sicheren Anlagen

Der JPY-Kurs zeigte sich am Freitagmorgen nahezu unverändert, nachdem die japanische Zentralbank Bank of Japan BoJ ihre Leitzinsen bei nahe Null beließ. Aus Sorge um eine weitere Aufwertung des Yen zum US-Dollar hatte sich der geldpolitische Rat der BoJ am Freitag getroffen, um eventuelle Schritte einzuleiten und auf die am Mittwoch angekündigte Lockerung der Fed-Geldpolitik zu reagieren.

Leichte Abwärtstendenzen waren beim JPY heute Morgen, den 4. Tag in Folge zu beobachten. Die aktuell steigende Nachfrage nach Aktien und gewinnträchtigen Anlagen belastet den Yen. In New York wurde der JPY zu Handelsschluss bei 114,78 je EUR von zuvor 114,71 gehandelt. Im Tief erreichte der Yen die 115,42-Marke, den niedrigsten Stand seit dem 7. Oktober. Zum USD rutschte Japans Yen gestern von 80,84 auf 80,75 ab.

Rohöl - Rohöl handelt nahe $87 pro Barrel

Der von der US-Notenbank angekündigte Ankauf von Staatsanleihen in Höhe von rund $600 Mrd. zur Stützung der Konjunktur im Land schürt die Inflationsängste am Markt und bescherte am Donnerstag nicht nur den Goldpreisen, sondern auch den internationalen Ölpreisen Auftrieb. Der schwache US-Dollar steigert wie gewohnt den Anreiz von Rohstoff-Anlagen.

Entsprechend markierten die Ölpreise gestern neue Höchststände seit vergangenem Mai. Ein Fass US-WTI zur Lieferung im Dezember kostete zu später Handelsstunde $86,32 und damit $1,63 mehr als am Vortag. Ein Fass Nordsees-Brent verteuerte sich um $1,55 auf $87,93. Allein im vergangenen Jahr legten die Ölpreise um rund 8,9% zu.

Technische News

EUR/USD

Nach den deutlichen Kursgewinnen am Donnerstag, könnten sich heute zunächst Kurskorrekturen nach unten einstellen. Auf der 4- und 8-Stunden-Chart hat der Preis in den überkauften Bereich des RSI gedreht, während der Slow Stochastic auf der Tages-Chart abwärts kreuzt. Darüber hinaus ist das Brechen der oberen Bollinger Bands auf der Tages-Chart ein weiteres Zeichen für eine sich ankündigende Abwärtsausrichtung. Verkaufen könnte bei EUR/USD heute von Vorteil sein.

GBP/USD

Auch bei GBP/USD scheint sich eine Überwindung der oberen Bollinger Bands auf der Tages-Chart zu vollziehen. Abwärtsbewegungen kündigen sich an. Auf der Tages- und 4-Stunden-Chart hat der Preis mittlerweile in den überkauften Bereich des RSI gedreht. Der Slow Stochastic der Tages-, 4-Stunden- und 8-Stunden-Chart kreuzt abwärts. Auf fallende Kurse zu setzen könnte auch bei GBP/USD eine gute Wahl heute sein.

USD/JPY

USD/JPY handelt aktuell innerhalb einer Spanne zwischen $80,60 und $81,20. Ein Großteil der Indikatoren bewegt sich dabei im neutralen Bereich. Bei diesem Paar ist es voraussichtlich richtig, deutlichere Signale zunächst abzuwarten.

USD/CHF

Bei USD/CHF könnten sich heute im Anschluss an die jüngst heftigen Abwärtsbewegungen Kurskorrekturen nach oben ergeben. Die Überwindung der unteren Bollinger Bands auf der 8-Stunden-Chart ist ein Zeichen für eine sich ankündigende Aufwärtsbewegung. Die Williams Percent Range der 8-Stunden-Chart bestätigt, das Aufwärtsdruck besteht. Der Preis hat sich im überverkauften Bereich des RSI auf der 2-, 4- und 8-Stunden-Chart eingefunden. Der Slow Stochastic kreuzt auf der 4- und 8-Stunden-Chart aufwärts. Bei USD/CHF könnte es sich heute lohnen, auf steigende Kurse zu setzen.

Die Wild-Card

AUD/CAD

Auf der Tages-Chart hat der Preis dieses Paares das obere Bollinger Band überwunden und signalisiert somit eine bevorstehende Abwärtsbewegung. Auf der 4-Stunden-Chart hat der Preis in den überkauften Bereich des RSI gedreht, während der Slow Stochastic auf der 4-Stunden- und Tages-Chart abwärts kreuzt. Forex -Händler könnten bei AUD/CAD heute auf fallende Kurse setzen, um solide Gewinne erzielen.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:09 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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