close
| |

Monday, 23 Nov 2009

Goldkurs weiterhin am Steigen

Während die Hauptwährungen uneinheitlich bleiben, wird derzeit nur ein zinsbullischer Trend an den Märkten deutlich - der des Rohstoffs Gold. In den gestrigen Abendstunden kletterte der Goldpreis bis über die Marke von $1,163 pro Feinunze und markierte somit einen neuen Höchstkurs. Jedoch hätte eine mögliche USD-Erholung das Potenzial, dem Aufwärtstrend für Gold ein Ende zu setzen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupdownup
Wochentendenzupupdowndowndowndown
Resistance1.45151.665089.651.02900.92400.9089
1.45001.662089.401.02500.92200.9065
1.49751.657589.151.02250.92000.9050
Support1.48001.646088.801.01600.90600.9000
1.47701.642588.601.01300.90250.8980
1.47301.635588.301.01100.89850.8950

Wirtschafts News

USD - Befindet sich der US-Dollar auf Erholungskurs?

Der USD konnte gestern einen Teil seiner Kursverluste der vergangenen Woche gegen EUR und Pfund wieder ausgleichen. Zum EUR zog der Dollar um 200 Punkte an. Gegen das Pfund Sterling machte die US-Währung nahezu 400 Punkte gut. Das Währungspaar GBP/USD rutschte bis auf die Marke von 1,6470 ab.

Hauptursache für den USD-Kursanstieg schienen positive US-Wirtschaftsdaten zu sein. Die Einzelhandelsumsätze waren im Oktober um 1,4% angestiegen und lagen dabei über den Erwartungen von 1,0%. Darüber hinaus lieferte der Bericht zu den TIC-Langzeit-Anschaffungen für den Monat September ein weitaus besseres Resultat als zuvor prognostiziert. Die Datenbank Treasury International Capital System misst den Differenzwert zwischen langfristigen ausländischen Sicherheitsanlagen, die von US-Bürgern gekauft und langfristigen US-Sicherheitsanlagen die von Ausländern gekauft werden. Die überraschend positiv ausgefallenen Zahlen verdeutlichten, dass Ausländer ihre Investitionen in die US-Wirtschaft erhöht haben, was den US-Dollar in der Regel stärkt. Des Weiteren stieg der US-Kernindex der Verbraucherpreise, der die Veränderung des Wertes aller Güter und Dienstleistungen (exklusive der schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise), die von Personen innerhalb der USA erworben werden, um 0,2%. Der US-amerikanische Core Consumer Price Index gilt in den USA als wichtiger Indikator im Rahmen der Konjunkturanalyse.

In der kommenden Woche stehen einmal wieder wichtige Veröffentlichungen auf der US-Wirtschaftsagenda. Anleger sollten ihr Augenmerk auf folgende Meldung richten: Verkäufe bestehende Häuser, Verkäufe von Neubauten, Verbrauchervertrauen (Conference Board) und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Wichtigster Indikator am heutigen Handelstag ist der Index der Verkäufe bestehende Häuser. Ein positives Ergebnis kann die Hoffnung auf eine schnellstmögliche Erholung des US-Immobilienmarktes und gleichzeitig den Dollar-Kurs stärken.

EUR - EUR Aufwärtstrend unterbrochen

In der letzten Woche ergaben sich für den EUR überwiegend Abwärtstendenzen gegenüber den Hauptwährungen. Gegen den Yen setzte die europäische Gemeinschaftswährung ihren Abwärtstrend fort. Das Paar EUR/JPY rutschte bis unter die Marke von 132,0. Auch zum USD verzeichnete der EUR Kursverluste.

Die Abwärtstendenzen des EUR beruhten größtenteils auf enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone in der letzten Handelswoche. Der Eurozonen-Verbraucherpreisindex ging um 0,1% im Oktober zurück. Dies war der fünfte Rückgang des Indikators in Folge. Allem Anschein nach sind Europas Nationen noch weit von einer vollständigen wirtschaftlichen Erholung entfernt. Darüber hinaus drehte die Leistungsbilanz der Eurozone, die die Differenz zwischen Export und Import von Waren und Dienstleistungen misst, im Monat Oktober unerwartet ins Minus. Analysten hatten ein Ergebnis von 0,6 Mrd. Euro erwartet. Laut der Europäischen Zentralbank liegt das Defizit bei saisonbereinigten 5,4 Mrd. Euro. Ausländische Investitionen in der Eurozone lassen nach und schwächen den EUR.

In dieser Woche erwartet die Marktteilnehmer eine Reihe wichtiger Wirtschaftsdaten aus Europa. Einfluss nehmende Veröffentlichungen werden überwiegend aus Deutschland erwartet, die größte Industrienation der Eurozone. Der Wirtschaftskalender ist prall gefüllt. Analysten erwarten positive Zahlen aus Deutschland und Frankreich. Sollten die Ergebnisse die Prognosen erfüllen, könnte der EUR wieder neue Unterstützung finden.

JPY - Positive Konjunkturdaten bringen JPY Kursgewinne

In der letzten Woche verzeichnete der Yen Kursgewinne gegenüber den Hauptwährungen. Deutlich zu beobachten war dies gegenüber dem Pfund Sterling. GBP/JPY verbuchte einen Verlust von über 400 Punkten. Auch zum USD ergaben sich für Japans Währung Aufwärtstendenzen.

Die Yen-Stärke lässt sich hier überwiegend auf positive Konjunkturdaten aus Japan zurückführen. Der vorläufige Bericht zum Bruttoinlandsprodukt, der die inflationsbereinigte Veränderung aller Güter und Dienstleistungen, die in Japan erbracht werden, misst, erhöhte sich um erstaunliche 1,2%. Die Zahlen könnten ein mögliches Anzeichen dafür sein, dass es Japans Wirtschaft besser geht, als von Experten eingeschätzt. Der japanische Yen zeigt sich aktuell verhältnismäßig stark. Sollte es bei optimistischen Konjunkturdaten bleiben, könnte der Yen seinen Aufwärtstrend vorerst fortsetzen. Des Weiteren hatte die Bank von Japan (BoJ) ihre Zinssätze in der letzten Woche unverändert bei 0,10% belassen, die niedrigste Rate in der Gruppe der Industrienationen. Diese Entscheidung nahm jedoch wenig Einfluss auf Japans Währung, da auch die übrigen Wirtschaftsnationen bislang von einer Zinsanhebung absehen.

Für die kommende Woche kündigen sich einige wichtige Indizes für Japan an. Wichtigster wirtschaftlicher Indikator mit der größten Wirkung auf die Märkte ist dabei Japans Handelsbilanz, die am Dienstag veröffentlicht wird. Diese ist eine Gegenüberstellung von Export und Import von Waren einer Volkswirtschaft. Angesichts der Tatsache, dass Japans Wirtschaft stark exportabhängig ist, könnte ein positives Ergebnis dem Yen Aufschwung verleihen.

Rohöl - Öl-Kursschwankungen setzten sich fort - Spannungen im Nahen Osten wachsen

Für den Rohstoff ergab sich in der vergangenen Woche ein verhältnismäßig bärischer Handel. Zu Beginn der Handelswoche kletterte Rohöl bis auf $80,85 pro Barrel. Zum Wochenende rutschte der Kurs jedoch wieder ab und erreichte die Marke von $76,80 pro Barrel.

Aktuell befinden sich die Ölpreise bereits wieder auf dem aufsteigenden Ast und werden um $78 pro Barrel gehandelt. Hauptursache für die Erholung der Preise scheinen derzeit die wachsenden Spannungen zwischen Iran und den westlichen Nationen zu sein. Zu einer Einigung in dem sich zuspitzenden Atomstreit kam es bislang nicht. Vielmehr hat das iranische Militär mit einem groß angelegten Manöver der Luftwaffe zur Verteidigung der Atomanlagen begonnen. Sollten sich die Spannungen im Nahen Osten verstärken, rechnen Experten mit einem deutlichen Kursanstieg für Rohöl.

Anleger sollten in der anstehenden Woche Nachrichten aus der Region gut im Auge behalten, da diese ihre Wirkung auf die Bewegungen des Rohstoffs haben. Ferner bleiben Konjunkturdaten aus den USA für Rohöl-Anleger von Bedeutung, mit deren Hilfe sich Strategien für den Rohölhandel ableiten lassen.

Technische News

EUR/USD

Nachdem das Währungspaar die Marke von 1,4950 erreicht hat, setzte eine technische Preiskorrektur ein. EUR/USD wird mittlerweile um 1,4920 gehandelt. Dennoch wird ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bereits deutlich, was bedeutet, dass eine zinsbullische Preisausrichtung bevorstehen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, ist heute möglicherweise die richtige Entscheidung.

GBP/USD

Dieses Paar lässt keine eindeutigen Tendenzen erkennen. Einziges deutliches Zeichen geben die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart an, die sich beginnen zu verdichten. Der MACD bewegt sich auf allen Charts nahe der Marke 0, was möglicherweise bedeutet, dass sich eine volatile Bewegung bereits ankündigt. Sollte ein Preissprung erfolgen, könnte es eine gute Entscheidung sein, entsprechende Positionen zu eröffnen, um Profite aus dem neuen Trend zu schlagen.

USD/JPY

Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass sich hier bald eine zinsbullische Preiskorrektur ergibt. Eine gute Strategie könnte lauten: bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

USD/CHF

Auf der Stunden-Chart bildet sich eine sehr deutliche zinsbullische Handelsspanne heraus, in deren unteren Bereich das Paar mittlerweile schwankt. Darüber hinaus sind alle Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart abwärts gerichtet, was ein Zeichen dafür sein kann, dass sich der Abwärtstrend fortsetzt. Verkaufen könnte heute die richtige Wahl sein.

Die Wild-Card

EUR/GBP

Auf der 4-Stunden-Chart lässt sich eine eindeutig zinsbullische Handelsspanne erkennen. Dieses Paar verbucht seit 4 Handelstagen kontinuierlich Kursgewinne. Der RSI der Tages-Chart schwankt aktuell über der 50-Linie. Der Slow Stochastic ist aufwärts gerichtet. Das Paar scheint seinen Aufwärtstrend zu erweitern. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten, bei einem äußerst gefragten Trend jetzt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:09 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen